Bin noch am Experimentieren, Kritik erwünscht.
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Bin noch am Experimentieren, Kritik erwünscht.
kannst Du das bei der aktuellen Architektur noch erkennen?Ähnliches Problem wie bei der Kirche - nimm die planare Projektion.

Hallo Klaus,
kannst Du das bei der aktuellen Architektur noch erkennen?
MfG Jürgen![]()

Ähnliches Problem wie bei der Kirche - nimm die planare Projektion.
Dann biegen sich die Geraden nicht so durch ;-) - es wird aber auch schwieriger zu entzerren.
Du stehst zu nah! Altenative: größerer Abstand, längere Brennweite.
Klaus
Das war bereits der größtmögliche Abstand, habe planare und zylindriche Projektion ausprobiert, beides war sehr unnatürlich, denn bei planar wirkte das wegen der fehlenden perspektivischen Verzeichnung, die ja auch das menschliche Auge wahrnimmt, sehr unnatürlich, weshalb ich das per Gimp noch etwas "verzerrt" habe.
Was konkret stört am Bild?
Martin
Hi Martin!
Das menschliche Auge nimmt keine perspektivische Verzerrung wahr - unser Gehirn gleicht sie automatisch perfekt aus.Für unser Auge sind gerade Linien selbstverständlich, wenn das Objekt gerade Linien aufweist.
Hi Martin!
Das menschliche Auge nimmt keine perspektivische Verzerrung wahr - unser Gehirn gleicht sie automatisch perfekt aus.Für unser Auge sind gerade Linien selbstverständlich, wenn das Objekt gerade Linien aufweist.
Klaus
Auf Deinem Bild sind gerade Fensterlinien durchgebogen - wie es auch der Giebel der Kirche war. Zudem ist die Front des rechten "Turms" auf Deinem Bild gewölbt. De facto ist sie flach.
Die planare Projektion ist die einzig korrekte bzw. natürliche Projektion für rektangulare Bilder.
Weder horizontale noch vertikale Geraden dürfen durchgebogen sein - das ist etwas, das wir als unnatürlich empfinden.
Fluchten können extrem werden wie sie wollen - sie müssen aber gerade sein. Denn DAS ist, was unsere Augen uns zeigen bzw. was unser Gehirn
automatisch an perpektivischen Korrekturen "abliefert".
Daher sind "stürzende" Vertikale auf Fotos völlig unnatürlich - wir sehen die Welt nicht so. Für durchgebogene Horizontale gilt das gleiche.
Das Problem beim Entzerren von Fotos ist, daß es zwei-dimensional geschieht - während unsere Augen im drei-dimensionalen Raum sehen.
Ein Foto ist die Projektion eines Raumes auf eine Fläche. Das ist bei jedem Fotos so - und das ist auch bei gestitchten Fotos der Fall
Klaus
Dass gerade Linien gerade sein sollen, ist schon klar, sonst liegen eben die bekannten Objektivverzeichnungen (Tonnen- oder Kissenform) vor.
Ich muss präzisieren, dass auch senkrechte Linien besser senkrecht bleiben. weil stürzende Linien zwar effektvoll aussehen können, aber nicht unserem Seheindruck entsprechen. Insofern hatte ich da einen gedanklichen Fehler.
Anders sieht es aber doch mit horizontalen Linien aus, welche vom Betrachter wegführen, die nimmt das Auge doch bei parallelem Verlauf als zum Horizont sich verjüngend war. Diese extreme Verjüngung der in Wirklichkeit parallelen Linien in der Horizontalen ruft doch hier diesen gekünstelten Effekt hervor, oder?
Wie kann man erreichen, dass das etwas natürlicher als Ergebnis des Renderns herauskommt?
Die von mir gewählte Methode, nun doch nachträglich die Senkrechten etwas stürzen zu lassen mag falsch sein, das Ergebnis erschien mir aber realistischer als das reine planare Produkt.
Jedenfalls ein interessantes Thema, das zur Vertiefung reizt.
Hi Martin!
[...]
P.S.: die typisch übertriebene Dehnung nach oben kannst Du in Photoshop mit dem "Verkrümmen"-Werkzeug proportional verringern, ohne darunterliegende Teile des Bildes ebenfalls zu beeinflussen.

Darf ich daraus entnehmen, dass du bei der planaren Projektion mit den geraden Senkrechten auch den Eindruck einer übertriebenen Dehnung nach oben hast?
Bei der horizontalen Schwenkebene geht es um Parallaxenvermeidung zwischen Vorder - und Hintergrund.
Dies kann man ja recht anschaulich per Austestung nachvollziehen, gibt es einen ähnlichen Test auch für die korrekte senkrecht schwenkende Drehachse?
