Lösung Ich schmiere von .nef zu .jpg ab .... und find's gut!

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shovelhead

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Eineinhalb Jahre lang habe ich exclusiv Aufnahmen im RAW Format auf der Chipkarte abgespeichert und diese dann nach der Übertragung auf den PC mit verschiedenen RAW Konvertern umgewandelt, um sie anschliessend in einer EBV fertigzustellen. Ein stetes Ärgernis waren dann die "zeig mal die Bilder" Kommentare meiner Frau - mein Antwort war fast immer "moment noch, ich muss sie erst fertig umwandeln".

Wenn es ganz schnell gehen sollte, habe ich oft einmal die Preview .jpg aus den .nef gezogen und diese dann eben gezeigt (via dcraw -e im Terminal). Und immer öfter habe ich sogar die "flat .jpg" (es sind ja .jpg Bilder OHNE die kamerainterne Bearbeitung wie D-Lighting, Schärfe etc...) nur noch verkleinert und online gestellt. Insbesondere bei Sportbildern, wo schnell mal 600 Aufnahmen in 30 Minuten entstehen, war mir dieser bequeme Weg lieb. Ausserdem sind 600 Aufnahmen mit der D90 auch stets 6,5 GB (auf einer Notebook-Platte mit 120 GB Kapazität ist da schnell ein Limit erreicht).

Dann erfuhr ich, dass die Photographen der frz. Sportzeitung "L'Equipe" zwar ihre Kameras und Linsen von der Redaktion gestellt bekommen (Canon oder Nikon nach Wunsch), aber AUSSCHLIESSLICH in .jpg arbeiten müssen. Es wird keine RAW Konvertierung vorgenommen - dafür ist im Redaktionsalltag kein Platz und kein Bedarf. Wenn's für die Profis passt wird es für mich schon nicht sooo falsch sein - ergo habe ich mir nochmal mein Kamerahandbuch geschnappt und den Teil mit der In-Kamera Bildbearbeitung durchgelesen. Nur wenige der Features interessieren mich wirklich, am Ende sind dann D-Lighting und Farbbrillianz übrig geblieben. Ersteres steht auf "Normal", letzteres auf "Brilliant" - sollte es mal zu üppig werden, kann ich Farben am PC leichter entsättigen als sie (bei einem etwas flachen Bild) natürlich wirkend zu vertiefen.

Das war's. Meine Bilddaten sind nur noch halb so gross und meine Zeit vor dem Rechner ist extrem gesunken. Qualitativ sehe ich derzeit keinen Nachteil. Machen wir uns mit unserer RAW-Manie (sein wir mal ehrlich: wer hier im Forum NICHT ausschliesslich in RAW arbeitet, der ist doch eigentlich gar nicht ernst zu nehmen) nur selbst das Leben schwer? Übertreiben wir es, weil wir uns einreden "die Anderen werden schon wissen, wie es besser geht"?

Das hier gezeigt Bild entstand z.B. mit einer Canon D10 (wasserdichte Kompaktknipse, nur .jpg Ausgabe) auf AUTO eingestellt und nachträglich herunterskaliert; die Lichtsituation ist im allerbesten Fall als schwierig zu bezeichnen - aber heutige jpg-engines bekommen es perfekt hin. Oder hätte es Jemand von Hand noch besser gemacht?

 
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wenn zeitungsbildchen für dich der maßstab sind...

die burschen stehen ja auch extrem unter zeitdruck und müssen ihre werke noch während des events per umts in die agenturen/redaktionen befördern. dass in diesem bereich nur jpeg in frage kommt, ist ja nun keine neue erkenntnis.

ist bei mir eher nicht der fall und daher lasse ich es bei nef. die kann ich auch direkt am bildschirm betrachten und adhoc umwandeln. zeit kostet durch nur eine individuelle bearbeitung. wenn die nicht nötig oder aus zeitgründen nicht möglich ist, wird die konvertierung im stapel in sekunden erledigt.
 
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All diese Möglichkeiten habe ich ja auch - aber man schlägt sich mit riesigen Dateien herum und steht am Ende nicht besser da. Ich bin nicht sicher, dass ich zB die beiden Neopren-Ärmel noch feiner und besser vom Hintergrund hätte lösen können, ohne das Wasser vorn komplett zu überstrahlen. Die heutige in-Kamera Technik kann schon extrem viel - selbst bei den Taschenknipsen!
 
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Auf Windows oder Mac-Systemen gibt es Workflow-Software, die Dir Deine RAW-Datein quasi beim Übertragen gleich entwickeln. Da müsste Deine Frau dann nicht lange warten.

OT: Vielleicht würde Sie sich auch freuen mal einen gängigen Computer im Haus zu haben und nicht nur solche Linux-Bastelkisten
 
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Beim gezeigten Bild könnte man sicher noch die Schatten im Hintergrund und die Gesichter aufhellen und aus der Gischt noch Strukturen rausholen... .. Aber für's Familienalbum sicher nicht nötig.

