Im Winter am Stadtrand

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CeeEmWaiKay

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Hi,

hier möchte ich wieder eine Lichtmalerei zeigen. Hab hier mal was Neues ausprobiert. Das Ganze ist zusammengesetzt aus 10 Einzelbildern. Jedes Einzelbild wurde 20 Sekunden belichtet. In jedem Einzelbild habe ich selektiv immer ein Detail beleuchtet. Anschließend wurde alles in Photoshop übereinandergelegt und die relevanten Stellen freigelegt. Das Ganze wurde notwendig, da der Zeitaufwand, um alle relevanten Stellen mit Licht zu bemalen zu hoch ist, für die ermittelte Belichtungszeit von 20 Sekunden.

Abhilfe würde nur extremes Abblenden in Kombination mit einer sehr starken Lampe bringen. Dann ginge das auch mit einem Einzelfoto.

Aber diese Technik ist gut, wenn man wirklich sehr genau malen will, und das Gelingen einzelner Lichtelemente schnell nachprüfen möchte. Ich plane das Ganze demnächst auf die Menschenfotografie zu übertragen, da brauche ich solche mehrstufigen Verfahren.

So, jetzt aber das Bild, dass ich in der Sommerversion schonmal gezeigt hatte (siehe unten):
3176294095_0a4feaff26_o.jpg


3178862951_8a2874bc93_o.jpg


Viele Grüße
Christoph
 
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du bist ja ein total abgefahrener Freak (positiv gemeint, hoffe du nimmst es auch so auf). bist auf jeden Fall einer der wenigen, die ich schon in meinem Hirn abgespeichert habe...

Freue mich auf weiteren Stuff von dir... Optical Reflash.

Freundliche Grüße
Björn
 
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CeeEmWaiKay schrieb:
Danke, aber ich denke zur Familie der HDRs gehört es nicht
wenn ich mir die arbeitsschritte im photoshop anschaue erinnert mich diese ein wenig an händisches-selektiv-hdr.
hdr war nicht abwertend gemeint.
 
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wenn ich mir die arbeitsschritte im photoshop anschaue erinnert mich diese ein wenig an händisches-selektiv-hdr.

Ja, sicher was das Freilegen von tieferen Ebenen anbelangt. Aber sonst hat es eben mit einem HDR nichts zu tun.

hdr war nicht abwertend gemeint.

Ich weiß :) Nur ich distanziere mich eben immer gerne von HDRs. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass viele Leute diejenigen Bilder, in denen intensiv mit Licht gearbeitet wurde (und sei es nur das Abwarten eines günstigen Tageslichts), für HDRs halten. Wohlmöglich weil HDR gerade bei Einsteigern sehr beliebt ist, und auch meist nur diese Methode zur Kontrastüberbrückung bekannt ist. Das sind dann meist auch die Leute, die glauben, der Dynamikumfang ihrer Kameras sei viel zu klein...

Ich hab neulich ein Statement von einem Autofotografen gelesen, der hat alle Lichtelemente (Licht auf den Felgen, Lichtreflexe in der Windschutzscheibe...) nach und nach einzeln gesetzt. Zum Schluss hat er dann dann so wie ich das gemacht habe alle Ebenen übereinandergelegt und es zu einem Bild zusammengefügt. Er konnte so sogar die Verhältnisse der einzelnen Lichter zueinander noch kontrollieren (z.B. Reflex in der Windschutzscheibe 1/2 Blende heller als Reflex in der Seitenscheibe), nämlich weil er eben jeden Reflex in einem Spektrum von 2-3 Blenden aufgenommen hatte. Das würde ich jetzt auch nicht HDR nennen.


Viele Grüße
Christoph
 
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Sehr beeindruckend und sehr schön - vielen Dank für's Zeigen!

Aber die Schwarzweiss-Version ist jetzt nicht so mein Fall, finde es nicht so unbedingt passend, aber das ist sicher Geschmacksache :)

Viele Grüße,

Jochen
 
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gute Arbeit, obwohl mir persönlich die Sommerversion noch ein ticken besser gefällt. Brennweite scheint mir da angenehmer.
 
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Das SW ist mir auch zu glatt, aber das liegt wahrscheinlich mehr an meinen Sehgewohnheiten.
Außerdem kann ich es meist nicht mehr neutral betrachten, wenn ich vorher die Farbversion gesehen habe.

Andererseits kommt es als Fineart A2 Ausdruck bestimmt gut.

