Gerewol - der Heiratsmarkt im Niger

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Schön, dass Du Zeit gefunden hast, uns auf Deiner interessanten Reise weiter mitzunehmen. Ich lese amüsiert mit und freue mich auf weitere Bilder. Hier ein stellvertretendes Like für alle Fotos:

(y)

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Kommentar
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Niger Tag 3-7: Gerewol​


Die Männer der neu angekommenen Gruppe sind jetzt komplett geschminkt.
Sie treffen sich in der Savanne in kleinen Gruppen.
Hier tanzen und singen sie sich warm.


Neue Gruppe​


Die Männer tragen lange Gewänder.
Die dominierende Farbe ist olivgrün.
Es gibt Streifen, Muster in schwarz und dunkelbraun und weiß.
Einige Männer tragen auch komplett weiße Gewänder.


Fulbehüte​


Kopfbedeckungen sind weiße Turbane mit Straußenfeder oder konische Fulbehüte.
Der Fulbehut besteht aus einem Pflanzenfasergeflecht.
Darin sind Lederapplikationen eingearbeitet.
Der Rand ist ebenfalls in Leder eingefasst.
Oben wird der Hut von einem ledergefassten Knopf abgeschlossen.
Oft wird der Fulbehut auf einem Turban getragen.



Das Bild zeigt vier festlich gekleidete Männer in einer Savannenlandschaft. Alle Männer haben ein mit gelben Streifen dekoriertes Gesicht. Der Mann links trägt ein weißes Gewand. Der zweite Man ein grün-schwarzes Gewand und einen Kegelhut. Die anderen beiden Männer tragen zum grün-schwarzen Gewand einen weißen Turban mit Straußenfeder. Etwas dahinter stehen weitere Männer im blauen Gewand.
Bild 159: Auf zum Tanz



Die Männer fühlen sich in ihrer Tracht wohl.
Ein paar freundliche Gesten von Kiboko ermöglichen Porträts.

Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes mit einem braun gefärbten Gesicht mit gelbem Streifen von Stirn bis Nasenspitze, gelben Punkten neben den Augen und schwarzen kreuzen an den Mundwinkeln. Er trägt einen runden, schwarzen Hut über einen weißen Turban. Vor den Ohren hängen goldene Schnüre und Perlenschnüre.
Bild 160: Vorfreude


Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes mit gelb eingefärbtem Gesicht und schwarzen Lippen. Er trägt einen runden Strohhut über einen weißen Turban.
Bild 161: Gelb-Schwarz - Borussia Dortmund Fan?


Das Bild zeigt das Porträt eines ungeschminkten Mannes. Er trägt einen kegelförmigen Strohhut mit schwarzen Franzen. Schwarz-gelbe Perlenketten um den Hals. Goldfarbene Ketten mit Schneckengehäusen umrahmen das Gesicht. Dazu trägt der Mann ein dunkelgrünes Gewand.

Bild 162: ungeschminkt



Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes mit gelb gefäbten Gesicht, hellgelbem Streifen über Stirn, Nase und Kinn. Dazu hellgelbe Flecken mit schwarzen Punkten an den Wangen. Er trägt einen weißen Turban mit einem Schmuckgürtel. Über der Stirn ist ein Ledergürtel mit einem Büschel bunter Fransen über der Stirn. An der Seite trägt er ebenfalls goldfarbene Ketten.

Bild 163: Perfekt gestylt


Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes schräg von der Seite. Er hat einen gelben Streifen von der Stirn bis auf die Nase, sowie gelbe Punkte am Kinn und neben den Augen. Im Hintergrund ist unscharf ein weiterer Mann mit ähnlich geschminktem Gesicht.
Bild 164: Ein gelber Streifen reicht auch


Tanzen Tanzen Tanzen​


Die Männer bilden wieder Tanzkreise.
Mit rhythmischen Bewegungen auf der Stelle und kleinste Schritte singen sie um die Wette.
Sie klatschen mit den Händen.
Es ist eine ausgelassene festliche Stimmung.

Das Bild zeigt sechs Männer in traditioneller dunkler Kleidung mit grünem Mustern und Turbanen. Fast alle tragen einen gelben Streifen von Stirn bis Nasenspitze.
Bild 165: Männer beim Tanz


Das Bild zeigt 10 tanzende Männer in dunkeln Gewändern. Nur der Mann am rechten Bildrand hat ein weißes Gewand. Sechs Männer tragen jeweils eine Straußenfeder auf dem Turban.
Bild 166: Hier ist Stimmung​


Touristenexotik​


Das Tanzen bleibt nicht unbeobachtet.
Inzwischen haben die anderen Touristen das Camp verlassen und mischen sich unter die tanzenden Männer.
Immer wieder tauchen im Hintergrund Bleichgesichter, Fotoapparate und Handys auf.
Aber auch den Vordergrund machen sie unsicher.
Mit dem Handy kriechen sie in die Gesichter der tanzenden Männer.
Für andere Touristen sind die Männer nur eine Hintergrundkulisse zur Selbstdarstellung.


Besonders viel Aufsehen erregt eine tätowierte Mitreisende mit lila Haaren.
So viel Exotik sehen die Männer im Niger eher selten.
Die Stimmung der Männer erhält einen Dämpfer.
Hier treffen unterschiedlichste Kulturen zusammen.

Das Bild zeigt eine tätowierte Touristin mit lila gefärbten Haaren und Spiegelbrille. Sie hält ein Handy mit ausgestreckten Armen vor sich. Im Hintergrund stehen drei Männer im traditionellen Gewandt und schauen etwas skeptisch der Touristin zu. Weitere Männer haben ihr den Rücken zugedreht.
Bild 167: Exotische Touristin - Traditionelle Männer​



Die beobachtende Damenwelt staunt ebenfalls.
Vielleicht sollte sie sich die Haare auch lila färben?

Das Bild zeigt das Porträt einer jungen Frau im schwarzen Gewand. Sie hält sich eine Hand an den Hals. Der Gesichtsausdruck ist zwischen amüsiert, staunend und nachdenklich.
Bild 168: Ob mir lila steht?​



Hier hat es schon etwas abgefärbt.
Die junge Frau scheint aber davon wenig begeistert zu sein.

Das Bild zeigt das Porträt einer jungen Frau im dunklen Gewand. Ein schwarzes Tuch vor der Stirn hat einen großen rosa Fleck. Der Gesichtsausdruck ist sehr nachdenklich. Im linken Bildbereich ist ein heller, unscharfer Bereich einer vorbeigehenden Person.
Bild 169: Abgefärbt?​
 
2 Kommentare
B
Brunke kommentierte
An dem Foto mit der farbenfrohen Touristin wundert mich am meisten, dass sie sich in den Niger verlaufen hat. Erstaunlich! Die Minen der Männer sind schwer zu deuten.

Das Foto zeigt sehr schön die Problematik auf, die entsteht, wenn traditionelle Veranstaltungen in den Fokus des Tourismus rücken und die Besucher sich nicht benehmen können. Irgendwann wird es Tribünen und Absperrungen geben und es verkommt zur Theateraufführung. Der Schritt zum Zoo ist nicht mehr weit. Bekommen die Besucher von den Reiseleitern keinen Hinweis, was unerwünscht ist?
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Unserer farbenfrohe Mitreisende ist aus der - haltet Euch fest - Türkei.
Die Kinder auf dem Dorfrundgang waren von der Dame sehr fasziniert. Alle wollten mal die lila Haare anfassen.
Unser "Reiseleiter" war gleichzeitig der Firmenchef und verantwortlich für alle Gruppen.
Von seinen Angestellten - oder angeheuerten Fahrern - konnten nur ganz wenige ein paar Brocken englisch.
Das reicht leider nicht aus um klare Hinweise zu geben.

Eine der 5 Gruppen kam aus Deutschland und hatte eine deutschsprachige Reiseleiterin (Veronika aus Mali).
Mit Veronika war ich 2020 in Guinea. Die Gruppe hat sich benommen.

Eine Gruppe kam aus Osteuropa, da war auch der Drohnenflieger dabei, die sind oft aufgefallen.

Unsere Reisegruppe war bunt zusammengewürfelt mit der Mehrheit Amerikaner.
Das waren überwiegend "Traveller".
Die waren weniger am Fest interessiert.
Für sie war es die Gelegenheit einen Länderpunkt zu sammeln.
 

Niger Tag 3-8: Gerewol​



Die Sonne sinkt immer tiefer.
Die Schatten werden immer länger.
Bald werden sich die stolzen Wodaabe im Auswahltanz messen.


Auf zur Arena​


Die Frauen ziehen in kleinen Gruppen zur Arena.
Wer früh kommt, kann die besten Plätze ergattern.

Das Bild zeigt sieben Frauen in dunklen Kleidern mit bunten Mustern. Eine Frau trägt ein Kleinkind auf dem Arm. Mehrere tragen einen bunten Plastikeimer mit Henkel.
Bild 170: Auf dem Weg zur Arena​



Viele Männer kommen mit dem Dromedar.
Die Dromedare wollen sich auch den Tanz ansehen.

Das Bild zeigt zwei Männer auf Dromedaren reitend. Der erste Mann trägt ein violettes Gewand und schwarzem Turban. Der hintere Mann trägt ein weißes Gewand und ebenfalls einen schwarzen Turban. Im Hintergrund ist eine Savannenlandschaft mit einzelnen größeren Akazienbäumen.
Bild 171: Standesgemäßer Ritt in die Arena​



Happy Hour​


Alle freuen sich auf den Höhepunkt des Tages.
Es ist Happy Hour auf dem Gerewol.

Das Bild zeigt den Ausschnitt eines rosaroten mit dem weißen Schriftzug: Always Happy Hour.
Bild 172: Always Happy Hour​



Die Männer stehen schon aufgereiht am Rand der Arena.
Sie singen sich warm.
Die uns schon bekannte Touristin mit der auffallenden Haarpracht ist auch schon da.
Die halbnackten Männer sind für sie ein idealer Hintergrund für ein Foto.

Das Bild zeigt eine kniende, tätowierte Frau mit lila Haaren und ausgebreiteten Armen während sie für ein Foto posiert. Sie trägt das rosarote Happy Hour Topp und knappe Jeans Shorts. Hinter ihr stehen die Wodaabe mit nacktem Oberkörper, traditionellen dunkeln Wickelrock und einer Kopfbedeckung mit Straußenfeder.
Bild 173: Lila Pause in der Happy Hour​


Während der Lila Pause verliert auch der tapferste Wodaabe die Fassung.

Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes mit rötlich gefärbtem Gesicht, schwarzen Lippen und schwarzen auf der Stirn und am Kinn. Er zeigt die weißen Zähne und die weit aufgerissenen Augen schielen.
Bild 174: Eeeeek?​



Endlich ist sie aus der ersten Reihe weg.
Aber viele Wodaabe schauen ihr hinterher.

Das Bild zeigt eine Reihe von 15 Männern am Rand der Arena in traditioneller Kleidung. Zwei haben ein orange gefärbtes Gesicht. Die anderen haben ein dunkelrot gefärbtes Gesicht. 12 Männer schauen nach links.
Bild 175: Ende der Lila Pause.​
 
5 Kommentare
SJ Münchfeld
SJ Münchfeld kommentierte
Schöne Fotos, aber ich fremdschäme mich gerade.
 
dembi64
dembi64 kommentierte
oh man, ich glaube die Tante hätte man besser im Wüstensand vergraben...................
Solche Menschen sind peinlich und nervig.
 
