Fujifilm überholt Nikon

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"Zusammengerechnet kommen die sieben Hersteller im Jahr 2025 auf 9,75 Millionen verkaufte Kameras. Ein Jahr zuvor waren es 8,07 Millionen, 2023 sogar nur 7,08 Millionen. Der Markt ist damit binnen zwei Jahren um fast 40 Prozent gewachsen."

Das finde ich durchaus überraschend. Das Smartphone verdrängt offenbar doch nicht die separaten Kameras?
 
2 Kommentare
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Auch das ist ein interessanter Punkt. Vielleicht gibt es ja doch noch viele DSLR-Nutzer, die spät auf Spiegellos gewechselt sind. Andere Erklärungen dafür fallen mir spontan nicht ein. Aber in dem Punkt bin ich eh tiefenentspannt. Was habe ich nicht schon beim Thema Uhren zu hören bekommen: "Interessiert die Jugend nicht", niemand braucht mehr heute ne Armbanduhr". Die Realität ist: Auch dank des LuxusuhrenHypes während Corona gibt es sehr viel mehr Interesse, sogar viele jüngere Händler und Influencer. Ob das dauerhaft bestehen bleibt und für den Erhalt genügt? Natürlich weiß ich das noch viel weniger als wirkliche Insider / schlaue Köpfe. Aber Totgesagte haben schon immer länger gelebt.
 
Timbre
Timbre kommentierte
Man muss das in der Relation sehen, es werden jährlich ca. 1,3 Milliarden Smartphones verkauft. Die breite Masse macht ihre Fotos schon damit.
 
Nikons Strategie sich auf teurere Kameras zu fokussieren scheint nicht aufzugehen. Das Vollformat, in dem Nikon langsam wieder aufholt, schwächelt, bei APS-C ist nur die Z50 II wirklich im Rennen (Zfc nicht mehr technisch up to date, Z30 eher für die Nische).
Fuji kann - dank hoher Gewinne bei Sofortbildkameras und -filmen mehr ausprobieren, Nikon muss gucken, dass die Profitabilität überhaupt gegeben ist. Das bremst natürlich die Entwicklungsgeschwindigkeit. Nikon dürfte nicht ohne Not die Partnerschaft mit Tamron eingegangen sein, bei APS-C kommen die wirklich interessanten Linsen von Drittherstellern, da dürfte Nikon wenig verdienen. Es fehlen gute, aber bezahlbare Objektive für den Einstieg wie etwa das 35mm f/1.8 DX für die DSLRs, das hat ca. 150€ gekostet. Die mirrorless Alternative kann zwar Makro, kostet aber ungefähr das Doppelte.
 
Kommentar
Wenn man Hardcore-Fanboy ist, müsste man von Nikon enttäuscht sein. Ich betrachte das aber eher pragmatisch / gelassen, daher würde mir das nur Sorgen bereiten, wenn der Marken-Fortbestand davon gefährdet wäre. Aber das sehe ich nicht im Ansatz, zumal selbst Firmen wie OM-System und Ricoh / Pentax es schaffen, in ihren Nischen klarzukommen. Und nachdem die eigentlich tote Marke Pentax es seinerzeit schaffte, ein Gegenstück zur D810 auf den Markt zu bringen, die obendrein technologisch mehr als konkurrenzfähig war, kann mich nichts mehr schocken.

Allerdings glaube ich, dass gerade Nikon und Fuji besonders stark davon leben, mit neuen Modellen besondere Kaufanreize zu schaffen. Das trifft grundsätzlich natürlich auf jeden Hersteller zu, aber in diesem Ranking besonders die beiden verglichenen Marken. Und hier hat Fuji den Vorteil, 2024 / 2025 mit mehreren sehr charismatischen Modellen angetreten zu sein, auf die die Kunden erstens lange warten, und bei denen Kaufanreize nicht so sehr vernunftabhängig sind.

Nikon dagegen könnte mal wieder die konservative Haltung ihrer Kunden auf die Füße fallen. Es gab 2024 / 2025 einige große Würfe, aber auch angesichts der Preisverschiebungen (Z5 II und Z6 III funktionell / preislich aufgewertet) dürften einige Kunden ins Grübeln gebracht haben. Spontane Begeisterungskäufe von Zweit- und Drittkameras sind hier auch eher selten. Das macht es nicht einfacher.

