Jordanien 2013

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Im Ort Kerak befinden sich die Ruinen einer Burg der Kreuzfahrer des Königreiches Jerusalem. Die Burg Kerak ist ein bekanntes Beispiel der Kreuzfahrerarchitektur, einer Mischung aus europäischem, byzantinischem und arabischem Stil. Lange war sie eine Ruine, während sich um sie herum die moderne Stadt gebildet hat. 2008 wurde sie aber in großen Teilen renoviert.



Gegenschuss: Die Aussicht von der Burg Kerak





Was mir sofort bei der freien Besichtigung auffällt - es gibt keinerlei Absperrungen. Man darf bis ganz nach oben steigen, auf Vorsprünge klettern, schwindelerregende Aussichten ohne Fallgitter genießen. In Österreich undenkbar.



 
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Und im Inneren der Burg erwarten einen dann diese genialen Schattenspiele.









Auch wenn die Festung zu ihrer Glanzzeit sicher ganz anders und komfortabler war, bin ich doch froh im Hier und Heute zu leben.


 
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Vielen Dank für die excellenten Aufnahmen und die sorgfältige Reportagetexte. Wieder mal ein "Highlight" für mich :day:
 
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Straßenszenen in Kerak. Ganz typisch die Omnipräsenz von Smartphones.







Dieser Bursche wollte unbedingt fotografiert werden. Dabei wollte ich nur die Anzeige der Treibstoffpreise abfotografieren. Die Sorte Super kostet übrigens genau einen Dinar (ca. EUR 1,10). Also auch nicht gerade billig zu anderen arabischen Ländern.



Weiter geht es in den Süden mit einem Hindernis auf der Schnellstraße. Es gibt ja auch keine Zäune am Straßenrand.

 
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So, wir kommen gleich direkt nach Petra, jener Sehenwürdigkeit, die nur über einen Fußweg von der Nebenortschaft Wadi Musa erreichbar ist.



Petra lag versteckt und gut geschützt zwischen schroffen Felswänden und verfügte zudem über eine sichere Wasserversorgung. Der Ort ist nur über einen schmalen Gebirgspfad von Nordwesten zugänglich oder von Osten her durch eine etwa 1,5 Kilometer lange und ca. 70 Meter tiefe Felsschlucht, den Siq (dt.: „Schacht“), der an seiner engsten Stelle nur 2 Meter breit ist.



Brauch- und Trinkwasser wurde über in den Fels gemeißelte Aquädukte in die Stadt geleitet sowie durch Terrakottaröhren, die ebenfalls in die Felswände eingelassen und mit Gips abgedichtet waren. Das höchst komplexe Wasserversorgungssystem, das zudem mehr als 200 Zisternen umfasste, speiste sich aus allen bekannten Wasserquellen im Umkreis von mehr als 25 Kilometern um die Stadt.



Wer den Fußmarsch scheut und tolle Fotomotive versäumen möchte, der kann sich eine Kutsche mieten.



Der etwas andere Hintergrund - der Siq als Location.

 
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vielen Dank für die interessante und schön bebilderte Reportage :up:

Petra interessirt mich auch sehr.
Es scheint mir da relativ leer zu sein, im Vergleich dazu, was ich dazu schon gesehen / gelesen habe.
Hast Du da nur geschickte Ausschnitte und gutes Timing benutzt, oder war es so leer, wie es scheint?
Zu welcher Tageszeit warst Du da?
 
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Ich war vor kurzem auch in Jordanien auf einer ähnlichen Rundreise. Leider ist der Rückgang des Tourismus dort erschreckend, daher ist es auffällig, dass die sonstigen Besuchermassen, gerade in Petra, zur Zeit nicht anzutreffen sind. Unser Reiseleiter, der in den letzten Jahren bis zu 270 Arbeitstage im Jahr hatte, war dieses Jahr nur 45 Tage als solcher im Einsatz. Schade um Jordanien, es ist ein schönes, vor allem kulturell interessantes Land, das derzeit eigentlich gut zu bereisen ist. Es gab auf der ganzen Reise keinen einzigen Grund, warum man dort fernbleiben sollte.

