Testbericht Fujifilm XF 2,8/50-140mm R LM OIS WR

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Danke für die Links.

Habe zwischenzeitlich meine gesamte Nikon FX-Ausrüstung zugunsten eines Totalumstiegs auf Fuji-X verkauft. Das 2,8/40-150 steht wie auch Rest in nichts nach, im Gegenteil. Hatte eigentlich lange gehofft, dass sich Nikon doch mal mit DSLM ernsthaft beschäftigt, es soll aber wohl nicht sein. Letztendlich auch egal, denn selbst wenn Nikon sich da engagieren würde kämme es einem Systemwechsel gleich, wenn man von den großen Trümmern im FX-System wegkommen will. Da bietet Fujji nun ein absolutes Pro System an, welches innerhalb kurzer Zeit geschaffen wurde und auf höchstem Niveau weiter ausgebaut wird. Klasse :up:.

Gruß Markus
 
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Ich habe diese Linse während der Photokina am Fuji Stand in der Hand und auf einer XT-1 gehabt. Die Linse ist ein "statement" und ich habe keinerlei Zweifel an der optischen wie mechanischen Qualität. :rolleyes:

Allerdings finde ich, dass das Fuji System mit den 2,8er Zooms (es kommt ja noch ein 16-50mm) etwas von seinem Charme einbüßt, denn mit den lichtstarken Festbrennweiten hatte man immer ein deutlich leichteres System als ein Nikon System mit vergleichbaren Festbrennweiten.

Was das Freistellungsvermögen betrifft, ist ein solches APS-C Zoom ja in etwas mit einem Vollformat 4/70-200mm gleichzusetzen. Und genau da relativiert sich der Gewichtsvorteil dann auch wieder, zum Beispiel verglichen mit einer D610/D750 und 4/70-200mm.

Diese neue Linse macht das Fuji System noch einmal vielseitiger, zeigt aber deutlich, dass auch Fuji in Sachen Größe und Gewicht keine Wunder vollbringen kann.
 
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Diese neue Linse macht das Fuji System noch einmal vielseitiger, zeigt aber deutlich, dass auch Fuji in Sachen Größe und Gewicht keine Wunder vollbringen kann.

Nein Fuji kann nicht zaubern. Aber insgesamt ist das System absolute Oberklasse und mit FX nahezu in allen Anwendungen gleichzusetzen. Nikon hat dem leider bis heute nichts entgegen zu setzen. Ein Premium APS-C Format auf dem Stand der Technik mit erheblicher Gewichtsersparnis und Größenvorteil. Das 2,8/50-140 ist 40% leichter und deutlich kleiner als das 2,8er von Nikon, bei kleineren Brennweiten schaut das noch besser aus. Und zum Thema Lichtstärke, F2.8 bleibt F2.8, auch wenn die Freistellung eine Blende verliert. Freistellung ist aber bei weitem nicht alles.

Gruß Markus
 
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Allerdings finde ich, dass das Fuji System mit den 2,8er Zooms (es kommt ja noch ein 16-50mm) etwas von seinem Charme einbüßt, denn mit den lichtstarken Festbrennweiten hatte man immer ein deutlich leichteres System als ein Nikon System mit vergleichbaren Festbrennweiten.

Solche Aussagen über das Gewicht liest man immer wieder, weil Fujis Marketing so gut funktioniert. Die 1,8er Festbrennweiten von Nikon sind diejenigen Objektive, die zu den Fuji-Objektiven äquivalent sind oder dem nahekommen. Tatsächlich sind die Objektive von Nikon leichter. Es ist daher nur mehr die Kamera, die den Unterschied ausmacht, das ist letztendlich nicht so viel. Wirklich leichter sind die Gehäuse und einzelne Objektive wie das 18mm. Fuji hat sicherlich ein tolles System aufgebaut, alle Achtung! Aber man sollte sich nichts vormachen: wenn Objektive unterschiedlicher Systeme zueinander äquivalent sind, dann sind die Unterschiede im Gewicht meistens vernachlässigbar.