Ich habe ja neulich erst geschrieben, dass die Sony Kamerasparte nicht wirklich "hip" ist. Bei Fuji ist das anders. Immer wieder erwische ich mich dabei, für Fuji oder sogar OM-System zu schwärmen, weil ich die Kameras geil finde. Erst ein Vergleich von Systemleistung / Preis / Kosten holt mich auf den Boden der Tatsachen. Völlig neu könnten die Karten allerdings gemischt werden, wenn Fuji auf die Idee käme, Vollformat anzubieten. Dann könnten sich die übrigen Marken warm anziehen!
 
1 Kommentar
quadratlatsche
quadratlatsche kommentierte
Einige der Fujis sehen ansprechend aus und fühlen sie extrem wertig an, der „haben wollen“ Reflex wird da schon getriggert. Nikon liefert solide Hausmannskost, ist aber im Wachstumssegment APS-C zu schwach aufgestellt. Es wurde Vollgas bei FX gegeben, wo jetzt der Markt schwächelt. Ich habe mir die Z6 II gebraucht gekauft, weil ich das erst einmal ausprobieren wollte. Aber alle neu verfügbaren Modelle sind für meinen Geschmack zu teuer. Bei der Z5 II ist das Preis-Leistungs-Verhältnis noch am besten, aber die Kombination aus Kamera + Linse ist flott bei 2000€ oder auch 3000€ und man muss entweder einen klobigen Adapter kaufen oder neue Linsen.
 
... Völlig neu könnten die Karten allerdings gemischt werden, wenn Fuji auf die Idee käme, Vollformat anzubieten. Dann könnten sich die übrigen Marken warm anziehen!
Mit dem GF System übertrifft man ja sogar Vollformat. Von der Bildqualität mit das Beste, was es gibt. Fuji war anfangs selbst überrascht, wie die Dinger über den Ladentisch gingen, waren ja eigentlich nicht unbedingt für den Amateurbereich gedacht. Das zeigen auch immer mehr Fremdhersteller, die dafür Linsen produzieren.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Stimmt. Trotzdem ist es nicht wirklich massentauglich. Lustig fände ich es allerdings, wenn Fuji und Nikon auf die Idee kämen, eine Z-Mount-Allianz für das Vollformat einzugehen. Beide Firmen können historisch ganz gut miteinander, und die Konzepte würden sich hervorragend ergänzen. Minimale Kannibaliserungs-Effekte, aber viele neue Kunden!
 
N
Nicname kommentierte
Also Z-Objektive an Fuji Vollformat-Kameras oder umgekehrt? Hm, bei Einführung des Nikon Z-Systems hieß es, das Z-Bajonett habe einen ausreichend großen Durchmesser, um auch Sensoren fürs Mittelformat bedienen zu können.

Wartet die geneigte Kundschaft darauf lechzend? Das 4:3 Format heutzutage sogenannter Mittelformatkameras ist mir jedenfalls nicht sympathisch.

Bei einer Sensorfläche im 3:2 Format von min. 45 x 30 mm mit Nikon Z-Mount könnte ich schwach werden. Na ja, schauen wir mal.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Daran dachte ich jetzt eigentlich nicht, sondern an eine Vollformat-Fuji mit Nikon-Anschluss. Ausserdem ist das unrealistisch, denn das GFX-System steht ja. Kurios würde es höchstens, wenn es Z-Linsen gäbe, die auch Mittelformat-Sensoren ausleuchten könnten.
 

Fujifilm überholt Nikon​

... na hoffentlich liest HaDiDi das nicht.:geek:
 
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Berta
Berta kommentierte
Sony ist dass Reizwort und nicht Fujifilm.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Naja, ich stehe seit einigen Jahren Nikons Firmenpolitik recht kritisch gegenüber und es überrascht mich nicht, dass Nikon eher zurückfällt. Selbst wüsste ich nichtk, was ich derzeit bei Nikon kaufen sollte, bzw. nicht besser bei anderen Herstellern bekommen kann. Das merkt auch der breite Markt, nur mit den "älteren" Fanboys kann Nikon dauerhaft nicht seine Verkaufsziele nicht realisieren.

