21. Juni 2024
Meike AF 1.4/55mm Z APS-C-Objektiv
Letzte Woche habe ich hier das Meike AF 1.8/50mm Vollformat-Objektiv mit Nikon Z-Mount kurz vorgestellt. Heute soll es um die APS-C-Variante, das Meike AF 1.4/55mm Z gehen, eine lichtstarke Variante mit f 1.4 Anfangsöffnung, das ich an einer Nikon Z 50 und meiner Nikon Z 6 ausprobiert habe.
Das Objektiv
Das Objektiv ist ebenfalls sehr gut verarbeitet und die Haptik stimmt auch hier. Meike hat auch dem APS-C Objektiv eine ordentliche Abdichtung in Rot spendiert. An diesem Objektiv gibt es sogar einen Blendenring und einen AF/MF-Umschalter außen am Objektiv. Das aus Compound-Material gefertigte Objektiv wiegt nur 286g und macht dennoch einen stabilen Eindruck. Es ist aufgebaut in 8 Gruppen mit 11 Elementen und verfügt über 9 Blendenlamellen, die für ein ordentliches Bokeh sorgen sollen. Auch hier sind die Linsen teilweise mit einer Spezialvergütung versehen, die Reflexionen und Flares verhindern soll. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,61 m. Wie bei der Vollformat-Version kann die Firmware über eine USB-C-Buchse aktualisiert werden.
Die Bilder
f/3.5; 1/500s; ISO 110
f/1.4; 1/1250s; ISO 100 | f/1.4; 1/1500s; ISO 100
f/1.4; 1/2500s; ISO 100 | f/8.0; 1/320s; ISO 100
f/6.3; 1/80s; ISO 200
f/1.4; 1/8000s; ISO 100, auch im Gegenlicht macht das Objektiv eine gute Figur.
f/3.5; 1/2000s; ISO 200
Kurzes Fazit
Die Anfangsöffnung von f 1.4 macht sich an der Nikon Z 50 besonders gut, da die Kamera ja bekanntlich keinen Bildstabilisator hat. So lassen sich auch schlechte Lichtverhältnisse ohne hohe ISO-Werte gut meistern. Insgesamt konnte auch dass lichtstarke Meike AF 1.4/55mm überzeugen. Der günstige Preis (ca. 199 €) ist kein Grund auf Qualität zu verzichten. Das Objektiv zeigt in allen Situationen am 21,5 MP-Sensor der Nikon Z 50 gute Ergebnisse. Die Anmutung der Bilder hat mir sehr gut gefallen. Auch bei offener Blende ist in der Praxis kein Schärfeverlust in den Ecken festzustellen und der Kontrastverlauf ist über den gesamten Bereich sehr gut. Das Bokeh bei offener Blende ist ordentlich, Freistellungungen wirken in der Summe harmonisch. Bei leichter Abblendung kann das Objektiv seine Qualitäten für Landschaftsaufnahmen voll ausspielen. Auch das Meike AF 1.4/55mm kann ich als preiswerte Ergänzung für die Fototasche wirklich empfehlen. Es bietet einen günstigen Einstieg in die Welt der Standard-Objektive (55mm). Das Objektiv ist auch für Fuji-X- und mit Sony E-Mount erhältlich.Weitere Informationen unter:
55mm F1.4 APS-C Autofocus Portrait Lens for X/E/Z Mount
X /E/Z mount is available now. Diaphragm Blades: 9Weight: about 286gFocus Mode: Auto Focus Attention: Do not disassemble or repair the lens by yourself. Touching the inside of the lens may result in damage to the interior of the lens.Please keep the small accessories away from children to...
Gerd Ludwig und Frank Mehring. BEUYS LAND
Der Verlag beschreibt das Buch so:
BEUYS LAND ist das erste Buch, das die niederrheinische Naturlandschaft und Beuys‘ (vermeintliche) Geburtsstadt Kleve ins Zentrum des Beuysschen Kosmos stellt. Im Januar 1978 hielt der Fotograf Gerd Ludwig auf eindrucksvolle Weise fest, wie Beuys sich seiner Vergangenheit näherte – in der Stadt Kleve und deren niederrheinischen Umgebung. Dort, wo für Joseph Beuys alles begann. Die hier versammelten Fotografien Gerd Ludwigs zeigen Beuys vor allem in der typischen Landschaft zwischen Deich, Kolken, Alleen und den Menschen vor Ort. Hier spürt man, wie sich der Beuyssche Kunstbegriff und seine Landschaft in ihrer Kargheit einander bedingen.
Der Kulturwissenschaftler Frank Mehring zeigt im Dialog mit Ludwigs Fotografien, wie Beuys aus dem niederrheinischen Wurzelwerk seine Energie bezog, sein ökologisches Bewusstsein schärfte und jene künstlerische Vitalität entfaltete, die ihn in die Spitze der internationalen Kunstwelt katapultierte.