Kay
Kay kommentierte

Mir scheint, es ist einfacher, über andere Touristen/Menschen/Mitreisende die Nase zu rümpfen, als sich adäquat zu verhalten.
Mehrere Reisegruppen auf einem einheimischen "Dating Event" stören eh.
Andererseits berichtet Kiboko, wie auch die ortsansässigen jungen Menschen anfangen, ihr Verhalten gegenüber den Vorfahren zu verändern.
So kommen sie bereits mit Mopeds und machen die Fotos - wie die Touries - mit dem Handy.
Tourismus, vor allem Gruppentourismus, verändert derzeit fast überall die soziale Struktur.
Sobald der Einheimische feststellt, daß er mit dem Tringeld der Touristen mehr Geld an einem Tag verdient,
wenn er sein Haus/ seine Hütte "vorführt", als er sonst im regulären Beruf in mehreren Monaten bekommt,
wird überlegen, wie es weitergeht.
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Leider kann man sich die Mitreisenden nicht immer aussuchen.
Wobei viele Touristen die tanzenden Männer als malerischen Hintergrund für ihre Selbstdarstellung "benutzt" haben.
Die lila Dame war nur eine von Vielen.
Ich habe die Bilder mit der lila Dame ausgewählt, um das typisch touristische Verhalten, besonders überspitzt hervorzuheben.

Dazu muss ich auch mein eigenes Verhalten hinterfragen. Ich stand auch mit der Kamera da, wenn auch mit mehr Abstand und Respekt. Aber ich bin nicht unsichtbar. Die Wodaabe sind sehr tolerant gegenüber den Touristen. Vielleicht liegt es am Geld, dass der Veranstalter zahlt, oder an der massiven Militärpräsenz um die Touristen zu "schützen".

Die Welt verändert sich. Der Reiseveranstalter, über dem ich gebucht habe, möchte die Reise aus dem Programm nehmen, weil sich bereits in den letzten 10 Jahren so viel zum Negativen verändert hat.
In ein paar Jahren, wird das Gerewol so authentisch sein, wie ein Schuhplattlerabend in Oberammergau.

In meinen Fotoreportagen versuche ich immer ein wenig vom Umfeld zu berichten und nicht nur ein paar Postkartenbilder von der Schokoladenseite zeigen.
 
B
Brunke kommentierte
@Kiboko
n ein paar Jahren, wird das Gerewol so authentisch sein, wie ein Schuhplattlerabend in Oberammergau.
:LOL::LOL: genau daran hatte ich gedacht.

In meinen Fotoreportagen versuche ich immer ein wenig vom Umfeld zu berichten und nicht nur ein paar Postkartenbilder von der Schokoladenseite zeigen.
Das macht Deine Berichte besonders.

Dazu muss ich auch mein eigenes Verhalten hinterfragen.
Wer reist verändert die Welt. Das ist auch ok. Den Unterschied macht der Respekt, den man als Besucher dem Reiseland entgegenbringt. Die LilaLaunefrau reduziert die Wodabee zur Staffage für ein instagram Bildchen. Das ist entwürdigend.
 

Niger Tag 3-9: Gerewol Arena​


Die Arena ist vorbereitet.
Sie ist rechteckig und hat ungefähr die Größe eines halben Fußballplatzes.


Arena​


Die Männer stehen für den Yaake-Tanz bereit.
Ältere Männer fungieren als Ordner.
Mit langen Stöcken treiben sie die Touristen im Zentrum der Arena zusammen.
Als Hirtenvolk haben sie viel Routine das Vieh zusammenzuhalten.
Die Touristen müssen auf dem Boden sitzen, um den anderen Zuschauern nicht die Sicht zu nehmen.


Die Tänzer stehen Schulter an Schulter an der Längsseite.
Sie blicken gegen die Sonne.
Die tiefstehende Sonne leuchtet so die Tänzer optimal aus.


Das Bild zeigt ungefähr 70 Männer in traditioneller Kleidung mit freiem Oberkörper aus Straußenfeder auf dem Kopf. Sie stehen Schulter an Schulter am Rand eines freien Platzes. In der Mitte läuft ein Mann mit dunkelblauem Gewandt und weißen Turban die Reihe ab.
Bild 176: Die Tänzer in der Arena​



Zuschauer​


Die Damen haben die besten Plätze auf der rechten Seite.

Das Bild zeigt die Zuschauerinnen in dunkler Kleidung. In der ersten Reihe hocken die Frauen auf dem Boden. Teilweise haben sie Kleinkinder in den Armen oder vor sich stehen. Dann stehen Mädchen in der zweiten Reihe. In der dritten Reihe stehen die Frauen dicht gedrängt. Im Hintergrund überragen Dromedarköpfe und Dromedarreiter mit Turbanen die Damenreihen.
Bild 177: Erwartungsvolle Zuschauerinnen​



Die männlichen Zuschauer stehen auf der linken und gegenüberliegenden Seite.
Wer keinen Platz am Rand der Arena hat, klettert auf die umliegenden Bäume.

Das Bild zeigt die Zuschauer am linken Rand der Arena. Die Männer trage weiße oder schwarze Turbane. Die erste Reihe hockt. Darunter haben sich auch zwei Touristen gesellt. Dahinter stehen die Männer. Am linken Bildrand sind auch die ersten Dromedarreiter. Im Hintergrund ist ein Baum, in dessen Krone eine Gruppe Männer geklettert ist.
Bild 178: Erwartungsvolle Zuschauer.​



Kiboko verlässt kurz die Arena und mischt sich unter die Zuschauer in der hinteren Reihe.


In der hinteren Reihe stehen die Reiter mit ihren Dromedaren.
Dadurch haben sie eine gute Übersicht und können über die Zuschauer am Rand der Arena schauen.
Auch die Dromedare haben freie Sicht auf die Arena.
Hier zeigen sich die großen Vorteile eines Dromedars gegenüber eines Motorrades.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt eines Reiters auf einem Dromedar im seitlichen Abendlicht. Der Mann hockt barfuß auf dem Dromedar und trägt ein beiges Gewand und schwarzem Turban.
Bild 179: Erhöhte Sitzposition


Das Bild zeigt eine Reihe Dromedare mit ihren Reitern. Sie stehen eng Seite an Seite. Den Zuschauern am Rand der Arena bleibt ein Weg auf dem ein Mann mit vier Kindern geht.
Bild 180: Dromedartribüne​



Ein Pferd ist zu niedrig.
Damit ist die Sicht in die Arena nicht so gut.
Jetzt wisst Ihr, warum die Wodaabe lieber auf Dromedaren statt auf Pferden reiten.

Das Bild zeigt  eine Reihe von Reitern mit ihren Dromedaren im Gegenlicht. Den Anfang der Reihe macht ein kleiner Reiter auf einem schwarzen Pferd. Im Hintergrund steht ein Baum, auf dem Männer mit Turbanen geklettert sind.
Bild 181: Niedriges Pferd, hohe Dromedare​



Die billigen Plätze sind abseits der Arena.
Wie viele Männer kann eine Akazie tragen?

Das Bild zeigt einen kleinen Baum auf dem dichtgedrängt über 25 Männer stehen. Ein weiterer Mann steht vor dem Baum und schaut nach oben.
Bild 182: Belastungstest auf der Tribüne. Hüpfen Verboten!​
 
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Niger Tag 3-10: Gerewol Yaake​



Der Yaake Tanz ist der Höhepunkt des Gerewol.
Die Männer tanzen um die Gunst der Damen.
Der Tanz ist ähnlich wie am Vortag.
Heute sind mehr Teilnehmer dabei.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt mit 17 Männern. Die Arme sind leicht vorgestreckt. Die Männer zeigen die weißen Zähne und rollen mit den Augen.
Bild 183: Niemand tanzt aus der Reihe​


Männer in Ekstase​


Die Männer tanzen für Ruhm und Ansehen.
Dafür geben sie den vollen Einsatz.
Bei hohen Temperaturen gegen die untergehende Sonne ist das sehr anstrengend.
Schweißperlen zieren die geschminkten Gesichter.
Manche Männer trinken vorher ein Gebräu aus fermentierter Baumrinde, um länger durchzuhalten.
Die Männer tanzen sich in Trance.

Das Bild zeigt das Porträt von drei Männern schräg von vorn. Sie haben rotbraun gefärbte Gesichter, schwarze Lippen und tragen eine mit Schneckengehäusen verzierten Ledergurt um den Kopf. An dem eine Straußenfeder in die Höhe ragt.
Bild 184: Yaake Tanz mit vollem Einsatz


Das Bild zeigt das Porträt von zwei Männer die jeweils die Zähne aufblitzen lassen und so mit den Augen rollen, das viele Weißer Augapfel sichtbar ist.
Bild 185: Wettkampf mit Augenrollen


Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes mit weit aufgerissenen Augen.
Bild 186: Ekstase


Das Bild zeigt zwei Männer mit rötlich gefärbtem Gesicht und weit aufgerissenen Augen.
Bild 187: Die Konkurrenz beobachtet sich


Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes mit orange gefärbtem Gesicht, schwarzen Lippen, schwarzen Augenlieder mit geöffnetem Mund und Augen.
Bild 188: Das Orange sticht heraus


Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes im Hochformat. Der Kopf ist nach rechts gedreht. Die Augen schauen aber direkt in die Kamera.

Bild 189: Er hat den Fotografen im Blick



Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes im Hochformat. Er hat einen etwas verträumten Gesichtsausdruck.

Bild 190: Der Traum vom Sieg​
 
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Niger Tag 3-11: Gerewol Finale​


Es kommt Bewegung in die Reihe der Tänzer.
Die Männer gehen in kleinen Schritten im Takt des Gesangs vor.
Dabei wird mit der rechten Hand das Zeremonienschwert auf- und ab bewegt.
Die ersten Männer tanzen aus der Reihe.

Das Bild zeigt 20 tanzende Männer. Einige Mäner stehen bereits 10m vor der alten Linie. Sie haben in der rechten Hand ein Schwert, das an der Spitze angefasst wird und der Handgriff nach oben zeigt.
Bild 191: Aus der Reihe tanzen​



Qualitätskontrolle​


Mehrere ältere Damen (First Lady?) schreiten dabei die Linie der tanzenden Männer ab.
Sie schauen sich die Männer genau an.
Sitzt die Kopfbedeckung richtig?
Ist die Schminke perfekt?
Dabei wird korrigierend eingegriffen.


Die Männer werden zu noch mehr Einsatz angespornt.


Das Bild zeigt zwei Frauen in dunkeln Umhang von hinten. Sie stehen vor der ersten tanzenden Männern.
Bild 192: Wird auch richtig getanzt?​



Mit maximaler Energie besteht er die Qualitätskontrolle.
Ob er damit bei der Jury punkten kann?


Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes im Hochformat. Das Gesicht ist rötlich gefärbt. Die Lippen sind schwarz und zeigt mit weit aufgerissenen Augen die Zähne. Schweißperlen sind auf der Stirn. Unscharf im Vordergrund ist die Hinterkopf mit blau-rot gemusterten Kopftuch einer Frau.

Bild 193: Qualitätskontrolle​



Eine Spitzengruppe hat sich aus der Linie gelöst.
Sie tanzen langsam in die Mitte der Arena.
Die Tänzer kommen den herumsitzend Touristen ganz nah.


