"Scharf" ist sowieso eine Definitionsfrage und abhängig von der Auflöungsfähigkeit des betrachtenden Mediums. Dein Absolutheitsgedanke ist so ohne weiteres nicht allgemeingültig.Wenn ich ein Bild nur klein genug mache, dann wirkt es natürlich immer scharf. Wenn es aber um die Frage geht, bei welchen Zeiten man mit einer D810 scharfe Bilder bekommt, dann sollte es auch um die Schärfe bei voller Auflösung gehen.
Genau das ist teilweise der Fall, denn schon der Betrachtungsabstand kann über den scharf/nicht scharf-Eindruck wesentlich entscheiden.Sonnst macht die Frage doch überhaupt keinen Sinn, denn der Schärfeeindruck wäre ja nur von den jeweiligen Betrachtungsbedingungen abhängig und völlig willkürlich.
Nein, das ist nicht der Fall. Wenn Du beliebig vergrößerst, wird auch bei Deinen Aufnahmen irgendwann der subjektive Eindruck der Schärfe nachlassen. Vor allem, ist das, was Du hier beschreibst, mit dem Wort "Pixelpeepen" belegt, das eher negative Konnotation hat. Schau Dir Bilder so an, dass Du sie ganzheitlich erfassen kannst (idR das Doppelte der Bilddiagonalen als Abstand) und dann kann man auch mit sehr hohen Pixeldichten wunderbar scahrfe Aufnahmen hinbekommen. Ich habe jedenfalls mit 24 MPix an APS-C keine Probleme, und das sind mehr Pixel pro Fläche als bei der D810.Indem man die volle Auflösung in Betracht zieht, hat man nicht nur eine einhaitliche Diskussionsgrundlage, sondern die Angabe ist auch unabhängig von den Betrachtungsbedingungen. Also egal, ob ich mein Bild winzig klein betrachte, oder riesen Prints mache, wird es immer scharf sein.
Nein, es geht darum, um wieviel man die Belichtungszeit verlängern könnte und trotzdem noch die sichtbar (!) bestmögliche Schärfeauflösung erhält. Da kommt man zu ganz anderen Ergebnissen als Du mit Deinem Messstand-Ansatz.Natürlich hätte das allgemeine Gültigkeit, denn es gibt einen Punkt an dem die maximale Auflösung der Kamera/Objektiv Kombination erreicht ist und die Belichtungszeiten darüber hinaus zu verkürzen, bringt keine höhere Schärfe. Und nur darum geht es doch.
Das verstehe ich nicht, denn Du vergleichst hier Verschiedenes. 36 MPix Bildauflösung bleiben 36 MPix, auch wenn ich so stark reinvergrößere, dass ein Bildpixel von mehreren Monitorpixeln dargestellt wird (=Ansicht >100%). Du verklärst hier auf recht gängige Weise die 100%-Ansicht, die auch keine absolute Größe darstellt, weil die resultierende Betrachtungsgröße auf einem 4K-Monitor eine andere ist als auf einem Bildschirm mit 1280x1024 Pixeln. "100%" ist eine Relativgröße und taugt daher wenig für absolute Beurteilung. Du musst die Rahmenbedingungen festlegen.Und wir reden dann von einer ganz bestimmten Auflösung (36MP), nicht von größer (interpolieren, oder bei 500% am Displkay betrachten), oder kleiner.
Warum schreibst Du meinen Namen konsequent falsch? Hat das einen tieferen Sinn?@ Christophe Blümer
Wenn einem die vorhandenen Unschärfen nicht auffallen, das Bild also "scharf" wirkt, ist das Ziel bereits erreicht. Schärfe kann man unter vergleichbaren Bedingungen nur am gleichen Monitor beurteilen, daher werden unterschiedliche Personen mit unterschiedlichem Equipment das nochmal unterschiedlich sehen. Beim Abzug spielt dann noch die Auflösung der Ausbelichtung eine wesentliche Rolle, 400dpi, 300dpi, 151dpi, ..., d.h. wie fein Strukturen des Bildes im Abzug wirklich aufgelöst sind. Zusammen mit dem Betrachtungsabstand kann da brilliant scharf wirken, auch beim 40X60-Abzug, was der Pixelpeeper enttäuscht als "unscharf" verwirft.Es geht doch nur darum, daß man die Schärfe unter vergleichbaren Bedingungen beurteilt. Dabei geht's auch nicht um einen Messtechnischen Ansatz, denn jeder Verwackelt natürlich bei jedem Foto unterschiedlich viel. Man muß aber genau hinschauen, sonnst fallen einem die vorhandenen Unschärfen doch gar nicht auf.
