Information Hochzeitsfotografie gut geplant

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Für gelungene Bilder mit Esprit und Augenzwinkern​

Erfahre hier, wie man einen guten Hochzeitsfotografen erkennt und welche Aufnahmen man am besten vereinbaren sollte

Viele von uns kennen das: „Du hast doch so eine tolle Kamera“ oder auch: „Du fotografierst doch gerne“ gefolgt von: „Kannst Du nicht unsere Hochzeit fotografieren?“. Natürlich schmeichelt das dem eigenen Ego, wenn jemand so viel Vertrauen in unsere fotografischen Fähigkeiten hat. Trotzdem sollten wir nicht einfach so spontan zusagen, ganz besonders dann nicht, wenn wir noch nie eine Hochzeit als Hauptfotograf:in begleitet haben. Noch einmal länger überlegen sollten wir gerade dann, wenn freundschaftliche oder verwandtschaftliche Beziehungen zum Hochzeitspaar bestehen. An Fotos besonders wichtiger Ereignisse sind stets auch – oft unausgesprochen – besondere Erwartungen geknüpft. Werden diese enttäuscht, sind Ärger und Zerwürfnisse vorprogrammiert.

Sofern du also kein Fotoprofi bist und/oder schon Erfahrungen mit den besonderen Gegebenheiten der Hochzeitsfotografie hast, kann der nachfolgende Text sowohl dir als auch dem Brautpaar Anregung sein, die richtige Entscheidung zu treffen.

Fantasien zu Bildern werden lassen​

“Der schönste Tag im Leben” - leider ist der Begriff schon stark abgenutzt, wenn es um das Thema Hochzeit geht, doch im idealen Fall ist der Hochzeitstag genau das: das Schönste. Und daher möchte man sich auch immer gern daran erinnern. Beim Stöbern durch die zahlreichen Aufnahmen entdecken viele Paare oft Kleinigkeiten, die ihnen sogar im Trubel entgangen waren. Doch umso trauriger, wenn letztlich aus hunderten von Bildern nur wenige Fotos passen. Daher ist es eine gute Entscheidung, einen Profi zu engagieren.

k_wedding-725432_1280.jpg

Was genau soll fotografiert werden?​

Die Bandbreite an Möglichkeiten ist groß. Daher fällt es vielen Paaren schwer, sich auf die richtige Auswahl festzulegen. Es ist dennoch wichtig, sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, damit der Auftrag klar definiert ist.

In der Regel wünschen sich alle ein kleines Shooting nur mit dem Brautpaar und ein paar Gruppenbilder. Viele setzen auf selbst gemachte Fotos der Gäste während der Feierlichkeiten. Eine Zeit lang waren sogar Wegwerfkameras oder Sofortbildkameras Trend.

Dennoch sollten die wichtigsten Szenen professionell festgehalten werden. Gerade bei Szenen, die einmalig sind, wie dem Ja-Wort, dem Anstecken der Ringe, dem Anschneiden der Torte, müssen Bildausschnitt, Lichtsetzung und Perspektive perfekt sitzen.

Auch die obligatorischen Gruppenbilder sind mittlerweile richtigen Inszenierungen gewichen, die nur von einem Fotografen mit Erfahrung umgesetzt werden können. Gefragt sind häufig auch Bilder vor der Zeremonie, z.B. das Frisieren und Ankleiden der Braut oder der Weg zu Standesamt bzw. Kirche.

k_tying-hair-1846171_1280.jpg

Wichtig ist in jedem Fall: Genau vereinbaren, was der Fotograf / die Fotografin aufnehmen soll. Bleibt es bei einem geplanten Shooting oder soll er/sie auch während der Feierlichkeiten Aufnahmen machen? Wenn ja, nur bestimmte Szenen oder soll tatsächlich der ganze Tag mit der Kamera begleitet werden?

Diese Voraussetzungen festzulegen bietet Sicherheit für beide Seiten: Der Fotograf / die Fotografin weiß, was erwartet wird. Das Hochzeitspaar kann sich darauf verlassen, dass seine Wünsche bekannt sind und erfüllt werden.

Wie finde ich den passenden Fotografen?​

Drei Dinge sind entscheidend bei der Wahl des Fotografen / der Fotografin.
  1. Der Stil: Am besten stöbert das zukünftige Paar auf den Webseiten der Fotograf:innen. Hier bekommt man einen guten Überblick, in welche Richtung die Arbeit der Profis geht. Ist es mehr die klassische Fotografie, die auf statische Bilder setzt, wird viel mit Bildkontrast gearbeitet, wirken die Aufnahmen natürlich oder inszeniert? Welcher Stil gefällt einem selbst am besten?
  2. Die Transparenz: Geht der Profi auf die Wünsche und Vorstellungen des Paares ein? Wird die Arbeitsweise genau erklärt? Ist eindeutig, was für die Arbeit verlangt wird?
  3. Die zwischenmenschliche Verbindung: Wenn man sich gut mit dem Fotografen / der Fotografin versteht und auf einer Wellenlänge ist, dann kann man davon ausgehen, dass die Bilder letztlich auch das zeigen, was man sich vorgestellt hat. Zu lange Diskussionen im Vorfeld erzeugen immer ein ungutes Gefühl der Unsicherheit.
In der Regel ist es sinnvoll, einen Fotografen / eine Fotografin aus der Region zu buchen, da er/sie auch die Umgebung und gute Fotoplätze kennt; wohnt man z.B. in Hamburg, sollte man “Hochzeitsfotograf Hamburg” googlen.

k_couple-4615557_1280.jpg

Woran erkenne ich einen guten Fotografen?​

Ein guter Fotograf / eine gute Fotografin ist niemand, der nur seinen Job macht. Ein echter Profi brennt für seine Arbeit und zeigt diese Leidenschaft auch. Er sucht nach den Herausforderungen, auch wenn er schon zahlreiche Hochzeiten fotografiert hat. Das spiegelt sich in der Regel auch in den Referenzfotos wieder.

Geht es dem Paar nicht nur um bestimmte Szenen während der Feierlichkeiten, sondern auch und vor allem um die Menschen, dann sollte ein Fotograf / eine Fotografin auch in anderen Bereichen Erfahrung haben – zwei Beispiele:
  • Businessfotograf:innen sind es gewohnt, andere Perspektiven einzunehmen. Sie sind in der Regel auch Lichtprofis und können aus den langweiligsten Umgebungen mit guter Lichtsetzung spektakuläre Hintergründe zaubern.
  • Portraitprofis lesen in den Gesichtern der Menschen und wissen, wie man durch Licht und passende Perspektiven die Emotionen in Gesichtern sichtbar macht.
Sind Fotograf:innen also auch in anderen Bereichen sicher unterwegs, dann wenden sie diese Erfahrungen ebenfalls bei ihren Hochzeitsfotografien an.

k_heart-529607_1280.jpg

So entstehen professionelle Aufnahmen der wichtigsten Augenblicke sowie gelungene Momentaufnahmen, die tatsächlich das Leben auf der Hochzeit widerspiegeln. Etwa der Blick der Oma, mit kleinen Tränen in den Augen, so aufgenommen, dass die Umgebung völlig in den Hintergrund tritt, so wie es auch für die Person war, die aufgenommen wurde. Oder der völlig natürliche und überraschte Blick der Braut, wenn ein Kind kurz den Rock des Brautkleids lüftet. In der Regel finden sich genau diese Bilder später auch in den Rahmen und Fotoalben wieder.

Bildnachweis: pixabay
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
-Anzeige-
Oben Unten