Ich traf heute auf Rütters Schergen
Ein Sportplatz nahe meinem Haus, er trägt den Namen meines Vaters und ich habe dort 20 Jahre lang jeden Tag mehrere Stunden verbracht, Diskuswerfen.
Papa war mein Trainer und nach dessen Tod wurde der Platz nach ihm benannt.
Allerdings ging nach seinem Tod auch kein Schwein mehr dort Diskuswerfen, weil all seine Schüler nun herrenlos waren und sie niemand mehr wirklich motivieren konnte.
Und so kommen nun anscheinend Rütters Schergen und ermächtigen sich "meines Werferplatzes". Und weil auf ihrem Fahrzeug "Rütters Dogs" steht erlauben sie sich, fremde Hundebesitzer des Platzes zu verweisen.
Ziemlich eingebildete Truppe, der Herr selbst war nicht dabei. Todernst verrichteten sie ihren Job, Schleppleinen und Gummihütchen überall verstreut, es wurde mit Hundefachworten nur so herumgeworfen.
Ich kam mit Gari auf "meinen Sportplatz", entgegen sonstiger Gewohnheiten war sie angeleint, ich hatte den beklebten Wagen ja gesehen.
Ich: "Spielt Ihr hier was Ernsthaftes?"
Die Aufseherin: "Hundetraining. Nichts Ernsthaftes."
Ich: "Oh, das ist fein. Dann darf Gari doch bestimmt mitspielen. Darf ich sie ableinen?

"
Die Aufseherin: "Nein und wenn Sie sie von der Leine lassen, dann muss sie da ganz hinten aber bei Ihnen bleiben!"
Ich: "Danke, lieb von Ihnen. Wir gehen dann mal nach da ganz weit hinten


"
Im Gegensatz zur üblichen Reaktion auf meine auffällige Freundlichkeit schien mir die Aufseherin gerochen zu haben, dass ich es nicht so gemeint hatte.
Ich ging mit Gari also ca. 50 Meter weit weg, leinte sie ab und zu meinem Erstaunen blieb sie sogar die ganze Zeit bei mir. Wir warfen Stöckchen, machten ein paar Fotos und knutschten rum.
Gari ließ die Schergen dabei aber nicht aus den Augen.
Diskuswerfen wollte ich, war aber auch nicht böse drum liegenzubleiben und knutschen zu müssen. Als wir fertig waren, standen wir auf und gingen.
Die Aufseherin stoppte uns jäh:
"Haben Sie uns fotografiert?"
Ich: "Nö, Ihr wart zu weit weg. Hätte ich aber gern."
Sie: "Wir hatten aber den Eindruck, als hätten Sie uns fotografiert."
Ich: "Nö, ich hab nur Gari fotografiert."
Wir trennten uns nun, ohne weiter ein Wort zu verlieren. Ich mochte sie nicht, sie mochte mich nicht. Es war einfach nur eine unangenehme Begegnung. Und Gari hätte so gern mtgespielt.