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22. November 2024

Strom II​



Hier nun der zweite Teil zum Thema Stromversorgung Kamera.

Wie schon im ersten Teil beschrieben ist der Netzbetrieb mit Nikon-Kameras nur mittels spezieller Akku-Adapter in Verbindung eines speziellen Netzteils möglich! Diese Kombination stellt die notwendige Nennspannung für die Kamera bereit und führt diese über einen „Akku-Dummy“ der Kamera zu. Der Adapter wird von Nikon zu einem Preis von ca. 160,00 € angeboten, deutlich günstiger kann man sie bei einem Drittanbieter erwerben. Dieser Adapter hilft allerdings auch nicht weiter, wenn man keine Steckdose in Reichweite hat oder mobil sein will. Das trifft häufig für den Videoeinsatz zu, aber auch Langzeitsessions wie in der Astro-Fotografie gehören dazu. Für den mobilen Einsatz habe ich vor einiger Zeit schon einmal eine „Akku-Dummy“ modifiziert für eine Nutzung mit großen Akkus, die 12V bereitstellen und notwendig werden, wenn weitere Verbraucher (z.B. sym. Mikrofone, LED-Leuchten, Nachführsysteme usw.) versorgt werden sollen.



In das Dummy-Gehäuse habe ich damals einen zusätzlichen hochwertigen und stabilen Gleichspannungsregler eingebaut, der in diesem Fall die 12V Akkuspannung auf die 7,2V Nennspannung der Kamera herunterregelt. Dabei muss der Regler exakt auf den Einschaltstrom eingestellt werden. Hier war für den Einsatz in einer D750 eine Spannung von 7,3V für ein zuverlässiges Einschalten der Kamera notwendig. Da eine Powerbank auch nichts anderes als ein externer Akku ist, sollte mit einem entsprechenden Kabeladapter, der die erforderliche „Reihenschaltung“ ermöglicht, auch eine Powerbank als Energiequelle für den Akku-Dummy funktionieren! Leider ist die ursprünglich angedachte Lösung mit einer externen „Reihenschaltung“ nicht auf einfache Weise und universell verwendbar, da die Powerbänke intern so verschaltet und überwacht werden, dass sie abschalten, wenn man die zwei 5V-USB Ausgänge entsprechend verwenden will.



Allerdings gibt es auch Powerbänke die zu den üblichen 5V-USB-Ausgängen auch z.B. einen für 12V anbieten. Diese Powerbänke sind allerdings meist deutlich teurer!

Eine Lösung, um eine vorhandene Powerbank trotzdem für die Stromversorgung eines Akku-Dummys zu nutzen, bietet sich aber dennoch – dazu noch sehr preisgünstig und, wenn es sein muss, sogar ganz ohne Lötarbeit! Dazu ist lediglich ein USB-C PD/QC Fast Charger Modul erforderlich.



Links das PD/QC-Modul, in der Mitte das zusätzliche Spannungsregelmodul, ein fertiger Adapter, (zwischen 9 und 12V umschaltbar). Die Preise für die Module liegen um je 3 €.



Da ich ja schon einen mit einer zusätzlichen Spannungsreglung versehenen „Dummy“ hatte, habe ich die Modullösung einmal fliegend an einer Powerbank getestet. Für das PD/QC-Modul habe ich mich mittels Lötbrücke für eine Ausgangsspannung von 12V entschieden. Wie man am Messgerät sieht, lässt sich die notwendige Spannung sehr einfach einregeln.

An der Nikon Z6 konnte ich den (alten) Dummy allerdings nicht verwenden da die Kamera den Dummy nicht erkennt, obwohl der Hersteller auch die Z5/6/7 als kompatibel aufführt! Da die Dummys von den Drittanbietern scheinbar mal funktionieren und mal nicht und offenbar auch die Kamera-Firmware eine Rolle spielt, bleibt nur der Versuch. Mit dem Original von Nikon funktioniert das aber wohl immer, wenn man den Beiträgen in den verschiedenen Foren Glauben schenken kann! Es bietet sich also an, einen vorhandenen Dummy einfach mit dem umschaltbaren Adapter vom freundlichen Chinesen für 3 € auszuprobieren.

Ein weiteres Problem könnte auch die jeweilige Powerbank sein. Viele Powerbänke schalten sich ab, wenn kein Strom gezogen wird. Das bedeutet, dass die Kamera durchgängig an bleiben muss, was je nach Anwendung, wie z.B. bei Zeitraffer/Timelapse-Aufnahmen Probleme machen kann. Bei der Astrofotografie dagegen sollte das kein Problem sein. Alternativ bietet sich statt einer USB-Powerbank, allerdings auch ein 12V Akku mit entsprechender Kapazität an (s.u.).


