Kurioses zum Fokus vom 14-24 und 24-70

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Georg1971

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Hallo Zusammen!

Ich habe eine kuriose Erfahrung mit den beiden neuen AF-S Objektiven an der D300 gemacht und wollte mal fragen, ob von Euch das Jemand so bestätigen kann:

Es fing damit an, dass ich vor ein paar Wochen D300 und 24-70 neu bekam, das 14-24 kam ein paar Tage später. Erster Test der neuen Kombi war am 3. Dezember der 2. Geburtstag meines Sohnes, ein paar Familienfotos halt, hauptsächlich bei Belnde 4-5,6. Die Fotos mit dem 24-70 enttäuschten zunächst durch Unschärfe bei allen Brennweiten. Eine nähere Untersuchung am folgenden Tag ergab einen deutlichen Frontfokus. Zeigte sich schön gleichmäßig sowohl im Nahbereich auf Testchart, als auch auf große Entfernungen, bei allen Blenden und Brennweiten, sowohl bei Kunst- als auch Tageslicht. Mit der D300 liess sich das wunderbar mittels der AF-Korrektur beheben, ein Wert von +13 zeigte sich als ideal und von nun an lieferte das Objektiv an der D300 traumhafte Ergebnisse schon bei Offenblende. Als das 14-24 eintraf zeigte sich sofort die gleiche Problematik, hier genügte ein Korrekturwert von +10 und alles war gut.
Dann vor etwa 14 Tagen knipste ich mal wieder heftigst mit dem 24-70 rum und dann der Schock: Alle Fotos mit drastischem Backfokus! Erst als ich an der D300 die Korrektur wieder auf +/- 0 stellte fokussierte es perfekt. Das 14-24 an die Kamera genagelt und siehe da, gleiches Ergebnis. Fokus auf +/-0 und es passte wieder.

Zuerst habe ich ernsthaft an meinem Verstand gezweifelt und mich gefragt, was ich da bei nahezu 100 Testfotos zuvor gesehen hatte, dass ich diese Korrekturwerte von 13 und 10 ermittelt hatte (alle anderen meiner etwa 15 AF Nikkore haben übrigends nie ein Fokusproblem an der D300 gezeigt, nur die beiden Neuen). Nachdem ich nun mittlerweile zwei Wochen darüber gegrübelt habe glaube ich aber, dass die Objektive "gelernt" haben, sich also den Korrekturwert in die Objektivfirmware geschrieben haben. Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich erinnere mich an einen Thread zum 24-70 wo es um Frontfokus ging und verschiedene Forummitglieder ihre Korrekturwerte posteten, die sich alle um die +10 bewegten, ein paar Tage später man aber einhellig der Meinung war, ohne Korrektur am besten zu fahren. Man schob den zuvor festgestellten Frontfokus auf die kurzen Distanzen bei Testchartknipserei. Kommt mir jetzt alles sehr verdächtig vor.... den Thread finde ich allerdings nicht mehr (oder war das im DSLR-Forum?).
Dazu passt auch folgende Meldung auf Digitalkamera.de
http://www.digitalkamera.de/Meldung...l_ED_12_60mm_SWD_fokussiert_genauer/4552.aspx

Ausserdem habe ich früher hier im Forum sehr viel Prügel kassiert für die Behauptung, dass bei AF-S Objektiven vor allem das Objektiv selber für die Steuerung des Fokus zuständig sei, vom AF-Modul nur die Informaion über die Soll- / Istwerdifferenz erhält. Das hatte ich mir natürlich nicht ausgedacht sondern so ausführlich von Technikern bei AKS plausibel erläutert bekommen. Passt alles zusammen...
 
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Na dann bin ich ja mal gespannt, wie sich das bei mir entwickelt. Habe am Wochenende meinen kompletten Objektivpark an der D300 'justiert'. Alles schön scharf jetzt.

Sieht allerdings so aus, als ob die D300 einen Frontfokus hat. Gerade die Festbrennweiten (35/2, 50/1.8 und 85/1.8) liegen alle im Bereich +10 bis +15). Dafür ist jetzt das 18-200 scharf OHNE Korrektur (hatte vorher an der D200 einen Backfokus).

Komischerweise hört man das im Moment ziemlich oft bei der D300 mit dem Frontfokus...

Gruß
Ulrich
 
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Hallo Thomas,
Danke für deine Info!
Als wie immer, erst die Objektive teste, und dann kaufen.
Ebenso ist mit den Gehäusen zu verfahren!
Nur so erspart man sich den Ärger und das ist offensichtlich unabhängig von der Marke!!!
 
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Als wie immer, erst die Objektive teste, und dann kaufen.
Ebenso ist mit den Gehäusen zu verfahren!
Nur so erspart man sich den Ärger und das ist offensichtlich unabhängig von der Marke!!!

