Gerewol - der Heiratsmarkt im Niger

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Niger Tag 8: Ende​


Mitten in der Nacht geht der Rückflug von Niamey nach Istanbul.
Der Flieger macht wieder einen großen Umweg und vermeidet den Luftraum von Libyen.


Istanbul​


Im neuen Flughafen muss Kiboko noch ein paar Stunden auf den Anschlussflug warten.
Das macht wenig Spaß.
Die Preise in der Gastronomie entstammen de Astronomie.
Irgendwer muss den neuen Flughafen finanzieren.

Bild 385: Flugzeug der Türkisch Airlines​


Endlich geht geht es weiter.
Kiboko hat wieder ein Fensterplatz.

Bild 386: Zwei Flügel zwei Winglets​


Kiboko hebt ab.
Der Flug geht über das Schwarze Meer.
Dabei ist das Meer blau und nicht schwarz.

Bild 387: Abflug über das Schwarze Meer.​


Ratespiel​


Der Rückflug ist wenig spektakulär.
Kiboko nähert sich heimischen Gefilden.
Wer kennt diese Stadt?

Bild 388: Stadt am Fluss​


Die Elbe führt durch die Stadt.
Die Innenstadt hat den 2. Weltkrieg nicht überlebt und ist großen Blöcken gewichen.
Am linken Bildrand ist der Hauptbahnhof.
Am oberen Bildrand ist die Autobahnbrücke der A2 über die Elbe.
Die Stadt ist Magdeburg.


Wer kennt diese Stadt?

Bild 389: Stadt am Kanal​


Der Mittellandkanal verläuft quer durch das Bild.
Der große See in der Bildmitte ist der Allersee.
Links daneben ist die Volkswagen Arena.
Auf der linken Bildseite ist die namensgebende Automobilfabrik.
Darunter ist die Stadtmitte mit dem großen Schillerteich.
Am rechten Bildrand liegt am Knick vom Kanal Vorsfelde.
Die Stadt ist Wolfsburg.


Beim Landeanflug geht es über die Weser.
Kiboko ist jetzt fast wieder daheim.

Bild 390: Heizkraftwerk Hastedt​


Fazit​


Es war eine schöne, interessante Reise in ein unbekanntes Land.
Kiboko hat einen Einblick in eine fremde Kultur bekommen.
Die Kultur verändert sich durch den Einfluß der Touristen und der Moderne.
Es wird sich in Zukunft weiter wandeln.
Kiboko ist froh, dass er es noch halbwegs authentisch erleben durfte.


Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Reise war sehr schlecht.
Das liegt an der kaum vorhandene touristische Infrastruktur.
Fahrer, Guides, Hotels können nicht permanent vom Tourismus leben.
Das Gerewol ist die Hauptattraktion im Niger.
Folglich müssen alle in sehr kurzer Zeit einen großen Teil des Jahresverdienstes generieren.
Das treibt die Preise.
Ein weiterer Preistreiber sind die obligatorischen Militäreskorten.


Kiboko hat sich die ganze Zeit sicher gefühlt.
Die Soldaten waren nett, freundlich bis herzlich.
Kiboko hat noch nie so entspannte Soldaten in Afrika erlebt.
Ob es auch ohne Soldaten gegangen wäre ist fraglich.


Jedes der Länder im Sahel ist ein Pulverfass mit brennender Lunte.
Wenn ein Besuch dieser Länder möglich ist, sollte man die Chance nutzen.
Kiboko hat die Chance genutzt.
Wenige Monate später hat der Zar seine Opernsänger in den Niger geschickt.
Der gewählte Präsident wurde abgesetzt.
Das Militär hat übernommen.
Ob jetzt wieder derartige Reisen möglich sind, ist fraglich.


Danke​


Danke an die netten Wodaabe, die es erlaubt haben, dass Kiboko ihr Gerewol Fest besuchen durfte.
Danke an alle Fahrer und Reiseveranstalter und Mitreisende, die diese Reise zu einen unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.


Danke an die Militäreskorte und die Soldaten, die Kiboko auf der Reise gut beschützt haben.
Einer der beiden jungen Soldaten, die Kiboko auf der Rückfahrt nach Niamey begleitet haben, hat sich besonders über die Fahrt gefreut.
So konnte er nach über einem Jahr seine Freundin in Niamey besuchen.
Sie wollen bald heiraten.
Er wünscht sich 10 Kinder mit ihr.
Viel Glück!


Mein Dank gilt Werner vom Reisebüro, der Kiboko kurzfristig die Reise buchen konnte.
Er konnte auch noch kurzfristig die Überlandrückfahrt organisieren, damit Kiboko die Giraffen sehen konnte.


Danke an Euch. Ich habt hier mit langen Unterbrechungen bis zum Ende durchgehalten.
Vielen Dank für Eure netten Kommentare, Diskussionen und die vielen Likes.

Aktuell bin ich gerade dabei die angefangene Fotoreportage von Ecuador aus dem Forum auf meine Heimseite zu übertragen.
Es steht noch in den Sternen, ob ich sie fortsetze.
 
Kommentar
Ich habt hier mit langen Unterbrechungen bis zum Ende durchgehalten.
Das war nicht immer leicht ;-) -aber es hat sich gelohnt.

Danke, für den abwechslungsreichen Reisebericht, der mal wieder
spannend und mit tollen Bildern versehen war.
 