Nichts anderes wurde an früherer Stelle als Replik auf das pauschal nicht zutreffende "mit der D810 muss man wegen der großen Auflösung..." bereits klargestellt.Wenn der TO mit der D810 fotografiert, wird er sicher schnell selber herausfinden, welche Zeiten er noch freihand und ohne Verwackelungsunschärfe mit dem 85er hinbekommt, eher eine 1/30, oder eher 1/200
Weil die 100% des D700-Bildes eine völlig andere Vergrößerung darstellen als die 100% des D810-Bildes werden dann Äpfel mit Birnen verglichen; ein sehr beliebter Anfängerfehler...Wenn die Betrachtungsbedingungen gleich bleiben (also eine 100% Ansicht am Monitor), dann wird man bei mit einer D810 bei kürzeren Belichtungszeiten sichtbare Verwackelungsunschärfen haben, als mit einer D700.
Weil die 100% des D700-Bildes eine völlig andere Vergrößerung darstellen als die 100% des D810-Bildes werden dann Äpfel mit Birnen verglichen; beliebter Anfängerfehler...
CB
Aber nur dann, wenn ich mir unterschiedliche Ausgabegrößen anschaue, so wie Du es mit Deinen 100%-Ansichten machst. Skalier die Bilder der D810 so [Nachtrag: nur auf dem Monitor!], dass die Ausgabegröße der Bilder exakt der der D700-Bilder bei "100%" entspricht und vergleich dann nochmal. Siehst Du die Unschärfen noch? Dann mach von beiden Kameras große Abzüge (50x70 oder so) und häng sie auf, betrachte sie im üblichen Abstand. Siehst Du Unterschiede, die auf Verwacklung zurückzuführen sind? Erst wenn Du sehr nah rangehst, wirst Du bei einem hoch aufgelösten Abzug überhaupt (wenn vorhanden) diese besser aufgelösten Mikroverwacklungen wahrnehmen können. Daraus jetzt pauschal zu schlussfolgern, dass man mut einer D810 deutlich kürzer belichten müsse als mit früheren Kameras, ist einfach ein Fehlschluss - es trifft zu, wenn man die Ausgabegröße proportional zur Auflösung steigern will, aber sein Betrachtungsverhalten nicht mit anpassen möchte.Nee... der einzige Fehler ist der, daß Du den Sachverhalt scheinbar nicht verstehen möchtest. Bezüglich der Verwackelung macht es einen Unterschied, ob ich mit einer D810 fotografiere, oder mit einer D700. Denn mit einer D810 fotografiere ich mit der dreifachen Auflösung und dementsprechend werden alle Bildfehler (auch die Verwackelung) deutlicher sichtbar, als wenn ich mit einer geringeren Auflösung fotografiere.
Nette Umschreibung für "Ich betreibe Pixelpeeping".Dein Kommentar ist so hilfreich wie ein Kropf, oder die Binsenweisheit, daß auch die Objektive an verscheidenen Kameras nicht besser, oder schlechter, werden. Die Auflösung mit der ich die Dinge betrachte spielt dafür eine wesentlich Rolle und darin unterscheiden sich die beiden Kameras nunmal.
Skalier die Bilder der D810 so, dass die Ausgabegröße der Bilder exakt der der D700-Bilder bei "100%" entspricht und vergleich dann nochmal. CB
Unpräzise ausgedrückt, sorry. "Skalieren" = Vergrößerung auf dem Monitor aneinander anpassen. Die Pixel bleiben alle erhalten. Dachte, das ginge klar aus dem Zusammenhang hervor. Ich versichere Dir, dass der Unterschied enttäuschend unspektakulär ausfallen wird, was die Sichtbarkeit von fotografischen Fehlern wie Verwackeln und anderen Bildfehlern angeht.Wozu soll das gut sein? Hier fragt doch niemand ob zwei Bilder mit 12MP miteinander vergleichbar sind.
...wenn man die Ausgabegröße gleichzeitig deutlich steigern oder den Betrachtungsabstand verringern will. Dann stimmt Deine Aussage - sonst ist sie in dieser Allgemeinheit schlicht unrichtig.Der TO wollte nur wissen, ob sich beim fotografieren mit der D810 im Vergleich zur D700 etwas ändert. Und da sage ich die ganze Zeit nichts anderes als: 'Ja, es ändert sich die Auflösung und die höhere Auflösung erfordert präziseres Arbeiten.'
Danke woici, ich glaub die Kamera ist gesetzt... Ich schwank noch bezüglich den Objektiven. Magst mich zur Festbrennweite überreden? Was sind die Vorteile aus Deiner Sicht? Welche empfiehlst Du für Portrait/Shootings?
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