Wie auch immer, ich weiß, was Du sagen willst. Ich sehe das als Angebot. Selber fotografiere ich bekanntlich µ4/3. Nun könnte auch ich das 1,2/42,5mm von Panasonic kaufen und damit ein schweres Trumm in der Tasche haben, das 1,4/25mm von Panasonic ist ebenfalls relativ groß. Nun möchte ich Kompaktheit, also nehme ich stattdessen das 45mm von Olympus und das 20mm von Panasonic. Es ist gut, die Wahl zu haben. Ob das nun Fuji ist oder µ4/3, mehr Angebot kann mehr Bedürfnisse befriedigen und stärkt insgesamt das System. Es muss ja nicht alles jeden befriedigen können.
 
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Ich habe nun auch seit einigen Tagen das 50-140 und sehe das Objektiv nicht ganz so euphorisch - "sehr gut" auf jeden Fall, aber nicht "so gut wie FB".

Bisher hatte ich das 55-200 welches sich auch als sehr gutes kompaktes Zoom erwiesen hat.

Das 50-140 ist natürlich größer und schwerer, und hat eine große Stativschelle, die dem 55-200 beim voll ausgefahrenem Tubus (200mm) aus Gründen der Stabilität auf dem Stativ schon fehlt.

Das Objektiv bleibt beim Zoomen immer gleich lang und ist dadurch auch deutlich stabiler als der kleine Bruder, bei dem der Tubus recht lange ausfährt.

Die Sonnenblende des 50-140 ist kelchförmig, aber trotzdem stabil. Man kann bedenkenlos die Objektiv-Kamera-Kombination auf der Sonnenblende abstellen. Endlich wurde auch mal der Sonnenblende eine aufschiebbares Polfilterfenster zum Drehen spendiert. Zudem ist die Sonnenblende innen mit großen lichtbrechenden Rillen versehen, dies hat Nikon bei den Telezooms noch nicht hinbekommen.

Auf dem Stativ sitzt durch die Stativschelle das 50-140 deutlich stabiler, gerade auch weil die X-T1 durch die schmale Gehäusetiefe wenig Stabilität bei länger bauenden Objektiven auf dem Stativ ermöglicht.

Der AF ist deutlich zackiger als beim 55-200. Der Stabilisator des Objektives arbeitet sehr effektiv, ähnlich dem Nikon 4.0 70-200. Allerdings kann hier auch das 55-200 sehr gut mithalten.

Im Nahbereich fällt eine kräftige Brennweitenverkürung auf, ähnlich dem 2.8 70-200 VRII von Nikon. Hier zeigt das 55-200 schon eine deutlich größer Abbildungsgröße auf (135mm).

Optisch würde ich das 50-140 mit dem 55-200 fast gleich setzen, halt mit dem Vorteil der höheren Lichtstärke. Bei 128mm bietet der kleine Bruder lediglich eine Anfangslichtstärke von 4.2, bei 135mm steht nur noch 4.4 zur Verfügung. Also eine Vorteil von 1.5 Blendenstufen.

Etwas befremdlich ist, dass das 50-140 in ausgeschalteten Zustand eine leises aber deutlich hörbares "klonk, klonk" beim Bewegen der Linse von sich gibt. Das VR-Element hat großes Spiel im Tubus, welches sich erst bei angeschalteter Kamera satabilisiert, egal ob der VR aktiviert ist oder nicht. Das Fuji bei den VR-Optiken den VR immer an hat, aber erst beim angeschaltetem VR dann auch wirklich stabilisiert, fällt mit zum ersten Mal bei diesem Objektiv auf. Besonders vertrauenerweckend ist dies für mich nicht, keine Ahnung ob da etwas mit der Zeit ausschlägt, oder bei das VR-Element ohne VR-on immer seine goldene Mitte finden wird.

Zur optischen Qualität lässt sich folgendes sagen:

Sehr gut, minimal besser als das 55-200. Allerdings zeigen sehr gute FX Festbrennweiten mit Novoflex-Adapter (mit eigener Stativschelle) eine optische bessere Performance. Selbst das Nikon 4.0 70-200 kann optisch recht gut mithalten. Da ich sehe wie gut die FB sind, die Fuji auf den APS-C großen Sensor gerechnet hat, würde ich behaupten, dass eine Tele FB auch sichtbar besser sein wird. Nur gibt es die bisher nicht, von daher kann man nur abwarten bis neue Objektive kommen werden.