(Obwohl ich vor wenigen Tagen noch eine Nikon gekauft habe, eine Nikon F90X und 2-3 AF-D Objektive dazu... da war Nikon ja auch noch gut und vorne dabei.)
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Bedingt. Technologisch war die F90x ein Kracher, in der Verarbeitung aber ein Rückschritt gegenüber der eigentlich sehr bauähnlichen F801(s). Hinsichtlich der Robustheit war es die schwächste semiprofessionelle Nikon, trotzdem eine sehr wichtige. Alleine schon, um Nikon-Pros bis zum Erscheinen der F5 bei Laune zu halten.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Für rund 100 Euro in mint, alles funktioniert, sie kann problemlos mit AA Batterien betrieben werden und Voigtländer-F-Mount Objektive mit Kontakten können vollwertig mit der Kamera kommunizieren - also für mich ist das der P/L-Kracher.
 
H
Holeshot kommentierte
Sony ist dass Reizwort und nicht Fujifilm.

du solltest hier öfters mitlesen
 
Also...als ich noch klein war lehrte man uns, im Kapitalismus beuten die Konzerne die Menschen aus.
Der Stärkere frisst die Kleinen und den Menschen geht es immer schlecht.
Wir waren glücklich mit unserer Praktica.
Schöne bunte Bilder machte sie und es gab keine Diskussionen von A bis Z, welche Marke man kaufen könnte.
Heute entsteht Panik wenn die Zahlen einen Untergang herbeischreien.
Darum, Der Sozialismus siegt!
Diese ständige Entscheidungsfindung bei einer Angebotsvielfalt ist auch wirklich nervenaufreibend und frustrierend.
:p
 
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of51
of51 kommentierte
... zumal man ja schon genügend tolle Technik rumliegen hat. Manche einen ganzen Schrank voll ;)
 
svantevit
svantevit kommentierte

Da kann der Augen AF leider nicht mithalten :)

Naja, Spass beiseite.
Ich denke, Nikon wird das Ding schon schaukeln und die Konkurrenten durcheinanderschütteln.
Auch wenn sie momentan nicht auf dem Siegerpodest stehen.
Nun wird's aber wirklich mal an der Zeit einen Knaller zu liefern.
Meist war es so. Lange Ruhe und dann kam etwas und der alte Müll wird bei uns Käufern ausgetauscht.
Und plötzlich spricht keiner mehr von Sonyhadadadidingsbummsens ;)
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Ich bin jedenfalls froh, dass es diese große Auswahl gibt und ich Kameras kaufen, und fast keinen Kompromissen machen muss.....
 
Da das der "Weltweite" Kameramarkt sein soll zeigt es eigentlich nur dass die alten "Industrienationen" an Bedeutung für den Absatzmarkt keine so große Rolle mehr spielen, wie auch andere Beispiele bei Konsumgütern oder Fahrzeugen zeigen.
Die Verkaufszahlen bei hochpreisigen Kameras würden mich eher interessieren, der deutsche Rentner oder Facharbeiter hat doch eine andere Kaufkraft als der asiatische Massentourist, ich glaube der Japanische oder Europäische Markt ist schon unterschiedlich zum Rest Asiatischen oder Amerikanischen.
Von daher messe ich dem ganzen keine große Bedeutung zu und als Forumsmitglied weiß ich dass hier auch kein durchschnittliches Kaufverhalten vorhanden ist.
 
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Diese ständige Entscheidungsfindung bei einer Angebotsvielfalt ist auch wirklich nervenaufreibend und frustrierend.
:p
Ich erinnere mich an meine USA-Reise 1976. Supermarkt. Wir brauchten Brot. Gut, es gab kein Brot im europäischen Sinne. Aber ein 20-m-Regal mit 4 oder 5 Ebenen Toastbrot. Und uns stellte sich die Frage: Welches ist wohl das Beste, das Leckerste? Vor Verzweiflung (Qual der Wahl) wären wir fast verhungert...
 
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In "meinem Laden" gibt es viel Kundschaft.

Stammkunden: diejenigen die das neuste und beste haben müssen, egal welche Marke und Sammler, weil der Laden auch viel gebraucht verkauft. Da lebt jeder Kunde in seiner Marken-Welt.

Dann gibt es aber auch die Laufkundschaft, meistens jünger, Leute, die ich nur einmal im Laden sehe. Oft wollen die ganz gezielt eine bestimmte Digital-Kamera haben und wirklich oft sind das dann Kameras von Fuji. Vielleicht weil sie Instax schon kennen. Vielleicht, weil es noch immer den X-100-Hype gibt. Vielleicht weil die X-Kameras doch recht kompakt sind. Und dann gibt es natürlich noch GFX.

Vielleicht hat Fuji es genau richtig gemacht mit X und GFX. Vollformat ist eh ein Film-Relikt aus der Vergangenheit. Hat sicher Sinn gemacht Sensoren in der Grösse zu bauen, braucht man aber heute nicht mehr wirklich.

