kleiner Blendwert bringt schärferes Bild?

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MakroKnipser

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Hallo ihr,

ich habe grad einige Fotos gemacht und dabei weit in die Ferne fotografiert. Bis eben dachte ich noch, ein kleiner Blendwert bedeutet Blende weit offen gleich viel Streulicht gleich weniger Details und/oder Schärfe. Nun hab ich es ausprobiert, mit Stativ und Selbstauslöser damit wirklich nichts wackelt und stelle fest: der kleine Blendwert, 2,7 etwa, bringt in der Ferne wider Erwarten doch mehr Details als ein hoher Blendwert. Das war für mich in sofern eine Überraschung, da ich dachte, ein hoher Blendwert gleich Blende mehr zu gleich weniger Streulicht hätte besser werden sollen.

Markus

edit: hier ein Vergleich, links kleiner Blendwert, rechts großer Blendwert.

blende_vergleich.jpg
 
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Oliver K. schrieb:
Woran machst Du das fest? Bei mir ist das 1. Bild durchgängig schärfer - das 2. Bild insgesamt detailärmer... ich kann da keinen Schärfebereich entdecken...

Schau Dir mal die Schärfe um das Geländer, die Blätter und den rot-weißen Pfahl/Gehwegplatten genau an.

Wenn Du so eines Test mit AF machen willst, nimm eine glatte Wand, planparallele Ausrichtung der Kamera auf dem Stativ und dann direkt hintereinander die beiden Aufnahmen machen.

Herzlich

Frank
 
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Re: AW: kleiner Blendwert bringt schärferes Bild?

BernhardJ schrieb:
Manche wissen schon, wieso sie lieber dem Begriff "Öffnung" (absolut) statt "Lichtstärke" (relativ) den Vorzug geben.

Grüße - Bernhard

Hatte nicht geschnallt, daß es um eine Kompakte geht. Ich bin ja eher ein Freund der Numerischen Apertur NA :dizzy:

Schöne Fotos weiterhin!
Phillip
 
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@FrankF:

Hallo Frank,

ich denke nicht, daß es hier ein Fokusproblem gibt. Das Geländer wird beim Abblenden halt schärfer dank größerer Schärfentiefe. Die weit entfernten Objekte zeigen genau die beugungsbedingte Weichheit und den Detailverlust, den ich von diesen Kompakt-Digis bei solchen Aufnahmedaten kenne. Alles ganz normal und typisch.
 
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volkerm schrieb:
@FrankF:

Hallo Frank,

ich denke nicht, daß es hier ein Fokusproblem gibt. Das Geländer wird beim Abblenden halt schärfer dank größerer Schärfentiefe. Die weit entfernten Objekte zeigen genau die beugungsbedingte Weichheit und den Detailverlust, den ich von diesen Kompakt-Digis bei solchen Aufnahmedaten kenne. Alles ganz normal und typisch.

Volker war schneller.. ;) Genau so sehe ich das auch.
 
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Man braucht nur zum Vergleich in die umgekehrte Richtung zu schauen: Z.B. bei Mittelformat ist es nicht unüblich bis beispielsweise F=32 abzublenden noch ohne wirklich sichtbare Beugungsunschärfe zu bekommen. Es hängt natürlich hier auch sehr stark mit dem maximal zulässigen Zerstreuungskreis zusammen.
Weil man die physikalische Beugung einfach nicht mit dem Sensorformat technisch linear herunterskalieren kann, so ist es das Tribut an die Miniaturisierung, siehe auch die schon erwähnte Mikroskop-Optik.

Grüße - Bernhard
 
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