Kauf einer D800 oder doch bei D90 bleiben?

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Das würde aber bedeuten, dass eine softwaremäßige Skalierung mehr Qualität schafft, als die Kombi Sensor/Objektiv. Und dies möchte ich echt bezweifeln.

Wenn du das Bild direkt in 2 MP aufnimmst, hast du aber das Problem, dass du aufgrund der Bayer Matrix die Farbwerte nicht an genau den Stellen aufnimmst, an denen du sie nachher wiedergibst. Dadurch entsteht auf jeden Fall eine Unschärfe im Bild.

Wenn du das Bild jedoch in 36 MP aufnimmst, dann liegen die Positionen an denen die Werte gemessen werden, viel näher an den Positionen, an denen die Werte wiedergegeben werden. Durch anschließendes herunterrechnen hast du somit ein "genaueres" Bild bekommen.

(Das jetzt nur mal ganz grob als Veranschaulichung, das kann man sicher noch deutlich präziser darstellen)
 
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Das jetzt nur mal ganz grob als Veranschaulichung, das kann man sicher noch deutlich präziser darstellen

Ich würde sogar noch was anderes darstellen: Die MTF-Kurve eines Sensors mit AA-Filter ist vereinfacht einfach eine Gerade, die bei der Ortsfrequenz 0 mit MTF=1 beginnt und an der Nyquistfrequenz des Sensors bei MTF=0 endet. Mit einem 2MP-FX-Sensor, wenn es ihn gäbe, wäre die Nyquist-Frequenz bei etwa 600 Lp/Bh, bei 36MP bei etwa 2500 Lp/Bh. Der 36MP-Sensor hat also an der Grenze des 2MP-Sensors (wo der gar keine Kontraste mehr überträgt) noch etwa eine MTF von 1-600/2500 ≈ 75%. Jetzt rechnet man die 36MP auf 2MP runter, was die MTF bei 600 Lp/Bh natürlich auch auf 0 drückt. Aber knapp darunter werden relativ schnell höhere MTF erreicht, während der 2MP-Sensor immer noch kleine MTF hat. Wenn der dann 10%, 20% oder 30% erreicht, reicht es für nachträgliche Schärfung, aber der Punkt liegt beim runtergerechnteten 36MP einfach höher.



Gruß, Matthias
 
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(Das jetzt nur mal ganz grob als Veranschaulichung, das kann man sicher noch deutlich präziser darstellen)

Ich fürchte, das ganze Thema ist recht unpräzise.
Ich hab mal gestoppt, wie lange Photoshop braucht, um ein 36MP-Bild auf 2MP runterzurechnen. Und dann, wie lange die eingebaute Jpeg-Engine eines Browsers benötigt. Hier waren bereits gewaltige Unterschiede hinsichtlich Rechenaufwand und Qualität zu erkennen.
Es ist halt alles kompliziert ....
 
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Ich würde sogar noch was anderes darstellen:

Ja, das kommt noch hinzu und ist wahrscheinlich sogar der stärkere Effekt.

Ich vermute mal, dass wenn mann den perfekten monochromen Sensor hat, dessen Pixel in Summe 100% der Sensorfläche abdecken (d.h. keine Lücken zwischen den lichtempfindlichen Elementen), bekäme man ein gleich gutes Bild unabhängig von der Auflösung.

Sobald aber eine Bayer-Matrix ins Spiel kommt und auf dem Sensor tote Bereiche sind (die für Moirée sorgen können und man deshalb einen AA-Filter verwenden muss), ist das stärker runtergerechnete Bild immer überlegen.
 
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Das ist zwar richtig, aber genau das gleiche Moiré würde man auch bekommen, wenn man beim höher aufgelösten Sensor die Pixel einfach zusammenfasst und einen Mittelwert bildet. Hat man noch tote Bereiche, könnte man beim niedrig aufgelösten Sensor je nach Bild noch stärkeres Moiré bekommen.
 
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Na gut. Wichtiger finde ich da noch die Erkenntnis, dass man Moiré, das man sich einmal eingefangen hat, durch runterskalieren nicht wieder wegkriegt. da wird nämlich auch gern mal das Gegenteil behauptet.


Gruß, Matthias
 
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