Persönliche Meinung: wenn man sich mal diverse X-Objektive anschaut, dann muss ich schon sagen, dass die wertig verarbeitet sind, viel Metall, Blendenring, kompakt. Die Festbrennweiten sind ein Genuss, sowohl optisch, wie haptisch. Bei Nikon gibt es dann das gleiche in Plastik, doppelt so gross (in meinen Augen teilweise scheusslich aussehend) und oft teurer.
 
1 Kommentar
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Voll-Format als Film-Relikt aus der Vergangenheit? Nein, ganz bestimmt nicht. Ich würde mal eher sagen, APS ist ein Relikt aus einer Zeit, als es noch kein digitales Vollformat gab. Die meisten wirklich interessanten Kameras bei Fuji sind nicht billiger als Vollformat, und die Objektive erstrecht nicht. Klar: Die Machart der Linsen ist wirklich ansprechend, und wer z.b. (insbesondere kurze) Festbrennweiten mittlerer Lichtstärke einsetzt, bekommt mit Fuji ein super System. Aber so universell wie Vollformat ist das alles nicht. Nicht weil es technisch nicht ginge, sondern weil nicht mal Fuji entsprechend aufgestellt ist.

Dass es bei Nikon "das gleiche Plastik", doppelt so gross, scheusslich und "oft teurer gäbe", ist schlicht Unfug. Es gibt bei Nikon ein paar billige Linsen, die wirklich nicht so solide aussehen, wie sie wirklich sind. Es gibt hingegen so gut wie kein Fuji Objektiv, dass NICHT MEHR kostet als eine vergleichbare Nikon-Linse. Ohne jetzt das Pandora-Fass mit der Äquvalenzberechnung wieder aufzumachen, muss man einfach ehrlich und fair bleiben. Klar ist auch: Das letzte Quäntchen geringer Tiefenschärfe interessiert nicht jeden, und dann wird man auch bei Fuji gut bedient.

Beschämend finde ich allerdings, dass jemand, der offenbar seine Brötchen im Fotohandel verdient, so einen Unfug verbreitet. Auch bei Fuji ist nicht alles Vollmetall. Da brauche ich mir nur mal das XC 35mm /2.0 anzusehen. An dem Ding ist garnichts Metall, höchtens die Druckfedern im Objektivdeckel. Das Teil ist sicherlich völlig ok, und mit 199 Euro ein Must-Have, aber solider gebaut als z.b. das Z40/F2? Mit Sicherheit nicht.

Klar: Es gibt diese Brennweite auch in der üblichen, hochwertigeren Verarbeitung, nur kostet sie dann auch gleich 450 Ocken. Über Zooms spreche ich mal lieber nicht. Die mögen sehr gut sein, hier lässt Nikon aber auch nix anbrennen. Nur ist Fuji hier teils absurd teuer! Dadurch ist das System für mich aber auch nicht universell genug. Nikon hat hier mit dem Z16-50/2.8 definitiv eine Marke gesetzt.
 
Die Sache mit dem Blendenring ist doch auch nur ein Vintage Hype und keine Innovation, alldieweil habe ich schon vor Ewigkeiten meine AF-D Objektive bei Blende 22 verriegelt und mit Drehrad bedient und wenn ich heutzutage Vintage mag kann ich mir ein schönes Voigtländer für Z FX kaufen.
Jedem Hipster sein Pläsirchen oder so ähnlich.
 
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1bildermacher1 kommentierte
Der Blendenring an den GFX-Objektiven ist ganz und gar keine Hype. Fuji hat es richtig gemacht.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Ich nutze bei meinen China-Linsen und diversem Altglas durchaus mal gerne die Blendenringe. Sicherlich ist das auch eine Geschmacksache, aber während die Verschlusszeitenwahl per elektronischem Drehrad wirklich ein sehr großer Vorteil ist, sehe ich das bei der Blende so nicht. Bei sehr klobigen Objektiven wie einem AF-D 24-120 konnte der Blendenring aber mitunter etwas fummelig sein. Das ist bei den Spiegellosen aber per se besser, weil da kein Sucherprisma weit über den Blendenring ragt.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
nach von Linhof war wohl nur die Platte für die Kamera. GF Objektive von Schneider, Zeiss, Nikon etc.

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peterkdos
peterkdos kommentierte


Verstehe diesen Einwand nicht, aber auch Fuji war in dieser von Dir gezeigten Sparte tätig.

