Hakko brooks,
brooks schrieb:
was bedeutet usm? hab ich noch nie gehört!
USM = Unscharfe Maske ... eine Technik - eigentlich aus der analogen Fotografie - die sich aber auch prima in die digitale Welt übernehmen läßt. Unscharfe Übergänge (= flache Kontrastkanten) in einem Bild werden künstlich aufgepeppt. Dadurch werden Bilder zwar nicht objektiv schärfer, aber das Auge wird überlistet und das Bild erscheint subjektiv schärfer. USM ist ein Filter, der in den meisten guten Foto-Programmen zur Verfügung steht.
USM ist aber eine Methode, mit der man einem an sich guten Bild den letzten Pepp geben kann. es ist eigentlich keine Methode um ein misslungenes Bild zu retten.
Dein Bild ist nicht zu hell. Es wurde unter nicht ganz einfachen Verhältnissen aufgenommen. Das eigentliche Motiv (und darauf reagiert auch die Belichtungsmessung) liegt im Schatten und der Hintergrund ist dann teilweise überstrahlt. Wenn sehr helle und sehr dunkle Bereiche im Bild vorhanden sind sagt man, das Bild hat eine "hohe Dynamik". Sensoren (und auch Filme/Dias) aben aber eine relativ begrenze Dynamik, die bei weitem nicht alles aufnehmen können, was wir im richtigen Leben vorfinden. Vor allem direktes Sonnenlicht kann arg problematisch sein.
Nachdem die helle Sonne nicht abgedunkelt werden kann, kannst Du die Dynamik im Bild reduzieren, indem die dunklen Bereich künstlich aufgehellt werden. Das ist der Grund, warum gute Fotografen selbst bei hellstem Sonnenschein trotzdem gerne mit dem Blitzgerät auf der Kamera herumlaufen.
Bzgl. der Schärfe würde ich mal auf die Belichtungszeit achten. Für den Anfang sollte die Belichtungszeit nicht länger sein als der Kehrwert der doppelten Brennweite. Bei einem 50mm Objektiv also 1/100s oder kürzer, bei einem 200mm Objektiv 1/400s oder kürzer. Wenn Du selbst auf einem Stativ Schärfeprobleme hast, könnte auch ein Problem mit Deinem Equipment vorliegen.
Ciao
HaPe