Das Bild zeigt sechs Männer in einer Line mit einem Vorsprung von mehreren Metern vor den anderen Tänzern. Sie schwenken das Zeremonienschwert.
Bild 194: Spitzentänzer in der Spitzengruppe​



Damenwahl​


Den aufmerksamen Zuschauerinnen entgeht keine Bewegung der tanzenden Männer.
Jede Frau hat schon mindestens ein Auge auf ihren Favoriten geworfen.

Das Bild zeigt das Porträt einer Frau in einen dunklen Umhang mit bunten Streifen. Die schwarzen Haare bilden ein dichtes Knäuel for der Stirn. Das Kopftuch liegt nur locker drüber. Sie lächelt und blickt nach rechts.
Bild 195: Die Augen - Links!​


Dabei werden auch vertrauliche Fachgespräche geführt.

Das Bild zeigt das Porträt drei junger Frauen. Die linke schaut nach unten. Die Frau in der Mittel schaut mit offenen Augen und beiten Lächeln zur zugewandten Frau links von ihr.
Bild 196: Tuschel - Tuschel - Tuschel​


Finale​


Der Yaake Tanz erreicht Höhepunkt.
Die Männer schwingen furios die Schwerter.
Sie verdrehen die Augen, bis die Pupillen verschwinden.
Die Jury aus drei jungen Frauen macht sich bereit.
Sie werden gleich die Linie der Tänzer abgehen, um die Sieger zu küren.
Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt.
Die Zuschauer hält es nicht mehr auf den Plätzen.
Die Situation wird unübersichtlich.


Chaos​


Die Zuschauer stürmen die Arena.
Die Ordner mit ihren Stöcken sind machtlos.
Die Jury ist im Getümmel nicht mehr zu sehen.
Die Zuschauer stürzen sich auf die Sieger.
Stolze Väter, Clanchefs und Verwandte drängeln, schubsen, ringen um den Sieger mit ihrem Handy nah zu kommen.
Sie wollen diesen ehrenvollen Moment festhalten.
Die Tänzer verschwinden in der Menchenmenge hinter einer Staubwolke.

Am Vorabend lief alles etwas geordneter ab.
Das hat sich Kiboko anders vorgestellt.


Der Yaake-Tanz endet im totalen Chaos.
Die First Lady zieht sich zurück.
Die Touristen verlassen die Arena.
Den Gewinner wird Kiboko nicht mehr sehen.

Es ist ein Fest von und für die Wodaabe.
Es ist keine Tanzshow für Touristen.
Kiboko ist glücklich, dass er beim Gerewol dabei sein durfte.
Kiboko hatte sogar einen Ehrenplatz im Zentrum der Arena.


Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Arena mit sandigem Boden. Im Hintergrund steht die Reihe der Tänzer. Dazwischen laufen Männer im weißen Gewandt und Turbanen. Zwei alte Frauen der Qualitätssicherung stehen im Vordergrund. Dazwischen steht ein herrenloser Plastikstuhl.
Bild 197: Chaotisches Finale​



Heimweg​


Für die Touristen, Verlierer und deren Angehörigen ist der Tanz vorbei.
Alle streben ihren Abendessen entgegen.
Die hereinbrechende Nacht gehört den Siegern und den Damen, die sie ausgewählt haben.

Das Bild zeigt .
Bild 198: Abendstimmung nach dem Finale​


Afrikanische Legenden​


Nach dem Abendessen lässt Kiboko den Tag bei Afrikanischen Legenden langsam ausklingen.

Das Bild zeigt .
Bild 199: Afrikanische Legende​


Der Abend endet genauso chaotisch wie der Tanz.
Am Himmel zucken Blitze.
Die anrückende Wolkenfront wird von innen illuminiert.
Das sieht sehr hübsch aus.
Ob das auch zum Gerewol gehört?


Die Donnerschläge kommen näher.
Windböen erfassen das Camp.
Die Tischdecke fliegt weg.
Die letzte afrikanische Legende fliegt mit.
Plastikstühle veranstalten ein Wettfliegen.
Kiboko wird sandgestrahlt.
Die Zelte lösen sich aus den Verankerungen.
Die ersten Regentropfen erreichen den Wüstenboden.
Kiboko flüchtet zum Schlafplatz im Auto.


Wenig später öffnet der Himmel seine Schleusen.
Der Himmel schüttet alle verfügbaren Wassermassen über das Camp.
Planen und Zelte fliegen umher.
Das Camp wird in die Autos evakuiert.
Kiboko beobachtet das Chaos durch die Frontscheibe.
Die himmlische Lichtershow ist spektakulär.


Fortsetzung​


Nach einer Pause geht es weiter mit dem ersten Rückreisetag vom Gerewol nach Tohoua.
Die restlichen Bilder der Reise sind noch nicht gesichtet und bearbeitet.
Kiboko bittet um etwas Geduld.
Ob es wieder 5 Monate dauert, bis es hier weitereht.

Vielen Dank für Euer Intresse, Komentare, Thanks
 
1 Kommentar
Georgie1956
Georgie1956 kommentierte
Einfach Klasse, Bernd. Danke für die Bilder und Kommentare!
 

Niger Tag 4-1: Gerewol Morgenstimmung​


Kiboko schläft schlecht in dieser Nacht.
Nach dem Ende der Lichtershow und himmlischer Sturzfluten erweckt die Wüste zum Leben.
Motorräder knattern durch die Wüste.
Die Motoren heulen.
Die Fahrer grölen.
Die Motorräder ziehen Kreise und Pirouetten.
Die Scheinwerfer leuchten dabei in die Autos und Kiboko ins Gesicht.
Früher haben die Wodaabe als Rahmenprogramm Kamelrennen veranstaltet.


Lagerfeuerromantik​


In der Nacht wird es kalt.
Im ersten Morgengrauen entzünden die Fahrer ein Feuer.
Ein paar trockene Äste und viel Benzin.
Das Feuer lodert.

Das Bild zeigt sieben Männer um ein Lagerfeuer. Ein Mann sitzt auf einen Klappstuhl. Die anderen stehen um das Feuer. Das Feuer odert hoch. Ein Mann am linken Bildrand hält eine Plastikflasche mit einer brennbaren Flüssigkeit in der Hand.
Bild 200: Aufwärmen​


Morgenstimmung​


Kiboko macht eine letzte Runde mit der Knipskiste durch das temporäre Dorf.
Mit reichlich Zugabe von Benzin wird die Sonne entzündet.
Die Wodaabe hängen die Sonne wieder über den Horizont auf.
Der neue Tag beginnt.
Das Leben im Dorf erwacht.

Das Bild zeigt den Sonnenaufgang mit orangen Himmel. Daruner sind Iglu-Zelte, trockene Bäume mit aufgehängter Kleidung, einzelne Menschen, Dromedare und herumliegender Plastikmüll der im Sonnelicht leuchtet.
Bild 201: Der neue Tag beginnt


Das Bild zeigt ein Dromedar im morgendlichen Gegenlicht. Dahinter stehen Iglu-Zelte. Am linken Bildrand hockt ein Mann und will ein Feuer entzünden.
Bild 202: Das Leben erwacht


Das Bild zeigt zwei Dromedare, die sich gegenüberstehen und in die Kamera schauen. Hinter den rechten Dromedar geht die Sonne auf.
Bild 203: Dromedare in der Morgensonne​



Betriebsamkeit​


Die Wodaabe sind schon wieder (oder immer noch?) auf den Beinen.
Die Touristen schlafen noch.

Das Bild zeigt zwei vorbeilaufende Esel durch eine Savannenlandschaft im Morgenlicht. Im Hintergrund sind Bäume an denen bunte Decken hängen, bunte Zelte und Männer mit Turban.
Bild 204: Betriebsamkeit im Dorf​



Bei den Wodaabe hat das Gewitter der letzten Nacht Spuren hinterlassen.
Nasse Decken und Kleidung dekorieren Bäume und Sträucher.

Das Bild zeigt einen kleinen Baum der unten herum mit bunten Decken umhüllt ist. Dahinter steht ein beigefarbener Geländewagen der Militärs. Im Hintergrund sind viele bunte Zelte.
Bild 205: Baum statt Wäscheleine​


Verwüstung​


Im Touristencamp sind die Spuren der Nacht noch nicht beseitigt.
Viele Zelte haben die Nacht nicht überlebt.
Verbogene Rohrkonstruktionen, nasse Matratzen und durchnässte Koffer zieren das Camp.
Offensichtlich sind die Touristen weniger gut an das Wüstenleben angepasst.
Das Frühstück wird heute ohne Zeltdach eingenommen.

Das Bild zeigt die verbogene schwarze Rorkonstruktion eines Zeltes. Im Hintergrund sind weitere kleine Zelte, Tische mit bunten Decken, Autos auf dem Wäsche zum Trocknen ausgebreitet ist.
Bild 206: Es war einmal ein Zelt​

In der Savannenküche geht schon wieder alles seinen gewohnten Gang.

Das Bild zeigt drei Männer vor einer großen Ansammlung von Plastikkisten, Kartons, Töpfe, Schüsseln, Kanistern, Wasserflaschen auf dem Boden. Dahinter sind zwei größere Bäume und ein Geländewagen mit zwei Plastikfässern.
Bild 207: Frühstückvorbereitung​


Aufbruch​


Gleich nach dem Frühstück sollen die Touristen den Heimweg antreten.
Sie werden in Agadez gegen frische Touristen eingetauscht.
Das Gerewol läuft noch über mehrere Tage.
Das Touristencamp wird mehrfach genutzt.
 
Kommentar

Niger Tag 4-2: Fahrt nach Abalak​



Die meisten Touristen fahren zurück zum Flughafen nach Agadez.
Sie nehmen den Flieger nach Niamey.
Kiboko möchte etwas mehr vom Land sehen.
Mit drei Mitreisenden und zwei Soldaten in zwei Geländewagen wählt Kiboko die Landroute nach Niamey.


Querfeldein​


Kiboko muss zurück zur Hauptstraße.
Die Geländewagen bahnen sich einen Weg zwischen Savannenflächen, Sandbunkern, temporären Teichen und Viehherden.
Die alten Wege sind nach dem nächtlichen Regenfällen nur bedingt passierbar.
Kiboko klammert sich im Auto fest.
Kiboko versucht durch die stark getönte, verkratzte und verdreckte Scheibe ein paar Aufnahmen währen der Fahrt zu machen.


Die Scheiben sind stark und unterschiedlich getönt.
Die Farben sind schrecklich.
Kiboko braucht Nerven bei der Bildbearbeitung.
Kiboko hat versucht, möglichst reale Farben zu bekomme.
Kiboko bittet um etwas Nachsicht da die Farben zwischen den Bildern stark schwanken.

Das Bild zeigt zwei vorausfahrende Geländewagen auf einer lachsfarbenen Sandfläche, auf der eine Gruppe schwarzer Rinder läuft.
Bild 208: Querfeldein​



Während sich die Familienoberhäupter beim Gerewol feiern,
muss sich jemand um die Tiere kümmern.