Sie können auch ganz groß!
 
.... keine schlechten Kameras mehr...
Ist auch genau meine Meinung - alle Kameras sind so gut, dass man >90% der gewünschten Bilder mit jeder aktuellen Kamera machen kann.
Die Spezialbedürfnisse spielen nur noch eine Rolle, wenn man technisch eine bestimmte Qualität abliefern muss (will), und daher der Technikpark bestimmte Voraussetzungen erfüllen muss, also eigentlich nur im High-End-Sektor/Profibereich - wenn ein AF, die Auflösung und die Serienbildgeschwindigkeit für den geschäftlichen Erfolg relevant wären.

Dazu kommen natürlich persönliche, nicht diskutable, Präferenzen an das Gesamtpaket (Menüführung, Haptik, Kameradesign).
Mehr Pixel bieten im Zweifel Crop-Reserve - ein Bild wird dadurch nicht per se besser oder schlechter. Der gewünschte Ausgabeweg entscheidet (Online/Fotobuch/Großprint...). Wer sich dafür interessiert, mit was er die Bilder macht tendiert zum "Technik-Fotograf" - genau wie es bei Musik Leute gibt die Musik hören, und Andere denen immer wichtiger zu sein scheint, womit sie Musik hören. Bei HIFI bin ich allerdings selbst "Markenanfälliger" als bei der Fototechnik. :) Bei Kameras hatte ich alle Big-Player schon als Gelöt und habe mit allen hier auch Bilder gezeigt - "eingeschränkt" habe ich mich immer erst nach sehr vielen Jahren gefühlt.
 
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Nikon hat sehr gute Kameras im moderaten Auflösungsbereich.
Aber bei hohen Auflösungen hinkt Nikon schon seit Jahren hinterher. Klar, Z8 und Z9 sind tolle Kameras, aber halt auch echte Trümmer. Die Z8 ist praktisch so gross wie die D850. Der Vorteil von spiegellos für ein kompakteres und leichteres Gehäuse wird hier nicht genutzt.

Und aus mir unerfindlichen Gründen gibt es immer noch keinen Nachfolger für die Z7 II. Dabei müsste man das Rad nicht neu erfinden – die entsprechenden Komponenten gibt es schon lange.
Und der Markt scheint auch zu existieren. Sony hat diverse hochauflösende Kameras in kompakten Gehäusen und mit aktueller Technik, insbesondere beim AF.

Wie auch immer: Obwohl ich praktisch mit Nikon aufgewachsen bin, habe ich mir die „Z7 III“ von Sony gekauft (A7R V) und werde mir bald auch den Nachfolger des Nachfolgers (A7R VI) anschaffen.
Somit ist Nikon in diesem Segment schon zwei Generationen hinterher…
Und ich bin damit auf halbem Weg, von Nikon zu Sony zu wechseln.
 
5 Kommentare
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Mir ist völlig klar, warum es (noch) keinen Z7 II-Nachfolger gibt. Er würde die Z8 kannibalisieren. Anders sähe es aus, wenn es einen Sensor mit 60-70 Megapixeln gäbe. Damit hätte eine Z7 III wieder eine schlüssige Position im Nikon Sortiment. Nur: Wozu? Ich habe eine Z7 II und brauche weder bessere Auflösung noch mehr Speed oder besseren AF. Ich komme einfach damit gut klar.
 
W
W.W. kommentierte
Der Vorteil von spiegellos für ein kompakteres und leichteres Gehäuse wird hier nicht genutzt.
Das gilt bei gleicher Sensorgröße auch nur (wenn überhaupt) im Weitwinkelbereich. Bei Teleobjektiven hat man dann die am Gehäuse „eingesparte“ Größe an jedem Objektiv zusätzlich.
Ich persönlich mag die Größe einer F5, D5 oder Z9.
 