Grüße
Roland
 
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Die Technik ist schon sehr interessant.. Hut ab..:up:

Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das Ergebnis - das Bild - mir gefällt.
Die Bildwirkung/Ästhetik geht in meinen Augen sehr stark in Richtung 3D-Design/Raytracing. Vermutlich liegt das daran das solche Beleuchtungsmodelle dort oft eingesetzt werden. Das mag gerade sehr zeitgemäß sein aber fragwürdig bleibt ob das in naher Zukunft noch einer Kamera bedarf solche Bilder zu machen.
Ich bin mir dessen bewusst, das sowas theoretisch sogar auf Film funktionieren würde wenn genug Assistenten und Blitze vorhanden wären. Die Bilder sehen dennoch sowas von synthetisch/digital aus.. Unglaublich. :dizzy: Kann aber auch ein bisschen an deinem Test-Motiv liegen, dass das so rüberkommt. Bin gespannt wie das dann mit Menschen aussieht.
 
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Die Technik ist schon sehr interessant.. Hut ab..:up:

Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das Ergebnis - das Bild - mir gefällt.
Die Bildwirkung/Ästhetik geht in meinen Augen sehr stark in Richtung 3D-Design/Raytracing. Vermutlich liegt das daran das solche Beleuchtungsmodelle dort oft eingesetzt werden. Das mag gerade sehr zeitgemäß sein aber fragwürdig bleibt ob das in naher Zukunft noch einer Kamera bedarf solche Bilder zu machen.
Ich bin mir dessen bewusst, das sowas theoretisch sogar auf Film funktionieren würde wenn genug Assistenten und Blitze vorhanden wären. Die Bilder sehen dennoch sowas von synthetisch/digital aus.. Unglaublich. :dizzy: Kann aber auch ein bisschen an deinem Test-Motiv liegen, dass das so rüberkommt. Bin gespannt wie das dann mit Menschen aussieht.

Moin,

ich finde richtig künstlich wirds erst mit der Ebene 11:

3180237695_ed4876aa9f_o.jpg


Die macht dann das:

3181076034_a7f6edfaa9_o.jpg


Zu der Bildwirkung muss ich sagen, dass es mein erklärtes Ziel war, sowas wie eine dreidimensionale Darstellung zu machen. Diese Baumgruppe ist wirklich ideal dafür geeignet und ich war sicher nicht das letzte Mal dort um etwas auszuprobieren. Was diesen Look anbelangt kann ich sehr gut verstehen, dass es nicht jedermanns Sache ist, so in die "Realität" einzugreifen.
Was ich aber nicht so sehe ist Deine Prognose, dass man für sowas in Zukunft keine Kamera mehr braucht. Wie soll das gehen? Selbst wenn ein 2D Foto mit der Perspektive vorläge, woher soll der Computer die dimensionale Beschaffenheit der Szene (Baumrinde, Fußabdrücke im Schnee, Verlauf und gegenseitige Abschattung der Äste...) kennen. Wie soll er also die Lichter und Schatten darstellen? Der "Bauplan" dafür liegt im Ort selbst:

Was wir hier sehen hat natürlich nichts mit den Lichtverhältnissen vor Ort zu tun. Das Licht ist künstlich dort eingebracht worden, mit Blitz und Lampe. ABER dieses künstliche Licht sagt uns vielleicht etwas über den Ort. Die Umgebung ist ein System und es reagiert auf Licht, dadurch wird es für uns sichtbar. Der Ort erscheint uns in diesem Licht als ein anderer, künstlicher zu sein, ist er aber nicht. Ich sehe das Bild als Möglichkeit, die dort angelegt ist, als eine von vielen.

Das ist im Grunde, das was ich mache. Meine Möglichkeiten zu inszenieren sind beschränkt. Ich schaue was das Licht macht und wie es den Ort verändert. Ich finde das nicht künstlich, sondern sogar etwas erkenntnisreich.

So, genug gelabert.

Viele Grüße
Christoph

P.S. Zum Beispiel Ebene 11. Der Blitz steht hinter dem Kreuz und vor dem Baum. Es war z.B. vorher absolut nicht abzusehen, dass der Schatten aus Kreuzpfosten und Bank erneut ein großes Kreuz in den Schnee projizieren. Das war für mich wirklich eine Überraschung und hat mir mal wieder gezeigt, wie wenig ich ohne das Licht sehe, und welche Sachen man freilegen kann.
 
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Mir gefällt das erste Bild sehr gut. :up:
Ich werde in Zukunft sicher auch einmal ausprobieren mit Licht zu "malen".

Mit welcher Lampe hast du das warme Licht gemalt?
Normale Taschenlampe oder etwas spezielles?
 
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