Der SWCP hat mir bisher insgesamt recht gut gefallen. Ich kann mir vorstellen, ihn in den kommenden beiden Osterferien bis zum Ende zu laufen.
Damit starte ich schon gleich am nächsten Tag, meinem Puffertag.
Das bietet sich an.
1. bin ich ja nun mal gerade hier.
2. will ich noch einen Tag laufen, und Newquay ist zwar zur Versorgung ok, aber besonders sehenswert fand ich es nun nicht.
3. ist die Tide gerade günstig, um den River Gannel zu queren, der quer über den Weg zu Beginn der folgenden Etappe fließt.
Bei Hochwasser muss man weit bis zur nächsten Brücke laufen oder besser einen Bus nehmen. Bei Niedrigwasser, wie ich es am Vormittag nun hatte, gibt es Tidal Bridges, die nur dann über Wasser liegen und sonst im Fluss verschwinden. Die Gelegenheit wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen. Im nächsten Jahr könnte ich dann evtl. gleich im nächsten Ort starten, in Perranporth.
Nach einem recht mageren Frühstücksbuffet laufe ich am trockenen Hafenbecken entlang hinauf zur Huer´s Hut. Von hier wurde früher nach Heringsschwärmen Ausschau gehalten.
Der Fistral Beach ist ein berühmter Surf Spot. Heute ist hier aber nichts los.
Ich erreiche das Fern Pit Cafe, von wo aus es hinunter zur 1. Tidal Bridge gehen sollte. Leider scheint das Cafe wie auch der Weg und die Brücke etwas dauerhafter geschlossen zu sein. Strictly no access.
Bei der 2. Brücke klappt es dann aber. Sie ist über Wasser, ich kann passieren. Die Seezeichen warnen vor der Brücke, wenn sie unter Wasser ist.
Den ganzen Tag bleibt es sehr diesig, windig und recht frisch.
Ich passiere ein Militärgelände und eine Wand, in der Kittiwakes brüten. Zu weit weg für vernünftige Bilder.
Strände und Felsküste wechseln sich ab.
Am Ziel! Perranporth Beach, 3 Meilen lang. Die erste Hälfte laufe ich über den Strand, die 2. Hälfte, versperrt durch Felsen, wandere ich oben durch die Dünen. Der Weg ist aber fest, zum Teil sogar felsig. Gut zu laufen.
Neptun´s Socks werden gelüftet
In Perranporth angekommen finde ich einen kleinen Alles-Laden. Der verblüfften Verkäuferin schenke ich meine 2. Gaskartusche. Durch häufigeres, vorher nicht geplantes Übernachten und Essen in Häusern in der 1. Woche habe ich von den 2 nur 1 Gaskartusche gebraucht. Im Flugzeug kann ich sie nicht mitnehmen. Meine Unterkunft in Newquay hat keine Gästeküche und kein Reste-Regal. Wohin also mit der unbenutzten Kartusche? Nun gibt es also eine Gaskartusche in Perranporth, die im Laden an der Bushaltestelle abgeholt werden kann
Mit dem Bus fahre ich zurück nach Newquay. Am nächsten Morgen wartet um 6 am ein Taxi auf mich vor der Türe, bringt mich zum kleinen Flughafen von Newquay, von dort fliege ich nach London Gatwick, fahre mit einem Bus nach Heathrow und fliege von dort zurück nach Hamburg. Alles ganz unspektakulär und in time.
Das war sie also, meine Osterwanderung.
Vielleicht setze ich sie in den nächsten Jahren fort.
Herzlichen Dank für alle eure Kommentare, für thanks´n´thumbs und sogar für´s highlighten!
Falls jemand Fragen zu der Tour hat - immer her damit!
Viele Grüße,
Sylvia
Ach ja, weil
die Frage immer von irgendwem kommt ...
Welche Kamera für den SWCP?
Man braucht
1. die D7100 mit dem 18-105er.
2. eine kleine Kompakte, mit der man bei Regen aus einem Gefrierbeutel heraus fotografieren kann.