Gerewol - der Heiratsmarkt im Niger

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Schön, dass Du Zeit gefunden hast, uns auf Deiner interessanten Reise weiter mitzunehmen. Ich lese amüsiert mit und freue mich auf weitere Bilder. Hier ein stellvertretendes Like für alle Fotos:



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Niger Tag 3-7: Gerewol​


Die Männer der neu angekommenen Gruppe sind jetzt komplett geschminkt.
Sie treffen sich in der Savanne in kleinen Gruppen.
Hier tanzen und singen sie sich warm.


Neue Gruppe​


Die Männer tragen lange Gewänder.
Die dominierende Farbe ist olivgrün.
Es gibt Streifen, Muster in schwarz und dunkelbraun und weiß.
Einige Männer tragen auch komplett weiße Gewänder.


Fulbehüte​


Kopfbedeckungen sind weiße Turbane mit Straußenfeder oder konische Fulbehüte.
Der Fulbehut besteht aus einem Pflanzenfasergeflecht.
Darin sind Lederapplikationen eingearbeitet.
Der Rand ist ebenfalls in Leder eingefasst.
Oben wird der Hut von einem ledergefassten Knopf abgeschlossen.
Oft wird der Fulbehut auf einem Turban getragen.



Bild 159: Auf zum Tanz



Die Männer fühlen sich in ihrer Tracht wohl.
Ein paar freundliche Gesten von Kiboko ermöglichen Porträts.

Bild 160: Vorfreude


Bild 161: Gelb-Schwarz - Borussia Dortmund Fan?



Bild 162: ungeschminkt




Bild 163: Perfekt gestylt


Bild 164: Ein gelber Streifen reicht auch


Tanzen Tanzen Tanzen​


Die Männer bilden wieder Tanzkreise.
Mit rhythmischen Bewegungen auf der Stelle und kleinste Schritte singen sie um die Wette.
Sie klatschen mit den Händen.
Es ist eine ausgelassene festliche Stimmung.

Bild 165: Männer beim Tanz


Bild 166: Hier ist Stimmung​


Touristenexotik​


Das Tanzen bleibt nicht unbeobachtet.
Inzwischen haben die anderen Touristen das Camp verlassen und mischen sich unter die tanzenden Männer.
Immer wieder tauchen im Hintergrund Bleichgesichter, Fotoapparate und Handys auf.
Aber auch den Vordergrund machen sie unsicher.
Mit dem Handy kriechen sie in die Gesichter der tanzenden Männer.
Für andere Touristen sind die Männer nur eine Hintergrundkulisse zur Selbstdarstellung.


Besonders viel Aufsehen erregt eine tätowierte Mitreisende mit lila Haaren.
So viel Exotik sehen die Männer im Niger eher selten.
Die Stimmung der Männer erhält einen Dämpfer.
Hier treffen unterschiedlichste Kulturen zusammen.

Bild 167: Exotische Touristin - Traditionelle Männer​



Die beobachtende Damenwelt staunt ebenfalls.
Vielleicht sollte sie sich die Haare auch lila färben?

Bild 168: Ob mir lila steht?​



Hier hat es schon etwas abgefärbt.
Die junge Frau scheint aber davon wenig begeistert zu sein.

Bild 169: Abgefärbt?​
 
2 Kommentare
B
Brunke kommentierte
An dem Foto mit der farbenfrohen Touristin wundert mich am meisten, dass sie sich in den Niger verlaufen hat. Erstaunlich! Die Minen der Männer sind schwer zu deuten.

Das Foto zeigt sehr schön die Problematik auf, die entsteht, wenn traditionelle Veranstaltungen in den Fokus des Tourismus rücken und die Besucher sich nicht benehmen können. Irgendwann wird es Tribünen und Absperrungen geben und es verkommt zur Theateraufführung. Der Schritt zum Zoo ist nicht mehr weit. Bekommen die Besucher von den Reiseleitern keinen Hinweis, was unerwünscht ist?
 
Kiboko kommentierte
Unserer farbenfrohe Mitreisende ist aus der - haltet Euch fest - Türkei.
Die Kinder auf dem Dorfrundgang waren von der Dame sehr fasziniert. Alle wollten mal die lila Haare anfassen.
Unser "Reiseleiter" war gleichzeitig der Firmenchef und verantwortlich für alle Gruppen.
Von seinen Angestellten - oder angeheuerten Fahrern - konnten nur ganz wenige ein paar Brocken englisch.
Das reicht leider nicht aus um klare Hinweise zu geben.

Eine der 5 Gruppen kam aus Deutschland und hatte eine deutschsprachige Reiseleiterin (Veronika aus Mali).
Mit Veronika war ich 2020 in Guinea. Die Gruppe hat sich benommen.

Eine Gruppe kam aus Osteuropa, da war auch der Drohnenflieger dabei, die sind oft aufgefallen.

Unsere Reisegruppe war bunt zusammengewürfelt mit der Mehrheit Amerikaner.
Das waren überwiegend "Traveller".
Die waren weniger am Fest interessiert.
Für sie war es die Gelegenheit einen Länderpunkt zu sammeln.
 

Niger Tag 3-8: Gerewol​



Die Sonne sinkt immer tiefer.
Die Schatten werden immer länger.
Bald werden sich die stolzen Wodaabe im Auswahltanz messen.


Auf zur Arena​


Die Frauen ziehen in kleinen Gruppen zur Arena.
Wer früh kommt, kann die besten Plätze ergattern.

Bild 170: Auf dem Weg zur Arena​



Viele Männer kommen mit dem Dromedar.
Die Dromedare wollen sich auch den Tanz ansehen.

Bild 171: Standesgemäßer Ritt in die Arena​



Happy Hour​


Alle freuen sich auf den Höhepunkt des Tages.
Es ist Happy Hour auf dem Gerewol.

Bild 172: Always Happy Hour​



Die Männer stehen schon aufgereiht am Rand der Arena.
Sie singen sich warm.
Die uns schon bekannte Touristin mit der auffallenden Haarpracht ist auch schon da.
Die halbnackten Männer sind für sie ein idealer Hintergrund für ein Foto.

Bild 173: Lila Pause in der Happy Hour​


Während der Lila Pause verliert auch der tapferste Wodaabe die Fassung.

Bild 174: Eeeeek?​



Endlich ist sie aus der ersten Reihe weg.
Aber viele Wodaabe schauen ihr hinterher.

Bild 175: Ende der Lila Pause.​
 
5 Kommentare
SJ Münchfeld kommentierte
Schöne Fotos, aber ich fremdschäme mich gerade.
 
dembi64 kommentierte
oh man, ich glaube die Tante hätte man besser im Wüstensand vergraben...................
Solche Menschen sind peinlich und nervig.
 