Für mich bleibe ich nach wie vor bei Raw. Zum einen ist der Aufwand, daraus zu jpegs zu kommen, mit Irfan View für mich minimalst, zum anderen ist dann eben doch das ein oder andere Bild dabei, bei dem man gerne Reserven zur Feinabstimmung oder möglichst großformatige Ausgabe oder Bildausschnitte hätte. Und wenn man das dann nur als jpeg hat... ...
 
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Wie immer im Leben, gibt es nicht Schwarz und Weiß und so ist es auch mit RAW und JPEG.
Wenn es für Dich passt ist es doch mehr als OK. Weshalb benötigst Du den Hinweis aus Frankreich???
Jeder hat seinen persönlichen Arbeitsstiel. Ich kenne Profis, die sind schneller von RAW ins Endergebnis als ich die Karte in meinem PC habe ;-)

P.S. Auch zu analog Zeiten habe ich meine Film abgegeben und nicht selbst in der Dunkelkammer gesessen
 
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Wenn es ganz schnell gehen sollte, habe ich oft einmal die Preview .jpg aus den .nef gezogen und diese dann eben gezeigt (via dcraw -e im Terminal).
Ich empfehle dir mal den leichgewichtigen Bildbetrachter Geeqie. Der Zeigt die Raw-Vorschaubilder direkt an. Das ist zum "schnell mal zeigen" allemal prima.

Machen wir uns mit unserer RAW-Manie (sein wir mal ehrlich: wer hier im Forum NICHT ausschliesslich in RAW arbeitet, der ist doch eigentlich gar nicht ernst zu nehmen) nur selbst das Leben schwer?
Nö. Ich bin nicht bei RAW gelandet, weil ich es überall in den Foren gelesen habe oder weil ich meine Bilder ständig retten müsste. Vielleicht ist es eine Informatiker-Krankheit Informationen erst so spät wie möglich wegwerfen zu wollen. Ich denke, dass ich mir mit RAW eben alle Optionen offen halte -- u.a. eben auch genau das JPG zu bekommen, welches mir die Kamera erzeugt hätte. Meistens will ich es aber doch etwas anders haben und dann bedeutet RAW keinen Mehraufwand mehr.

aber heutige jpg-engines bekommen es perfekt hin. Oder hätte es Jemand von Hand noch besser gemacht?
Mangels der zugehörigen RAW-Datei werden wir das wohl nicht rausfinden, oder?
 
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Jepp, denke ich jedes Mal wenn ich Elmars Bilder sehe!

Gruß
Dirk

Das war mir auch gerade in den Sinn gekommen!

Es gibt hier ganz sicher kein richtig und falsch. Es soll sogar Fotografen geben, die benutzen - je nach Anlass - mal NEF und mal JPG. Wie kann man nur so unentschlossen sein

Beste Grüße

Torsten
 
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Jedem das Seine, Stefan.

Deswegen gibt es ja unterschiedliche Einstellmöglichkeiten bei den Dingern.

Zu Deiner Bemerkungen: "riesigen Dateien"

Es geht genau in die andere Richtung, die Bilddateien von aktuellen Kameras werden im Verhältnis zu den Speichermedien und der Verarbeitungsgeschwindigkeit immer "kleiner".

Beispiel:
1999
Nikon D1 NEF ca. 4 MB
Um 400 Euro gab es eine 64 MB CF Card
IBM bringt die "gigantische" 340 MB MicroDrive auf den Markt (ca. 500 Euro)
100 Euro bringen Dir bei Desktopfestplatten ca. 4-5 GByte

2010
Nikon D3x NEF ca. 40 MB (Faktor 10x)
Um 400 Euro gibt es 64 GB CF Karten (Faktor 1000x)
Um 100 Euro gibt es 2.000 GB Festplatten (Faktor 500x)

Nehmen wir mal der Einfachheit halber die alten Werte für die nächsten 10 Jahre an. Dann konntest Du im
Jahr 1999 ca. 1.000 Bilder auf Deine 100 Euro Festplatte speichern
Jahr 2010 ca. 50.000 Bilder auf die gleich teuere HD speichern (lassen wir mal Inflation außen vor)
und im Jahr 2020 könnten ca. 2,5 mio Bilder auf deiner 100 Euro HD liegen. (Falls es den Euro dann noch gibt )


Die Dateigrößen von zukünftigen Digitalkamera's werden bei den aktuellen technischen Trends zunehmend irrelevant. Für uns "Oldtimer" sind halt die Zahlen "riesig", weil unsere formenden Jahre schon etwas zurück liegen


Liebe Grüße,
Andy
 
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Ich kann "shovelheads" Denk- und Arbeitsweise sehr gut nachvollziehen.

Auch ich bin nach wie vor ein *.jpg-Knipser.

Allerdings habe ich das Glück, das meine Kamera über einen zweiten Kartenslot verfügt und ich somit auf der einen Karte immer jpg´s und auf der anderen als "Sicherungskopie" eben die NEF´s speichere.