Das Bild zeigt eine Herde dunkelbrauner Rinder mit weit herausragenden geschwungenen weißen Hörnern. Im Hintergrund sind zwei Männer im blauem Gewand mit weißen Turban, Fulb hüten und Hirtenstock.
Bild 209: Cowboys​


Matsch Hurra!​


Die Wege sind kaum noch passierbar.
Die Savanne ist jetzt eine Sumpflandschaft.
Der Fahrer lässt den Motor röhren und die Pferde laufen.
Nur nicht steckenbleiben.
Der Matsch spritzt nach allen Seiten.
Es gibt kaum noch eine unbefleckte Fläche auf der Frontscheibe.
Die beiden Soldaten auf der Ladefläche haben auch ihren Spaß.
Sie heben die Beine hoch, während der Fahrer jede Pfütze mitnimmt, die er kriegen kann.

Das Bild zeigt einen grünen Pick-Up Gelädnewagen bei der Fahrt über eine rötliche, matschige Savannenfläche. Die Reifen hinterlassen tiefe Spuren. Der Matsch spritzt am Geländewagen hoch. Beide solten auf der Ladefläche heben die Beine hoch, um weniger Matsch abzubekommen.
Bild 210: Nur nicht steckenbleiben!​


Hauptstraße​


Nach eine halben Stunde Matschschlacht sind die beiden Autos wieder auf der Hauptstraße von Agadez nach Abalak.
Die Teerstraße hat schonmal bessere Zeiten gesehen.
Die letzten Teerfetzen verbinden die zahllosen Schlaglöcher.
Die ausgefahrenen Schotterpiste am Straßenrand ist sanfter zu befahren.

Das Bild zeigt eine gerade Teestraße bis zum Horizont. Zahlreiche Schlaglöcher zieren die Straße. Am rechten Rand ist ein breiter Schotterstreifen. Loker stehende Bäume erzeugen die Ilusioun, dass die Straße durch einen Wald führt.
Bild 211: Flickenteppich​



Kiboko kommt auf der Hauptstraße auch nur langsam voran.
Hin und wieder rumpelt ein Dorf an der Hauptstraße vorbei.
Es sind kleine Ansammlungen würfelförmiger Lehmhäuser.
Dazwischen stehen Speichergebäude aus Lehm in der Form eines gigantischen Schokokusses.
Zelte sorgen für bunte Farbtupfer.

Das Bild zeigt eine Gruppe von 10 würfelförmigen kleinen Lehmhäusern in einer beigen Savannenlandschaft. Im Vordergrund steht ein Baum mit kleinen Blättern.
Bild 212: Würfelhäuserdorf​


Abalak​


Kiboko ist in Abalak.
Die Fahrer und Soldaten gönnen sich eine kleine Pause.
Kiboko wird nicht gesagt, was passiert und wie lange die Pause dauern soll.
Daher bleibt Kiboko am Auto.
Kiboko sammelt mit der Kamera ein paar Eindrücke an der Hauptstraße.
Busse, LKW, Geländewagen, Eselwagen, Motorräder quälen sich über die sandige Straße.

Das Bild zeigt einen gelben Reisebusauf einer sandigen Straße. In die Gegenrichtung fährt ein Motorrad. Auf beiden Seiten der Straße sind einstöckige Geschäfte. Am Straßenrand sind Pfützen, in denen Müll schwimmt.
Bild 213: Bus in Abalak


Das Bild zeigt einen weißen Mercedes LKW mit offener Kühlerklappe. Der LKW zieht einen Auflieger mit einen dunkelblauen Container. Links wird ein weißer Geländewagen beladen. Rechts steht ein blauer Geländewagen. Die Straße ist staubig mit plattgefahrenen Plastikmüll. An den Seiten sind Pfützen.
Bild 214: Ein LKW im Stadtzentrum


Das Bild zeigt einen Eselwagen mit einem gummibereiften einachsigen Anhänger auf einer staubigen Straße. Der Karren hat Deceken geladen. Auf beiden Seiten sind eingeschossige Geschäfte. Mehrere Männer laufen auf der Straße.
Bild 215: Eselkarren​



Mobile Händler schieben sich durch den Verkehr.

Das Bild zeigt einen Handwagen am Straßenrand. Darauf sind Orangen und Äpfel. Der Verkäufer steht daneben und hat eine Hand lässig in die Hüfte gestützt. Dahinter laufen zwei veschleierte Frauen. Im Hintergrund ist ein Geschäft mit offener Gittertür aus der zwei Kinder schauen.
Bild 216: Rollender Obststand​



Zentrale Kreuzung​


Die zentrale Kreuzung in Abalak ist unbefestigt.
Der Regenguss der letzten Nacht hat Spuren hinterlassen.
Der Verkehr wühlt sich durch ein Schlammloch.
Hier müssen alle durch.
Der tiefergelegte Mercedes genießt ein Schlammbad und schafft es auch.

Das Bild zeigt eine Kreuzung auf einer unbefestigten Straße. Im Zentrum ist ein großes Schlammloch. Ein dunkler Mercedes steckt mittendrinn. Ein weißer Kleinlastger steht an der Seite und versperrt die Ausfahrt. Entlang der Straße stehen weiße Laternen mit Solarpanelen. Um die Kreuzung sind eingeschossige Geschäfte.
Bild 217: Schlammschlacht an der Kreuzung​
 
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Niger Tag 4-3: Fahrt nach Ibessetene​


Von Abalak geht die Fahrt weiter nach Südwesten entlang eines Flusstales.
Dörfer werden häufiger.
Der Baustil ändert sich.
Die würfelförmigen Lehmhäuser werden durch strohgedeckte Rundhüten abgelöst.

Das Bild zeigt würfelförmiges Lehmhaus ohne Fenster mit einer Kantenlänge von ca. 3m. Im Hintergrund sind Rundhütten aus Lehm mit einen Durchmesser von ca. 5m. Sie haben ein in der Mitte spitz zulaufendes Dach aus Schilf. Am rechten Bildrand steht noch ein kugelförmiges Speichergebäude.
Bild 218: Verschiedene Baustile​



Die Regenzeit und die Niederschläge der letzten Nacht haben das Flusstal mit Wasser aufgefüllt.
Es haben sich temporäre Teiche gebildet.
Die Hirten bringen ihr Vieh zur Tränke.
In wenigen Monaten wird hier die Dürre regieren.

Das Bild zeigt einen dichten Wald. Darunter sind Teiche in denen eine Herde brauner Kühe am Trinken ist. Im Vordergrund seind weitere Kühe, darunter eine weiße Kuh. Drei Kuhreiher sind zwischen den Kühen auf der Jagd.
Bild 219: Kühe am temporären Teich​



Die Reste der Teerstraße ziehen sich als perforiertes Band durch die Savanne.
Kiboko ist oft mehr neben der Straße als auf der Straße unterwegs.
Zu tief sind die Schlaglöcher.

Das Bild zeigt eine huckelige Teerstraße die in das Bild führt. Die Straße hat viele Sandflächen und Schlaglöcher. Der vorausfahrende grüne Geländewagen fährt auf dem linken Seitenstreifen. Die Straße führt durch einen Savannenlandschaft mit einzelnen Bäumen. Deine Stromleitung führt am rechten Straßenrand entlang.
Bild 220: Loch an Loch und geht doch​



Dörfer​


Die Dörfer liegen etwas abseits von der Straße.
Es sind Ansammlungen von 10 bis 50 Hütten.
Hier dominieren die strohgedeckten Rundhütten.
Autos und Parkplatzsorgen scheint hier niemand zu haben.

Das Bild zeigt ein Dorf aus strohgedeckten Rundhütten in einer weitläufigen Savannenlandschaft aus trockenem Gras und einzelnen Bäumen.
Bild 221: Dorf in der Weite der Savanne


Das Bild zeigt ein Dorf aus der Nähe mitmehreren strohbedeckten Rundhütten und einem Baum im Vordergrund.
Bild 222: Rundhütten ohne Autos vor der Tür​



Abseits​


Die Hauptstraße ist abschnittsweise nicht mehr befahrbar.
Ein Netzwerk von Feldwegen durchzieht die Landschaft parallel zur Straße.

Das Bild zeigt einen dunklen Geländewagen von hinten auf einem Feldweg einem Hügel herunterfahren. Der Feldweg führt durch eine Savannenlandschaft aus trockenem Gras mit vereinzelnten Bäumen.
Bild 223: Feldwege statt Teerflickenstraße​


Road​


Immer wieder wird die Hauptstraße gekreuzt und für kurze Abschnitte genutzt.
Die überschweren LKW quälen sich in Schrittgeschwindigkeit über die Teerstraße.

Das Bild zeigt einen weißen LKW als Sattelschlepper auf einer staubigen Straße. Auf den Seitenstreifen fährt grüner Geländewagen mit zwei Soldaten auf der Ladefläche.
Bild 224: LKW in Schrittgeschwindigkeit


Das Bild zeigt ausgebrannten Reisebus am Rand einer staugigen Straße. Das Buswrack passiert eine grüner Geländewagen mit zwei Soldaten auf der Ladefläche.
Bild 225: Heißer Fahrstil​

Ibessetene​


Ein kurzer Halt in einem größeren Ort.
Kiboko vermutet, dass es Ibessetene ist.
Leider gibt es hier kein Ortsschild und die Orientierung ist schwierig.
Die Orte an der Straße sehen sich hier auch alle ähnlich.


Die Hauptstraße ist nicht geteert.
Rötlicher Sand und plattgefahrener Plastikmüll bilden die Fahrbahn.
Wir machen hier eine kurze Pause.
Die Soldaten besorgen sich eine kleine Erfrischung.
Raucherpause.
Kiboko macht ein paar Bilder ohne farbverfälschende Scheiben.

Das Bild zeigt einen dunkelgrünen Pickup von hinten. Eine Menschengruppe umringt die Ladefläche. Ein Kind läuft mit einem Fensteuerauto aus einer Plastikflasche mit Knüppelsteuerung  vorbei.
Bild 226: Boxenstopp​



Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ein Restaurant.
Die Außensitzplätze sind in einem Käfig unter einem Wellblechdach direkt an der Straße.
Einstöckige Lehmbauten begleiten die Straße aus rötlichem Sand.
Plastikmüll ist allgegenwärtig.
Gegessen haben wir hier nicht.

Das Bild zeigt ein Rstaurant aus einstöckigen Lehmbauten mit einen käfigähnlichen Gitterstruktur für die Esstische an der Straße. Auf der Straße läuft eine braune Ziege.
Bild 227: Restaurant​
 
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Niger Tag 4-4: Tahoua​


Am Nachmittag erreicht Kiboko Tahoua.
Tahoua ist eine Provinzhauptstadt mit (Stand 2012) 117.000 Einwohnern.
Inzwischen werden sie sich verdoppelt haben.
Einige Straßen sind von hohen Bäumen flankiert.
Darunter knattern gelbe Tuck-Tucks und Motorräder über die staubigen Straßen.

Das Bild zeigt eine Teerstraße die überwiegend von lachsfarbenem Sand bedeckt ist. Auf beiden Seiten sind Bürgerstreige, auf denen hohe Bäume stehen, die die Straße komplett beschatten. Auf der Straße fahren dreirädrige, gelbe Mini-Taxis und Motorräder. Weitere Motorräder stehen auf dem Bürgersteig.
Bild 228: Allee in Tahoua​



Moscheen prägen das Stadtbild.
Leider durfte Kiboko sie nur von außen anschauen.

