FX vs. DX brauche hilfe

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valerius

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Hallo an das Nikon Forum,

habe folgende frage, ich fotografiere viel landschaften und cityscapes bei blenden 8-11 und iso100 und stativ und da kommt es sehr viel in foren das für so eine aufgabe FX format empfohlen wird und am besten mit mehr mega pixel. Da meine Frage wie groß ist da der unterschied in richtung detail, micro kontraste, schärfe? Werde ich da einen unterschied sehen wenn ich jetzt z.B Auf meiner Nikon DX ein top objektiv dran habe was leistungsteschnish sehr gut ist? Jetzt hätte ich finanzielle möglichkeit eine D810 oder D850 zu holen so weit man mich überzeugen kann das ich mehr details im Bild erhalte sowie gute schärfe mit FX weil objektive sind auch für fx vorhaden Tamron 15-30 2.8 Tamron 24-70 2.8 sowie 50er 1.8 g und 85er 1.8d.
 
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Hallo,
Also ich schaue mir deine Bilder an und mein erste Gedanke ist „Was will er eigentlich?“

Das Foto mit der Kirche ist so ein schönes Bild mit einer herrlichen Winterstimmung, da fragt ich mich ernsthaft was da mehr Details bringen sollen. Was wird an dem Bild dann besser? Scheiss auf Details in 100% Ansicht, das Bild spricht mich wegen der Stimmung an, wegen der Aussage. Und wenn du die so postest möchte ich den sehen, der erkennen kann ob DX oder FX.

Bleibe bei dem Material was du hast, was du kennst, was nachweislich gut ist. Gib dein Geld lieber für Reisen aus, in Gegenden in denen man schöne Fotos machen kann.
Manchmal denke ich wir sollten weniger Zeit in unnötigen Techtalk investieren, lieber raus gehen und Bilder zu machen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

grüße.
Jürgen
 
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Wir wollen jetzt mal nicht so tun, als wären das alles Retorten-Fotos. Ich finde die Bilder gelungen, aber das ist nichts, was erfahrene Architekturfotografen analog nicht hinbekommen würden. Sicher sind die optimiert, aber nicht künstlich gezüchtet.


Der TO fragt sich ja auch, ob seine Bilder (eigentlich die Bildbearbeitung) sich mit Ergebnissen messen können, die ihn inspirieren oder den Eindruck erwecken, mit technisch höherwertigem Equipment gemacht worden zu sein. Seine Bildbeispiele zeigen auf WEB Bildgröße, daß hier schon heftig am ursprünglichen Bild gearbeitet wurde. Die passenden Regler sind (ihm) bekannt und an dieser Stelle gelangt man nun leicht in Grenzbereiche. Nicht nur die geschmacklichen, sondern eben auch an die Fragestellung, inwieweit das eigene Foto eine Vorlage ist, um seiner bildlichen Fantasie Ausdruck und Gestaltungsmöglichkeit zu geben. Als nun älterer Bildbetrachter stelle ich fest, daß die Bildbearbeitung (eigentlich wird "bescheiden" immer nur von "Bildentwicklung" gesprochen) sich immer weiter vom eigentlichen Sinneseindruck entfernt und sogar allgemeine Zustimmung erfährt, wenn die Regler überzogen werden und somit der Realismus einer Idealisierung gewichen ist. Dieser Prozeß ist dynamisiert und Beispiele der Softwarebearbeitungstools zeigen, eine Grenze ist gar nicht mehr erwünscht. Erlaubt ist, was gefällt. Aber dies verwirrt auch, da ja immer unter dem Begriff der Fotografie agiert wird, obwohl dies nur noch wenig damit zu tun hat. Die Grenze zwischen Fotografie und Digital Art verschiebt sich unwiderruflich zu Gunsten der Digital Art Gestaltung. Das Foto dient letztendlich nur noch als Strichvorlage. Der Rest wird beliebig befüllt, ausgetauscht und angepaßt. Aber immer noch als Fotografie präsentiert und verkauft!

Ein Lehrstück hierzu findet sich bei YT:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=320&v=K_yoOatihPA

Die höhere Auflösung einer D8xx läßt sich erkennbar umsetzen: bei sehr großen Bilder oder mit hoch auflösenden Bildschirmen.
Inwieweit Du an den Stellschrauben bildlicher Manipulation drehen möchtest, erfordert eine Besinnung. Ein Nacheifern, einen "Draufsetzen" führt in die Irre und bildet bestimmt keine Grundlage für einen eigenen Stil oder fotografischen Blick.
 
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Wenn du mit Blende 8-11 arbeitest bei ISO 100, dann brauchst du nicht auf FX umsteigen. So habe ich mit der DX auch gearbeitet und dabei eine schöne Schärfentiefe erzielt bei absoluter Rauschfreiheit. Ich hab zwar seit geraumer Zeit eine FX und möchte die auch nicht mehr hergeben, aber ich hab sie mir auch aus anderen Gründen geholt. Was die Details in den Bildern angeht, so ist man heutzutage mit bereits 24 MP sowieso mehr als glücklich. Ich habe neben der D750 noch die D7200 und bisher bei keiner der Kameras den Wunsch nach mehr Auflösung verspürt. Im Gegenteil; Ich finde, wir sind für DinA4-Ausdrucke übertrieben gut ausgestattet - und für Bildschirmansichten erst recht.

Das Bild mit der Kirche im Winter sieht übrigens sehr gut aus.
 
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Vllt. ist es die zielstrebung nach einem besseren foto ich mag sehr gut aufgelöste detailreiche fotos und wenn ich so manche fotografen und ihre fotos ansehe denke ich mir meine fotos wären flau und da fehlt es an etwas vllt. ist es einfach das die fotografen ihre fotos extrem gut in ps überarbeiten.

Der Bildschirm mit dem du betrachtest gibt doch schon das Limit vor.
Die meisten Bildschirme sind deutlich unter der Aufloesung deiner D500.
Also selbst wenn du 1:1 JPG ausgibst wird das Bild auf einem HD Monitor z.B. wiederum skaliert also kleiner gerechnet.
Die beste "Aufloesung" beim Betrachten erreichst du auf non-Print Medien wenn die Ausgabegroesse in Pixel exakt der Bildschirmaufloesung entsprechen wuerde - was in der Praxis ein vergebliches Unterfangen ist.

Wenn deine Fotos "flau" sind dann sind sie vermutlich von der Kamera absolut korrekt belichtet und ausgeglichen.
Daran aendert FX gar nichts.
Jene Bilder die dir gefallen sind vermutlich einfach sehr intensiv nachbearbeitet und dabei wird gerade das Gegenteil gemacht die Dynamik wird beschnitten zugunsten einer knalligen peppigen Wiedergabe.

Das war auch mal ein "flaues" Bild vor der Bearbeitung

Dreams of summer
by BeSt Photography, on Flickr
 
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