Kay kommentierte

Mir scheint, es ist einfacher, über andere Touristen/Menschen/Mitreisende die Nase zu rümpfen, als sich adäquat zu verhalten.
Mehrere Reisegruppen auf einem einheimischen "Dating Event" stören eh.
Andererseits berichtet Kiboko, wie auch die ortsansässigen jungen Menschen anfangen, ihr Verhalten gegenüber den Vorfahren zu verändern.
So kommen sie bereits mit Mopeds und machen die Fotos - wie die Touries - mit dem Handy.
Tourismus, vor allem Gruppentourismus, verändert derzeit fast überall die soziale Struktur.
Sobald der Einheimische feststellt, daß er mit dem Tringeld der Touristen mehr Geld an einem Tag verdient,
wenn er sein Haus/ seine Hütte "vorführt", als er sonst im regulären Beruf in mehreren Monaten bekommt,
wird überlegen, wie es weitergeht.
 
Kiboko kommentierte
Leider kann man sich die Mitreisenden nicht immer aussuchen.
Wobei viele Touristen die tanzenden Männer als malerischen Hintergrund für ihre Selbstdarstellung "benutzt" haben.
Die lila Dame war nur eine von Vielen.
Ich habe die Bilder mit der lila Dame ausgewählt, um das typisch touristische Verhalten, besonders überspitzt hervorzuheben.

Dazu muss ich auch mein eigenes Verhalten hinterfragen. Ich stand auch mit der Kamera da, wenn auch mit mehr Abstand und Respekt. Aber ich bin nicht unsichtbar. Die Wodaabe sind sehr tolerant gegenüber den Touristen. Vielleicht liegt es am Geld, dass der Veranstalter zahlt, oder an der massiven Militärpräsenz um die Touristen zu "schützen".

Die Welt verändert sich. Der Reiseveranstalter, über dem ich gebucht habe, möchte die Reise aus dem Programm nehmen, weil sich bereits in den letzten 10 Jahren so viel zum Negativen verändert hat.
In ein paar Jahren, wird das Gerewol so authentisch sein, wie ein Schuhplattlerabend in Oberammergau.

In meinen Fotoreportagen versuche ich immer ein wenig vom Umfeld zu berichten und nicht nur ein paar Postkartenbilder von der Schokoladenseite zeigen.
 
B
Brunke kommentierte
@Kiboko
n ein paar Jahren, wird das Gerewol so authentisch sein, wie ein Schuhplattlerabend in Oberammergau.
genau daran hatte ich gedacht.

In meinen Fotoreportagen versuche ich immer ein wenig vom Umfeld zu berichten und nicht nur ein paar Postkartenbilder von der Schokoladenseite zeigen.
Das macht Deine Berichte besonders.

Dazu muss ich auch mein eigenes Verhalten hinterfragen.
Wer reist verändert die Welt. Das ist auch ok. Den Unterschied macht der Respekt, den man als Besucher dem Reiseland entgegenbringt. Die LilaLaunefrau reduziert die Wodabee zur Staffage für ein instagram Bildchen. Das ist entwürdigend.
 

Niger Tag 3-9: Gerewol Arena​


Die Arena ist vorbereitet.
Sie ist rechteckig und hat ungefähr die Größe eines halben Fußballplatzes.


Arena​


Die Männer stehen für den Yaake-Tanz bereit.
Ältere Männer fungieren als Ordner.
Mit langen Stöcken treiben sie die Touristen im Zentrum der Arena zusammen.
Als Hirtenvolk haben sie viel Routine das Vieh zusammenzuhalten.
Die Touristen müssen auf dem Boden sitzen, um den anderen Zuschauern nicht die Sicht zu nehmen.


Die Tänzer stehen Schulter an Schulter an der Längsseite.
Sie blicken gegen die Sonne.
Die tiefstehende Sonne leuchtet so die Tänzer optimal aus.


Bild 176: Die Tänzer in der Arena​



Zuschauer​


Die Damen haben die besten Plätze auf der rechten Seite.

Bild 177: Erwartungsvolle Zuschauerinnen​



Die männlichen Zuschauer stehen auf der linken und gegenüberliegenden Seite.
Wer keinen Platz am Rand der Arena hat, klettert auf die umliegenden Bäume.

Bild 178: Erwartungsvolle Zuschauer.​



Kiboko verlässt kurz die Arena und mischt sich unter die Zuschauer in der hinteren Reihe.


In der hinteren Reihe stehen die Reiter mit ihren Dromedaren.
Dadurch haben sie eine gute Übersicht und können über die Zuschauer am Rand der Arena schauen.
Auch die Dromedare haben freie Sicht auf die Arena.
Hier zeigen sich die großen Vorteile eines Dromedars gegenüber eines Motorrades.

Bild 179: Erhöhte Sitzposition


Bild 180: Dromedartribüne​



Ein Pferd ist zu niedrig.
Damit ist die Sicht in die Arena nicht so gut.
Jetzt wisst Ihr, warum die Wodaabe lieber auf Dromedaren statt auf Pferden reiten.

Bild 181: Niedriges Pferd, hohe Dromedare​



Die billigen Plätze sind abseits der Arena.
Wie viele Männer kann eine Akazie tragen?

Bild 182: Belastungstest auf der Tribüne. Hüpfen Verboten!​
 
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Niger Tag 3-10: Gerewol Yaake​



Der Yaake Tanz ist der Höhepunkt des Gerewol.
Die Männer tanzen um die Gunst der Damen.
Der Tanz ist ähnlich wie am Vortag.
Heute sind mehr Teilnehmer dabei.

Bild 183: Niemand tanzt aus der Reihe​


Männer in Ekstase​


Die Männer tanzen für Ruhm und Ansehen.
Dafür geben sie den vollen Einsatz.
Bei hohen Temperaturen gegen die untergehende Sonne ist das sehr anstrengend.
Schweißperlen zieren die geschminkten Gesichter.
Manche Männer trinken vorher ein Gebräu aus fermentierter Baumrinde, um länger durchzuhalten.
Die Männer tanzen sich in Trance.

Bild 184: Yaake Tanz mit vollem Einsatz


Bild 185: Wettkampf mit Augenrollen


Bild 186: Ekstase


Bild 187: Die Konkurrenz beobachtet sich


Bild 188: Das Orange sticht heraus



Bild 189: Er hat den Fotografen im Blick




Bild 190: Der Traum vom Sieg​
 
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Niger Tag 3-11: Gerewol Finale​


Es kommt Bewegung in die Reihe der Tänzer.
Die Männer gehen in kleinen Schritten im Takt des Gesangs vor.
Dabei wird mit der rechten Hand das Zeremonienschwert auf- und ab bewegt.
Die ersten Männer tanzen aus der Reihe.

Bild 191: Aus der Reihe tanzen​



Qualitätskontrolle​


Mehrere ältere Damen (First Lady?) schreiten dabei die Linie der tanzenden Männer ab.
Sie schauen sich die Männer genau an.
Sitzt die Kopfbedeckung richtig?
Ist die Schminke perfekt?
Dabei wird korrigierend eingegriffen.


Die Männer werden zu noch mehr Einsatz angespornt.


Bild 192: Wird auch richtig getanzt?​



Mit maximaler Energie besteht er die Qualitätskontrolle.
Ob er damit bei der Jury punkten kann?