Das Bild zeigt eine beigefarbene Moschee mit Minaretten an den Ecken und zwei halbrunden Türmen. Die Moschee steht hinter Lehmmauern und einstöckigen Lehmgebäuden an einer vermüllten Straße aus rötlichem Sand.
Bild 229: Moschee, versteckt hinter Lehmwänden​



Palais Royal​


Der Palast kann besichtigt werden.
Es soll touristisch und nicht so spannend sein.
Die Reisegruppe hat es sich angeschaut.
Die Schuhe müssen draußen bleiben.
Kiboko ist auch draußen geblieben.
Stattdessen hat Kiboko die Umgebung erkundet und Mitzieher vom Straßenverkehr gemacht.

Das Bild zeigt ein deunkelbraun gesttrichenes Eingangstor mit drei spitz zulaufenden, weißen Bögen. Davor stehen ein paar Motorräder auf dem vermüllten Gehweg. Am rechten Bildrand ist eine Bank mit einem Mann im hellblauem Gewad und Waren auf dem Boden.
Bild 230: Touristenpalast​



Vor dem Palast knattert ein interessantes Motorrad vorbei.
Im ersten Augenblick hält Kiboko es für ein Selbstbau Trike.
Aber das Motorrad hat hinten drei Räder.
Motorrad mit Stützräder.
Der Fahrer ist stolz auf sein Gefährt.

Das Bild zeigt einen älteren Mann in einem Rosa gewandt auf einem dunkelgrauen Motorrad. Hinten hat das Motorrad drei gleichgroße Räder.
Bild 231: Quad - Motorrad mit Stützräder​


Shopping​


Im Zentrum van Tahoua befinden sich mehrere Geschäftsstraßen.
Eingeschossige Geschäfte präsentieren ihre Waren an Vordächern oder im rötlichen Straßensand.

Das Bild zeigt eine schmale Geschäftsstraße aus rötlichem Sand mit Läden auf beiden Seiten. Im Vordergrund fährt ein Mann im rosa Gewand ein Motorrad ohne Stützräder. Das Geschäft am rechten Bildrand verkauft Rucksäcke und Sportbekleidung, während auf der linken Seite weiße und hellblaue Säcke vor dem Geschäft liegen. Dahiner kommt ein Motorradladen.
Bild 232: Geschäftsstraße in Tahoua​



Beim Drive-by-Shooting knipst Kiboko noch weitere Geschäfte aus dem fahrenden Auto.
In der Straße gibt es bunte Plastikbesen, Ventilatoren und Stapel mit Getränkeflaschen.

Das Bild zeigt mehrere Geschäfte einer Geschäftsstraße in Garagengröße. Auf dem Gewhweg stehen Standventilatoren und große Taschen. An der Ecke des Geschäfts steht ein Straus von bunten Plastikbesen mit dem Stil nach unten.
Bild 233: Ventilatoren und Besen​



Im Niger wird noch mit dem Motorrad zum Einkaufen gefahren.
Die Fahrzeuge werden dann am Straßenrand oder auf dem Gehweg abgestellt.
Zum Telefonieren bleibt man gerne auch mitten auf der Straße stehen.
Sehr weit verbreitet ist der Rundumschutz des Motorrades gegen Steinschlag und Staub.
Scheinwerfer, Sitzbänke, Tank, alles ist mit Plastik und Pappe gut geschützt.
Der Fahrer ist ungeschützt, aber den kann man leicht austauschen.

Das Bild zeigt im Vorergrund einen Mann im orangen Hemd auf einem Motorrad beim Telefonieren. Der Scheinwerfer und Lenker ist durch rosa Plastiktüten geschützt. Während die Tank und Sitzbank durch Pappe und Decken geschützt sind. Im Hintergrund sind Geschäfte in Garagengröße und fünf parkende Motorräder am Straßenrand.
Bild 234: Geschäftiges Tahoua​



Anschließend besuchen wir einen kleinen Supermarkt.
Das Warenangebot ist erstaunlich reichhaltig.
Hier gibt es viele leckere Sachen, die vor Ort nicht angebaut werden können.
Spaghetti, Erdnussbutter, Lachende-Kuh-Käseecken, Ananaskonserven, Olivengläser, ...


Nutella​


Es gibt Reisende die niemals ohne ein paar Gläser ihrer geliebten Nuss-Nougat Creme verreisen können.
Dabei ist Nutella ein Weltprodukt, dass es überall zu kaufen gibt.
Hier im Niger hat man die Auswahl zwischen diverse Glasgrößen und Sondereditionen.

Das Bild zeigt ein Regal in einen Supermarkt. Zentral stehen ca. 100 Dosen Nutella in drei verschiedenen Größen, runde, blau-weiße Käseschachteln mit einem roten Kuhkopf, Spagetti verschiedener Hersteller.
Bild 235: Große Auswahl an Nutella​



Hotel​


Die Nacht verbringt Kiboko in einem Nobelhotel in Gesellschaft eines Kühlschrankes und eines Fernsehers.
Im Badezimmer hatte Kiboko dann auch noch die Gesellschaft eines handgroßen Käfers.

Das Bild zeigt ein Hotelzhimmer mit Doppelbett im Metallgestell mit hellbrauner Decke, einen Kühlschrank und einen an der Wand montierten Flachbildschirm.
Bild 236: Hotelhimmer​


Der Tag klingt dann mit einem Drei-Gänge-Menü aus.
Zwei Bierchen und eine Stärkebeilage.

Das Bild zeigt einen Teller Spaghetti mit Fleischsoße sowie zwei grüne Beaufort Bierdosen auf einem mit Plastikfolie bespannten Tisch.
Bild 237: Dreigängemenü als Abendmahl​


Fortsetzung​


Nach einer Pause geht es weiter mit dem zweiten Rückreisetag vom Gerewol nach Dogondouitchi.
Die restlichen Bilder der Reise sind noch nicht gesichtet und bearbeitet.
Kiboko bittet um etwas Geduld.
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
zaskar
zaskar kommentierte
Aber das Motorrad hat hinten vier Räder.

Wieder mal aufmerksam Bilder betrachtet und Texte gelesen, dabei ist mir aufgefallen, dass es zwar insgesamt vier Räder gibt (die bis zum Boden reichen), jedoch"nur" drei davon hinten ... was durchaus ausreichend ist. :thumbsup:
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe es gleich korrigiert.
Wenn ein Motorrad so viele Räder hat, kann man leicht den Überblick verlieren. ;)
 

Niger Tag 5-1: Fahrt von Tahoua nach Siria​


Pünktlich um halb acht steht Kiboko abfahrbereit am Hotelausgang.
Die Mitreisenden treffen ebenfalls ein.
Nur die Fahrer mit ihren Autos fehlen noch.


Schwere Limousinen mit Fahrern bringen schwere Würdenträger im feinen Zwirn ins Hotel.
Das Hotel Tarka ist das beste Haus am Platz.
Hier werden die schweren Geschäfte abgewickelt.

Das Bild zeigt den Eingangsbereich eines Hotels mit einer Glastür. Darüber stehen zwei blaue Schilder mit weißer Schrift: Hotel und Tarka. Drei junge Männer mit Gepäck warten vor der Tür. Im Vordergrund sind zwei Stufen und eine blau lackiete Rampe mit Rollstuhlsymbol.
Bild 238: Das beste Haus am Platz​



Warten​


Fotografisch ist das Hotel nicht sonderlich ergiebig.
Kiboko wartet lieber vor der Tür und wirft einen Blick auf den Straßenverkehr.
Die Hauptstraße nach Agadez ist morgens erstaunlich ruhig.
Ein paar Fahrzeuge stechen aus der Masse heraus.
Das Bild zeigt einen kleinen LKW mit weißem Führerhaus und himmelblauer Pritsche. Die Schweinwerfer fehlen. Die Pritsche ist hoch mit Kartons beladen. Weitere Kartons sind außen angebunden. Hiner der Beifahrerertür hängt eine großer Sack mit schwarzen Trichtern. Auf der Ladung sitzen ungefähr 20 Männer.
Bild 239: Mitzusbische LKW



Das Bild zeigt einen alten, himmelblauen Toyota Geländwagen mit Pritsche. Vorn iat ein massiver Rammschutz montiert. Auf dem Kabinendach ist ein großer Haufen Koffer. Dahinter hocken ca. 10 Männer auf der Ladung. An der Seite sind angebdundene Beutel und Säcke. Hinten sind mehrere Matraten angebunden.
Bild 240: Nichts ist unmöglich - Toyota!​




Fahrt durch Tahoua​


Kurz vor 9 kommen zwei Geländewagen ins Hotel.
Kiboko bekommt einen neuen Fahrer und einen neues Auto.
Aber auch der Fahrer spricht keine Sprache, die Kiboko versteht.
Zur Abwechselung sitzen die beiden Soldaten jetzt Kiboko im Nacken.
Sie nehmen auf der Rücksitzbank Platz.
Die Kalaschnikows haben sie fest im Griff.


Der Verkehr in Tahoua ist jetzt stärker.
Viele Kleinbusse mit kunstvoll gestapelter Ladung bevölkern die staubigen Straßen.

Das Bild zeigt einen weißen und einen blauen Kleinbus. Der vodere Kleinbus hat graue Plastikschläuche geladen. Die Ladung ist ungefahr eineinahlb mal höher als das Fahrzeug darunter. Der folgende Kleinbus hat Möbel auf dem Dach.
Bild 241: Hochstapler​



Bon Voyage​


Wir verlassen Tahoua auf der Route National 29 nach Süden.
Zwei steife Kamele versperren die Straße.
Das linke Kamel heist Bon.
Das rechte Kamel heist Voyage.
In einen unbeobachteten Augenblick fahren wir einfach zwischendurch.
Den Kamelen bleibt nur noch übrig uns gute Reise zu wünschen.

Das Bild zeigt ein Steintor in Form von zwei überdimensionalen Kamelen. Die Kopfe überschneiden sich über der Fahrbahn. An den Hälsen stehen: Bon und Voyage.
Bild 242: Kameltor​



Schräglage​


Auch die RN29 präsentiert stolz ihre Schlaglöcher.
Immer wieder müssen die Fahrer scharf bremsen und ausweichen.
Da kann die Ladung etwas Schräglage bekommen.
Unser erster Geländewagen macht sicherheitshalber einen respektvollen Bogen.
Der Fahrer von Kiboko ist kein Schisser und weicht nicht aus.

Das Bild zeigt einen entgegenkommenden weißen Kleinbus mit einen großen Berg an Säcken auf dem Dach. Drei reihen Säcke in sechs Lagen erzeugen einen Berg von der Höhe des Kleinbusses. Die Ladung ist verrutscht und ragt weit zur Straßenmitte. Der Kleinbus droth umzukippen. Der Kleinbus fährt auf einer gerade Teerstraße mit großen Schlaglöchern im Vordergrund. Ein vorausfahrender grüner Geländewagen fährt halb auf dem Seitenstreifen.
Bild 243: Kippt er oder kippt er nicht?​



Weniger Probleme mit verrutschter Ladung hat dieser Geländewagen.
Die Menschen auf der Ladefläche, Dach und Seitengitter sind gleichmäßig verteilt.