Wenn eine "Mindestdistanz" mal unterschritten ist ... ... ein "natürliches" Aussehen kann dabei kaum mehr erreicht werden.
...
äähemm ...Falk [...] könnten evtl. mathematisch an die Sache gehen
...
Ich geh pragmatisch an die Sache und entscheide ganz nach Bildeindruck.
...
Hier wäre für mich der einzig "natürliche" Bildeindruck, wenn man die stürzenden Linien auch als solche zeigt
Leider gibt es bei solch extremen Bildwinkel keine Möglichkeit "winkeltreu" und gleichzeitig "flächentreu" zu bleiben, oder doch?
äähemm ...
... ich hab oben doch genau dasselbe gesagt, nach Gefühl die Linien stürzen zu lassen. Und erklärt, wie. Also ohne "mathematisch"
So verschieden denken wir vielleicht gar nicht
Allerdings nicht in einem solchen Extremfall wie hier im Beispiel, hier muss man stürzen und wie oben gesagt, mehr Raum drumrum lassen.
Hilfe zu APP:ich verwende autopano pro aber bislang im vollautomatischen Modus, bis auf die Überprüfung der Projektion, was ich nun erst gelernt habe.
Wie man den Fluchtpunkt sichtbar machen und dann gezielt verändern kann, habe ich noch nicht raus, vielleicht kann Klaus da was beisteuern.
Ich hatte eigentlich gehofft, dass es mit Panoramafotografie möglich ist, auch ein nah stehendes Gebäude so abzubilden, dass fast immer ein realistisches zweidimensionales Bild entsteht
Das hatte ich im ersten Bild ja getan oder versucht.
Nein, weiter weg ging wegen der dann störenden Nachbargebäude nicht.
Ja, das zweite Bild ist das Ergebnis der planaren Projektion, wenn ich das stauche, sieht es realistischer aus.
Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte, ich verwende autopano pro aber bislang im vollautomatischen Modus, bis auf die Überprüfung der Projektion, was ich nun erst gelernt habe.
Wie man den Fluchtpunkt sichtbar machen und dann gezielt verändern kann, habe ich noch nicht raus, vielleicht kann Klaus da was beisteuern.
Ehrlich gesagt, bin ich etwas irritiert, dass bei Mosaikpanofotos im Architekturbereich nun solche unrealistischen Ergebnisse auftreten.
Das ist ja auch nicht der Fall - wenn man die Grenzen der Technologie beachtet.
Du bewegst Dich einfach als Neuling auf einem ausgesprochen anspruchsvollen Gebiet: dem hochauflösenden Fotografieren und Stitchen.
Ich rate Dir übrigens, statt APP besser APG zu benutzen - es bietet gerade bei dem, worüber wir reden die besseren Features.
Du kannst nicht erwarten, durch das Stitchen die Gesetze der Optik ausser Kraft setzen zu können.
ich hatte es schonmal erwähnt: die planare Projektion eines Stitches funktioniert ohne Pobleme bis ca. 110 - 120°. Das ist schon sehr beachtlich.
Bei größerem Winkel wir´s schnell recht kritisch. Ich habe Winkel bis ca. 150° realisiert - bei querformatigen Bildern und in einem Fall einen 160° Winkel..
Der Winkel mit 160° ergab sich aus dem Problem, des zu geringen Abstands, um das ganze Gebäude - das MARTa in Herford, http://www.klausesser-interaktiv.de/MARTa/ - mit einem Schuss in voller Breite abilden zu können. ich hab´s damals auch mit 8x10" und mit 6x17cm und den entsprechenden UWWs probiert - keine Chance.
Auch andere Projektionen haben nicht das gewünschte Ergebniss gebracht.
Bei hochformatigen Objekten sollte die Aufnahme-Achse der mittleren Reihe parallel zum Boden sein, wenn man vernünftig entzerren will. Des bedeutet, die Reihen von der Mitte aus noch oben und nach unten symmerisch zu fotografieren.
Bitte glaube das einem erfahrenen Spezialisten auf dem Gebiet . .
Funktioniert hatte das dann mit der planaren Projektion - die aber naheliegenderweise zu den außermittigen Teilen hin horizontal extrem verzerrt war.
Hier hat dann Photoshop geholfen - in Verbinding mit der sehr hohen Auflösung, die ich mit dem 85mm und ca. 200 Schuss erreichen konte.
Wie schon gesagt: das Ver-/Entzerren in Photoshop geht ganz ausgezeichnet und ohne merklich Verluste - wenn man als Vorbedingung genügend hohe Auflösung hat, die beim Entzerren dann auf ein immer noch genügend großes Format runtergerechnet werden kann und die nötige Erfahrung beim Verarbeiten hat (und einen sehr potenten Rechner)
In meinem Fall war das gegeben - das Bild hatte in der gerenderten Form ca. 4 Gigapixel. Nach dem Entzerren waren´s dann noch ca. 700MPx.