Bild 193: Qualitätskontrolle​



Eine Spitzengruppe hat sich aus der Linie gelöst.
Sie tanzen langsam in die Mitte der Arena.
Die Tänzer kommen den herumsitzend Touristen ganz nah.


Bild 194: Spitzentänzer in der Spitzengruppe​



Damenwahl​


Den aufmerksamen Zuschauerinnen entgeht keine Bewegung der tanzenden Männer.
Jede Frau hat schon mindestens ein Auge auf ihren Favoriten geworfen.

Bild 195: Die Augen - Links!​


Dabei werden auch vertrauliche Fachgespräche geführt.

Bild 196: Tuschel - Tuschel - Tuschel​


Finale​


Der Yaake Tanz erreicht Höhepunkt.
Die Männer schwingen furios die Schwerter.
Sie verdrehen die Augen, bis die Pupillen verschwinden.
Die Jury aus drei jungen Frauen macht sich bereit.
Sie werden gleich die Linie der Tänzer abgehen, um die Sieger zu küren.
Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt.
Die Zuschauer hält es nicht mehr auf den Plätzen.
Die Situation wird unübersichtlich.


Chaos​


Die Zuschauer stürmen die Arena.
Die Ordner mit ihren Stöcken sind machtlos.
Die Jury ist im Getümmel nicht mehr zu sehen.
Die Zuschauer stürzen sich auf die Sieger.
Stolze Väter, Clanchefs und Verwandte drängeln, schubsen, ringen um den Sieger mit ihrem Handy nah zu kommen.
Sie wollen diesen ehrenvollen Moment festhalten.
Die Tänzer verschwinden in der Menchenmenge hinter einer Staubwolke.

Am Vorabend lief alles etwas geordneter ab.
Das hat sich Kiboko anders vorgestellt.


Der Yaake-Tanz endet im totalen Chaos.
Die First Lady zieht sich zurück.
Die Touristen verlassen die Arena.
Den Gewinner wird Kiboko nicht mehr sehen.

Es ist ein Fest von und für die Wodaabe.
Es ist keine Tanzshow für Touristen.
Kiboko ist glücklich, dass er beim Gerewol dabei sein durfte.
Kiboko hatte sogar einen Ehrenplatz im Zentrum der Arena.


Bild 197: Chaotisches Finale​



Heimweg​


Für die Touristen, Verlierer und deren Angehörigen ist der Tanz vorbei.
Alle streben ihren Abendessen entgegen.
Die hereinbrechende Nacht gehört den Siegern und den Damen, die sie ausgewählt haben.

Bild 198: Abendstimmung nach dem Finale​


Afrikanische Legenden​


Nach dem Abendessen lässt Kiboko den Tag bei Afrikanischen Legenden langsam ausklingen.

Bild 199: Afrikanische Legende​


Der Abend endet genauso chaotisch wie der Tanz.
Am Himmel zucken Blitze.
Die anrückende Wolkenfront wird von innen illuminiert.
Das sieht sehr hübsch aus.
Ob das auch zum Gerewol gehört?


Die Donnerschläge kommen näher.
Windböen erfassen das Camp.
Die Tischdecke fliegt weg.
Die letzte afrikanische Legende fliegt mit.
Plastikstühle veranstalten ein Wettfliegen.
Kiboko wird sandgestrahlt.
Die Zelte lösen sich aus den Verankerungen.
Die ersten Regentropfen erreichen den Wüstenboden.
Kiboko flüchtet zum Schlafplatz im Auto.


Wenig später öffnet der Himmel seine Schleusen.
Der Himmel schüttet alle verfügbaren Wassermassen über das Camp.
Planen und Zelte fliegen umher.
Das Camp wird in die Autos evakuiert.
Kiboko beobachtet das Chaos durch die Frontscheibe.
Die himmlische Lichtershow ist spektakulär.


Fortsetzung​


Nach einer Pause geht es weiter mit dem ersten Rückreisetag vom Gerewol nach Tohoua.
Die restlichen Bilder der Reise sind noch nicht gesichtet und bearbeitet.
Kiboko bittet um etwas Geduld.
Ob es wieder 5 Monate dauert, bis es hier weitereht.

Vielen Dank für Euer Intresse, Komentare, Thanks
 
1 Kommentar
Georgie1956 kommentierte
Einfach Klasse, Bernd. Danke für die Bilder und Kommentare!
 

Niger Tag 4-1: Gerewol Morgenstimmung​


Kiboko schläft schlecht in dieser Nacht.
Nach dem Ende der Lichtershow und himmlischer Sturzfluten erweckt die Wüste zum Leben.
Motorräder knattern durch die Wüste.
Die Motoren heulen.
Die Fahrer grölen.
Die Motorräder ziehen Kreise und Pirouetten.
Die Scheinwerfer leuchten dabei in die Autos und Kiboko ins Gesicht.
Früher haben die Wodaabe als Rahmenprogramm Kamelrennen veranstaltet.


Lagerfeuerromantik​


In der Nacht wird es kalt.
Im ersten Morgengrauen entzünden die Fahrer ein Feuer.
Ein paar trockene Äste und viel Benzin.
Das Feuer lodert.

Bild 200: Aufwärmen​


Morgenstimmung​


Kiboko macht eine letzte Runde mit der Knipskiste durch das temporäre Dorf.
Mit reichlich Zugabe von Benzin wird die Sonne entzündet.
Die Wodaabe hängen die Sonne wieder über den Horizont auf.
Der neue Tag beginnt.
Das Leben im Dorf erwacht.

Bild 201: Der neue Tag beginnt


Bild 202: Das Leben erwacht


Bild 203: Dromedare in der Morgensonne​



Betriebsamkeit​


Die Wodaabe sind schon wieder (oder immer noch?) auf den Beinen.
Die Touristen schlafen noch.

Bild 204: Betriebsamkeit im Dorf​



Bei den Wodaabe hat das Gewitter der letzten Nacht Spuren hinterlassen.
Nasse Decken und Kleidung dekorieren Bäume und Sträucher.

Bild 205: Baum statt Wäscheleine​


Verwüstung​


Im Touristencamp sind die Spuren der Nacht noch nicht beseitigt.
Viele Zelte haben die Nacht nicht überlebt.
Verbogene Rohrkonstruktionen, nasse Matratzen und durchnässte Koffer zieren das Camp.
Offensichtlich sind die Touristen weniger gut an das Wüstenleben angepasst.
Das Frühstück wird heute ohne Zeltdach eingenommen.

Bild 206: Es war einmal ein Zelt​

In der Savannenküche geht schon wieder alles seinen gewohnten Gang.

Bild 207: Frühstückvorbereitung​


Aufbruch​


Gleich nach dem Frühstück sollen die Touristen den Heimweg antreten.
Sie werden in Agadez gegen frische Touristen eingetauscht.
Das Gerewol läuft noch über mehrere Tage.
Das Touristencamp wird mehrfach genutzt.
 