Das Bild zeigt einen alten Geländwagen auf einer Straße aus rötlichem Sand. Auf dem Dach und der Ladefläche sitzen viele Menschen. Eine Frau im orangenen Schleier steht neben dem Fahrzeug. Im Hinergrund sind eingeschossige Gebäude und Bäume.
Bild 244: Voll beladen nach Tahoua​
 
Kommentar
Moin Bernd
Vielen Dank für den überaus interessanten Reisebericht. Fantastische Arbeit.
LG Robert
 
1 Kommentar
Kiboko
Kiboko kommentierte
Moin Bernd
Vielen Dank für den überaus interessanten Reisebericht. Fantastische Arbeit.
LG Robert
Vielen Dank für das Lob

Inzwischen habe ich den Bangaldesch Reisebericht fertig und kann mich ganz auf den Niger stürzen.
Wir besuchen die Lehmmoscheen in Siria und Yaama.
An Tag 6 werden wir die Westafrikanischen Giraffen besuchen.
 

Niger Tag 5-2: Siria​


In Baga biegt die kleine Reisegruppe nach Osten ab.
Auf eine roten Schotterpiste kommt Kiboko schneller voran, als auf der Schlaglochpiste der RN29.
Hier ist es sehr fruchtbar.
Die Sorghumfelder am Straßenrand werden vollgestaubt.

Das Bild zeigt einen vorausfahrenden grünen Geländewagen auf einer rötlichten Schotterpiste. Rötlicher Staub wird aufgewirbelt. Auf beiden Seiten steht bis dicht an der Straße Shogum. Diese hohe Getreidepflanze ähnelt aus der Endfernung Mais.
Bild 245: Sorghumfelder werden eingestaubt​



Sorghumhirse​


Sorghumhirse ist die traditionelle Pflanze der Region.
Sie wird hier seit vielen Tausend Jahren angebaut.
Die Pflanze gedeiht sehr gut auf Lehmböden.
Sie kommt sehr gut mit Trockenphasen zurecht.
Sollte es für längere Zeit trocken sein, unterbricht die Pflanze ihr Wachstum.
Nach dem nächsten Regen wächst sie weiter.
Gesät wird im Mai.
Erntezeit ist im September / Oktober.


Es ist Erntezeit.
Die Bauern tragen das geerntete Getreide in Ihr Dorf.
Nicht jeder Bauer kann sich einen Eselkarren leisten.
Traktoren, CO2-Steuer und Agrardieselsubventionsverlust sind in Niger kein großes Thema.
Den Klimawandel spüren sie trotzdem.
Die Gefahr einer Rechtskurve betrifft hier nur den Verkehr.

Das Bild zeigt einen Eselkarren mit Brennholz am rechten Rand einer rötlichen Schotterstraße. Rechts daneben ist ein Verkehrsschild mit Warnung vor einer Rechtskurve. Dahinter laufen zwei Frauen mit Kindern. Die Frauen tragen Bündel von Shogum-Kolben auf dem Kopf. Bis an den Straßenrand stehen 2m hohe Shogum-Pflanzen. Ein grüner Geländewagen fährt auf der Straße.
Bild 246: Erntezeit​



Siria​


Ein Zwischenziel unseres Abstechers ist Siria.
Es ist ein kleiner, ursprünglicher Ort mit einer Moschee aus Lehm.

Das Bild zeigt einen grünen Geländewagen von hinten bei der Fahrt durch einen Ort aus einstöckgigen, würfelförmigen Gebäuden aus braunen Lehm. Die Straße besteht aus rötlichem Sand. Am linken Straßenrand steht ein zusammengezimmerten Holztisch, auf dem Flaschen stehen. Daneben ist eine Frau in rot-weiß gestreiftem Kleid. Im Hintergrund ragt die Spitze eines Minaretts einer Lehmmoschee über das Dach des vorausfahrenden Fahrzeugs.
Bild 247: Hauptstraße in Siria​



Moschee​


An der Moschee halten wir.
Die Soldaten schwärmen aus und postieren sich strategisch günstig.
Kiboko darf aussteigen und sich etwas umsehen.


Die Moschee besteht aus rotbraunem Lehm.
Sie hat einen quadratischen Grundriss mit Lehmtürmchen an den Ecken.
Eine Lehmmauer beschützt die Moschee.
Das ganze Gebäude wirdt wie eine Burgfestung.

Das Bild zeigt eine viereckige Moschee mit vier viereckigen Türmen an den Ecken. Eine 1,20m hohe Lehmmauer umgibt die Moschee. Die Mauer ist durch graue Holztüren unterbrochen.
Bild 248: Mochee in Siria​



Kiboko wagt ein Blick über die Mauer.
Türen und Fesnter der Moschee sind verschlossen.
Ein offenes Gebäude schützt den Eingangsbereich vor sengender Sonne und gegebenenfalls Regen.

Das Bild zeigt den Blick durch einen Säulengang mit vier Säulen vor der grünen Eingangstür der Moschee. Die braunen Holzfenster sind verschlossen.
Bild 249: Säulengang​



Kiboko umrundet die Moschee, um sie von der Sonnenseite zu knipsen.
Dort ist der Dorfteich.
Der Teich ist mit einer gelbgrünen, stinkenden Flüssigkeit gefüllt.
Kein Vogel wagt sich auf die Wasserfläche.


Die Soldaten passen auf, damit Kiboko nicht in einen Hinterhalt gerät.
Dabei sind die Dorfbewohner sehr freundlich.
Kiboko fühlt sich hier nicht gefährdet.

Das Bild zeigt eine viereckige Moschee mit vier viereckigen Türmen an den Ecken. Daneben stehen in paar Bäume. Im Vordergrund ist ein See mit einer gelbgrünen Flüssigkeit. Am linken Bildrand steht an der Ecke zur Hauptstraße ein Soldat in beigen Fleckentarnanzug.
Bild 250: Moschee am Dorfteich​


Dorfplatz​


Auf der anderen Seite der Moschee ist der Dorfplatz.
Der Platz ist von Speichergebäuden aus Lehm eingerahmt.
Am Rand vom Dorfplatz ist ein Brunnen mit Schwengelpumpe.
Das ist der soziale Mittelpunkt des Ortes.
Hier treffen sich die Frauen beim Wasserholen und Wäschewaschen.
Die Männer bringen die Viehherden zum Tränken.

Das Bild zeigt eine Gruppe Frauen in bunten Kleidern mit Plastikeimern auf dem Kopf. Dahinter stehen eine Schafherde und eine Rinderherde auf einen Platz aus rotbraunem Sand. Im Hintergrund stehen runde Gebäude mit halbrunder Kuppel aus rotbraunem Lehm.
Bild 251: Dorfplatz in Siria​



Die Kinder haben Kiboko schon lange bemerkt.
Für sie sind neugierig auf die Fremden.
Gebettelt wird nicht.


Ein Speichergebäude im Hintergrund ist eingestürzt.
Oder hat hier ein Riese ein Stück aus dem gigantischen Schokokuss herausgebissen?
Die Regenfälle haben ihre Spuren hinterlassen.
Im nächsten Monat beginnt die Trockenzeit.
Dann werden die Lehmgebäude repariert und die Speicher gefüllt.

Das Bild zeigt einen rotbraunem Dorfplatz. Über 20 Kinder schauen in die Kamera. Am rechten Bildrand befindet sich die Pumpe hinter einer Mauer. Davor ist eine große Pfütze. Weiter hinten ist eine Schafherde und Lehmgebäude. Aus einem runden Speichergebäude ist die Kuppel eingestürzt.
Bild 252: Neugierige Kinder​
 
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Niger Tag 5-3: Yaama​


Die Fahrt geht weiter auf der Piste nach Osten.
Der nächste Ort ist nicht weit entfernt.
Nach rund 15 Minuten Fahrt erreichen wir Yaama, auch Yama, Yamma oder Yamas genannt.
Laut Wiki wohnten hier um die Jahrtausendwende rund 3400 Menschen.
2012 waren es schon 7400.
Heute werden es viel mehr sein.


Moschee​


Yaama ist sehr ursprünglich.
Kleine Anwesen aus Lehm und runde Speicher drängen sich um mehrere Moscheen.
Gleich an der Straße ist auf der Nordseite die erste größere Moschee.
Die Dorfjugend wartet schon.

Das Bild zeigt eine zweistöckige, rechwinklige Moschee aus rotbraunem Lehm. An der linken Ecke ist ein viereckiger Turm mit zwei weiteren Stockwerken. Ein grauer Lautsprecher hängt am Turm der Balustrade. Vor der Moschee ist eine ca. 1,2m hohe Mauer aus Lehm mit einem Durchlass. Links davon stehen neun Kinder aller Altersklassen. Zwei haben einen Motorradreifen als Spielzeug dabei.
Bild 253: Moschee in Yaama


Das Bild zeigt die Moschee von der Seite im Sonnenlicht. En den Enden ist jweils ein großes Fenster mit jeweils drei Baumförmigen Stützen. Dann folgt jeweils eine geschnitzte Holztür mit modernen Mustern. Danzwischen sind drei kleinere Fenster. Im Obergeschoss sind 12 kleinere Fenster. Darüber ist eine Balustrade mit einem Säulenmuster. An der linken Ecke ist der Turm.
Bild 254: Lehmmoschee​



Details​


Die Moschee kann nicht von der Reisegruppe betreten werden.
Kiboko schaut sich die Fassade genauer an.
Fenster und Türen sind etwas zurückversetzt.
Geschwungene Ornamente in Wellenform rahmen die Türen und Fenster in.
Die Fenster haben kein Glas.
Kaninchendraht schützt die Moschee vor fliegenden und krabbelnden Gästen.


Interressant sind die Muster der Türen.
Sie sind sehr modern und passen nicht zur Formensprache der Lehmmoschee.
Hier hat sich ein moderner Künstler ein Denkmal gesetzt.
Vielleicht war es auch nur ein Restposten aus dem Baumarkt.
In Deutschland würden der Denkmalschutzbehörde die Haare zu Berge stehen.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Lehmmoschee mit einer Holztür in der Mitte. Die Tür hat in der Mitte einen Kreis darum ist eine Spriale aus rotem, schwarzem und beigem Streifen. Die Ornamente an den Seiten haben drei Stufen. Darüber ist eine Welle. Der Lehm ist sehr rissig mit tiefen Furchen.
Bild 255: Moderne Tür​



Der Lehm ist rissig.
Regen hat die Oberfläche ausgewaschen.
Gebäude aus Lehm müssen jedes Jahr erneut repariert werden.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Moschee. Unten sind zwei Fenster mit Säulenstützen. Oben sind vier kleine Fenster. Die Fenstger sind jeweils etwas zurückversetzt und mit Kaninchendraht bespannt.
Bild 256: Glaslose Fenster​



Eine Ballustrade ziert die Dachkante der Moschee.
Hier ist ein Säulenmuster eingearbeitet.
In der ausgewaschenen Oberfläche sind Stohfasern.
Die Lehmmoschee ist aus Verbundwerkstoff gebaut.

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Ballustrade am Flachdach der Moschee. Das Zierstück in der Mitte Besteht aus drei dickeren Säulen. Die beiden Abschnitte sind jweils durch weitere drei Säulen unterteilt. Zwischen den rotbraunen Lehm schauen helle Strohstreifen heraus.
Bild 257: Ornamente an der Dachkante​
 
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Niger Tag 5-4: Yaama - Große Moschee​


Kiboko wird in die Ortsmitte gefahren.
Der Weg ist kurz.
Die Fahrt hat sich kaum gelohnt.