Das ist für mich keine Perspektive. Gerade wenn ich Originalobjektive zu Originalgehäusen kaufe, dann setze ich einwandfreie Funktion erst mal voraus. Man kann doch nicht dem Käufer umfangreiche Aufnahmeserien zur Iustage zumuten, nur weil man bei der Qualitätskontrolle sparen möchte. Die Preise bei Nikon werden doch auch u. a. durch qualitativ höherwertige Produktionen begründet. Will Nikon auch im Hochpreissegment den Weg von 3rd Party Herstellern gehen?

Wolfgang
 
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"Das 14-24 an die Kamera genagelt und siehe da, gleiches Ergebnis."

Wen wunderts, bei der Behandlung.
 
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Das ist für mich keine Perspektive. Gerade wenn ich Originalobjektive zu Originalgehäusen kaufe, dann setze ich einwandfreie Funktion erst mal voraus.

Das wäre zwar wünschenswert, aber die Realität sieht anders aus. Bei einem vergleichsweise knapp kalkulierten Produkt wie der D300, das in riesigen Stückzahlen in Thailand vom Band läuft, ist die Justierung eben auch ein Kostenfaktor.

Wer mal ein lichtstarkes Objektiv manuell fokussiert hat, der bekommt ein Gefühl dafür, wie klein die erlaubten Toleranzen sind. Wenn Kamera- und Objektivtoleranzen sich ungünstig addieren, dann merkt man das. Solange es mit einer einmaligen Justierung bei Nikon erledigt ist, ist doch alles ok und man hat dann erstmal Ruhe.
 
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Solange es mit einer einmaligen Justierung bei Nikon erledigt ist, ist doch alles ok und man hat dann erstmal Ruhe.

Na ja; das evtl. bei jeder Objektiv-Kamera-Kombination? Ist sicher nicht der häufigste Fall, aber dennoch lästig. Denn ich kaufe ja das Objektiv, um damit zu fotografieren, und nicht um es beim Service zu haben.

Dass die Kosten auch für Nikon wichtig sind im Konkurrenzkampf ist klar. Aber Nikon machte doch stets Reklame mit seinem überlegenen AF-System. Wenn die Überlegenheit durch Fertigungstoleranzen (und deren Behebung) gemindert wird, dann sind wir auch hier bei dem AF-Problem einer anderen großen Marke.

Wie gut, dass ich viel mit MF fotografiere ;-)

Wolfgang
 
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Hallo Wolfgang,
Das ist schon lange leider nur Wunschdenken,
Ich kenne diverse Probleme die sich teilweise nicht mal mehr justieren lassen von verschiedenen Marken aus eigener Anschauung und von User Berichten.
Volker an dein Problem kann ich mich noch gut erinnern!
Selbst hochpreisige Produkte wie Leica sind davon nicht ausgenommen.
 
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Na ja; das evtl. bei jeder Objektiv-Kamera-Kombination?

Meine Erfahrung mit 3 Gehäuse und einigen kritischen Optiken: Wenn die Gehäuse einmal richtig justiert sind und die Objektive auch (bei AF-S), dann kann man relativ problemlos kombinieren. (Nun müssten ein paar Fußnoten mit Kleingedrucktem kommen, die lass ich weg. Es funktioniert auch bei mir nicht alles 100%)
 
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Ihr habt ja sicher Recht in der Beschreibung der Situation. Es ist nur für einen Hobbyisten, der - wenn er schon den Weg DSLR mit Ausrüstung geht - vergleichsweise viel in seine Ausrüstung investiert (mit P&S käme man billiger weg), eine traurige Perspektive.

Wolfgang
 
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Ist doch kein Problem Wolfgang,
Vorher beim Händler in Ruhe testen, und nur das kaufen was OK ist, dann gibts auch keine Diskussionen mit dem Händler oder dem Hersteller.
Diese Taktik hat mir schon viel Ärger erspart!
 
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Ist doch kein Problem Wolfgang,
Vorher beim Händler in Ruhe testen, und nur das kaufen was OK ist, dann gibts auch keine Diskussionen mit dem Händler oder dem Hersteller.
Diese Taktik hat mir schon viel Ärger erspart!

Eigentlich schon richtig. Was aber, wenn man in einer Gegend wohnt, in der kein Händler das gewünschte Objektiv parat hat, bzw. es nur bestellen will, wenn man es auch kauft? (Der Händler möchte z.B. nicht, dass man dann das bestellt Objektiv doch nicht möchte und stattdessen lieber ein anderes.)
Aber vielleicht bin ich auch nur zu bequem, mal eben 2 Stunden hin (und 2 Stunden wieder zurück) zur nächsten Fotoladenansiedlung zu fahren. Ich bin eben verwöhnt von der "guten, alten Zeit".

Dank für die dennoch tröstenden Worte.

