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Hier noch mal ein Bild aus Travemünde:
Gleicher Workflow wie das Erste. nur nicht ganz so viel Farbe an Board...
Auch hier wieder der merkwürdig verzerrender Effekt an den Masten.
Diese komischen Schlieren um die Taue an den Masten finde beim ersten und bei diesem in der HDR-Version irgendwie seltsam. Liegt das am "Entrauschen mit Dfine 2.0"?
Diese komischen Schlieren um die Taue an den Masten finde beim ersten und bei diesem in der HDR-Version irgendwie seltsam. Liegt das am "Entrauschen mit Dfine 2.0"?
nein, das kommt aus dem HDR-Algorithmus von Photomatix. Der Algorithmus versucht ja aus einem möglichst großen Dynamikumfang des HDR-Bildes (vor dem Tonemapping) auf das Zielbild (nach dem Tonemapping) zu bringen. Mit Tonemapping alleine wäre der Erfolg nur mittelmäßig groß.
Die Idee hinter dem Algorithmus ist nun, dass es für die Helligkeit eines Motivteil in einer Ecke des Bildes weitgehend egal ist, wie die Helligkeitsverteilung in einem völlig anderen Ecke des Bildes ist, weil subjektiv lokale Kontraste viel dominanter sind als globale (absolute) Helligkeiten. Also schafft sich der Algorithmus möglichst große lokale (!) Freiheiten, indem in einem bestimmten Bereich des Bildes - unabhängig von seiner Grundhelligkeit - möglichst alle Tonwerte hineingerechnet werden können. Diese Bereiche werden nicht wie Kacheln nebeneinander / untereinander gesetzt, sondern fahren als sog. Filterkernel pixelweise über das Bild, so dass jedes Pixel den Beitrag sehr vieler solcher Berechnungen abbekommt und nicht das Ergebnis einer einzigen Berechnung. Deshalb sind die Ergebnisse kontinuierlich und nicht schachbrettartig zu sehen. Ein kleinwenig wirkt dieser Algorithmus wie eine unscharfe Maske, allerdings ist der Filterkernel nicht 3*3 oder 5*5 oder 9*9 Pixel groß wie bei der USM, sondern viel, viel größer ... vielleicht 200*200 Pixel oder noch sehr viel mehr.
Im Ergebnis werden dann helle homogene Flachen umso heller, ja weiter sie an einer dunkle Kontrastkante kommen und dunkle Flächen werden umso dunkler, je weiter sie sich einer hellen Kontrastkante nähern. Dieser Effekt ist ganz charakteristisch für HDR-Fotos, die nach der Methode "kuck-mal-ich-habe-mit-drei-Mausklicks-ein-HDR-Bild-erstellt" gemacht sind. Die Kunst besteht darin, diese HDR-Wolke zu vermeiden und trotzdem lokale Räume mit großem Kontrastumfang zu schaffen. Aber das geht nicht mit drei Mausklicks. In der Regel sieht man bei HDR-Bilder diese "Wolke" um Kontrastkanten nur knapp über dem Horizont schweben, da dies meist die dominanteste Kontrastkante im Bild ist.