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Niger Tag 4-2: Fahrt nach Abalak​



Die meisten Touristen fahren zurück zum Flughafen nach Agadez.
Sie nehmen den Flieger nach Niamey.
Kiboko möchte etwas mehr vom Land sehen.
Mit drei Mitreisenden und zwei Soldaten in zwei Geländewagen wählt Kiboko die Landroute nach Niamey.


Querfeldein​


Kiboko muss zurück zur Hauptstraße.
Die Geländewagen bahnen sich einen Weg zwischen Savannenflächen, Sandbunkern, temporären Teichen und Viehherden.
Die alten Wege sind nach dem nächtlichen Regenfällen nur bedingt passierbar.
Kiboko klammert sich im Auto fest.
Kiboko versucht durch die stark getönte, verkratzte und verdreckte Scheibe ein paar Aufnahmen währen der Fahrt zu machen.


Die Scheiben sind stark und unterschiedlich getönt.
Die Farben sind schrecklich.
Kiboko braucht Nerven bei der Bildbearbeitung.
Kiboko hat versucht, möglichst reale Farben zu bekomme.
Kiboko bittet um etwas Nachsicht da die Farben zwischen den Bildern stark schwanken.

Bild 208: Querfeldein​



Während sich die Familienoberhäupter beim Gerewol feiern,
muss sich jemand um die Tiere kümmern.

Bild 209: Cowboys​


Matsch Hurra!​


Die Wege sind kaum noch passierbar.
Die Savanne ist jetzt eine Sumpflandschaft.
Der Fahrer lässt den Motor röhren und die Pferde laufen.
Nur nicht steckenbleiben.
Der Matsch spritzt nach allen Seiten.
Es gibt kaum noch eine unbefleckte Fläche auf der Frontscheibe.
Die beiden Soldaten auf der Ladefläche haben auch ihren Spaß.
Sie heben die Beine hoch, während der Fahrer jede Pfütze mitnimmt, die er kriegen kann.

Bild 210: Nur nicht steckenbleiben!​


Hauptstraße​


Nach eine halben Stunde Matschschlacht sind die beiden Autos wieder auf der Hauptstraße von Agadez nach Abalak.
Die Teerstraße hat schonmal bessere Zeiten gesehen.
Die letzten Teerfetzen verbinden die zahllosen Schlaglöcher.
Die ausgefahrenen Schotterpiste am Straßenrand ist sanfter zu befahren.

Bild 211: Flickenteppich​



Kiboko kommt auf der Hauptstraße auch nur langsam voran.
Hin und wieder rumpelt ein Dorf an der Hauptstraße vorbei.
Es sind kleine Ansammlungen würfelförmiger Lehmhäuser.
Dazwischen stehen Speichergebäude aus Lehm in der Form eines gigantischen Schokokusses.
Zelte sorgen für bunte Farbtupfer.

Bild 212: Würfelhäuserdorf​


Abalak​


Kiboko ist in Abalak.
Die Fahrer und Soldaten gönnen sich eine kleine Pause.
Kiboko wird nicht gesagt, was passiert und wie lange die Pause dauern soll.
Daher bleibt Kiboko am Auto.
Kiboko sammelt mit der Kamera ein paar Eindrücke an der Hauptstraße.
Busse, LKW, Geländewagen, Eselwagen, Motorräder quälen sich über die sandige Straße.

Bild 213: Bus in Abalak


Bild 214: Ein LKW im Stadtzentrum


Bild 215: Eselkarren​



Mobile Händler schieben sich durch den Verkehr.

Bild 216: Rollender Obststand​



Zentrale Kreuzung​


Die zentrale Kreuzung in Abalak ist unbefestigt.
Der Regenguss der letzten Nacht hat Spuren hinterlassen.
Der Verkehr wühlt sich durch ein Schlammloch.
Hier müssen alle durch.
Der tiefergelegte Mercedes genießt ein Schlammbad und schafft es auch.

Bild 217: Schlammschlacht an der Kreuzung​
 
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Niger Tag 4-3: Fahrt nach Ibessetene​


Von Abalak geht die Fahrt weiter nach Südwesten entlang eines Flusstales.
Dörfer werden häufiger.
Der Baustil ändert sich.
Die würfelförmigen Lehmhäuser werden durch strohgedeckte Rundhüten abgelöst.

Bild 218: Verschiedene Baustile​



Die Regenzeit und die Niederschläge der letzten Nacht haben das Flusstal mit Wasser aufgefüllt.
Es haben sich temporäre Teiche gebildet.
Die Hirten bringen ihr Vieh zur Tränke.
In wenigen Monaten wird hier die Dürre regieren.

Bild 219: Kühe am temporären Teich​



Die Reste der Teerstraße ziehen sich als perforiertes Band durch die Savanne.
Kiboko ist oft mehr neben der Straße als auf der Straße unterwegs.
Zu tief sind die Schlaglöcher.

Bild 220: Loch an Loch und geht doch​



Dörfer​


Die Dörfer liegen etwas abseits von der Straße.
Es sind Ansammlungen von 10 bis 50 Hütten.
Hier dominieren die strohgedeckten Rundhütten.
Autos und Parkplatzsorgen scheint hier niemand zu haben.

Bild 221: Dorf in der Weite der Savanne


Bild 222: Rundhütten ohne Autos vor der Tür​



Abseits​


Die Hauptstraße ist abschnittsweise nicht mehr befahrbar.
Ein Netzwerk von Feldwegen durchzieht die Landschaft parallel zur Straße.

Bild 223: Feldwege statt Teerflickenstraße​


Road​


Immer wieder wird die Hauptstraße gekreuzt und für kurze Abschnitte genutzt.
Die überschweren LKW quälen sich in Schrittgeschwindigkeit über die Teerstraße.

Bild 224: LKW in Schrittgeschwindigkeit


Bild 225: Heißer Fahrstil​

Ibessetene​


Ein kurzer Halt in einem größeren Ort.
Kiboko vermutet, dass es Ibessetene ist.
Leider gibt es hier kein Ortsschild und die Orientierung ist schwierig.
Die Orte an der Straße sehen sich hier auch alle ähnlich.


Die Hauptstraße ist nicht geteert.
Rötlicher Sand und plattgefahrener Plastikmüll bilden die Fahrbahn.
Wir machen hier eine kurze Pause.
Die Soldaten besorgen sich eine kleine Erfrischung.
Raucherpause.
Kiboko macht ein paar Bilder ohne farbverfälschende Scheiben.

Bild 226: Boxenstopp​



Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ein Restaurant.
Die Außensitzplätze sind in einem Käfig unter einem Wellblechdach direkt an der Straße.
Einstöckige Lehmbauten begleiten die Straße aus rötlichem Sand.
Plastikmüll ist allgegenwärtig.
Gegessen haben wir hier nicht.

Bild 227: Restaurant​
 
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Niger Tag 4-4: Tahoua​


Am Nachmittag erreicht Kiboko Tahoua.
Tahoua ist eine Provinzhauptstadt mit (Stand 2012) 117.000 Einwohnern.
Inzwischen werden sie sich verdoppelt haben.
Einige Straßen sind von hohen Bäumen flankiert.
Darunter knattern gelbe Tuck-Tucks und Motorräder über die staubigen Straßen.