Weiter so mit den schönen Bildern aus Jordanien, ich mache die Reise nun nochmals am Bildschirm mit.
Viele Grüße
Reinhard
 
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An der Einmündung des Siq in den Talkessel steht das wohl berühmteste Bauwerk Petras, das 40 m hohe und 25 m breite Kazne al-Firaun. Das „Schatzhaus des Pharao“, war in Wirklichkeit eines von zahlreichen Felsgräbern.



Die verlassene Felsenstadt Petra im heutigen Jordanien war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal. Am 6. Dezember 1985 wurde Petra in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.



Die Geschichte der Stadt ist aufs Engste mit der des Nabatäerreichs verknüpft, des ersten arabischen Reichs der Geschichte. Bis auf eine Reihe von Inschriften haben die Nabatäer jedoch kaum eigene Schriftzeugnisse hinterlassen. Ihre Geschichte und die Petras lassen sich daher nur bruchstückhaft und indirekt über biblische sowie griechische und römische Quellen erschließen.



Die Show "Petra by night"

 
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[MENTION=38273]Archibaldo[/MENTION]
Ich wollte noch das Witzchen anbringen, dass ich den Platz sperren ließ, um mein Foto machen zu können. Tatsächlich liegt es an der Tageszeit. Die Felsenstadt ist von 7 - 19 Uhr besuchbar, ich war daher um 7 Uhr am Eingang beim Visitor Center. So zeitig sind noch nicht viele Leute unterwegs, ich konnte im Siq menschenleere Gelegenheiten abwarten oder die Leute sind hinter mir stehen geblieben, um mir nicht ins Bild zu laufen.

Ich habe mir im Siq die Zeit für gemütliches Fotografieren und Gespräche genommen und hatte dann beim Schatzhaus schon zahlreiche Touristen vor mir. Auf den nächsten beiden Bildern siehst Du, wie es am Vormittag tatsächlich zugeht. Die Fotos vom menschenleeren Platz vor dem Schatzhaus sind dann am späten Nachmittag beim Rückweg entstanden, da waren einfach keine Besucher mehr da.

Ich war an zwei Tagen von 7 bis knapp vor 19 Uhr dort. Am 1. Tag um 21 Uhr nochmals zu "Petra by night".

[MENTION=42130]reikan[/MENTION]
Deine Erfahrung deckt sich mit dem, was ich gehört habe. In Jordanien war zwar seit 40 Jahren kein Krieg mehr, aber duch die Krisen in den Nachbarländer, geht der Tourismus sofort zurück. Allerdings will Jordanien seine Felsenstadt Petra auch nicht vom Massenansturm zertrampeln lassen (der Sandstein leidet ziemlich darunter und zerbröselt) und hat recht saftige Eintrittspreise.
Das Tagesticket für Gäste von Ägypten und Israel kostet JOD 90,- (ca. EUR 100,-!), weil die sonst keinerlei Geld im Land lassen. Die kommen in der Früh über die Grenze, stürmen durch Petra und fahren zu Mittag mit ihren Lunchboxen wieder zurück.

Gäste, die vor Ort nächtigen (Ticket wird auf Namen und nach Hotelliste ausgestellt!), zahlen für
1-Tages-Ticket JOD 50,-
2-Tages-Ticket JOD 55,-
3-Tages-Ticket JOD 60,-
Das sind ja auch schon recht sportliche Preise, vor drei Jahren hat das 1-Tages-Ticket noch JOD 21,- gekostet.
Der Busparkplatz beim Eingang war voriges Monat voll, vor einem halben Jahr war er leer.




In den EXIFs steht auch die Uhrzeit der Aufnahme (in MESZ), einfach +1 Stunde und es ist die Lokalzeit.

 
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Gerne können die Dinars investiert werden. Für begleitende Musik (dieses Instrument heißt Rababa), Mitbringsel & Schmuck, Ansichtskarten, Ritt auf Esel/Kamel oder (am wichtigsten) für Trinkwasser.





Zu unserem Schutz und Sicherheit: Die Tourism Police gibt es bei jeder Sehenswürdigkeit. An eine Bedrohungssituation kann ich mich nicht erinnern, vielleicht achten die auch darauf, dass der gemeine Besucher nur erwünschte Pfade beschreitet?



