Kamera-Display: Hui! PC-Display: Pfui

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bjoern_krueger

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Moin!

Ich habe die D300 nun seit ca. 3 Wochen, leider macht sich langsam Ernüchterung breit. Ich will aber nicht voreilig sein (habe aus der Vergangenheit gelernt...), sondern erst mit den Einstellungen der Kamera experimentieren.

Hier aber trotzdem meine Erfahrungen mit der Bitte um Tipps.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Fotos auf dem Display sensationell gut aussehen, betrachte ich sie dann aber auf dem Notebook-Display (Auflösung 1920x1200), bin ich sehr enttäuscht. Die Fotos sind nicht sehr scharf, auch bei sorgfältiger Beachtung der Position des AF-Feldes. Außerdem ist ein gewisser Hang zur Überbelichtung zu beobachten.

Gestern hatte ich einen Termin, bei dem ich im Freien eine Frau mit ihrem Hund fotografiert habe. Es war gegen 15 Uhr, und der HImmel war sehr bedeckt. Insgesamt also schon recht düster. Daher ISO hoch (640) und den SB-800 als Aufheller dazu (der Modus war auf TTL/FP/BL, müsste also richtig gewesen sein)
Kamera auf Zeitautomatik, Blende auf ca. 4. Verwendet habe ich das 70-200 VR.

Das Ergebnis lässt sehr zu Wünschen übrig. Das Gesicht der Frau ist völlig überstrahlt, hätte ich nicht in RAW fotografiert, hätte ich die Bilder wegschmeißen können.

Werde heute Abend mal ein paar Beispiele enstellen.

Das Problem bei der Situation ist sicher, dass es für den Belichtungsmesser schwer ist, sowohl den schwarzen Hundekopf als auch das fast weiße Menschengesicht ausgewogen abzubilden.

Leider sahen die Bilder auf dem Display der D300 perfekt aus, auch die Spitzlichtanzeige ist nicht "angesprungen". Das Histogramm habe ich nicht besonders beachtet, das Ergebnis auf dem Display war ja gut. Ich weiß jetzt auch nicht, wie das Histogramm aussieht, muss ich nachher zu Hause nochmal nachsehen.

Die Schärfe finde ich auch nicht besonders toll. Verwendet habe ich die "Standard"-Einstellung. Die Schärfe hatte ich zunächst von 3 auf 5 erhöht, dann sogar auf 7. Auf dem Display sahen die Bilder fast überschärft aus, aber auf dem Notebook-Display nicht wirklich...

Ansonsten habe ich an den Einstellungen nichts an den Belichtungseinstellungen verändert. Rauschreduzierung bei High-ISO auf AUS, aktives Delightning auf AUS.


Wenn ich da an die Bilder meiner guten alten D2H denke... Die sind sowas von super-knackig-scharf, dass ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekomme. Nachschärfen ist bei der D2H fast überhaupt nicht nötig, auch bei Verwendung der identischen Objektive wie jetzt an der D300.

Und dann die Bearbeitung der D300-Fotos in Capture NX. Horror! Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit der Bildqualität der D300 gemacht? Sie wird doch überall so gelobt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das so richtig ist. Aber meist sitzt der Fehler ja hinter der Kamera, daher hoffe ich, dass ich den Fehler bei mir finde, und bald wieder mit dem D2H-Grinsen rumlaufe...

Danke und viele Grüße,

Björn
 
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Ohne die Lichtsituation und die EXIFs zu kennen, wird die Diskussion vermutlich sehr akademisch. Bild (wie versprochen) wird wohl helfen.
 
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Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass der SB 800 auf BL gestellt war. Ich meine im Freien kann er den Hintergrund nicht aufhellen, ohne den Vordergrund bzw. Personen nicht überzubelichten. Nimm mal die BL (Backlight) Option raus und probiers nochmal.....
 
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Moin!

hups, schon so viele Statements! Erstmal danke dafür!

Ich denke es hat wirklich Sinn, dass wir hier erst weitermachen, wenn ich die Bilder eingestellt habe.

Eine Verständnisfrage aber an @undercover:

Du schreibst,
Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass der SB 800 auf BL gestellt war. Ich meine im Freien kann er den Hintergrund nicht aufhellen, ohne den Vordergrund bzw. Personen nicht überzubelichten.
:confused::confused::confused:
Ich dachte der Aufhellmodus ist dafür gedacht, den VORDERgrund aufzuhellen, nicht den Hintergrund. Oder bin ich da auf dem völlig falschen Dampfer??

Danke und viele Grüße,

Björn
 
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Da hat Nikon anscheinend eine absolut untaugliche Kamera mit schlechter Bildqualität entwickelt.
Ich bewundere das Selbstbewusstsein mancher Leute, sich nicht mal andeutungsweise in Frage zu stellen.

Albert
 
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Ehrlich gesagt, kann ich nichts von dem, was du da schreibst nachvollziehen. Das hilft dir natürlich nicht weiter. Entsprechend die Bitte: Beispielfotos mit intakter EXIF. Dann weiss man auch, worüber man spricht/ schreibt.