Bild 228: Allee in Tahoua​



Moscheen prägen das Stadtbild.
Leider durfte Kiboko sie nur von außen anschauen.

Bild 229: Moschee, versteckt hinter Lehmwänden​



Palais Royal​


Der Palast kann besichtigt werden.
Es soll touristisch und nicht so spannend sein.
Die Reisegruppe hat es sich angeschaut.
Die Schuhe müssen draußen bleiben.
Kiboko ist auch draußen geblieben.
Stattdessen hat Kiboko die Umgebung erkundet und Mitzieher vom Straßenverkehr gemacht.

Bild 230: Touristenpalast​



Vor dem Palast knattert ein interessantes Motorrad vorbei.
Im ersten Augenblick hält Kiboko es für ein Selbstbau Trike.
Aber das Motorrad hat hinten drei Räder.
Motorrad mit Stützräder.
Der Fahrer ist stolz auf sein Gefährt.

Bild 231: Quad - Motorrad mit Stützräder​


Shopping​


Im Zentrum van Tahoua befinden sich mehrere Geschäftsstraßen.
Eingeschossige Geschäfte präsentieren ihre Waren an Vordächern oder im rötlichen Straßensand.

Bild 232: Geschäftsstraße in Tahoua​



Beim Drive-by-Shooting knipst Kiboko noch weitere Geschäfte aus dem fahrenden Auto.
In der Straße gibt es bunte Plastikbesen, Ventilatoren und Stapel mit Getränkeflaschen.

Bild 233: Ventilatoren und Besen​



Im Niger wird noch mit dem Motorrad zum Einkaufen gefahren.
Die Fahrzeuge werden dann am Straßenrand oder auf dem Gehweg abgestellt.
Zum Telefonieren bleibt man gerne auch mitten auf der Straße stehen.
Sehr weit verbreitet ist der Rundumschutz des Motorrades gegen Steinschlag und Staub.
Scheinwerfer, Sitzbänke, Tank, alles ist mit Plastik und Pappe gut geschützt.
Der Fahrer ist ungeschützt, aber den kann man leicht austauschen.

Bild 234: Geschäftiges Tahoua​



Anschließend besuchen wir einen kleinen Supermarkt.
Das Warenangebot ist erstaunlich reichhaltig.
Hier gibt es viele leckere Sachen, die vor Ort nicht angebaut werden können.
Spaghetti, Erdnussbutter, Lachende-Kuh-Käseecken, Ananaskonserven, Olivengläser, ...


Nutella​


Es gibt Reisende die niemals ohne ein paar Gläser ihrer geliebten Nuss-Nougat Creme verreisen können.
Dabei ist Nutella ein Weltprodukt, dass es überall zu kaufen gibt.
Hier im Niger hat man die Auswahl zwischen diverse Glasgrößen und Sondereditionen.

Bild 235: Große Auswahl an Nutella​



Hotel​


Die Nacht verbringt Kiboko in einem Nobelhotel in Gesellschaft eines Kühlschrankes und eines Fernsehers.
Im Badezimmer hatte Kiboko dann auch noch die Gesellschaft eines handgroßen Käfers.

Bild 236: Hotelhimmer​


Der Tag klingt dann mit einem Drei-Gänge-Menü aus.
Zwei Bierchen und eine Stärkebeilage.

Bild 237: Dreigängemenü als Abendmahl​


Fortsetzung​


Nach einer Pause geht es weiter mit dem zweiten Rückreisetag vom Gerewol nach Dogondouitchi.
Die restlichen Bilder der Reise sind noch nicht gesichtet und bearbeitet.
Kiboko bittet um etwas Geduld.
 
Zuletzt bearbeitet:
2 Kommentare
zaskar kommentierte
Aber das Motorrad hat hinten vier Räder.

Wieder mal aufmerksam Bilder betrachtet und Texte gelesen, dabei ist mir aufgefallen, dass es zwar insgesamt vier Räder gibt (die bis zum Boden reichen), jedoch"nur" drei davon hinten ... was durchaus ausreichend ist.
 
Kiboko kommentierte
Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe es gleich korrigiert.
Wenn ein Motorrad so viele Räder hat, kann man leicht den Überblick verlieren.
 

Niger Tag 5-1: Fahrt von Tahoua nach Siria​


Pünktlich um halb acht steht Kiboko abfahrbereit am Hotelausgang.
Die Mitreisenden treffen ebenfalls ein.
Nur die Fahrer mit ihren Autos fehlen noch.


Schwere Limousinen mit Fahrern bringen schwere Würdenträger im feinen Zwirn ins Hotel.
Das Hotel Tarka ist das beste Haus am Platz.
Hier werden die schweren Geschäfte abgewickelt.

Bild 238: Das beste Haus am Platz​



Warten​


Fotografisch ist das Hotel nicht sonderlich ergiebig.
Kiboko wartet lieber vor der Tür und wirft einen Blick auf den Straßenverkehr.
Die Hauptstraße nach Agadez ist morgens erstaunlich ruhig.
Ein paar Fahrzeuge stechen aus der Masse heraus.
Bild 239: Mitzusbische LKW



Bild 240: Nichts ist unmöglich - Toyota!​




Fahrt durch Tahoua​


Kurz vor 9 kommen zwei Geländewagen ins Hotel.
Kiboko bekommt einen neuen Fahrer und einen neues Auto.
Aber auch der Fahrer spricht keine Sprache, die Kiboko versteht.
Zur Abwechselung sitzen die beiden Soldaten jetzt Kiboko im Nacken.
Sie nehmen auf der Rücksitzbank Platz.
Die Kalaschnikows haben sie fest im Griff.


Der Verkehr in Tahoua ist jetzt stärker.
Viele Kleinbusse mit kunstvoll gestapelter Ladung bevölkern die staubigen Straßen.

Bild 241: Hochstapler​



Bon Voyage​


Wir verlassen Tahoua auf der Route National 29 nach Süden.
Zwei steife Kamele versperren die Straße.
Das linke Kamel heist Bon.
Das rechte Kamel heist Voyage.
In einen unbeobachteten Augenblick fahren wir einfach zwischendurch.
Den Kamelen bleibt nur noch übrig uns gute Reise zu wünschen.

Bild 242: Kameltor​



Schräglage​


Auch die RN29 präsentiert stolz ihre Schlaglöcher.
Immer wieder müssen die Fahrer scharf bremsen und ausweichen.
Da kann die Ladung etwas Schräglage bekommen.
Unser erster Geländewagen macht sicherheitshalber einen respektvollen Bogen.
Der Fahrer von Kiboko ist kein Schisser und weicht nicht aus.

Bild 243: Kippt er oder kippt er nicht?​



Weniger Probleme mit verrutschter Ladung hat dieser Geländewagen.
Die Menschen auf der Ladefläche, Dach und Seitengitter sind gleichmäßig verteilt.