Gruß Wolfgang
 
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Ich kenne deinen Wohnort nicht Wolfgang,
In 2 Stunden kann man ja schon weit fahren.
Möchte der Händler nichts verkaufen?
Dann Bleibt dir nur Online Bestellung bei z.B. AC-Foto und wenn es Schrott ist, zurück schicken.
Händler die einen Bestellservice mit Rückgaberecht nicht anbieten, dürfen sich auch nicht darüber wundern wenn sie irgendwann vom Markt verschwunden sind.
 
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Dadurch, dass der Benutzer das Feintuning angepaßt, und dann längere Zeit nicht mehr verstellt hat?

Maik

Wenn ich das richtig verstanden habe, steht die Feinjustierung ja wieder bei null. Also müßte das Objektiv nun abgespeichert haben, dass es immer um den ehemals eingestellten Wert _nennen wir es "anders"_ fokusieren muß.

Da ja der A-Fokus aus der Kamera kommt, würde das Objektiv also fortan der Kamera mitteilen, dass es ein wenig Korrektur benötigt. Wenn dem so ist, würde es ja an jeder D300 oder D3 funktionieren, da es bei jedem Einschalten den Impuls an die Kamera sendet und diese dann "regelt"..

Eine traumhafte Vostellung oder?

Also ich kann das nicht glauben.
 
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Ich glaub's ja auch nicht, Olaf. Aber um des Gedankenspiels willen...


Nein, das Objektiv würde der Kamera gar nichts mitteilen. Wenn ein AF-S Objektiv fokussiert wird, gibt die Kamera dem Objektiv nur die Daten, um wieviel Distanz es den Fokus verschieben soll. Das Objektiv könnte in dem Szenario diese Distanz dann natürlich einfach selbst anpassen.

Ich betone nochmal: ich glaub's auch nicht.

Maik
 
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Vielleicht könnte eine Mail an Nikon Aufklärung bringen.

Es kann ja auch sein, dass es sich um einen Bug im Autofocus der D300 handelt und diese mal so und mal so focusiert oder? Das würde dann auch erklären, warum einige erst mit +15 und dann plötzlich wieder bei 0 das beste Ergebnis erzielen...
 
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Ich liebe eigentlich jede Verschwörungstheorie, aber die hier geht mir dann doch etwas zu weit.

Es gibt keinerlei Anhaltspunkt dafür, daß in der Nikon-Welt irgendwelche Korrekturfaktoren in Objektiven hinterlegt werden könnten. Die Funktion des Nikon-AF läßt eine Korrektur auch nur in der Kamera zu. Würde das Objektiv irgendwo anders hin steuern als von der Kamera vorgegeben, dann würde nach dem Fokussiervorgang der Kamera-AF solange nachregeln bis der Fokus aus Sicht der Kamera optimal ist. Daß der Fokus paßt erkennt die Kamera daran daß die vom AF-Modul gelieferten Kontrastkurven einen vorgegebenen Offset haben. Über diesen Offset wird auch der AF kalibriert, und an dieser Stelle wird dann wohl auch die Feinkorrektur ansetzen.

Wenn sich der Fokus im Lauf einiger Tage verschiebt, dann glaube ich eher an ein mechanisches Problem an Spiegel oder Hilfsspiegel. Da könnte beispielsweise irgendein Stück von irgendwas auf dem Anschlag geklebt haben und ist jetzt abgefallen.

Grüße
Andreas
 
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Was im Ursprungsthread beschrieben wird, hört sich wirklich an, als ob sich da mit der Zeit was "eingespielt" hätte. Zunächst war ein Offset notwendig um mit der Optik keinen Fehlfokus zu haben, dann (nachdem sich irgendetwas eingelaufen hat?), wurde diese Korrekturfaktor unnötig und die Kamera/Objektiv-Kombination funktioniert so wie sich das der Konstrukteur gedacht hat.

Könnten es nicht auch erhöhte mechanische Reibungen z.B. durch noch nicht eingelaufene Passungen oder noch nicht komplett verteiltes Fett, sein?

Einfach mal so meine Gedanken über das hier gelesene.

Gruß
Matthias
 
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Ich spiel mal weiter den advocatus diaboli.

Es gibt keinerlei Anhaltspunkt dafür, daß in der Nikon-Welt irgendwelche Korrekturfaktoren in Objektiven hinterlegt werden könnten.

Wir haben auch monatelang die D3 und die D300 schon gehabt, und es gab keinerlei Anhaltspunkt dafür, daß in der Nikon-Welt Kameras existieren, welche die Blende anders als mit Hebel steuern können.

Würde das Objektiv irgendwo anders hin steuern als von der Kamera vorgegeben, dann würde nach dem Fokussiervorgang der Kamera-AF solange nachregeln bis der Fokus aus Sicht der Kamera optimal ist.

Wenn das Objektiv seinen eigenen offset errechnet und dorthin steuert, dann ist der Fokus ja anschließend optimal.

Maik
 
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