Mein Kamera belichtet automatisch überwiegend richtig und wenn sie es mal nicht tut, wäre es meine Aufgabe gewesen einzugreifen. Der Fotograf macht das Bild, die Kamera unterstützt ihn nur dabei. Bei schwierigen Lichtsituation und Aufhellblitz empfiehlt es sich, mit dem Blitzmesswertspeicher zu arbeiten oder Belichtungsreihen mit Blitzbelichtungskorrektur zu machen. Wie das geht, steht in der Bedienungsanleitung der Kamera/ des Blitzgeräts.

Auch daran denken sollte man, dass das Umgebungslicht und das Blitzlicht Einfluss auf den Vordergrund nimmt. Beispiel:

- dunkle Umgebung
- hohe ISO-Zahl, damit der Hintergrund nicht "absäuft"
- Blitzaufhellung für den Vordergrund
- Verschlusszeit 1/125 oder länger
- lange Brennweite

= gute Chancen auf Verwacklungsunschärfe "rund um" die Blitzbelichtung. Trotz VR!

Wenn dann der Fotograf bei langer Blende, großer Blendenöffnung und schwerer Kamera (D300 + SB-800 + AF-S 2.8/ 70-200 VR) noch hin und her schwankt (besonders draußen bei Wind), dann liegt auch schnell mal die Schärfe nicht mehr da, wo sie hin soll. Jedenfalls, wenn man nicht permanent ans Nachfokussieren denkt.

Generell gehört gekonntes Blitzen zu den schwierigeren Übungen, wobei es dank iTTL, D-TTL etc. heute viel viel einfacher ist, als früher. Einarbeitung in das Thema ist aber trotzdem unerlässlich.

Auflösung, Kontrast und Farbaufzeichnung meiner D300 sind erstklassig. Der AF arbeitet ausgesprochen zuverlässig. Back-/ Frontfokus habe ich nicht.

CNX kann man mögen, man kann es auch bleiben lassen. Die Konvertierungsergebnisse sind, wenn man gelernt hat, das Tool richtig einzusetzen, sehr gut. Alternativ bietet sich z. B. Adobe Lightroom an: intuitiver und insgesamt "runder" im Workflow (persönliche Meinung).
 
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Da hat Nikon anscheinend eine absolut untaugliche Kamera mit schlechter Bildqualität entwickelt.
Ich bewundere das Selbstbewusstsein mancher Leute, sich nicht mal andeutungsweise in Frage zu stellen.

Albert

:down::down::down::down::down::down::down::down:
 
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Hallo,
interessant auf jeden Fall. Zum Thema Schärfen bin ich immer davon ausgegangen, dass die eingestellten Werte auf die JPEG-Dateien wirken aber nicht auch die RAW. Sonst bin ich auf die Bilder gespannt, denn Gegenlichtaufnahmen gehören bei mir fast schon zum Alltag und ich wollte mir auch aus diesem Grund demächst meine D200 mit einer D300 upgraden (für die D3 müsste ich zuviele Objektive austauschen).
Gruß
 
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Zum Thema Schärfen bin ich immer davon ausgegangen, dass die eingestellten Werte auf die JPEG-Dateien wirken aber nicht auch die RAW.

Das ist auch richtig so.
Nikon schreibt aber die Einstellungen der Bildoptimierung in die NEF-Datei.
Die meisten RAW-Konverter ignorieren aber diese Informationen.
Capture NX wertet sie aus und wendet die Einstellungen auf die NEF-Datei an.
 
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Moin!

Hier mal zwei Fotos von Mareike und Paula:

in NX alle Grundlegenden Eisntellungen ausgehakt, als jpg gespeichert und auf 1000 Pixel Breite verkleinert.

Bin gespannt auf Eure Meinungen.





Viele Grüße,

Björn
 
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Schärfe liegt in beiden Fällen meiner Meinung nach auf der Hundeschnauze. Das ist bei Blende 3,2 etwas knapp mit der Tiefenschärfe. Der Blitz hat natürlich volle Leistung abgegeben wegen der BL-Einstellung. Sonst sieht es aber ganz ok aus, soweit man das bei den verkleinerten Bildern sagen kann.
 
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Ich verstehe das Problem jedenfalls nicht.

Die Schaerfe ist doch da!
Wenn Du alle grundlegenden Einstellungen ausschaltest, bleibt natuerlich nicht viel uebrig - ein bisschen Farbe, Kontrast und Schaerfe sollten besser sein :)

Kannst Du evtl. das NEF irgendwie anbieten?
 
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Wegen des schwarzen Hundes und des schwarzen Pullovers hat die Kamera hier übertrieben hell belichtet. Mit einem hellen Hund und einem hellen Pullover wäre es umgekehrt. In solchen Fällen hilft meist nur eine manuelle Belichtungskorrektur.

Die Spitzlichtanzeige bezieht sich normalerweise nur auf die Gesamthelligkeit. Es kann sehr wohl ein einzelner Farbkanal übersteuert sein, ohne daß es in der Gesamt-Spitzlichtanzeige blinkt. Ich habe keine D300, aber sehr wahrscheinlich kannst du dort eine Spitzlichtanzeige für die einzelnen RGB Grundfarben anschauen. Entweder als Option in der Spitzlichtanzeige oder im RGB-Histogramm. Da würdest du dann auch einen einzelnen übersteuerten Farbkanal erkennen.

Aber eigentlich muß man, wie oben geschrieben, bei solchen für die Kamera "irreführenden" Motiven (schwarzer Hund, schwarzer Pullover) eine kleine Belichtungskorrektur vornehmen.
 
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