Bild 244: Voll beladen nach Tahoua​
 
Kommentar
Moin Bernd
Vielen Dank für den überaus interessanten Reisebericht. Fantastische Arbeit.
LG Robert
 
1 Kommentar
Kiboko kommentierte
Moin Bernd
Vielen Dank für den überaus interessanten Reisebericht. Fantastische Arbeit.
LG Robert
Vielen Dank für das Lob

Inzwischen habe ich den Bangaldesch Reisebericht fertig und kann mich ganz auf den Niger stürzen.
Wir besuchen die Lehmmoscheen in Siria und Yaama.
An Tag 6 werden wir die Westafrikanischen Giraffen besuchen.
 

Niger Tag 5-2: Siria​


In Baga biegt die kleine Reisegruppe nach Osten ab.
Auf eine roten Schotterpiste kommt Kiboko schneller voran, als auf der Schlaglochpiste der RN29.
Hier ist es sehr fruchtbar.
Die Sorghumfelder am Straßenrand werden vollgestaubt.

Bild 245: Sorghumfelder werden eingestaubt​



Sorghumhirse​


Sorghumhirse ist die traditionelle Pflanze der Region.
Sie wird hier seit vielen Tausend Jahren angebaut.
Die Pflanze gedeiht sehr gut auf Lehmböden.
Sie kommt sehr gut mit Trockenphasen zurecht.
Sollte es für längere Zeit trocken sein, unterbricht die Pflanze ihr Wachstum.
Nach dem nächsten Regen wächst sie weiter.
Gesät wird im Mai.
Erntezeit ist im September / Oktober.


Es ist Erntezeit.
Die Bauern tragen das geerntete Getreide in Ihr Dorf.
Nicht jeder Bauer kann sich einen Eselkarren leisten.
Traktoren, CO2-Steuer und Agrardieselsubventionsverlust sind in Niger kein großes Thema.
Den Klimawandel spüren sie trotzdem.
Die Gefahr einer Rechtskurve betrifft hier nur den Verkehr.

Bild 246: Erntezeit​



Siria​


Ein Zwischenziel unseres Abstechers ist Siria.
Es ist ein kleiner, ursprünglicher Ort mit einer Moschee aus Lehm.

Bild 247: Hauptstraße in Siria​



Moschee​


An der Moschee halten wir.
Die Soldaten schwärmen aus und postieren sich strategisch günstig.
Kiboko darf aussteigen und sich etwas umsehen.


Die Moschee besteht aus rotbraunem Lehm.
Sie hat einen quadratischen Grundriss mit Lehmtürmchen an den Ecken.
Eine Lehmmauer beschützt die Moschee.
Das ganze Gebäude wirdt wie eine Burgfestung.

Bild 248: Mochee in Siria​



Kiboko wagt ein Blick über die Mauer.
Türen und Fesnter der Moschee sind verschlossen.
Ein offenes Gebäude schützt den Eingangsbereich vor sengender Sonne und gegebenenfalls Regen.

Bild 249: Säulengang​



Kiboko umrundet die Moschee, um sie von der Sonnenseite zu knipsen.
Dort ist der Dorfteich.
Der Teich ist mit einer gelbgrünen, stinkenden Flüssigkeit gefüllt.
Kein Vogel wagt sich auf die Wasserfläche.


Die Soldaten passen auf, damit Kiboko nicht in einen Hinterhalt gerät.
Dabei sind die Dorfbewohner sehr freundlich.
Kiboko fühlt sich hier nicht gefährdet.

Bild 250: Moschee am Dorfteich​


Dorfplatz​


Auf der anderen Seite der Moschee ist der Dorfplatz.
Der Platz ist von Speichergebäuden aus Lehm eingerahmt.
Am Rand vom Dorfplatz ist ein Brunnen mit Schwengelpumpe.
Das ist der soziale Mittelpunkt des Ortes.
Hier treffen sich die Frauen beim Wasserholen und Wäschewaschen.
Die Männer bringen die Viehherden zum Tränken.

Bild 251: Dorfplatz in Siria​



Die Kinder haben Kiboko schon lange bemerkt.
Für sie sind neugierig auf die Fremden.
Gebettelt wird nicht.


Ein Speichergebäude im Hintergrund ist eingestürzt.
Oder hat hier ein Riese ein Stück aus dem gigantischen Schokokuss herausgebissen?
Die Regenfälle haben ihre Spuren hinterlassen.
Im nächsten Monat beginnt die Trockenzeit.
Dann werden die Lehmgebäude repariert und die Speicher gefüllt.

Bild 252: Neugierige Kinder​
 
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Niger Tag 5-3: Yaama​


Die Fahrt geht weiter auf der Piste nach Osten.
Der nächste Ort ist nicht weit entfernt.
Nach rund 15 Minuten Fahrt erreichen wir Yaama, auch Yama, Yamma oder Yamas genannt.
Laut Wiki wohnten hier um die Jahrtausendwende rund 3400 Menschen.
2012 waren es schon 7400.
Heute werden es viel mehr sein.


Moschee​


Yaama ist sehr ursprünglich.
Kleine Anwesen aus Lehm und runde Speicher drängen sich um mehrere Moscheen.
Gleich an der Straße ist auf der Nordseite die erste größere Moschee.
Die Dorfjugend wartet schon.

Bild 253: Moschee in Yaama


Bild 254: Lehmmoschee​



Details​


Die Moschee kann nicht von der Reisegruppe betreten werden.
Kiboko schaut sich die Fassade genauer an.
Fenster und Türen sind etwas zurückversetzt.
Geschwungene Ornamente in Wellenform rahmen die Türen und Fenster in.
Die Fenster haben kein Glas.
Kaninchendraht schützt die Moschee vor fliegenden und krabbelnden Gästen.


Interressant sind die Muster der Türen.
Sie sind sehr modern und passen nicht zur Formensprache der Lehmmoschee.
Hier hat sich ein moderner Künstler ein Denkmal gesetzt.
Vielleicht war es auch nur ein Restposten aus dem Baumarkt.
In Deutschland würden der Denkmalschutzbehörde die Haare zu Berge stehen.

Bild 255: Moderne Tür​



Der Lehm ist rissig.
Regen hat die Oberfläche ausgewaschen.
Gebäude aus Lehm müssen jedes Jahr erneut repariert werden.

Bild 256: Glaslose Fenster​



Eine Ballustrade ziert die Dachkante der Moschee.
Hier ist ein Säulenmuster eingearbeitet.
In der ausgewaschenen Oberfläche sind Stohfasern.
Die Lehmmoschee ist aus Verbundwerkstoff gebaut.

Bild 257: Ornamente an der Dachkante​
 
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Niger Tag 5-4: Yaama - Große Moschee​


Kiboko wird in die Ortsmitte gefahren.
Der Weg ist kurz.
Die Fahrt hat sich kaum gelohnt.