Mit der Kamera im Kosmos des berühmten Künstlers
Joseph Beuys war ein so brillanter wie auch umstrittener Aktionskünstler der Moderne. Dass ihn seine Heimat Kleve in jüngerer Zeit mit zwei Ausstellungen geehrt hat, verdankt der Weltstar unter den deutschen Künstlern auch zwei gebürtigen Alsfeldern: dem Fotografen Gerd Ludwig und Frank Mehring. Jetzt haben die beiden noch ein Fotobuch herausgebracht, dass Joseph Beuys in seiner Heimat zeigt. Für Gerd Ludwig bedeutete das Werk eine Zeitreise: zurück in die Siebziger. Eine anstrengende und wundersame Reise, erzählt er. 1978 fuhr Ludwig zusammen mit dem Zeit-Journalisten Peter Sager und Joseph Beuys in einem Citroen für eine Fotoserie des Zeit-Magazins durch die Landschaft, in der der weltberühmte Künstler aufgewachsen ist: das platte Land zwischen Rindern und Kleve. Im Laufe mehrerer Tage entstanden zahlreiche Portraitbilder von Beuys im typischen Look mit Hut, Trench und Weste vor Wiesen, Alleen, Seen und Feldwegen – auch das berühmte mit dem Hasen am ausgestreckten Arm. Es war Januar, und der Künstler war skeptisch, erinnert sich der Fotograf. Das Hasenfoto dauerte ihn schon zu lange. Es gab den Zeit-Artikel, und manches Foto ließ sich noch verkaufen, und das war’s erst mal.Der Besuch an Orten von Beuys‘ Jugend
Der jetzt präsentierte Fotoband zeigt natürlich die schon bekannt geworden Bilder, aber auch viele andere bei der Fahrt durch die Jugendlandschaft des Künstlers. Da lässt sich Beuys ein Margarinewerk vorführen, spricht mit Schülern im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das er einst selbst besuchte. Er gibt dabei Autogramme und signiert ein Schulzeugnis. Mit seinem Jugendfreund Walther Brüx steigt Beuys auf den Hanns Lamers’ Turm im Koekkoek Belvedere, lässt sich in dessen Wohnzimmer bei Kaffee und Zigarette auf dem Sofa ablichten. Eine fotografische Stück Homestory war entstanden. Oder wie Gerd Ludwig sagt: „Das Buch stellt Beuys erstmals in den Kontext seiner Heimat.“Gerd Ludwig, Frank Mehring. BEUYS LAND
Edition Lammerhuber, April 2024, 29,7 × 21 cm, 108 Seiten, Hardcover, 59 Fotos, Deutsch, Englisch
ISBN 978-3-903101-99-9
Preis: 49,90 €
Mehr Infos hier:
BEUYS LAND - Edition Lammerhuber
Gerd Ludwigs Fotos von Beuys am Niederrhein sind der Schlüssel zur Entdeckung jener Landschaft, die im Mittelpunkt von Beuys' Leben und Werk steht. Joseph Beuys gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Aber wo genau verortete er seine künstlerischen Wurzeln? Wo...
Fotoausstellung „Sie muss nicht immer schillernd sein“
Fotografie-Forum zeigt neue Facetten der Modefotografie
Zwischen dem 23. Juni und dem 15. September steht das Fotografie- Forum der StädteRegion Aachen ganz im Zeichen der Mode. Rund 160 Arbeiten namhafter Künstler_innen wie Henri Cartier-Bresson, Lotte Jacobi oder Robert Capa ermöglichen einen Einblick in rund 100 Jahre des Genres der Mode-fotografie, die aus unserem Alltag, Dank großer Plakate und zahlreicher Magazine, nicht wegzudenken ist. Die Wechselbeziehung zwischen Mode und Fotografie ist fast so alt, wie das künstlerische Medium selbst. Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Vorläufer: Adolphe Braun hielt die Comtesse Virginia Oldoini am Hof Napoleons III. In verschiedenen Kleidern fest. Die Edeldame gilt damit als das erste Fotomodel der Geschichte. Bei einem Ausstellungsrundgang zeigt sich, welche Tendenzen und Ideen seitdem in die Modefotografie Einzug gehalten haben.Aufnahmen aus den 1920er und 30er Jahren präsentieren die zarten Anfänge der Modefotografie. Mondän begegnen den Besucher_innen die Models beispielsweise bei Yva. Die als Else Ernestine Neulaender geborene Fotografin spezialisierte sich 1927 mit ihrem Studio auf Aufnahmen für Zeitschriften und Magazine. Statt eines ausstaffierten Studios mit historisierten Requisiten setzte Yva auf moderne Aufnahmetechniken, die sich insbesondere durch eine piktoralistisch verschwommene Lichtsetzung in leeren Räumen auszeichnet. Fotograf_innen wie Hermann Landshoff bringen die neuste Haute Couture mit Beginn der 1950er Jahre auf die Straße, hinein ins öffentliche Leben. Statt in theatralischen Posen, hält Landshoff die Models auf dem Fahrrad, im Luftsprung oder unter Wasser fest. Durch den bewussten Einsatz von Bewegungsunschärfe sowie außergewöhnliche Perspektiven wirken die Aufnahmen ungezwungen und spontan. „Die Aufnahmen Hermann Landshoffs waren für die damalige Zeit bahnbrechend“, erläutert die Kuratorin und Leiterin des Fotografie-Forums Dr. Nina Mika-Helfmeier, „Sie versprühen eine ungeahnte Leichtigkeit und zeigen ein neuartiges Lebensgefühl. Spannend ist nicht zuletzt, dass hier auch ein neues und authentischeres Frauenbild propagiert wird.“
Die Ausstellung gewährt ebenso Einblicke hinter die Kulissen der Modeindustrie.
