Glück Auf - Die Brikettfabrik "Louise"

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Esgaroth

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Nachdem ich bereits mehrfach an organisierten Lost-Places-Touren teilgenommen hatte, bekam ich jetzt das Angebot, kurzfristig einen freigewordenen Platz zu besetzen.
Da habe ich nicht lange gezögert und so war ich gestern auf Entdeckungstour in Domsdorf.
Dort steht die älteste erhaltene Brikettfabrik Europas: die "Louise".

Namensgeberin war die Braunkohlegrube "Louise" in der Nähe von Finsterwalde.
Entstanden ist die Fabrik 1882, damals noch komplett ohne Strom - allein dampfbetrieben!
Mit immer weiteren Ergänzungen (Elektrifizierung, Bahnanschluss etc.) wurden in der "Louise" in 110 Jahren ununterbrochen Briketts produziert.

Wer mag, den nehme ich hier auf meine Tour durch die Fabrik gerne mit.
Bleibt mir zum Einstieg nur zu sagen, was sich auf einem "Hinweisschild" kurz vor Domsdorf findet:

Glück Auf, "Louise":

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Gruß
Bernd​
 
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Wer von Lost Places nur "traurige" Farben erwartet, der wird in der "Louise" positiv überrascht: es finden sich Rot-, Grün- und Blautöne.
Was wohl auch daran liegen mag, dass die Fabrik bis Anfang der 1990er Jahre betrieben wurde.
Erst am 18. November 1991 erfolgte die Pressung des letzten Briketts.

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Gruß
Bernd​
 
Kommentar
Vorherrschend sind dann aber natürlich doch die "Rost-Töne".
Was bei dem Alter der Fabrik auch nicht weiter verwundern sollte.
So sind u.a. die Trocknungsöfen heute noch genauso erhalten, wie sie 1882 erbaut wurden.
Dieses Alter darf man der "Louise" dann wohl auch ansehen:

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Gruß
Bernd​
 
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Nachdem die "Louise" 28 Jahre lang ausschließlich mit Dampf betrieben wurde, begann 1908 die Elektrifizierung mit eigener Kraftwerkshalle.
Erst in den Jahren von 1924 bis 1938 erfolgten in weiteren Ausbaustufen die Fertigstellung der elektrischen Anlagen, wie sie heute zu besichtigen sind.
Seitdem standen bis zur Stilllegung zwei Schwungradgeneratoren und ein Turbo-Generator zur Verfügung.
Viele Schaltkästen und Bedienelemente sind die sichtbaren Elemente dieser Elektrifizierung:

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Gruß
Bernd​
 
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Wirklich allgegenwärtig in der "Louise" sind Ölkannen und Schmiermittelbehälter.
Hierfür gibt es einen guten Grund: viele Bereiche der Fabrik sind bis heute funktionsfähig!
Ein "Freundeskreis" kümmert sich seit 1994 um den Erhalt und die Erlebbarmachung der Brikettproduktion in der "Louise".
Fotografieren der Ölkannen ist daher erlaubt, das Mitnehmen aber selbstverständlich nicht, sonst haben die Jungs ja nix mehr zum Schmieren:

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Gruß
Bernd​
 
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Bei der schier unendlichen Zahl an Details bleibt das "Große und Ganze", also Übersichtsaufnahmen, ein wenig auf der Strecke.
Obwohl die Tour 7 Stunden dauerte (in denen man sich völlig frei im Areal bewegen konnte) sind daher auch nur wenige "Großaufnahmen" entstanden,
was aber auch an der größtenteils gegebenen Enge in den Fabrikhallen liegt, richtig Abstand zum Motiv gab es hier eher selten:

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So, für heute erst mal genug, tbc . . .

Gruß
Bernd​
 
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Neben all den großen Schildern, finden sich auch viele kleinere: Typenschilder.
An fast jeder Maschine, jedem Ofen, jedem Gerät lässt sich ablesen, aus welcher Manufaktur es stammt:
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Bei der Knorr-Bremse in Rummelsburg war ich noch geschäftlich vor ca. 25 (?) Jahren.
Damals stand viel leer und Teile der Verwaltung waren umquartiert in ein Wohnhaus nebenan.
Habe gerade nachgeschaut: Jetzt hat alles ein großer Versender und es gibt immerhin enorm viele Arbeitsplätze in dieser ansonsten ziemlich trostlosen Ecke - seltsam !​
 
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Auch wenn die meisten Fenster auf Grund ihrer Jahre auf dem Buckel nur trübes Licht einließen,
so war diese Tour durch die Brikettfabrik "Louise" dennoch grandios und bot erhellende Einblicke in die industrielle Historie.

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Falls sich jemand für eine dieser organisierten Touren interessiert hier der Link:
http://www.go2know.de/Fototouren/Die-Brikettfabrik::259.html

Gruß
Bernd​
 
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Ein wunderschöner Ausflug in die Technik, der mir sehr gefallen hat.

Aber, die "22" ist einfach einmalig!
 
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