Große Moschee​


Im Zentrum von Yaama steht die Freitagsmoschee auch Große Moschee genannt.
Die Moschee wurde in mehreren Abschnitten von 1962 bis 1982 erbaut.
Der Architekt ist Falké Barmou.
Der Mann war ein einfacher Bauer in Yaama.
Er war schon bis nach Dakar gereist und hatte erfolgreich Häuser gebaut.
Mit dieser Qualifikation erhält er vom Dorfältesten den Auftrag die Große Moschee zu errichten.
Am Anfang wurde die zentrale Gebethalle errichtet.
Es ist ein rechteckiger Bau mit 29 Säulen.
Nach Reisen nach Mekka und in den Sudan hat Falké Barmou die Moschee erweitert.
Zum Abschluss sind die vier Minarette als Ecktürme entstanden.


Die Große Moschee von Yaama ist ein herausragendes Bauwerk in der Sudan-Sahel-Architektur.
Dafür hat Falké Barmou den renomierten Aga-Khan-Preis für Architektur erhalten.
Die Große Moschee ist zusammen mit Moscheen der Region auf der Kandidatenliste für ein UNSECO Kulturerbe.

Bild 258: Große Moschee in Yaama​



Die Moschee kann besichtigt werden.
Die Schuhe müssen draußen bleiben.
Ein Wächter passt auf die Moschee und die Schuhe auf.

Bild 259: Schuhe müssen draußen bleiben​



Kiboko schaut über die Lehmmauer in den Vorhof der Moschee.
Eine offene Halle ist in die Mauer integriert.
Auch auf der anderen Seite stehen Türen und Fenster offen.

Bild 260: Im Hof der Moschee​



Die Ankunft von Fremden hat sich im Dorf schnell herumgesprochen.
Viele Kinder versammeln sich rund um die Große Moschee.

Bild 261: Viele Kinder an der Moschee​


Die Vögel​


Auf den Türmen der Moschee sitzen große schwarze Störche.
Im ersten Moment glaubt Kiboko Schwarzstörche zu sehen.
Es sind aber die sehr änlichen Abdimstörche.
Das Teleobjektiv ist zur kurz für ein formatfüllendes Foto.

Bild 262: Vier Störche und ein Lautsprecher​


Der Jagdinstinkt ist erwacht.
Kiboko will die Vögel unbedingt fotografieren.
Das 500er ist noch im Rucksack.
Kiboko löst sich etwas von der neugierigen Kinderschar vor der Moschee.
In einer ruhigen Ecke ist eine einfache Bank.
Hier kann Kiboko das große Tele montieren.


Kiboko begiebt sich in Position.
Der erste Vogel wird anvisiert.
Da passiert etwas unerwartetes.

Quiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeetsch

RUMMMMMMS!


Kiboko zuckt vor Schreck zusammen.
Alle Vögel fliegen auf.
Die Mitreisenden erscheinen auf dem Dach der Moschee.

Die Störche knoten in respektvollen Abstand Warteschleifen in den blauen Himmel.
Kiboko muss lange warten, bis ein Flieger in Reichweite vorbeikommt.

Bild 263: Warteschleife​


Nachdem sich die Mitreisenden vom Moscheedach zurückgezogen haben.
Dauert es noch eine Weile, bis der erste Vogel sich vorsichtig wieder auf der Moschee niederlässt.

Bild 264: Abdimstorch (Abdims Strok)​


Umgebung​


Während die Reisegruppe sich noch im Inneren der Moschee aufhält, nutzt Kiboko die Gelegenheit sich kurz in das Dorf zu wagen.
Die runden Speichergebäude dominieren die Bebauung in der Nachbarschaft.
Frauen in hellblauen Schleiern ziehen mit ihren Kleinkindern durch Yaama.
Sie bilden einen willkommenen Kontrast zum rotbraunen Lehm.

Bild 265: Hellblaue Schlier und rotbrauner Lehm

Bild 266: Moschee zwischen Schokoküssen​
 
1 Kommentar
Robert Goppelt kommentierte
Absolut beeindruckend... 1a
 

Niger Tag 5-5: Yaama​


Kiboko streunt weiter rund um die Moschee.
Dabei verfolgen scheue Augenpaare das Nilpferd auf Fotopirsch.

Bild 267: Scheuer Blick​


Speicher​


Kiboko faszinieren die runden Speichergebäude.
Darin wird in der Dürreperiode Getreide gelagert.
Sie stehen auf kleinen Säulen.
So kann ein wenig Regenwasser den kostbaren Inhalt nicht gefährlich werden.
Die vorbeigehende junge Frau sorgt für einen schönen Farbtupfer und Maßstab.

Bild 268: Getreidespeicher​


Kiboko geht weiter in den Ort.
Die Anordnung der Lehmhäuser ist eher zufällig.
Kurvige Sandwege verbinden die Häuser.
Es ist ein Labyrinth.
Es sieht alles sehr ähnlich aus.
Hier kann man sich schnell verirren.

Bild 269: Labyrinth für Touristen​


Brunnen​


Ein Ankerpunkt ist ein kleiner Brunnen mit Schutzdach aus Stroh.
Hier treffen sich die Frauen beim Wasserholen.

Bild 270: Treffpunkt Brunnen​


Dorf​


Kiboko geht zurück zur Moschee und trifft sich dort mit Reisegruppe.
Gemeinsam schlendern wir die Hauptstraße mit den Geschäften entlang.
Ein Soldat geht mutig voran.
Die Autos tuckern langsam hinterher.
Der zweite Soldat sichert nach hinten ab.

Bild 271: Yaama City Center​


Kiboko wirft auch mal einen Blick zurück.
Auf der staubigen Hauptstraße pulsiert das Leben.
Interessant ist das Verkehrsschild, auf dem zwei große Hügel abgebildet sind.
Wird hier vor frei herumlaufenden Speichergebäuden gewarnt?

Bild 272: Hauptsraße​


Dorfplatz​


Kiboko erreicht einen Dorfplatz.
Auf dem Boden liegen Dolden mit Shorghumhirse.
Frauen hauen mit einem Holzstampfer auf die Dolden, um das Getreide herauszulösen.
Offene Tongefäße stehen bereit, um das Getreide aufzunehmen.


Mit dem Eintreffen von Kiboko legen die Frauen spontan die Arbeit nieder.
Sie begeben sich in den Schatten eines Baumes und bestaunen die fotografierenden Fremden.
Kiboko bestaunt die Arbeitsweise um Getreide zu dreschen.
Es ist mühselige Handbeit, die von Frauen geleistet wird.

Bild 273: Der Dorfplatz ist Dreschplatz

Bild 274: Dreschen ist Frauenarbeit

Bild 275: Shorghum auf dem Dorfplatz​


Baga​


Kiboko fährt die Schotterpiste zurück nach Baga.
An Kreuzungspunkt mit der Nationalstraße 29 warten Kleinbusse auf Fahrgäste und Ladung.
Es passt immer noch jemand rein und auf dem Dach ist auch noch viel Platz.

Bild 276: Kleinbusstopp in Baga​
 
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Niger Tag 5-6: Fahrt nach Dogondoutchi​


Weiter geht die Reise auf der Nationalstraße 29 nach Süden.
Die Landschaft ist hier grüner.
Kleine Dörfer sind häufiger.