Große Moschee​


Im Zentrum von Yaama steht die Freitagsmoschee auch Große Moschee genannt.
Die Moschee wurde in mehreren Abschnitten von 1962 bis 1982 erbaut.
Der Architekt ist Falké Barmou.
Der Mann war ein einfacher Bauer in Yaama.
Er war schon bis nach Dakar gereist und hatte erfolgreich Häuser gebaut.
Mit dieser Qualifikation erhält er vom Dorfältesten den Auftrag die Große Moschee zu errichten.
Am Anfang wurde die zentrale Gebethalle errichtet.
Es ist ein rechteckiger Bau mit 29 Säulen.
Nach Reisen nach Mekka und in den Sudan hat Falké Barmou die Moschee erweitert.
Zum Abschluss sind die vier Minarette als Ecktürme entstanden.


Die Große Moschee von Yaama ist ein herausragendes Bauwerk in der Sudan-Sahel-Architektur.
Dafür hat Falké Barmou den renomierten Aga-Khan-Preis für Architektur erhalten.
Die Große Moschee ist zusammen mit Moscheen der Region auf der Kandidatenliste für ein UNSECO Kulturerbe.

Das Bild zeigt eine Moschee aus rotbraunem Lehm. An den Ecken sind mächtige Türme mit quadratischem Grundriss. Die Moschee ist von einer Lehmmauer umgeben. Im Vordergrund läuft eine Frau im blau-gemustertem Kleid und hellblauem Schleier.
Bild 258: Große Moschee in Yaama​



Die Moschee kann besichtigt werden.
Die Schuhe müssen draußen bleiben.
Ein Wächter passt auf die Moschee und die Schuhe auf.

Das Bild zeigt den Mittelteil der Moschee mit zwei offenen, hellblauen Türen. Die Fenster sind durch hellblaue Fensterladen geschützt, die geöffnet unten von der Wand abstehen. Vorder linken Tür sitzt ein Mann im graugrünen Gewand. Links davon stehen vier paar Flip-Flops und ein paar Turnschuhe.
Bild 259: Schuhe müssen draußen bleiben​



Kiboko schaut über die Lehmmauer in den Vorhof der Moschee.
Eine offene Halle ist in die Mauer integriert.
Auch auf der anderen Seite stehen Türen und Fenster offen.

Das Bild zeigt die Fassade der Moschee am rechten Bildrand. Link im Hintergrund steht eine offene Halle aus Lehm mit drei Bögen. Davor ist ein Platz aus rötlichem Sand.
Bild 260: Im Hof der Moschee​



Die Ankunft von Fremden hat sich im Dorf schnell herumgesprochen.
Viele Kinder versammeln sich rund um die Große Moschee.

Das Bild zeigt eine viereckige Moschee mit viereckigen Ecktürmen mit der Blickrichtung von einer Ecke. Eine hohe Lehmmauer umringt die Moschee. Davor wuseln rund 20 Kinder auf einen staubigen rotbraunen Sandplatz herum.
Bild 261: Viele Kinder an der Moschee​


Die Vögel​


Auf den Türmen der Moschee sitzen große schwarze Störche.
Im ersten Moment glaubt Kiboko Schwarzstörche zu sehen.
Es sind aber die sehr änlichen Abdimstörche.
Das Teleobjektiv ist zur kurz für ein formatfüllendes Foto.

Das Bild zeigt vier schwarze Störche auf einem Minarett einer Lehmmoschee. Unterhalb der Störche schaut ein großer Lautsprecher aus einem Fenster raus.
Bild 262: Vier Störche und ein Lautsprecher​


Der Jagdinstinkt ist erwacht.
Kiboko will die Vögel unbedingt fotografieren.
Das 500er ist noch im Rucksack.
Kiboko löst sich etwas von der neugierigen Kinderschar vor der Moschee.
In einer ruhigen Ecke ist eine einfache Bank.
Hier kann Kiboko das große Tele montieren.


Kiboko begiebt sich in Position.
Der erste Vogel wird anvisiert.
Da passiert etwas unerwartetes.

Quiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeetsch

RUMMMMMMS!


Kiboko zuckt vor Schreck zusammen.
Alle Vögel fliegen auf.
Die Mitreisenden erscheinen auf dem Dach der Moschee.

Die Störche knoten in respektvollen Abstand Warteschleifen in den blauen Himmel.
Kiboko muss lange warten, bis ein Flieger in Reichweite vorbeikommt.

Das Bild zeigt einen schwarzen Storch mit dunkelgrauem Schnabel und weißem Bauch im Flug mit weit ausgebreiteten Flügeln.
Bild 263: Warteschleife​


Nachdem sich die Mitreisenden vom Moscheedach zurückgezogen haben.
Dauert es noch eine Weile, bis der erste Vogel sich vorsichtig wieder auf der Moschee niederlässt.

Das Bild zeigt einen schwarzen Storch mit dunkelgrauem Schnabel und weißem Bauch auf einem braunem Lehmtürmchen stehen. Die benachbarten Türmchen haben einen weißen Überzug.
Bild 264: Abdimstorch (Abdims Strok)​


Umgebung​


Während die Reisegruppe sich noch im Inneren der Moschee aufhält, nutzt Kiboko die Gelegenheit sich kurz in das Dorf zu wagen.
Die runden Speichergebäude dominieren die Bebauung in der Nachbarschaft.
Frauen in hellblauen Schleiern ziehen mit ihren Kleinkindern durch Yaama.
Sie bilden einen willkommenen Kontrast zum rotbraunen Lehm.

Das Bild zeigt eine viereckige Moschee mit viereckigen Ecktürmen. Am linken Bildwand ist eine hohe Lehmwand. Drei Frauen mit hellblauem Schleier und zwei Kleinkinder laufen auf dem staubigen Platz neben und vor der Moschee.
Bild 265: Hellblaue Schlier und rotbrauner Lehm

Das Bild zeigt die Moschee im Durchblick zwischen drei runden Speichern im Gegenlicht. Auf dem Platz vor der Moschee sind viele Kinder und eine Frau mit hellblauem Schleier.
Bild 266: Moschee zwischen Schokoküssen​
 
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Robert Goppelt
Robert Goppelt kommentierte
Absolut beeindruckend... 1a
 

Niger Tag 5-5: Yaama​


Kiboko streunt weiter rund um die Moschee.
Dabei verfolgen scheue Augenpaare das Nilpferd auf Fotopirsch.

Das Bild zeigt das Porträt einer Frau im hellblauem Schleicher. Sie schaut mit den Augen über eine Lehmmauer.
Bild 267: Scheuer Blick​


Speicher​


Kiboko faszinieren die runden Speichergebäude.
Darin wird in der Dürreperiode Getreide gelagert.
Sie stehen auf kleinen Säulen.
So kann ein wenig Regenwasser den kostbaren Inhalt nicht gefährlich werden.
Die vorbeigehende junge Frau sorgt für einen schönen Farbtupfer und Maßstab.

Das Bild zeigt mehrere runde Speicergebäude aus Lehm. Sie haben einen Durchmesse und eine Höhe von rund 5 Meter. Sie haben eine Halbrunde Kuppel mit einem Hütchen aus Stroh. Zwischen den Speichern läuft eine junge Frau mit einem gelben Schleier.
Bild 268: Getreidespeicher​


Kiboko geht weiter in den Ort.
Die Anordnung der Lehmhäuser ist eher zufällig.
Kurvige Sandwege verbinden die Häuser.
Es ist ein Labyrinth.
Es sieht alles sehr ähnlich aus.
Hier kann man sich schnell verirren.

Das Bild zeigt einen Weg aus rötlichem Sand, der in Schlangenlinien zwischen eingeschossigen Lehmgebäuden, hohen Lehmmauern und runden Speichern hindurchführt.
Bild 269: Labyrinth für Touristen​


Brunnen​


Ein Ankerpunkt ist ein kleiner Brunnen mit Schutzdach aus Stroh.
Hier treffen sich die Frauen beim Wasserholen.

Das Bild zeigt einen Brunnen. Aus einem viereckigen Betonblock ragen Wasserhähne. Darum ist eine flache, viereckige Betonwanne. Der Brunnen wird mit einer Strohmatten gedeckten, offenen Holzkonstruktion gegen die Sonne geschützt. Rund um den Brunnen stehen Wasserkanister. Frauen stehen im Schatten. Kinder sitzen auf dem Brunnen. Ein Radfahrer im gelben Hemd fährt rechts ins Bild.
Bild 270: Treffpunkt Brunnen​


Dorf​


Kiboko geht zurück zur Moschee und trifft sich dort mit Reisegruppe.
Gemeinsam schlendern wir die Hauptstraße mit den Geschäften entlang.
Ein Soldat geht mutig voran.
Die Autos tuckern langsam hinterher.
Der zweite Soldat sichert nach hinten ab.

Das Bild zeigt ein Geschäft an der Hauptstraße mit zwei offenen Bögen aus Lehm. Davor steht ein wackeliger Holztisch mit braunen Glasflaschen. Eine Frau im rosa Schleier steht vor dem Geschäft. Das nächste Geschäft hat ein einfaches, strohgedecktes Vordach. Darunter sitzt ein Mann im Schatten auf einer Bank. Vor dem Vordach parkt ein Eselkarren. Der vorausgehende Soldat mit beigen Fleckentarnanzug und rotem Barret läuft am rechten Bildrand vorweg.
Bild 271: Yaama City Center​


Kiboko wirft auch mal einen Blick zurück.
Auf der staubigen Hauptstraße pulsiert das Leben.
Interessant ist das Verkehrsschild, auf dem zwei große Hügel abgebildet sind.
Wird hier vor frei herumlaufenden Speichergebäuden gewarnt?

Das Bild zeigt die Hauptstraße aus rötlichem Sand in die Gegenrichtung. Am rechten Bildrand ist die Rückansicht des Eselkarren vom vorhergehenden Bild. Eine Frau im dunkelgrün-gemusterten Kleid läuft mit einem Kind im hellblauen Schleier die Stra´ße entlang. Im Hintergrund sind zwei Geländewagen und ein weiterer Soldat.
Bild 272: Hauptsraße​


Dorfplatz​


Kiboko erreicht einen Dorfplatz.
Auf dem Boden liegen Dolden mit Shorghumhirse.
Frauen hauen mit einem Holzstampfer auf die Dolden, um das Getreide herauszulösen.
Offene Tongefäße stehen bereit, um das Getreide aufzunehmen.


Mit dem Eintreffen von Kiboko legen die Frauen spontan die Arbeit nieder.
Sie begeben sich in den Schatten eines Baumes und bestaunen die fotografierenden Fremden.
Kiboko bestaunt die Arbeitsweise um Getreide zu dreschen.
Es ist mühselige Handbeit, die von Frauen geleistet wird.

