Frage Kritische Blende / Förderliche Blende

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Siggi

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Hallo,
Gibt es,kennt jemand eine Liste/Tabelle oder besser Kurven wo man für Nikon Objektive nachschauen Kann was die kritische Blende bzw. was die förderliche Blende ist.
Mir ist schon Klar das es nicht nur einen Wert gibt. Wenn ich es richtig verstanden habe ist es vom Abbildungsmaßstab und bei Zommobjektiven auch von der gewählten Brenweite abhängig. Aber eventuell kann man einen Anhaltspunkt / Näherungewert erfahren.


Danke im voraus.

Gruß Siggi
 
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Ich frage mich, ob diese alten Rechnungen auf die modernen Digicams überhaupt übertragbar sind: Die Zerstreuungskreise waren früher wohl auf die Auflösung - sprich Filmkorn - abgestimmt.
Demzufolge müßte man heute anders rechnen - je nachdem, ob man z. B. eine D700 oder eine D800 betrachtet?
 
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Ich frage mich, ob diese alten Rechnungen auf die modernen Digicams überhaupt übertragbar sind: Die Zerstreuungskreise waren früher wohl auf die Auflösung - sprich Filmkorn - abgestimmt.
Die Rechnungen beruhen auf Annahmen zum Auflösungsvermögen des menschlichen Auges.
Ob Du nun Glasplatten mit selbstgerührter Emulsion aus geheimen Kräutern und Zutaten bestreichst oder einen Gigapixelsensor mit Hyperdrive und Fluxkompensator benutzt ist da völlig unerheblich.
ob man z. B. eine D700 oder eine D800 betrachtet
Da die Sensoren gleich groß sind, sind auch die akzeptablen Zerstreuungskreise gleich groß. Einen Unterschied gäbe es bspw. bei der Betrachtung DX vs. FX – kleinerer Sensor erfordert kleinere Zerstreuungskreise.
 
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...
Da die Sensoren gleich groß sind, sind auch die akzeptablen Zerstreuungskreise gleich groß. ...

Nur dann, wenn Ausgabegröße und Betrachtungsabstand gleich groß sind.
Die Berechnungsformeln, die ich noch in der Fotoschule gelernt habe, gingen logischerweise abhängig vom Filmformat von unterschiedlich starken Vergrößerungen aus.
Für eine verlässliche Aussage muss aber heute wie gestern das Verhältnis von Ausgabegröße zu Betrachtungsabstand mit einbezogen werden. Sonst trifft Deine Aussage bzgl. der Sensorgröße nämlich nicht mehr zu - wenn Du die D700 und die D800 Datei jeweils bei 100% und 50 cm vor dem Bildschirm beurteilst, wurde die D800 Datei und damit auch die Zerstreuungskreise deutlich stärker vergrößert!
 
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Hallo,

danke für eure Antworten werdemich am Wochenende mit den Formeln
beschäftigen.

Gruß Siggi
 
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Nur dann, wenn Ausgabegröße und Betrachtungsabstand gleich groß sind.
Das ist die Grundlage jedes kamera- und objektivtechnischen Vergleichs und daher eine Binsenweisheit.

...wenn Du die D700 und die D800 Datei jeweils bei 100% und 50 cm vor dem Bildschirm beurteilst, wurde die D800 Datei und damit auch die Zerstreuungskreise deutlich stärker vergrößert!
Warum sollte man sowas Aussageloses tun wollen/sollen?

CB
 
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Hallo,
ich habe mir die Formeln angeschaut und damit könnte man es schon das was ich will berechnen, aber:
Ich hatte gehofft es gibt irgendwo, ich habe nix gefunden, eine Kurvenschar / Diagram pro Objektiv woraus man die kritische Blende z.b. über den Abbildungsmaßstab rauslesen kann.
Aber so einfach scheint es nicht zu sein.
Trotzdem Danke für eure Antworten.

Gruß Siggi
 
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Ich hatte gehofft es gibt irgendwo, ich habe nix gefunden, eine Kurvenschar / Diagram pro Objektiv woraus man die kritische Blende z.b. über den Abbildungsmaßstab rauslesen kann.

Wenn Du den Begriff "kritische Blende" im Sinne der Erläuterungen in dem nachstehend verlinkten Artikel benutzt https://de.wikipedia.org/wiki/Kritische_Blende dann wird "so etwas in der Art" - wenn auch nicht in Abhängigkeit vom Abbildungsmaßstab - auf der Internetseite von DxOMark für eine Vielzahl von Kamera/Objektiv-Kombinationen in den jeweiligen Angaben im Menü "Measurements" - hier ein Beispiel: http://www.dxomark.com/Lenses/Nikon...-VR-mounted-on-Nikon-D810---Measurements__963 - dort dann im Menü "Sharpness" und darin dann unter "Profiles" veröffentlicht.