Bild 277: Schokokussdorf​


Der Verkehr nimmt zu.
Die Qualität der Teeflickenstraße nimmt immer weiter ab.
Rücksichtslose Busfahrer überholen überall und drängen den Gegenverkehr auf den Seitenstreifen.

Bild 278: Viel Verkehr​


Im weiteren Tagesverlauf fahren wir gegen das Licht.
Die Bildqualität durch die Scheibe lässt zu wünschen übrig.
Daher mach Kiboko auf der Etappe nur noch wenige Bilder.


Pause in Birnin Konni​


Auf dieser Rumpelpiste quälen wir uns langsam nach Süden.
In Tsernaoua erreichen wir die Nationalstraße 1.
Hier biegen wir nach Westen ab.
Die Nigerianische Grenze ist nur noch zwei Kilometer entfernt.
Im nächsten größeren Ort Birnin Konni haben wir eine kurze Mittagspause.
Alles ist perfekt organisiert.
Hühnchen mit Reis und Pommes stehen schon kurz nach der Ankunft bereit.


Weiter geht die Fahrt auf der Nationalstraße 1 nach Westen.
Es ist die Hauptverkehrsader im Süden des Niger.
Teilweise ist sie neu geteert.
Teilweise ist es Symphonie aus Teerflecken, Schlaglöchern und Schotterflächen.
Der Verkehr nimmt weiter zu.


Dogon Topki​


Kurz vor Munïseka überquert Kiboko den Trockenfluss Dogon Topki.
Der Flus ist (fast) das ganze Jahr trocken.
Wenn hier Wasser fließt, dann in der Regel unterirdisch.
Die Regenfälle der letzten Nächte haben aus dem Trockenfluss eine Seenlandschaft gemacht.
Das Wasser hat Sedimente mitgenommen und daher eine beige-rötliche Farbe angenommen.

Bild 279: Nasser Trockenfluss​


Munïseka​


Im folgenden Ort Munïseka ist Markttag.
Viele Marktstände säumen die Straße.
Manche Verkäufer haben ihr Waren auf dem Boden ausgebreitet.
Kiboko lässt die Kamera rattern um ein paar Szenen einzufangen.

Bild 280: Markttag

Bild 281: Markttag​


Dogon Topki​


Nach einer längeren Fahrtstrecke nach Westen überqueren wir erneut den Trockenfluss Dogon Topki.
Die Straße verläuft schnurgerade über eine Brücke.
Das Geländer ist nicht mehr existent.
Nur ein paar Holzstämme markieren das Ende der Fahrbahn.
Das ganze Flussbett des Trockenflusses ist mit Wasser gefüllt.
Das Dromedar am Wegesrand mag unsere Überfahrt nicht mit ansehen und steckt den Kopf lieber in einen Busch.

Bild 282: Brücke über einen nassen Trockenfluss​


Ein LKW.Fahrer hat die Breite der Brücke falsch eingeschätzt.
Die Markierungsstämme haben den Gas-LKW nicht aufhalten können.
Jetzt liegt er auf der Seite im Fluss.

Chef! Chef! Wir haben ein Problem.
Der Fahrersitz ist nass.
Der Beifahrersitz ist auch nass!


Der LKW transportiert Flüssiggas.
Jetzt ist die Gasversorgung unterbrochen.

Bild 283: Badetag im Trockenfluss​


Dogondoutchi​


Am Nachmittag erreicht Kiboko das Etappenziel Dogondoutchi.
Kiboko wird im Hotel Magama abgesetzt.
Es gibt heue kein weiteres Besichtigungsprogramm.


Die Hotelanlage besteht aus kleinen Reihenhütten in einer eher einfachen Parkanlage.
Die Tür zum Zimmer von Kiboko steht bereits offen.

Bild 284: Willkommen im Hotel Magama​


Das Zimmer ist einfach eingerichtet.
Das Bett hat einen Betonsockel.
Der Fernseher ist älteren Datums und die Senderauswahl ist bescheiden.
Es gibt zwei Programme, eEins mit Rauschen und Knacken und das Zweite mit Knacken und Rauschen.


Uner der Eingangstür ist ein breiter Spalt.
Mücken und anderes Getier haben ungehinderten Zugang.
In der Nacht bekommt Kiboko reichlich ungebetenen Besuch.
Daher geht es nicht ohne die Klimaanlage.
Die pustet aber kalte Luft direkt über das Bett.
Kiboko stellt den kleinen Tisch vor die Klimaanlage.
Darauf wird er Plastikstuhl gestellt.
Die Jacke wird über den Stuhl gehängt.
Die Kaltluft wird jetzt abgelenkt.

Bild 285: Vollklimatisiertes Zimmer​


Kiboko verbringt den rest des Nachmittags in guter Gesellschaft einer Blondine.
Sie heisst La Béninoise.
Sie stammt aus dem Nachbarland Benin.
Nachdem der Wirt sie kaltgestellt hat, macht Kiboko sie alle.



Bild 286: La Béninoise​


Abends gibt es Bohnen mit Pommes, Zwiebeln und Paprika.

Bild 287: Veganes Abendessen​
 
Kommentar
Und der Gas-Lkw bleibt einfach so im Fluss???
Spannende Geschichte...
 
5 Kommentare
dembi64 kommentierte
Der war bestimmt schmutzig und musste mal wieder gewaschen werden.
 
B
Brunke kommentierte
@Robert Goppelt Dazu müsste man einen Kran haben…. Oder man wartet bis der Fluß wieder trocken ist.
 
W
W.W. kommentierte
Aber selbst wenn der Fluss wieder trocken ist kommt man ohne Kran nicht weiter
 
jazzmasterphoto kommentierte


Das glaubst auch nur Du …
Ein paar Seile und einige Geländewagen – und dann wird kräftig gezogen.

.
 
Kiboko kommentierte
Es wird auch gerne ein größerer Radlader genommen.
 
In Afrika werden Fahrzeuge zum Waschen in einen See oder Fluß gefahren.
Die stabile Seitenlage ist aber eher unüblich.
Am Auflieger ist schon eine Kette.
Die Pumpenklappen stehen offen.
Vermutlich ist der LKW in das trockene Flußbett gestürzt.
Die Bergung wurde schon begonnen.
Das plötzliche Hochwasser hat die Bergung unterbrochen.

Die Fahrer sind Tage- und wochenlang mit ihren Fahrzeugen unterwegs.
Lenkzeiten gibt es nicht, oder sind egal.
Die Fahrer fahren bis zur totalen Erschöpfung.
Sie sind oft übermüdet.
Viele LKW sind total überladen und der technische Zustand ist am ehesten mit schrottreif zu beschreiben.
Der Straßenzustand erfordert höchste Konzentration.
Das nächste Schlagloch kann den LKW beschädigen und die Reise zusätzlich verlängern oder abrupt beenden.

Kiboko hat auf der Strecke erschreckend viele Unfälle und Pannenfahrzeuge gesehen.
Eine Auswahl davon gibt es im Beitrag 6-4.
 
Kommentar
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