Hier ein Beispiel einer DIY-Mehrfachstromversorgung mit Ausgängen für 12v, 7,5V, und 5V mit NP-F980 Akkus als Stromquelle. Heute gibt es so etwas für kleines Geld fertig, sowohl für die NPFs als auch V-Mount-Akkus.

Wie die Nikon Z6lll zeigt, wird das Strommanagement auf Basis der 5V-USBStromversorgung bei den neuen Kameras glücklicherweise immer einfacher und flexibler, so dass man zukünftig nicht mehr zum Lötkolben greifen muss.

Zu den Modulen gibt es hier mehr Infos:


DxO PureRAW 4.6 angetestet!​



Mit der aktuellen Version 4.6 hält nun auch die neue DeepPRIME XD2s-Technologie Einzug in DxO PureRAW 4. Dies ist die neueste Version der Software für Rauschminderung und Demosaicing, die in Kombination mit DxOs branchenführenden Kamera- und Objektivprofilen stetig weiterentwickelt wird.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass DeepPRIME XD2s in PureRAW 4 Einzug hält und wir die Technologie in der Software nun mit DxO PhotoLab 8, unserer Flaggschiff-Software, in Einklang bringen“, erklärt Jean-Marc Alexia, Vizepräsident für Produktstrategie. „Außerdem haben wir mit den neuen Umbenennungsoptionen ein neues Maß an Funktionalität für eine ansonsten grundlegende Funktion eingeführt und diesen Teil des Workflows deutlich leistungsstärker gestaltet.“


Es ist schon erstaunlich wie gut das Entrauschen inzwischen funktioniert (Ausschnitt, keine weitere Bearbeitung)!

PureRAW 4.6 führt die nächste Stufe der Rauschminderung und Detailextraktion ein und bietet gleichzeitig leistungsstarke Workflow-Verbesserungen
Mit Version 4.6 werden auch neue Optionen für die Benennung von Bildern eingeführt, wodurch PureRAW für Fotografen zu einem soliden Werkzeug avanciert, das zu Beginn der Bildbearbeitung zum Einsatz kommt. Dateien - sowohl die Originale als auch die exportierten Dateien - können mit einer Vielzahl von Optionen benannt werden, wie z. B. Aufnahmedatum, Kameragehäuse, Objektiv, Brennweite, Blende, ISO und mehr. Darüber hinaus wurde der Vergleichsmodus zur Bildausgabe weiterentwickelt. Anwender können nun eine bestimmte ausgegebene Version einer Datei auswählen, d. h. das resultierende JPEG, TIFF oder lineare DNG, und diese mit dem ursprünglichen RAW-Bild vergleichen.

Die DeepPRIME-Technologie wurde mit Hilfe von Milliarden von Bildbeispielen trainiert, die durch DxO-exklusive Objektiv- und Kameratests im hauseigenen Labor erstellt wurden. Sie nutzt neuronale Netze, um gleichzeitig Demosaicing und Rauschminderung an den RAW- Daten vorzunehmen. Auf diese Weise erhalten Fotografen Dateien, die frei von Rauschen sind und eine beispiellose Detailtiefe aufweisen. Die neue Technologie DeepPRIME XD2s überschreitet die Grenzen von Kamerasensoren und erzeugt klarere Bilder mit viel mehr Details, als es bisher für möglich gehalten wurde.

Preis und Verfügbarkeit​

Besitzer von DxO PureRAW 4 können kostenlos aus der Software heraus aktualisieren.

DxO PureRAW 4.6 (Windows und macOS) ist ab sofort zum Download auf der DxO Website für 119 € verfügbar:

DxO PureRAW 4.6 ist unbegrenzt zugänglich und nicht an ein Abonnement geknüpft. Eine vollständige, 14-tägige Testversion von DxO PureRAW 4.6 ist auf der DxO-Website erhältlich.