Das Bild zeigt einen Platz mit rötlichem Sand. Dahinter führt ein Weg durch hohe Lehmmauern und Lehmgebäuden. Im Hintergrund ragt das Minarett einer Moschee. Am Rand des Platzes steht ein schattenspendender Baum, unter dem sich eine Gruppe Menschen versammelt hat. Auf dem Platz liegen Haufen von länglichen Dolden der Shorghum Hirse.
Bild 273: Der Dorfplatz ist Dreschplatz

Das Bild zeigt nochmal den selben Platz im Detail. Eine Frau mit hellblauem Schleier hat einen ca. 1,5m langen Holzstampfer in der Hand und stößt damit auf die am Boden liegenden Getreidedolden. Neben der Frau stehen Tonfgefäße. Ein Jugne fährt mit dem Fahrrad daran vorbei.
Bild 274: Dreschen ist Frauenarbeit

Das Bild zeigt auf dem Boden liegende Dolden de Shorghumhirse. Die Dolden sind um ein vielfaches Länger als Maiskolben und haben einen geringeren Durchmesser. Die Getreidekörner sind deutlich kleiner als Mais.
Bild 275: Shorghum auf dem Dorfplatz​


Baga​


Kiboko fährt die Schotterpiste zurück nach Baga.
An Kreuzungspunkt mit der Nationalstraße 29 warten Kleinbusse auf Fahrgäste und Ladung.
Es passt immer noch jemand rein und auf dem Dach ist auch noch viel Platz.

Das Bild zeigt einen roten Kleinbus mit geöffneter Heckklappe an einer staubigen Teerstraße in einer Ortschaft aus einfachen Hütten. Hinter und neben dem Fahrzeug ist eine Menschentraube. Das Dach ist hoch beladen.
Bild 276: Kleinbusstopp in Baga​
 
Kommentar

Niger Tag 5-6: Fahrt nach Dogondoutchi​


Weiter geht die Reise auf der Nationalstraße 29 nach Süden.
Die Landschaft ist hier grüner.
Kleine Dörfer sind häufiger.

Das Bild zeigt ein Dorf mit 16 runden Speichern. Dahinter stehen einzelne Gebäude aus Lehm. Im Vordergrund ist ein Tümpel mit Entengrütze.
Bild 277: Schokokussdorf​


Der Verkehr nimmt zu.
Die Qualität der Teeflickenstraße nimmt immer weiter ab.
Rücksichtslose Busfahrer überholen überall und drängen den Gegenverkehr auf den Seitenstreifen.

Das Bild zeigt einen weißen und einen dunkelblauen Kleinbus. Beide haben eine hochaufgetürmte Ladung auf dem Dach. Ein Bus überholt die beiden Kleinbusse trotz tiefer Schlaglöcher. Ein vausfahrender Geländewagen rumpelt über den Seitenstreifen.
Bild 278: Viel Verkehr​


Im weiteren Tagesverlauf fahren wir gegen das Licht.
Die Bildqualität durch die Scheibe lässt zu wünschen übrig.
Daher mach Kiboko auf der Etappe nur noch wenige Bilder.


Pause in Birnin Konni​


Auf dieser Rumpelpiste quälen wir uns langsam nach Süden.
In Tsernaoua erreichen wir die Nationalstraße 1.
Hier biegen wir nach Westen ab.
Die Nigerianische Grenze ist nur noch zwei Kilometer entfernt.
Im nächsten größeren Ort Birnin Konni haben wir eine kurze Mittagspause.
Alles ist perfekt organisiert.
Hühnchen mit Reis und Pommes stehen schon kurz nach der Ankunft bereit.


Weiter geht die Fahrt auf der Nationalstraße 1 nach Westen.
Es ist die Hauptverkehrsader im Süden des Niger.
Teilweise ist sie neu geteert.
Teilweise ist es Symphonie aus Teerflecken, Schlaglöchern und Schotterflächen.
Der Verkehr nimmt weiter zu.


Dogon Topki​


Kurz vor Munïseka überquert Kiboko den Trockenfluss Dogon Topki.
Der Flus ist (fast) das ganze Jahr trocken.
Wenn hier Wasser fließt, dann in der Regel unterirdisch.
Die Regenfälle der letzten Nächte haben aus dem Trockenfluss eine Seenlandschaft gemacht.
Das Wasser hat Sedimente mitgenommen und daher eine beige-rötliche Farbe angenommen.

Das Bild zeigt ein breites Flaches Tal, dass beige-rötlichem Wasser gefüllt ist. Am flachen Ufer stehen ein paar Büsche. Am Himmel sind viele Wolken.
Bild 279: Nasser Trockenfluss​


Munïseka​


Im folgenden Ort Munïseka ist Markttag.
Viele Marktstände säumen die Straße.
Manche Verkäufer haben ihr Waren auf dem Boden ausgebreitet.
Kiboko lässt die Kamera rattern um ein paar Szenen einzufangen.

Das Bild zeigt einen Marktplatz neben der Straße mit vielen einfachen Ständen mit Wellblechdach. In der Mitte ist ein Mobiler Stand mit einem violetten Schirm. Viele Menschen lafuen zwischen den Ständen.
Bild 280: Markttag

Das Bild zeigt einen Marktplatz. Im Vordergrund ist auf Säcken ausgebreitetes Getreide, einzelne Schüsseln sind mit Gertreide gefüllt. Eine Frau verkauft Knollen in blauen Schüsseln und grßen Eimern. Im Hintergrund ist ein festes Gebäude mit Strohdach. Davor stehen Stapel mit gelben Kanisistern und blauen Säcken.
Bild 281: Markttag​


Dogon Topki​


Nach einer längeren Fahrtstrecke nach Westen überqueren wir erneut den Trockenfluss Dogon Topki.
Die Straße verläuft schnurgerade über eine Brücke.
Das Geländer ist nicht mehr existent.
Nur ein paar Holzstämme markieren das Ende der Fahrbahn.
Das ganze Flussbett des Trockenflusses ist mit Wasser gefüllt.
Das Dromedar am Wegesrand mag unsere Überfahrt nicht mit ansehen und steckt den Kopf lieber in einen Busch.

Das Bild zeigt eine gerade Teerstraße über einen breiten Fluss. Am forderen Ufer stehen zwei Büsche. Auf der linken Seite steckt ein Dromedar den Kopf in einen Busch. Auf der gegenüberliegenden Seite stehen einzelne Bäume. Am Himmel sind viele Wolken.
Bild 282: Brücke über einen nassen Trockenfluss​


Ein LKW.Fahrer hat die Breite der Brücke falsch eingeschätzt.
Die Markierungsstämme haben den Gas-LKW nicht aufhalten können.
Jetzt liegt er auf der Seite im Fluss.

Chef! Chef! Wir haben ein Problem.
Der Fahrersitz ist nass.
Der Beifahrersitz ist auch nass!


Der LKW transportiert Flüssiggas.
Jetzt ist die Gasversorgung unterbrochen.

Das Bild zeigt einen LKW mit grünem Führerhaus und weißem Gastank auf der Seite in einem Fluss mit beige-rötlichem Wasser liegen. Im Vordergrund ist die gländerlose Kante der Brücke. Im Hintergrund sind flache Hügel entlang des Flussbettes.
Bild 283: Badetag im Trockenfluss​


Dogondoutchi​


Am Nachmittag erreicht Kiboko das Etappenziel Dogondoutchi.
Kiboko wird im Hotel Magama abgesetzt.
Es gibt heue kein weiteres Besichtigungsprogramm.


Die Hotelanlage besteht aus kleinen Reihenhütten in einer eher einfachen Parkanlage.
Die Tür zum Zimmer von Kiboko steht bereits offen.

Das Bild zeigt einen durch niedrige Hecken abgegrenzten Weg zwischen zwei einstückigen Gebäuden mit hellblauen Türen und hellblauen Fenstern. Auf der linken Seite steht die erste Tür offen. Darüber thront eine verrostete Satellitenschüssel. Weiter hinten steht ein Baum am Weg.
Bild 284: Willkommen im Hotel Magama​


Das Zimmer ist einfach eingerichtet.
Das Bett hat einen Betonsockel.
Der Fernseher ist älteren Datums und die Senderauswahl ist bescheiden.
Es gibt zwei Programme, eEins mit Rauschen und Knacken und das Zweite mit Knacken und Rauschen.


Uner der Eingangstür ist ein breiter Spalt.
Mücken und anderes Getier haben ungehinderten Zugang.
In der Nacht bekommt Kiboko reichlich ungebetenen Besuch.
Daher geht es nicht ohne die Klimaanlage.
Die pustet aber kalte Luft direkt über das Bett.
Kiboko stellt den kleinen Tisch vor die Klimaanlage.
Darauf wird er Plastikstuhl gestellt.
Die Jacke wird über den Stuhl gehängt.
Die Kaltluft wird jetzt abgelenkt.

Das Bild zeigt das Zimmer vorn Kiboko. Hinten ist das Bett mit hellblauem Bezug der Matratze, die auf einen Betonsockel liegt. Am Fußende ist eine Klimaanlage an der Wand montiert. Im Vordergrund steht ein Röhrenfernseher im silbergrauen Gehäuse. Die Wände sind terrakottafarben.
Bild 285: Vollklimatisiertes Zimmer​


Kiboko verbringt den rest des Nachmittags in guter Gesellschaft einer Blondine.
Sie heisst La Béninoise.
Sie stammt aus dem Nachbarland Benin.
Nachdem der Wirt sie kaltgestellt hat, macht Kiboko sie alle.


Das Bild zeigt eine Bieflasche mit weiß-grünem Ettikett mit roter Schrift: La Béninoise. Daneben steht ein fast leeres Glas auf einem rostigen Tisch aus Riffelblech.

Bild 286: La Béninoise​


Abends gibt es Bohnen mit Pommes, Zwiebeln und Paprika.

Das Bild zeigt das Abendessen mit einem Teller mit grünen Bohnen, frittierten Kartoffelspalten und einen Haufen aus Zwiebeln und Paprikastreifen. Der Teller steht auf einer braunen Decke mit Blumenmuster.
Bild 287: Veganes Abendessen​
 
Kommentar
Und der Gas-Lkw bleibt einfach so im Fluss???
Spannende Geschichte... (y)(y)
 
5 Kommentare
dembi64
dembi64 kommentierte
Der war bestimmt schmutzig und musste mal wieder gewaschen werden.
 
B
Brunke kommentierte
@Robert Goppelt Dazu müsste man einen Kran haben…. Oder man wartet bis der Fluß wieder trocken ist.
 
W
W.W. kommentierte
Aber selbst wenn der Fluss wieder trocken ist kommt man ohne Kran nicht weiter
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Das glaubst auch nur Du …
Ein paar Seile und einige Geländewagen – und dann wird kräftig gezogen.

.
 
Kiboko
Kiboko kommentierte
Es wird auch gerne ein größerer Radlader genommen.
 
In Afrika werden Fahrzeuge zum Waschen in einen See oder Fluß gefahren.
Die stabile Seitenlage ist aber eher unüblich.
Am Auflieger ist schon eine Kette.
Die Pumpenklappen stehen offen.
Vermutlich ist der LKW in das trockene Flußbett gestürzt.
Die Bergung wurde schon begonnen.
Das plötzliche Hochwasser hat die Bergung unterbrochen.

Die Fahrer sind Tage- und wochenlang mit ihren Fahrzeugen unterwegs.
Lenkzeiten gibt es nicht, oder sind egal.
Die Fahrer fahren bis zur totalen Erschöpfung.
Sie sind oft übermüdet.
Viele LKW sind total überladen und der technische Zustand ist am ehesten mit schrottreif zu beschreiben.
Der Straßenzustand erfordert höchste Konzentration.
Das nächste Schlagloch kann den LKW beschädigen und die Reise zusätzlich verlängern oder abrupt beenden.

Kiboko hat auf der Strecke erschreckend viele Unfälle und Pannenfahrzeuge gesehen.
Eine Auswahl davon gibt es im Beitrag 6-4.
 
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