F
frier kommentierte
Da stehen viele Punkte, hinter denen ich voll stehe!
Was mich so stört:
- Auflösung, bitte mehr. Auch bei einer Zf.
- Viele Objektive wirken "billig" = Plastik.
- Bei den Z-FX-Gehäusen habe ich den Eindruck dass um die "gleiche Technik für die Bilderzeugung = Sensor) nur etwas andere Gehäuse herumgebaut werden. Echte Innovationen, wie eingebautes GPS, echtes WLAN incl. LAN fehlen zumindest teilweise.
- Nikon verabschiedet sich zu schnell von der D-Generation, viele hofften und hoffen auch heue noch auf eine z. B. D880 mit wesentlich höherer Auflsöung und wurden enttäuscht. Klar den spielgellosen gehört die Zukunft, aber nicht alle woll(t)en das.
- Ich kann zwar nachvollziehen, dass sich einige weitere DX-Modelle wünschen, Cropfaktor, Gehäusegröße, etc. - ich bleibe bei FX, wünsche mir da aber mehr, vor allem auch kleinere Gehäuse. Und auch wenn es altmodisch klingt, ggf. sogar mit einer sog. Bereitschaftstasche. So etwas habe ich für meine Sony DSC-RX100 als fast "Immerdabeikamera".
 
W
W.W. kommentierte
Wirtschaftlich macht es bei einem deutlich geschrumpften Fotomarkt wenig Sinn, zwei Systeme parallel weiterzuführen.

Ich sehe im Z-System schon echte Innovationen: On Sensor PDAF, keine Dunkelphase im Sucher, Subjekterkennung, …

Kunststoff hat den Vorteil des geringeren Gewichts und der von Nikon (und Sigma) verwendete Kunststoff fühlt sich für mich nicht billig an.

Für mich sind 45MPx auch zum Croppen ausreichend.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
GERADE bei der Zf, finde ich. Die ganze Linie sollte angesichts ihres Erfolges a) erweitert und b) aufgefrischt werden. Nun würde ich persönlich mit der Zf sehr gut klarkommen, aber den Wunsch nach mehr als 24 Megapixeln kann ich schon verstehen.

Was ich nicht verstehe: Wünschen kann man sich viel, so auch deutlich mehr als 47 Mpx. Allerdings muss man auch hinnehmen, dass die eigenen Wünsche für die breite Masse irrelevant sind. Sicher hatten wir die Diskussionen schon in jeder Evolutionsstufe, aber die realen Bedürfnisse wachsen nunmal nicht mit. In der Fotografie würde ich sogar sagen: Im Gegenteil! Unter den gängigen Präsentationsformen wäre der große 4K-Fernseher das Höchste der Gefühle - mit ungefähr 8 !!!! Megapixeln. Zur Einordnung: Das kann sogar die inzwischen 20 !!! Jahre alte D80, die ich gerade für meine Tochter mal wieder "flottgemacht" habe und nun staune, wie gut man damit noch arbeiten kann. Die 10 Megapixel haben sogar noch etwas Raum für korrigierenden Beschnitt, ohne deutlich unter die 4K zu kommen. Deshalb: Die 60 Megapixel will man doch nur, weil es sie woanders gibt, nicht weil man sie wirklich nutzt oder gar braucht. Etwas anders noch ist das bei einer Leica Q mit Festbrennweite. Hier würde ich eine Variante mit umschaltbarer Brennweite und dafür geringerer Auflösung deutlich vorziehen, bin mir aber nicht sicher, ob ich das nach ersten Erfahrungen mit dieser Kamera noch genauso sehen würde. Jedenfalls ist die höchste Auflösung Teil des Objektiv-Konzepts und somit sinnvoll.

"Gleiche Technik für Bilderzeugung" - Ja und nein. Ganz falsch ist der Eindruck nicht, da die Sensoren schon ziemlich am Limit sind. Sowohl physikalisch als auch im Nutzwert. Hinsichtlich der Bildprozessoren tut sich aber schon manches. Und auch wenn ich den Ruf nach neuen Höchst-Auflösungen nicht verstehe, hätten einer Z6 III 33 oder 36 Megapixel durchaus gut zu Gesicht gestanden. Das wäre für mich auch ein sehr guter Kompromiss, um nicht für anspruchsvolle Aufgaben eine dritte Kamera (in meinem Fall Z7 II u.a. für Architektur) vorhalten zu müssen. Ansonsten werden die Kameras schon in vielen relevanten Punkten deutlich weiterentwickelt.

- WLAN / GPS / LAN? 100%ige Zustimmung! Lan per USB-C wäre sicherlich machbar, GPS ein Muss - oder zumindest eine stabile Kopplung mit dem Handy ohne 3rd Party Tools. Würde mir das Leben angesichts vieler symbolhafter Bilder, bei deren Verschlagwortung für die Agenturvermarktung ich nicht hinterherkomme, deutlich erleichtern. Darüber hinaus nutze ich WLAN schon seit 9 Jahren, seit meiner D500. Nur halt einfach. EINFACH SCHEISSE. Sorry für den Kraftausdruck, aber Nikon kriegt es mit Snapshit einfach nicht geregelt.

