Katalogisierung großer Datenmengen - Namensbenennung

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D.R.M.S

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Hallo alle zusammen,

so richtig passt meine Anfrage nicht in dieses Unterforum, allerdings wollte mir partout nichts besseres einfallen. Falls das hier als verschoben werden muss, bitte ich um Nachsicht.

Kurze Vorinformation meines Anliegens:

Ein mir sehr wichtiger Mensch äußerte vor kurzem den (vermeintlich unerfüllbaren) Wunsch, seinen Fotobatzen aus dem Keller zu digitalisieren. Begleitet natürlich von Phrasen wie "hach, wär das nicht schön" und auch "hach, das wird wohl nie etwas werden"...

Nunja, wie man das so kennt, keimt bei sowas dann die Idee: Mach ich das doch einfach. Im Bestfall still und heimlich; alle; spätestens bis Weihnachten.

Ich muss mir zwar noch Gedanken über die Umsetzung machen, da das Geld hier leider doch sehr knapp ist, aber das ist auch weniger mein Anliegen.


Ich erhoffte mir, dass hier ein paar besonders kluge Köpfe sitzen, die mir eine Idee schenken, welches Namenssystem ich für die Dateien benutzen könnte. Mir fehlen natürlich die Geschichten hinter den Fotos. Das Datum erfährt sich natürlich schnell, aber wo und mit wem dieser und jener Urlaub stattgefunden hatte, wird mir vorerst nicht in den Wissensschrank gepackt.

Jetzt liegt es natürlich nahe, jedem Film einen Ordner zu schenken und die Namen dann typisch aufzubauen:

JJJJMMTT_NR[_FILMNR_ZUSATZ].jpg

Das wiederum impliziert irgendwie immer, dass man sich genötigt fühlt, alle Dateien umzubenennen, damit es auch hübsch aussieht. Außerdem würde es bei gleichem Datum, aber unterschiedlichem Film, wieder doppelte Dateinamen geben (oder er würde unendlich lang). Und die Arbeit will ich diesem Menschen eben so gut es geht ersparen.


Deshalb:

Kennt/Nutzt jemand von Euch ein Katalogsystem, bzw. Datei-Namen-System, dass mir vllt die zündende Idee beschert? Wie könnte ich den Dateinamen aufbauen, sodass ich keine doppelten Namen habe, aber im Bestfall ohne die Optik eines ASCII-Codes?
Ich träumte von unserem alt-preußischem Bibliotheks-Katalogsystem aus der Uni, doch leider haben Fotos ja keine Titel.

In der Hoffnung, mich küsst die Muse, bevor die bald gekaufte externe Festplatte bestückt wird mit Namen wie: 19790215_16_2_xyz.jpg

Am schönsten wär natürlich: Toskana_19900625_001.jpg oder so (also wenigstens 1 Schlagwort), nur wie will man das rausfinden, ohne das ganze Vorhaben zu verraten? :nixweiss:
 
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Ich mache es so:

2009
2010
2014
..../20140903 Wochenende in Muenchen
..../20140905 Experimente
..../..../C10_1234.jpg
..../..../C10_1235.jpg
..../..../C10_1236.jpg
..../..../C10_1237.jpg
..../..../C20_4711.jpg
..../..../C20_4712.jpg
..../..../C20_4713.jpg

Also:
[Jahr]/[Datum_Ereignis]/[Kamera_laufende_Nummer]
Ich versuche also auf Dateiebene möglichst einmalige Dateinamen zu behalten, aus denen die verwendete Kamera und eine laufende Nummer direkt ersichtlich ist.

Allerdings habe ich auch EXIF in den Bildern, und das hat Du beim Scannen eben vielleicht nicht.
 
Kommentar
… Jetzt liegt es natürlich nahe, jedem Film einen Ordner zu schenken und die Namen dann typisch aufzubauen:

JJJJMMTT_NR[_FILMNR_ZUSATZ].jpg

Das wiederum impliziert irgendwie immer, dass man sich genötigt fühlt, alle Dateien umzubenennen, damit es auch hübsch aussieht. Außerdem würde es bei gleichem Datum, aber unterschiedlichem Film, wieder doppelte Dateinamen geben (oder er würde unendlich lang).