Das Bild ist dann auf 20 m Breite mit 50dpi als Banner für eine Hauswand gedruckt worden.
Gut ich bin ja kein Berufsfotograf und muss keine realistischen Abbilder liefern, sondern kann mit EBV nachbessern,
Ich schon - aber auch ich "bessere nach". Warum auch nicht, solange es der Aufgabe zu Gute kommt.
Dennoch hätte ich eigentlich realistische Ergebnisse bei annähern korrektem Vorgehen (planare Projektion) erwartet oder klare Hinweise wie man zu solchen kommen kann. Mit mehr Abstand alleine ist es ja nicht getan, wenn ich so weit weg gehen muß, das alles auch mit einem Weitwinkel drauf passt, kann ich das ja nehmen und perspektivisch entzerren, dann stimmen auf jeden Fall die Proportionen. Wenn diese realistische Darstellung nicht sicher gewährleistet ist, ist das Ergebnis immer nur ein Künstlches, was ich mir gar nicht so recht vorstellen kann.
Ich hatte eigentlich gehofft, dass es mit Panoramafotografie möglich ist, auch ein nah stehendes Gebäude so abzubilden, dass fast immer ein realistisches zweidimensionales Bild entsteht, das ich in der Regel perspektivisch nicht mehr nachbearbeiten muss, es sei denn, ich will da doch stürzende Linien reinbringen.
zunächst: Du gehst nichtmal "annähernd" korrekt vor.Denn das würde bedeuten, daß Du auch beim Fotografieren "anähernd" korrekt vorgehen müßtest.
Das ist nicht der Fall - Du versuchst, der Physik DEINE Bedingungen aufzuzwingen. Das wird nicht funktionieren.
"Korrekt" vorzugehen würde bedeuten:
1) einen korrekt eingestellten NPP - in BEIDEN Ebenen - zu benutzen. Lass Dir da bitte von niemandem einreden, sowas wäre überflüssig. Keiner, der Erfahrung mit hochauflösendem Stitchen hat und es ernsthaft betreibt, würde so einen Unsinn verkünden.
2) einen physikalisch der Objektgröße angemessen vernünftgen und beim Stitchen umsetzbaren Mindestabstand zum Objekt einzuhalten.
3) wie ich bereits sagte, symmetrische Reihen aufzunehmen - hierzu würde ich Dir empfehlen, Dich auch mal mit Scheimpflug im Speziellen und mit perspektivischem Entzerren bei Großformat-Kameras generell zu befassen (Link hatte ich gesetzt).
4) Die Kamera sollte besser im Hochformat sein. Querformat nur in Ausnahmefällen (schnell ziehende Wolken z. B.).
Der Umgang mit T/S-Objektiven bei KB-DSLRs hilft nicht wirklich das Thema zu verstehen, wenn der "theoretische Unterbau"
fehlt. T/S-Objektive für KB verfügen über einen vergleichsweise nur sehr eingeschränkten Verstell-Bereich, weil sie nicht Objektiv- und Sensor-Ebene VÖLLIG unabhängig von einander bewegen können.
Im Falle der Kirche und des Hyatt wäre das einzig wirklich Korrekte, die Kamera auf die Höhe des ersten Drittels zu bringen, idealerweise auf halbe Gebäudehöhe.
Da das etwas schwierig sein könnte, weil du als Hobbyfotograf vielleicht eher NICHT mit Hebebühne oder Hochstativ arbeiten willst(und das auch nicht genehmigt bekämst) solltest Du unbedingt jeden Zentimeter Abstand nutzen und ggf. eine Perspektive suchen, die einen günstigeren Abstand erlaubt.
Beim Hyatt wäre auch eine Etage im gegenüberliegenden Haus nicht verkehrt gewesen :winkgrin:
Auch nicht schlecht ist ein hoch reichendes Stativ - auf 4 oder 6 Meter Höhe gebracht entschärft sowas die Situation oftmals deutlich.
GENERELLE Voraussetzung zum Arbeiten beim Fotografieren für Stitches aber ist auf jeden Fall eine sorgfältige NPP-Justage.
Auf jeden Fall ein hochinteressantes Thema, das mich mehr und mehr beschäftigt.
Stimmt - es ist sowohl als technische Herausfoderung als auch in bezug auf ästhetische Möglichkeiten sehr reizvoll - ich hab gerade eine Woche lang in Berlin einen Job fotografiert und an zweien von vier Locations diese Technologie eingesetzt.
Klaus
Nachträgliches Verzerren in PS ist suboptimal.