- Mehr DX? Das sehe ich zwiespältig. Für ambitionierte Aufsteiger, Reise etc. durchaus sinnvoll. Die Größe der Gehäuse ist dabei nicht so relevant, wichtig ist das Gesamtpaket. Nikon hat mit der Z50 II eigentlich eine sehr gute Kamera im Rennen, und mit dem anständigen Pencake-Zoom sowie dem 2,8/16-50 inzwischen auch die Basics abgedeckt. Gerade durch die Aufwertung der Z5 II bietet DX hier gehobene Qualität zum deutlich günstigeren Preis. Es sei denn, man hat noch ein Z24-70/4, oder besorgt es sich billig gebraucht. Dann bröckelt der Preisvorteil gewaltig. Man darf auch nicht vergessen, dass die Z5 II immer noch die deutlich erwachsenere Kamera ist, ohne viel größer zu sein. Es ist ja nicht nur das Sensorformat. Über Sinn & Zweck eines Z-Nachfolgers einer D500 sprechen wir erst, wenn es konkret wird. Schon die D500 war recht spät dran, aber ein Mega Erfolg. Ich kann mir schon vorstellen, dass Nikon da was Spannendes baut, und Canon besetzt das Segment ja auch noch mit der R7. Wobei die Kamera auch nicht unbedingt einer "Z8 in DX" entspricht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es sind halt persönliche Präferenzen, aber Mittel- Großformat, X100VI
oder eine Leica sind und waren schon immer eine Ausnahme die noch nie den Durchschnitt repräsentiert haben.
Ein Modefotograf wird wahrscheinlich eher zu einer GFX greifen wie ein Sportfotograf wo eher Highspeed Kleinbildkameras die Mehrheit darstellen, im Hobbybereich sieht es wieder anders aus, da richten sich die Wünsche nach der Menge des zur Verfügung stehenden Budgets,
da ist der Sinn dahinter dann auch zweitrangig.
Für was aber ein Blendenring besser wäre erschließt sich mir nicht, für mich ist es nur eine Modeerscheinung, weil Balgen, Zwischenringe usw. mit manueller Fokussierung und mech. Kamerasteuerung benutzt heute kaum noch jemand.
Aber egal, gehört ja nicht zum Thema.
 
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Das gilt bei gleicher Sensorgröße auch nur (wenn überhaupt) im Weitwinkelbereich. Bei Teleobjektiven hat man dann die am Gehäuse „eingesparte“ Größe an jedem Objektiv zusätzlich.
Ich persönlich mag die Größe einer F5, D5 oder Z9.
Ich kann deine Präferenz nachvollziehen. Die Einstelligen mit integriertem Batteriegriff haben ihre Berechtigung.
Hat allerdings nur wenig mit der Z7 zu tun. Die Z7 ist ein hochauflösender Allrounder.
 
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Mir ist völlig klar, warum es (noch) keinen Z7 II-Nachfolger gibt. Er würde die Z8 kannibalisieren. Anders sähe es aus, wenn es einen Sensor mit 60-70 Megapixeln gäbe. Damit hätte eine Z7 III wieder eine schlüssige Position im Nikon Sortiment. Nur: Wozu? Ich habe eine Z7 II und brauche weder bessere Auflösung noch mehr Speed oder besseren AF. Ich komme einfach damit gut klar.

Das ist schön, dass Du mit der Z7 II zufrieden bist und nicht mehr Speed etc. brauchst.
Nur, genauso gut hättest Du mir erzählen können, dass Du mit deinem Golf I nach wie vor von A nach B kommst.
Das ändert doch nichts an der Tatsache, dass die Z7 II nicht mehr dem Stand der Technik entspricht und wohl kaum noch essenzielle Verkaufszahlen liefert, oder?

Die Z8 kannibalisieren? Nach über drei Jahren seit Markteinführung, wohl kaum!
Im übrigen ist die Z8 auf Speed und Robustheit getrimmt. Eher für Sport und Wildlife.
Die Z7 ist ein Allrounder und kein Profigehäuse, eher für Landschaft etc. und fürs kleinere Gepäck. Das sind zwei unterschiedliche Segmente.
Und ja, ein Nachfolger der Z7 II sollte selbstverständlich eine höhere Auflösung haben analog wie Sony / Leica oder höher.
 