In diesen Worten liegt doch schon die Lösung zu einer Systematik. :up:


Gehen wir von dem Idealfall aus, daß der Aufnahmetag bekannt ist.

Dafür legt man einen einzigen Ordner an, zum Beispiel 991224 für
den 24. Dezember 1999. Wenn man will, kann dieser Ordner auch
noch einen Zusatz bekommen: 991224_Weihnachten

In den Ordner kommen jetzt alle Bilder dieses Tages und zwar von
allen Filmen, die man hat – und zwar nach diesem Muster, welches
gegenüber dem von Dir genannten Namen den Vorteil bietet, daß
die Datei-Sortierung immer nach komplettem Film erfolgt:

991224_f001_0nn für den ersten Film,
991224_f002_0nn für den nächsten usw.

Das kann man so praktischerweise ad infinitum fortsetzen, wobei
man, wenn man insgesamt (!) mehr als 999 Filme hat, klugerweise
die Filmnummer gleich vierstellig anlegt …

Falls die Filme bereits eine Ablage-Nummer haben, nimmst Du
natürlich diese, um sie wiederzufinden. Ansonsten vergibst Du für
jeden Film eine fortlaufende Nummer und legst ein Register für die
Akte an, wo für unser Beispiel dann Weihnachten stünde.

Ich erstelle außerdem für jeden Ordner eine Datei gleichen Namens,
die Tag und Datum, Location sowie Ereignis nennt. Außerdem liste
ich dort sämtliche Personen mit Funktion und per Stichwort wichtige
Bildinhalte, z.B. Weihnachtsbaum, Carrerabahn … Schlauerweise auch
die diversen Filmnummern, damit man ggf. die Filme schnell findet.

Diese Textdatei kommt dann zu den Bildern in den Ordner und lagert
zusätzlich auf dem Rechner in einem Masterordner "Inhalt Bilder".

Vorteile dieser Info-Datei:
Du mußt nicht jedes Bild einzeln verschlagworten, um wen oder was
zu finden. Und Du kannst auch ohne Bilder Inhalte schnell suchen.
Außerdem läßt sich diese Datei schnell und unkompliziert editieren.



Nun zum Problemfall, daß der Aufnahmetag nicht bekannt ist.

Kennst Du Jahr und Monat resp. Jahreszeit, geht es ziemlich einfach
so: z.B. 990700 für den Ordner mit allen Filmen vom Sommer 1999,
der mit Info dann heißen sollte 990700_Sommer_1999

Alles weitere folgt o.g., wobei die Filmnummer wieder jedes Bild
eindeutig identifiziert.


Blöd sind nur die Fälle, wo Du nicht einmal das Aufnahmejahr weißt.
Diese Bildnamen würde ich mit 000000_f0nn anlegen und später,
wenn mehr Informationen vorhanden sind, in entsprechende Ordner
sortieren und auf das richtige Datum umbenennen, was die meisten
Programme verlustlos können.


Was das Scannen an sich anbelangt, so solltest Du keinesfalls den
Aufwand dafür unterschätzen. Abr zu dem Thema gibt es hier bereits
mehr als genug Informationen …



.
 
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Hallo,

mit etwas Glück wirst Du hier so viele Vorschläge bekommen wie es NF-F Mitglieder gibt. Jedes System spiegelt dabei die objektiven und/oder subjektiven Notwendigkeiten des jeweiligen Fotografen wieder und keines ist wirklich richtig oder falsch.

Die Ordnerstruktur wir bei mir in Lightroom umgesetzt (geht aber auch als Verzeichnis-Struktur)

Ebene 1: [Jahr] ... z. B. "2014"
Ebene 2: [Nr] - [Benennung] ... z. B. "23 - Hochzeit XY"

mit der fortlaufenden Nummer [Nr] in Ebene 2 habe ich die Verzeichnisse immer in der chronologischen Reihenfolge. Alle Bilder eines Events sind an einem Ort - egal welche/wie viele Kameras verwendet wurden. Ein Datum will ich hier nicht, weil Events auch über mehrere Tage/Wochen/Monate gehen können und das bringt mir an dieser Stelle keinen Mehrwert.