2 Kommentare
Kiboko kommentierte
Danke Angela, für das große Lob.
Viele der Bilder erfüllen nicht meine Ansprüche.
Gerade die vielen schlechten Bilder vom Drive-By-Shooting aus dem fahrenden Auto sind qualitativ unterirdisch.
Ich habe versucht etwas vom Niger zu zeigen.
Ich hoffe, ich konnte damit einen kleinen Einblick in ein unbekanntes Land geben.
 
Rudi kommentierte
Alles gut, selbst ein nicht optimales Bild ist doch besser als gar keines bei so einem exzellenten Reisebericht, den ich faul auf der Couch (Du hast ja die Arbeit erledigt mit Reise & Aufwand) sehr genoßen habe. Vielen lieben Dank dafür !
 
spannend war es, wie immer wenn Du von einer Deiner Reisen berichtest. Vielen Dank dass Du uns auf diese Reise mitgenommen hat.
 
1 Kommentar
Kiboko kommentierte
Danke Ralf, ich freue mich sehr, dass Du auf der langen Reise mitgekommen bist.
 
Vielen Dank, Bernd, für die Fotoreportage. Wie immer sehr, sehr interessant mit tollen Fotos.
Ich freue mich schon auf die nächste Reise von Kiboko!
VG Holger
 
1 Kommentar
Kiboko kommentierte
Danke Holger, für das Lob.

Aktuell sind noch sieben Fotoreportagen im Forum, die ich noch nicht auf meine Heimseite übertragen habe:
China, Ecuador, Finland, Kuba, Malawi, Spitzbergen und Tansania
Die Bildverlinkung dieser Fotoreportagen ist verlorengegangen.
Die Zugriffsprobleme auf das Forum machen mir Sorgen.
Daher werde ich mit höherer Priorität die alten Fotoreportagen überabeiten und auf meine Homepage schieben.

Die nächste Fotoreportage geht nach Ecuador.
Dort war Kiboko im August 2014.
Ich habe hier im Forum die Fotoreportage angefangen: Ecuador
Nachdem eine Softwareänderung im Forum drohte, habe ich am 4. Reisetag die Reportage abgebrochen.
Damals ist die Entscheidung für die eigene Heimseite gefallen.

Von der Heimseite ist es einfach, die Beiträge ins Forum zu schieben.
In die Gegenrichtung ist der Aufwand ein Vielfaches.
Ich kann noch nicht versprechen, ob ich Ecuador zügig weiterschreibe, oder es wieder zwischen den Reisetagen lange Pausen gibt,
in denen ich andere Fotoreportagen "rette" oder mal ewas Neues schreibe.
 
Vielen, vielen Dank für die Arbeit und die Mühe die du dir gemacht hast, diesen einzigartigen Reisebericht hier einzustellen. Man merkt wieviel Freude du am Fotografieren hast. Ich habe ihn regelrecht verschlungen und immer wieder darauf gewartet, dass es bald weiter geht.
 
1 Kommentar
Kiboko kommentierte
Vielen Dank für das viele Lob und die viele Geduld bei den langen Pausen.
Nach der Fotoreportage ist vor der nächsten Fotoreportage.
 
Grandios, auch der Erzählstil. Und neben Unterhaltung kommt die Bildung nicht zu kurz. .-)

Bin gerne bei der nächsten Reise wieder dabei.
 
Kiboko kommentierte
@ernst.w @Kay @Brunke
Danke für Eure netten Kommentare.
Ich freue mich, dass Euch mein Schreibstil gefällt.
Er ist leider nicht bei jedem so gut angekommen, wie die Diskussionen am Anfang gezeigt hat.
Ich werde versuchen meinem Schreibstil treu zu bleiben, wenn ich Kiboko mal wieder um die Welt reisen lasse.
 
ernst.w kommentierte
Wölkchen kommentierte
Ich werde versuchen meinem Schreibstil treu zu bleiben, wenn ich Kiboko mal wieder um die Welt reisen lasse.
......ja, bitte mach das -egal welchen Schreibstil Du wählst, es wird immer Menschen
geben, die gerne über irgendwas meckern.
 
Haryboo kommentierte
Eine spanende Tour planen, die Tour durchziehen und dabei einige gute Bilder machen ist das eine. Das Ganze in Worte zu fassen ist noch einmal eine ganz andere Kunst, zu der mir leider jegliches Talent fehlt. Wann schreibst du dein erstes Buch Kiboko, oder hast du schon?

Gruß
Haryboo
 
Zuletzt bearbeitet:
Kiboko kommentierte
Danke Haryboo, für das viele Lob.

Buch hat Kiboko schon.
Drei Jahre Arbeit.
Sogar in Amerika hat Kiboko dafür die Werbetrommel gerührt.
Es gab ein Event in der Heimatstadt.
Kiboko wurde im Bollerwagen voller Bier mit lauter Musik durch die Stadt gezogen.
Es hat alles nix geholfen.
Das Buch war ein Flop.
1. Auflage 50 Stück
2. Auflage 5 Sück.
Kiboko hat alle selbst gekauft ...
... und verschenkt.
Immerhin hatten die Kollegen Mitleid.
Sie schenkten Kiboko eine unpraktische Kopfbedeckung.

Buch ist bei Kiboko durch.
 
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