Das von mir beschriebene Vorgehen lässt sich noch etwas optimieren und auch etwas vorhersehbarer gestalten, und zwar indem der lineare Weichzeichner mit geringerer Breite, dafür aber mehrfach nach verschiedenen Schritten angewendet wird. Es scheint auch zu helfen, die Tonwerte mehrfach zwischendurch anzupassen. Ungefähr so:
1. Original-Foto in eine neue Ebene duplizieren, Ebenen-Modus zunächst "Normal", 100% Deckkraft;
2. in der neuen Ebene den Rot-Kanal auf Null setzen (weil bei diesem Foto in dem Kanal kaum Streifen-Information vorliegt);
3. Ebene entsättigen;
3a. Tonwerte etwas spreizen, damit der gesamte Tonwert-Bereich ausgenutzt wird;
4. NEU: erste Anwendung linearer Weichzeichner horizontal;
5. Anwendung Hochpassfilter auf die Ebene, dabei den Wert für die Standardabweichung möglichst klein wählen (Achtung: auch nicht zu klein), aber so dass die Streifen gut sichtbar bleiben, Konstrast kann dabei gleich im Filter angehoben werden;
6. zweite Anwendung linearer Weichzeichner in horizontaler Richtung;
7. Tonwerte invertieren (die vormals dunklen Streifen müssen hell werden);
8. jetzt wird's etwas knifflig: den Tonwert-Umfang der so gefilterten Ebene so verändern, dass die dunklen (breiten) Bereiche der Streifen dunkel sind und (!) sonstige Bereiche in der gefilterten Grauwertebene möglichst nicht dunkler als die dunklen Streifen-Bereiche sind, und die hellen Tonwerte möglichst nicht heller sind als die hellen (dünnen) Bereiche der Streifen. Das habe ich im wesentlichen über die "Kurven" erledigt.
9. NEU: dritte Anwendung linearer Weichzeichner horizontal;
9a. ggf. nochmal Tonwerte so spreizen, dass das Histogramm der Verteilung fast bei schwarz anfängt.
10. Ändern des Ebenen-Modus auf "Abwedeln" und die Deckkraft soweit verringern, dass die Streifen in den störenden Bereichen bestmöglich reduziert werden.
11. Ggf. müssen am Ende die Tonwerte insgesamt wieder etwas nachjustiert werden (Helligkeit etwas verringern, weil beim dem "abwedeln" über die Korektur-Ebene die Tonwerte insgesamt etwas angehoben wurden).
Mit diesem Ablauf bekomme ich ein relativ gut reproduzierbares Ergebnis. Zum Vergleich nochmal das mit diessem Ablauf generierte Bild:
Ich meine, die verbliebenen Störungen sind tendenziell noch etwas geringer, als bei dem Test in Beitrag #13.
Wenn man es zwei- dreimal durchgespielt und die Werte für den linearen Weichzeichner und das Hochpassfilter optimal justiert hat, und verinnerlicht hat, wie die Tonwerte in den Zwischenschritten optimal eingestellt werden, lässt sich der Ablauf in wenigen Minuten durchziehen.
Die Frequenz der LEDs in verbindung mit dem zeilenweisen Auslesen des Sensors produziert diese
störenden Streifen. Auf manchen Fotos sind die Streifen fast gar nicht zu sehen, aber die meisten Bilder
sind für die Tonne. Zum Glück war parallel die Z7 mit dabei, aber die hatte ich mehr im Bereich 24 bis 40 mm
genutzt.