Mehr Infos und Download:


Deffarge & Troeller. Keine Bilder zum Träumen​



Das Museum Folkwang in Essen präsentiert vom 15. November 2024 bis 23. Februar 2025 mit Deffarge & Troeller. Keine Bilder zum Träumen erstmals die Stern-Reportagen und Dokumentarfilme von Marie-Claude Deffarge (1924-1984) und Gordian Troeller (1917-2003) in einer großen Museumsausstellung. Seit den 1950er Jahren berichteten die Journalist:innen aus mehr als 55 Ländern über Unruhen, Kriege und soziale Missstände. Der Nachlass wird anlässlich des 100. Geburtstages von Marie-Claude Deffarge erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Keine Bilder zum Träumen vereint über 300 Werke, darunter Fotografien, Dokumentarfilme, persönliche Dokumente sowie Schriftstücke und bietet einen umfassenden Einblick in die über ein halbes Jahrhundert andauernde Berichterstattung von Deffarge und Troeller. Seit den 1950er Jahren dokumentieren die Reportage-Journalistinnen Kriege, soziale und politische Konflikte in aller Welt - von Japan über den Jemen bis hin zu Peru. Die Ausstellung präsentiert nicht nur fotografische und filmische Reportagen, sondern richtet den Blick auch auf kapitalismuskritische und feministische Denkmuster, Arbeitsweisen und Arbeitsteilung sowie auf wichtige Mitwirkende. In einer Zeit, in der objektive Berichterstattung im Vordergrund stand, verfolgen Deffarge und Troeller einen bisweilen subjektiven, scharfsinnigen und oft kontroversen Dokumentationsstil.

Anfangs konzentrieren Deffarge und Troeller sich auf Westasien. Sie veröffentlichen Zeitungsberichte und ein erstes Buchprojekt: Persien ohne Maske. 1959-1969 berichten sie für den Stern über soziale Nöte, Unruhen, Kriege, doch besonders erfolgreich über Die Frauen der Welt. Ab Mitte der 1960er Jahre produziert das Team parallel zu den Stern-Reportagen erste Dokumentarfilme. Ihre Filme machen sie ab 1973 vor allem durch die Zusammenarbeit mit Radio Bremen im deutschsprachigen Raum bekannt. Die Filmreihen Im Namen des Fortschritts, Frauen der Welt und Kinder der Welt laufen bis 1999 zur Hauptsendezeit und erreichen ein großes Publikum. Die Filme thematisieren unter anderem die verheerenden Folgen der europäischen Kolonialherrschaft und die patriarchalen Strukturen, die weltweit für Unterdrückung und Ausbeutung verantwortlich sind. Die Foto- und Filmreportagen stellen eine wichtige Quelle an Informationen dar, um die Wurzeln der globalen Folgen von Klimawandel, Umweltzerstörung, Wirtschaftskrisen, Migrationsströmen und politischer Einflussnahme in unserer heutigen Zeit zu verstehen.


Marie Claude Deffarge und Gordian Troeller, um 1965.

Das Museum Folkwang widmet im Jahr des 100. Geburtstags von Marie-Claude Deffarge dem Werk des Journalist:innen-Teams eine erste umfassende museale Retrospektive. Diese basiert auf dem fotografischen Nachlass von Deffarge und Troeller, der 2017 an das Museum Folkwang und in die Filmbestände am Centre national de l’audiovisuel (CNA) in Luxemburg überging. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die Reportagen und Filme, sondern auch die Arbeitsmethoden und die Teamstrukturen, die maßgeblich zum Erfolg der beiden beitrugen. Eine besondere Rolle spielt dabei Ingrid Becker-Ross, die als Ton-Frau viele Reisen begleitete und nun auch an der Ausstellung und dem zugehörigen Katalog beteiligt ist. Ergänzend bietet die Ausstellung Perspektiven von Menschen aus den Ländern, über die berichtet wurde. So haben etwa Raika Khorshidian und Heidar Zahedi das umfangreiche Material über den Iran bearbeitet und ihre Sichtweisen in zwei Filmdokumentationen zusammengefasst.

Es erscheint ein 296seitiger Ausstellungskatalog im Verlag Scheidegger & Spiess (Preis 48 €).

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Museum Folkwang und des CNA, Luxemburg. Sie wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Gouvernement Du Grand-Duche de Luxembourg, Ministere de la Culture.

Vom 2. Mai bis zum 14. September 2026 wird die Ausstellung auch am Centre national de l’audiovisuel (CNA), Luxembourg, gezeigt.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1, 45128 Essen
15. November 2024 bis 23. Februar 2025
Eintritt: 8 Euro/ ermäßigt 5 Euro

Weitere Infos:

© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Hersteller/Veranstalter l Fotos: D. Doeblin, Hersteller/Veranstalter
 
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