Eve Arnold porträtierte 1950 eine Modenschau von Afro-Amerikanerinnen in Harlem. Die sensible Studie hält eine marginalisierte Community fest, die in der damals weißgeprägten Modeindustrie keinen Platz zuge-standen bekam und ihre Runway-Shows selbst organisierte. Einige Jahre später zeigt Inge Morath, mit welchem Aufwand neue Kollektionen in der Modehauptstadt Paris inszeniert werden. Unter dem Thema „Die Schöne und das Biest“, werden mondän gekleidete Models mitsamt großen Hunden über den Laufsteg geschickt und von den umgebenden Fotograf_innen bestmöglich in Szene gesetzt. Neue fotografische Positionen wie Martin Parr, Cristina de Middel oder Jérôme Sessini zeigen innerhalb der Schau ungewöhnliche und farbenfrohe Wege der Präsentation von Fashion-Items. Die Wuppertaler Künstlerin Isabelle Wenzel geht sogar so weit, die Beziehung zwischen Fotografin und Model gänzlich aufzulösen - meist ist sie beides in Personalunion. Mithilfe des Selbstauslösers inszeniert sie sich in akrobatischen Posen. Die Kleidungsstücke erlangen dadurch eine eigene skulpturale Qualität. Die Grenzen zwischen künstlerischer Fotografie und klassischer Modefotografie verschwimmen hier zusehends. In einem spanungsvollen Miteinander verdeutlichen die Aufnahmen, welche Grenzen die Modefotografie in fast hundert Jahren ausgetestet hat. Schlaglichtartig geben die fotografischen Positionen darüber hinaus Aufschluss über die Wechselwirkung zwischen Mode, gesellschaftlichen Veränderungen und historischen Ereignissen. Ge-zeigte Fotograf*innen: Eve Arnold, Sibylle Bergemann, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Gerti Deutsch, Lotte Jacobi, Barbara Klemm, Hermann Landshoff, Robert Lebeck, Cristina de Middel, Inge Morath, Martin Munkácsi, Ruth Orkin, Martin Parr, Max Scheler, Jérôme Sessini, Hugo Thomassen, Alex Webb, Donata Wenders, Isabelle Wenzel, Yva.Am 10. & 11. Juli 2024 (jeweils 10 bis 15 Uhr) findet ein offener Fotoworkshop „Modefotografie“ im Lernatelier Für Kinder und Jugendliche zwischen 10-14 Jahren statt. Im Workshop haben die Teilnehmer_innen die Möglichkeit, Kleidung und Accessoires künstlerisch in Szene zu setzen und mit Spiegelreflexkameras eigene faszinierende Fotos davon zu erstellen. Die Teilnehmenden können hier experimentieren und herausfinden, auf welche interessanten Arten Mode mit Bildern eingefangen werden kann.
Die Ausstellung „Sie muss nicht immer schillernd sein. Modefotografie“ läuft vom 3. Juni bis 15. September 2024 im Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen, Bürgersaal Austraße 7, in 52156 Monschau.
Öffnungszeiten:
Di-Fr von 14.00 – 17.00 Uhr
Sa & So von 11.00 – 17.00 Uhr
Mo geschlossen
Der Eintritt ist frei!
Mehr Infos hier:
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen
Fotografie-Forum der StädteRegion Aachen in Monschau
Foto-Ausstellung „68° North“ von Angela Schwining
Mit der Fotografin Angela Schwinning stellt die Galerie im Turm eine Fotografin vor, die ihr Herz an die arktische Region Nordnorwegens verloren hat. Ihre Bilder nehmen den Betrachter mit auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit dieser Landschaft. Die Vernissage findet am 21.06.2024 um 19:00 in der Galerie im Turm, Christuskirche, Unterer Grifflenberg 65, Wuppertal statt.
Weitere Öffnungszeiten:
26.06.l 03.037 l 10.07. l 17.07. jeweils von 19 – 21 Uhr
Der Zugang zur Galerie ist mit dem Aufzug barrierefrei zu erreichen.
Galerie im Turm
Unterer Grifflenberg 65, 42119 Wuppertal
© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Hersteller/Veranstalter l Fotos: D. Doeblin, Meike, Veranstalter