4 Kommentare
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1bildermacher1 kommentierte
Warum nicht gleich auf die GFX 100II umsteigen, da bekommst du viele Auflösung und beste Objektive
 
nilei
nilei kommentierte
Wozu, die Z7 III würde doch genau das bieten was ich mir wünsche,
hohe Auflösung mit aktueller Technik und einem KOMPAKTEN Gehäuse.
Da Nikon bisher (noch?) keinen Nachfolger rausgebracht hat, habe ich diese Lücke mit einer A7R V gefüllt.
 
P
P.Gnagflow kommentierte
Tja, die Frage stelle ich mir auch seit einiger Zeit. Bloß - bei allen Vorteilen der GFX II, welche ich wegen des Suchers präferieren würde - ist die Z9 letztlich doch schneller, die Optiken nicht schlechter und die Auswahl vor allem bei den langen Linsen sehr attraktiv. Die Robustheit der "Einstelligen" konnte/musste ich bereits erfolgreich testen und für sehr gut befinden. Die Schnelligkeit bietet mir Vorzüge, auf welche ich nicht mehr verzichten möchte, aber sicher nicht jedem. Wie es in Zukumpft aussieht, wer weiß dem schon ....
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Je mehr ich schnelle Sitiuationen mit der GFX fotografiere, umso mehr bin ich überrascht wie gut das geht. Zur Z9 gibt es je nach Objektiv kaum einen Unterschied.
Gruss Wolfgang
 
... Im übrigen ist die Z8 auf Speed und Robustheit getrimmt. Eher für Sport und Wildlife.
Die Z7 ist ein Allrounder und kein Profigehäuse, eher für Landschaft etc. und fürs kleinere Gepäck. ...
Für mich ist die Z8 für Landschaft + Architektur mit ihrem ins Hoch- und Querformat schwenkbaren Klappdisplay für Aufnahmen vom Stativ, wie auch mit den manuell einstellbaren Belichtungszeiten bis 15 Minuten prädestiniert.

Nachdem die ersten Kinderkrankheiten der Z8 überwunden wurden, waren das waren für mich Ende 2025 überhaupt die Killer-Features zum Umstieg von der D850. Speed und Robustheit setze ich in diesem Segment voraus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Für mich ist die Z8 für Landschaft + Architektur mit ihrem ins Hoch- und Querformat schwenkbaren Klappdisplay, wie auch mit den manuell einstellbaren Belichtungszeiten bis 15 Minuten prädestiniert.

Nachdem die ersten Kinderkrankheiten der Z8 überwunden wurden, waren das waren für mich Ende 2025 überhaupt die Killer-Features zum Umstieg von der D850. Speed und Robustheit setze ich in diesem Segment voraus.
Natürlich kann man mit der Z8 auch gut Landschaft und Architektur fotografieren.
Die meisten werden aber wohl den Speed und Robustheit in diesem Segment nicht benötigen.
Dann eher das Maximum an Dynamikumfang, und da hat die Z8 leichte Nachteile.
 
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Drahtauslösung wird überbewertet, dann kann man sich auch gleich wieder ein Tuch über den Kopf hängen,
für mich ist die ZF die bessere X-T5, mal davon abgesehen könnte mir eine Nikon Sucherkamera mit Wechselobjektiven schon gefallen, mit dem 45MP Sensor damit es nicht so teuer wird.
 
volkerm
volkerm kommentierte
@HaDiDi Dein Kommentar zur Zf zeigt einfach deine Unkenntnis. Die ist wirklich mit viel Liebe zum Detail und historischen Vorbild gemacht, Sorgfalt bis in die Details und in den Materialien. Der fehlende Drahtauslöser ist die eine kleine Nachlässigkeit, sonst sehr gelungen im Gegensatz zu ersten Aufschlag mit der lieblosen Frankenstein-Df
 
svantevit
svantevit kommentierte

Genau! Ich bin schon nah dran mir eine Zweite zu kaufen. Silber. Warte geduldig ab was Nikon eventuell noch bringt.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Ich würde nicht von Unkenntnis sprechen, sondern einfach von einer anderen Einschätzung, frei von positiven Emotionen für Nikon. Ich vermute, dass die Zf eine Eintagsfliege bleibt, da wurde für die nächsten Jahre das Retro-Käuferpotential abgeschöpft, aber die Reihe wird nicht weitergeführt - deshalb auch keine optisch passenden Objektive.... deshalb mein "lieblos"
 
Lees
Lees kommentierte
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