Oli
 
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Alle Aufnahmen die ich bisher mit dem 2,8er gemacht habe sind bei Offenblende einfach nur excellent. Kontrastreich, messerscharf, tolles Bokeh. Dafür ist es gemacht, das muss es können und differenziert es von den anderen Tele-Zooms. Das hat mein 2,8er Nikon-Zoom auch nicht anders hinbekommen. Mein 2.0/200 dagegen lag da drüber, ohne Zweifel. Das ist aber eben kein Vergleich in keiner Hinsicht.

Das 2,8/16-55 OIS WR wird das Tele-Zoom perfekt ergänzen. Die vorhanden und noch angekündigten Festbrennweiten sind nahezu allesamt im obersten Premium-Segnet angesiedelt, in allen Belangen. Aber deutlich kleiner und leichter als die FX-Trümmer. Die 1,8er von Nikon FX sind nicht vergleichbar mit diesen Objektiven. Wie gesagt Lichtstärke bleibt Lichtstärke. Da glänzt Fuji mit 1,2er und 1,4er Objektiven. Dazu Spezialisten wie das APD oder das Zeiss 1:1 Makro was hinsichtlich Schärfe und Bokeh ebenfalls ein Ausnahmeobjektiv ist.

Nikon verschläft hier einen eindeutigen Trend zu kleiner, leichter aber kompromisslos und perfekt in Technik und Verarbeitung. Die Systemkameras von Fuji, insbesondere die X-T1 (wie auch Oly) überzeugen da und zeigen auf was möglich bei Bedienung und im Sucher. Das ist und wird gesucht und auch bezahlt. Im Vergleich zu den Preisen die Nikon so aufruft ist es sogar preisgünstig. APS-C bei Nikon mutet dagegen fast altertümlich an und hängt im wesentlichen an FX-Objektiven, Nikon 1 ist jämmerlich.

Gruß Markus
 
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Das VR-Element hat großes Spiel im Tubus, welches sich erst bei angeschalteter Kamera satabilisiert, egal ob der VR aktiviert ist oder nicht. Das Fuji bei den VR-Optiken den VR immer an hat, aber erst beim angeschaltetem VR dann auch wirklich stabilisiert, fällt mit zum ersten Mal bei diesem Objektiv auf. Besonders vertrauenerweckend ist dies für mich nicht, keine Ahnung ob da etwas mit der Zeit ausschlägt, oder bei das VR-Element ohne VR-on immer seine goldene Mitte finden wird.

Das ist nicht anders realisierbar. Wie soll den die Linsengruppe, die für den VR herumbewegt wird, denn sonst in der Mitte gehalten werden? Das ist doch bei jedem Objektiv mit VR so.
 
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Das ist doch bei jedem Objektiv mit VR so.

Bei meinen Nikon Objektiven mit VR, wird der VR nur aktiviert, wenn der VR-Schalter auf ON steht.
Man bemerkt dies ja deutlich, wenn der VR auf ON steht und man nimmt den Finger vom Auslöser. Nach 2 Sekunden ist der aus, bis der Auslöser wieder betätigt wird.
Ist der Schalter auf OFF, läuft der VR auch nicht mit.
 
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Ist der Schalter auf OFF, läuft der VR auch nicht mit.

Die frei schwebende Linsengruppe des VR muss dann trotzdem entweder mechanisch zentriert werden oder eben mittels Magnetfeld des VR. Andernfalls ist sie in Ruhestellung und das Bild ist auf der einen Seite massiv unscharf. Dass es zusätzlich zum Magnetfeld noch eine mechanische Zentrierung gäbe, wäre jedoch völlig neu, zumindest ist in keinem mir bekannten technischen Artikel zum Thema etwas darüber zu lesen.
 
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Nur weil man die Physik nicht versteht, ist die Physik noch lange nicht falsch. :nixweiss:

Klar, diese Endlosdiskussion habe ich auch mal geführt. Ich bin dazu übergegangen mir primär die Bildergebnisse und das Handling anzuschauen. Diese sprechen einfach für sich.

Gruß Markus
 
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Der Bericht zeigt auch sehr anschaulich, dass die Fuji X-Kombination im Vergleich zur FX-Kombi halt doch wesentlich kompakter daherkommt. Klar kommt es vom Gehäuse und vom Objektiv. Bei den kleineren Brennweiten ist dieser Größen- und Gewichtsunterschied für die Kombi noch ausgeprägter.

Gruß Markus
 
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