Beim Auslesen lege ich dann immer 2 Verzeichnisse an und speichere beide Dateitypen - denn Speicherplatz kostet heute ja nix mehr...

Ich hantiere dann jedoch zu 99% mit den *.jpg´s und habe lediglich im Hinterkopf: Wenn mir mal ein "besonderes Bild" gelungen ist und ich DIE Bearbeitung brauche, kann ich die RAW-Datei aufarbeiten... was aber seeeeehr selten vorkommt - meist genügen mir die *.jpg´s


Will sagen - ich kann den "Zwang" ausschließlich RAW´s zu produzieren auch nicht nachvollziehen...



Gruß Heiko
 
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All diese Möglichkeiten habe ich ja auch - aber man schlägt sich mit riesigen Dateien herum und steht am Ende nicht besser da.
Na ja, riesig.

Der Unterschied zwischen einem JPEG-Fine (6,5–7,5 MB) und einem RAW (9–12 MB) bei der D90 finde ich nicht so riesig – wenn auch natürlich, besonders bei größeren Mengen, durchaus spürbar.

Wieviel Arbeit man hat, oder sich macht, hängt auch wesentlich vom Workflow ab. Ich importiere zunächst alle meine Bilder direkt von Kamera oder Karte in Aperture. Die RAWs werden dabei ohne weiteres Zutun gleich mit einem Standardset entwickelt. Dann folgt aussortieren, Verschlagworten und evtl. an dem einen oder anderen Bild was drehen. Ob das nun ein JPEG oder RAW ist, spielt dafür in der Handhabung und Geschwindigkeit keine wesentliche Rolle.

Nachtrag: Wenn ich natürlich an jedes Bild erst selbst Hand anlegen müsste, oder zusätzliches Programm bemühen, um was zu sehen, wäre mir das auch zuviel. Genauso eine doppelte Datenhaltung mit verschiedenen Ordnern die JPG und RAW enthalten – wäre mir ein Graus.
 
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Es gibt hier ganz sicher kein richtig und falsch.
Ganz genau. Dass Elmar und andere mit JPG gute Qualität erreichen bedeutet nicht, dass RAW überflüssig oder hinderlich ist.

Es ist so oder so eher eine Frage der (für einen persönlich) geeigneten Werkzeuge, die einen schnellen Workflow erlauben, wenn man die Zeit am Rechner minimieren will.
 
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Beim Mac braucht man das sowieso nicht, der kann auch Raw's anzeigen (sehr viele verschiedene Formate, viele Kameramodelle, und Hersteller werden unterstützt, oft gibt es neue Raw-Compatibilitätsupdates.)
 
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Beim Mac braucht man das sowieso nicht, der kann auch Raw's anzeigen (sehr viele verschiedene Formate, viele Kameramodelle, und Hersteller werden unterstützt, oft gibt es neue Raw-Compatibilitätsupdates.)

eh jetzt hier wieder ein system-battle ausbricht: auf ALLEN plattformen müssen rohdaten konvertiert werden, um ein sichtbares bild zu erzeugen, egal ob unter win, mac, linux oder sonst einem os. mit einem entsprechendem codec geschieht dies bloß transparent...
 
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Beim Mac braucht man das sowieso nicht, der kann auch Raw's anzeigen

Nein. Das kann der Mac nicht! Das kann das Viewer-Programm, welches du installiert hast - und das ist bei Linux (und vermutlich auch bei Windows) nicht anders. Unter Linux kann zB das Programm, mit welchem ich die Bilder von der Kamera in den PC zerre (f-Spot) .nef Dateien bis zur Originalgrösse und als Diashow und ... anzeigen. Aber ein .nef ist ja nicht immer bereits ein vorzeigbares Bild.....
 
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Es gibt nur sehr wenige Fotografen, die wirklich in der Lage sind, bessere jpegs aus dem RAW rauszuholen, als es die neuen Digicams können.
Die Aussage ist mir so zu pauschal. Es kommt auf die Kriterien an, die man an das endgültige Bild stellt. Ob die Kamera-JPGs da immer das Optimum liefern, möchte ich mal bezweifeln. Deine Aussage bedeutet für mich im Umkehrschluss zumindest nicht, dass ein ambitionierter Fotograf ein schlechteres JPG aus seinem RAW erzeugt -- sehr wahrscheinlich nur ein anderes.
 
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... ein .nef ist ja nicht immer bereits ein vorzeigbares Bild.....

So viel oder so wenig wie ein jpg.
Wenn du bei der Aufnahme technisch alles richtig gemacht hast und die Kamera nach deinen Vorstellungen eingestellt ist, sieht das nef so aus wie das jpg. In ViewNX/CNX zumindest. Dann brauchst du auch nix weiter zu machen, hast im Nef aber viel mehr Reserven als im jpg, falls du doch mal mehr rausholen willst.
Das Speicherplatzargument halte ich für obsolet.
 
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