Erwünscht und von mir sehr geschätzt: Das Gespräch mit Einheimischen. Auch wenn es nur ein paar Sätze sind (auf englisch) und im Grunde belanglos, aber diese Begegnungen machen für mich eine volksnahe Reise aus. Dieser Mann saß auf seinem Esel, sein Sohn neben ihm ebenso. Er hat mir stolz erzählt, dass sein Sohn in die Schule geht und seine Frau gerade mit dem 4. Kind schwanger ist.
Je mehr Kinder, desto angesehener. Als mehrfacher Vater konnte ich da besonders leicht eine Sympathiebrücke bilden, was dem Wunsch nach einem Portraitfoto sehr förderlich war.



Diese Mädchen sollte wohl Ansichtskarten verkaufen (15 Stück um JOD 1,-), hat aber viel lieber für und mit Fotografen posiert.

 
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danke für die ausführliche Rückmeldung und natürlich für's Weiterführen

Die Portraits sind klasse, vor allem der Mann mit Esel(-sohren) :up:
 
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Dank ihrer strategisch günstigen Lage am Kreuzungspunkt mehrerer Karawanenwege, die Ägypten mit Syrien und Südarabien mit dem Mittelmeer verbanden, war die Stadt vom 5. Jahrhundert vor bis zum 3. Jahrhundert nach Christus ein bedeutender Handelsplatz. Insbesondere kontrollierte Petra einen wichtigen Knotenpunkt der Weihrauchstraße.



Das Römische Theater



Sandsteinformationen durch Insolationsverwitterung in prächtigen Farben



Grabkammern

 
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An der so genannte „Königswand“ reihen sich hier gleich 13 monumentale Grabtempel aneinander, die aufgrund ihrer Größe und Ausschmückung als Königsgräber gedeutet werden.



Senkrecht zur Königswand verläuft in Richtung Westen die „Säulenstraße“, die einstige Hauptverkehrsachse Petras. Im Hintergrund der Große Tempel.



Der Haupttempel Qasr al-Bint wurde in der Zeit zwischen 30 und 8 vor Christus errichtet. Die Außenwände sind mit einer Zwischenschicht aus Holz errichtet worden, die wohl der Grund ist, warum diese Wände als einzige die beiden großen Erdbeben überstanden haben.



Gräber der Nabatäre: Nicht nur als Stall, auch als Garage verwendbar. Damit hätten die Nabatäer vor 2000 Jahren nie gerechnet.



Das Wasser und die sichere Lage machten Petra zu einer bevorzugten Station für Karawanen aus dem Süden Arabiens, die überwiegend mit Luxusgütern für Abnehmer aus dem gesamten Mittelmeerraum beladen waren: mit Gewürzen aus Indien und Seide aus China, Elfenbein aus Afrika, Perlen aus dem Roten Meer und eben Weihrauch aus dem Süden Arabiens. Das Harz des Weihrauchbaums war in der gesamten antiken Welt als besonders kostbare, religiöse Opfergabe und als Arzneimittel begehrt. In umgekehrter Richtung gelangten über Petra Waren aus der Levante, etwa Goldschmiedearbeiten aus Aleppo zu den Märkten Jemens und Omans. Zwischenhandel und Zölle warfen für die Nabatäer hohe Gewinne ab.

 
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Über (angeblich) 846 Stufen geht es hinauf zum Felsenkloster. Ich habe natürlich mitgezählt, bin aber bei der Hälfte durcheinandergekommen, weil es auch mal Stufen runter geht (zählt man die dazu oder weg?) oder gar keine Stufen mehr erkennbar sind.



Nicht ahnend, was mich oben erwartet, komme ich seitlich vom Kloster raus auf einen großen Platz. Drehe mich nach rechts und - leck, Alter! - da steht ja noch so ein Ding wie unten. Nur noch schöner!



Felsentempel ad-Deir (Kloster)



Während Wagemutige das Denkmal erklettern und die Aussicht vom Dach genießen, gehe ich lieber zu den Viewpoints, die noch ein Stück höher liegen.



Welchen View nehmen wir bloß? Am besten beide.

 
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