Die Dateien bekommen

[Kamera]-[Jahr]-[Monat]-[Tag]-[Nr].NEF ... z. B. "D3s-2014-09-04-0001.NEF"

Da das Event schon im Verzeichnis benannt ist, brauche ich das im Dateinamen nicht mehr. Alle Dateinamen sind gleich lang. Das ist interessant, falls man doch irgend warum mal umbenennen muss. Eine meiner "Kameras" heißt übrigens "Scan" und lieferte eine fünfstellige Anzahl von digitalisierten Dias.

Zum Umbenennen kann ich das wirklich geniale Tool "Joe" empfehlen. Wenn man mal die etwas ungewöhnliche Definition der Dateinamen gewöhnt hat, ist damit wirklich alles möglich.

Ciao
HaPe
 
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Ansonsten vergibst Du für
jeden Film eine fortlaufende Nummer und legst ein Register für die
Akte an, wo für unser Beispiel dann Weihnachten stünde.

HA!!!! Das ist das Schlagwort, die zündende Idee, die mir nicht kam. Vielen Dank dafür (und allen anderen natürlich auch).

Natüüürlich, ein Register. Das tolle ist, ich schlag dann auch noch zwei Fliegen mit einer Klappe - der werte Herr, der beschenkt werden soll, ist vollkommen vernarrt in Excel-Dateien/Datenbanken. Und wo ließe sich besser ein Register erstellen als dort, welches er dann nach Belieben auch weiter füttern kann.

Und dann kann ich tatsächlich an der oben genannten Struktur festhalten, da die Dateinamen im Grunde dann zweitrangig sind, wenn es nebenher ein solches Register gibt :)
Zusätzlich noch eine Verschlagwortung und dann ist's ja eigentlich schon perfekt.

Ich gehe (leider) nicht davon aus, dass ich bis Ende des Jahres alles schaffen werde. Es ist zwar "nur" ein Karton (Kleidungs-Umzugskarton), aber eben bis obenhin randvoll. Glücklicherweise so, wie es einem der Fotoentwickler früher in die Hand gedrückt hatte. Umschlag mit (ich denke) 36 Bildern, vorn die Negative drin. Also keine lose Fotosammlung.

Wie ich genau vorgehen werde, muss ich selbst noch entscheiden. Da bin ich gerade schon am Lesen, was für mich am effektivsten ist. Am Ende reicht eine "ordentliche" Qualität. Es ist zum Glück ein Aktion, wo ich auf Perfektionsimus verzichten kann. :D


Hach großartig. Vielen lieben Dank!
Register...... dass ich da nicht von allein drauf gekommen bin, ich Tölpel!
 
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… Glücklicherweise so, wie es einem der Fotoentwickler früher in die Hand gedrückt hatte. Umschlag mit (ich denke) 36 Bildern, vorn die Negative drin. Also keine lose Fotosammlung.


So, und um das Ganze nun archivtauglich zu machen,
besorgst Du Dir Negativhüllen aus Pergamin, die man
problemlos mit einer Filmnummer oben rechts sowie
mit weiteren Infos beschriften kann, z.B. per Edding.

Die Filmhüllen packst Du dann den Aktenordner Deiner
Wahl oder aber in eine geschlossene Ordnerbox

Die Original-Verpackungen mit den Abzügen würde
ich mit den dazugehörigen Filmnummern versehen
und in neutralen (Schuh-) Kartons aufbewahren.
Die sind dann auch regaltauglich …



Ach je … sollten die Filme mit Papierstreifen, was
mal große Mode war, versehen sein, dann mußt
Du die zum Scannen und Archivieren entfernen.

Hoffentlich gibt Dir da noch jemand Tipps, wie das
stressfrei zu erledigen ist.


.
 
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