Grisu1965 schrieb:
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IBM soll auch sehr robust sein aber optisch nicht so schön und sehr teuer.
Hi,
bevor ich wieder angefangen habe, beruflich zu knipsen, habe ich ein paar Jahre Notebooks verkauft. Mein Notebook-Traum: Die Hardware eines ThinkPad mit MacOS.
Warum ThinkPad? Die Dinger werden seit fast 20 Jahren für den Business-Einsatz gebaut, d.h. 8 - 12 Stunden tägliche Nutzung inkl. Reisebeanspruchung. Lenovo (die vor ein paar Jahren die PC / Notebook-Abteilung von IBM gekauft haben) bietet einen unvergleichlichen Service (immer wieder von Fachzeitschriften bestätigt).
Beispiel aus meiner Praxis:
Kunde mit Notebook eine sehr großen jap. Unterhaltungselektronik-Herstellers mit 4 Buchstaben: Strg-Taste gibt Dauersignal (Cola-Spritzer). Anruf im Servicecenter: Bitte Gerät einschicken, KV kostet bei Nicht-Reparatur 80 Euro. Gerät hingeschickt, 14 Tage später KV: 140 Euro für Tastatur und Arbeitszeit. Per Fax okay gegeben, noch mal 18 Tage später Gerät wieder bei uns.
ThinkPad: Der Junior hat mit dem Teelöffel diverse Tasten abgehebelt. Anruf bei Service-Center: Typ - und Seriennummer durchgeben, am nächsten Tag war die Tastatur bei uns im Laden, 15 Minuten schrauben, inkl. Heraussuchen der Anleitung. Kunde glücklich, hat rund 80 Euro gekostet. In der Garantiezeit: Nix. Taste ab ist Taste ab. Da wird nicht rumgefragt, warum die abgefallen ist.
Beispiel Ersatzteile: Bei ThinkPads gab es bis zum Erscheinen der 60er Baureihe genau drei Netzteil-Typen: a. normal b. klein, für die X-Serie, c. Travel, für 12-24 Volt. Mit der 60er Serie sind drei weitere Typen analog dazugekommen.
Für das Powerbook G3 400 (Bj. 2000) habe ich ein Ersatznetzteil besorgt - gleiche Typen- und Modellnummer - unterschiedliche Stecker.
Wir haben oft für bis zu sieben Jahre ThinkPads Ersatzteile (Tastaturen, Netzteile, Laufwerke, Akkus) bestellt. Lieferzeiten: 3/4 aller Fälle: 24 Stunden, Rest: 5 Tage.
Von wegen teure ThinkPads: Wenn man die mal mit anderen Business-
Markengeräten vergleicht, also Apple u. Toshiba, sieht man, dass die in einer Liga spielen.
Mit einem Discounter-Teil mit Schwabbel-Tastatur und Plaste-Displayscharnieren, bei dem man nach 2 Jahren kein Ersatzteil mehr bekommt, kann man das nicht wirklich vergleichen.
Die Software zur Datensicherung und Wiederherstellung, der Aktive Festplattenschutz etc. sind ebenfalls ihr Geld wert.
Was auch immer Du kaufst: Wenn Du mehr damit machen willst, als in einem dunklen Raum DVDs zu gucken, nimm ein Gerät mit mattem Display. Hochglänzende Displays taugen zum Ferngucken, aber nicht zum Arbeiten.
Daran, dass ein ThinkPad neben einem MacBook oder einen Vaio ein bisschen aussieht, wie ein Kriegsschiff neben einen DayCruiser, kann man sich gewöhnen.
Grüße
Christian