Nicht nur das wuchtige Äußere lässt erkennen, dass es sich um eine Wehrkirche handelt, die der Bevölkerung Schutz bieten sollte. In den oberen Stockwerken befand sich ein Wehrgang, und hier lagerten Vorräte.
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Wenn Frauen und Kinder hier Zuflucht suchen mussten, konnten Angreifer nur einzeln über eine sehr enge, unregelmäßige Steintreppe zu ihnen vordringen.
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Auch am oberen Ende ist die Treppe noch zu eng, um die rechte Waffenhand zu benutzen - deshalb konnte ein einziger Verteidiger von oben die Feinde abwehren.
Auf dem Rückweg zur Küstenstraße zwingt mich der Blick über die Felder auf einen Bauernhof, ein Segelboot und die vorgelagerten "Erbseninseln" zu einem Zwischenstopp: Bei diesem Licht müssen sie unbedingt fotografiert werden!
Bald bin ich zurück an der Küste. Während es im Südosten der Insel weite Sandstrände gibt, ist sie hier im Norden oft felsig. Und wieder: Dieses Licht!
Viele Künstler hat es nach Bornholm verschlagen. In der Nähe des Ortes Gudhjem laden die Glaskünstler Pete Hunner und Maibritt Jönsson dazu ein, ihnen bei der Arbeit in ihrem Studio zuzusehen (www.balticseaglass.com).
Manches ist Routine, aber an einigen Tagen - die Termine werden in "Denne Uges Bornholm", dem wöchentlich erscheinenden Informationsblättchen der Insel, bekannt gegeben - entstehen große Unikate. Dann wollen so viele Menschen zusehen, dass die Sitzplätze nicht reichen; man muss also frühzeitig da sein.
Die Weiterfahrt bringt uns nach Poulsker, wo uns die Kirche in voller Postkartenschönheit erwartet. Zwar keine der berühmten Rundkirchen, aber im Bornholmer Licht - aber nein, das erwähnte ich wohl schon.
In St. Povls Kirke finden im Sommer gut besuchte Gottesdienste in deutscher Sprache statt - die Evangelische Kirche entsendet extra hierfür Urlaubspfarrerinnen und -pfarrer nach Bornholm (und in etwa 70 andere europäische Urlaubsorte).
Auf der Inselhauptstraße (auf der man aber auch nur 80 km/h fahren darf) kommen wir zum letzten Ziel unserer kleinen Rundreise: Am östlichen Ende liegt die Hafenstadt Nexø mit dem Schmetterlingspark. Aber auf Dänisch klingt das noch viel schöner:
Mit diesen beiden besonders fotogenen Exemplaren (#54: Greta Oro, #55: Idea Leuconoe) möchte ich meinen kleinen Reisebericht beenden. Vielen Dank für Eure Thanks und die netten Kommentare!