Die dort unter "Profiles" für verschiedene Blendenzahlen gezeigten Acutance-Kurven ergeben sich nach meinem Verständnis aus den von DxOMark gemessenen MTF der jeweiligen Kamera/Objektiv-Kombination bei den jeweiligen Blendenzahlen und gegebenenfalls Brennweiten, jeweils gewichtet mit der Kontrastempfindlichkeitsfunktion der visuellen Wahrnehmung https://de.wikibooks.org/wiki/Digit...:_Grundlagen#Kontrastempfindlichkeitsfunktion.

Da in der Kontrastempfindlichkeitsfunktion die Kontrastempfindlichkeit in Abhängigkeit von der Ortsfrequenz pro 1° Sehwinkel angegeben ist, wird bei dieser Gewichtung von DxOMark noch ein "use case" definiert, der nach meinem Verständnis dem Sehwinkel entspricht, welcher sich bei der Betrachtung einer Abbildung mit einem Seitenverhältnis von 2:3 aus einer Betrachtungsentfernung ergibt, die der kurzen Seite der jeweiligen Abbildung entspricht (Beispiel: Format = 40 cm x 60 cm, Betrachtungsentfernung = 40 cm).

Die für diesen "use case" ermittelten Acutance-Werte sind nach meinem Verständnis dann in den Kurven jeweils angegeben in % derjenigen Acutance-Werte, die sich bei der Gewichtung einer idealen aberrationsfreien MTF mit der gleichen Kontrastempfindlichkeitsfunktion ergeben würden.

Bei anderen Verhältnissen von Betrachtungsentfernung und Bildformat ergäben sich also naturgemäß auch andere Acutance-Kurven. Denn je größer der Betrachtungsabstand bei gleichem Format ist, umso weniger tragen aufgrund der Gewichtung der MTF-Messungen mit der Kontrastempfindlichkeitsfunktion die hohen Ortsfrequenzen zu den Acutance-Werten bei. Umgekehrt – umgekehrt.

Die Gewichtung der idealen und (gemessenen) realen MTF der jeweiligen Kamera/Objektiv-Kombination mit der Kontrastempfindlichkeitsfunktion soll nach meinem Verständnis der diesbezüglichen Intentionen von DxOMark wohl der Vergleichbarkeit des "subjektiven Schärfeeindrucks" dienen, welcher sich bei der Benutzung verschiedener Kamera/Objektiv-Kombinationen unter identischen Betrachtungsbedingungen ergibt. Diesen Ansatz hält man nach meinem Verständnis bei DxOMark wohl für praxisnäher, als die Veröffentlichung reiner Objektiv-MTF für mehrere Blendenzahlen (z. B. von Zeiss und Leica) oder nur der MTF50-Werte für mehrere Blendenzahlen (viele unabhängige Testinstitute).

Aber selbst wenn man diese Auffassung von DxOMark nicht teilt, so ergeben sich aus diesen für jede Kamera/Objektiv-Kombination und für die verschiedenen Blendenzahlen angegebenen Acutance-Werten für diesen "use case" (siehe oben), doch zumindest jeweils diejenigenen Blendenzahlen, bis zu welchen unter der Bedingung dieses "use case" die Acutance-Werte für den subjektiven Schärfeeindruck beim Abblenden zunächst in den unterschiedlichen Bereichen des Bildfelds ("field position (%)") ansteigen und ab welchen Blendenzahlen sie dann beim weiteren Abblenden wieder abfallen. So kann man diesen Acutance-Kurven also auch entnehmen, in welchen Bereichen des Bildfelds bei welcher Blendenzahl jeweils die höchsten Acutance-Werte erreicht werden.

Nähere Erläuterungen zum Thema Acutance findet man bei Interesse auf der Internetseite von DxOMark - zum Beispiel in dem nachstehend verlinkten Papier mit dem Titel "Development of the I3A CPIQ spatial metrics" http://www.dxo.com/de/embedded-imaging/scientific-publications aber auch zum Beispiel in dieser Diskussion http://www.dpreview.com/forums/post/52685904 oder auch zum Beispiel hier: http://www.imatest.com/docs/sqf/
 
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