...andererseits lässt sich dann aber auch aus solchen Diskussionen nicht wirklich etwas für die Praxis mitnehmen ...
Beim Betrachten von perspektivischen Darstellungen räumlicher Objekte auf einer Auffangebene (z.B. Zeichnung oder Photographie) entsteht durch subjektive Rückprojektion des flächenhaften Bildes in den Raum ein perspektivischer Eindruck. Ein natürlicher perspektivischer Eindruck liegt vor, wenn der Sehwinkel σ', unter dem die perspektivische Darstellung betrachtet wird, dem Sehwinkel σ der direkten Objektbetrachtung entspricht (Abb. 4a).
Für σ'>σ bzw. für σ'<σ entstehen Tiefenverkürzungen (Abb. 4b) bzw. -verlängerungen (Abb. 4c). Ist das Perspektivitätszentrum bei Betrachtung der perspektivischen Darstellung gegenüber dem der direkten Objektbetrachtung höhen- oder seitenverschoben, entsteht durch Verzerrung der Größenverhältnisse der Sehwinkel ein verzerrter perspektivischer Eindruck. Der vom Betrachtungsabstand abhängige perspektivische Eindruck ist bei der Nachvergrößerung photographischer Aufnahmen zu beachten.
Quelle (dort findet man auch die Abbildungen 4a, 4b und 4c): http://www.spektrum.de/lexikon/optik/perspektive/2426
IMO zeigt gerade der schnelle Wechsel der Brennweite bei gleichem ABM des Hauptmotivs sehr drastisch, wie sich durch den Perspektivwechsel die Gesichtsproportionen verändern.
... Veränderungen bekannter Proportionen durch den großen Bildwinkel ...
Es ist unwahrscheinlich, dass beim Betrachten eines Bildes das Auge genau im Augpunkt der Zentralprojektion positioniert wird. Das bedeutet, der Betrachter kann in der Regel Teile der Szene wahrnehmen, die außerhalb des Sehkreises liegen und deshalb verzerrt erscheinen (siehe Beispiel Häuserreihe). Um dies zu vermeiden, kann man entweder alle Objekte bzw. Objekteile, die außerhalb des Sehkreises liegen weglassen (ausblenden), oder man verändert den Augpunkt und den Hauptpunkt so, dass die ganze Szene innerhalb des Sehkegels und damit das Bild innerhalb des Sekreises liegen. Im Beispiel der Häuserreihe wurde bei fester Bildtafel und festem Hauptpunkt der Augpunkt durch Vergrößerung der Distanz verändert. (Zwei Bilder dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Sehkreis#/media/File:Dorf-sdk.svg)
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sehkreis
Denn die aus einer zentralperspektivischen Abbildung eines Motivs durch ein Objektiv resultierenden Proportionen resultieren ausnahmslos und ausschließlich aus dem jeweiligen Standort der Eintrittspupille des jeweiligen Objektivs und nicht aus dem jeweiligen Bildwinkel des Objektivs. Dies lässt sich vielleicht mittels des folgenden „Gedankenexperiments“ beispielhaft veranschaulichen:
Und nur diese sind bei der Zentralperspektive für verzerrt dargestellte Proportionen interessant.
... dass man bei Portraits mit 85 mm auf der sicheren Seite ist und man bei 24 mm Gefahr läuft, Kunden zu verlieren ...
Damit zumindest nicht.In der Fotografie werden Proportionen [...] nie verzerrt dargestellt, [...]
... nachdem wir mal wieder erwartungsgemäß den maximalen Unfugslevel in Rekordzeit erreicht haben ...
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