Capture NX bietet ebenfalls die Möglichkeit, CA automatisch heraus zurechnen. Bei anderen RAW-Konvertern stehen vergleichbare Funktionen zur Verfügung, wobei NX wohl auf spezielle Objektivkennlinien zurück greift.
Eine solche Funktion in die kamerainterne Signalverarbeitung zu implementieren sollte also keine so große Herausforderung sein. Vorausgesetzt, der Bildprozessor ist schnell genug. Bei der D300 kann ich mir gut vorstellen, dass diese Anforderung erfüllt wird. Ich vermute, dass der sog. Expeed-Prozessor der D300 mit dem in der D3 weitgehend (vollständig?) identisch ist.
Wahrscheinlich wird Nikon alle zukünftigen SLRs mit dieser Funktionalität ausrüsten. Da die CA heraus gerechnet werden, kann es bei diesem Verfahren aber auch zu einem Verlust von Bildinformationen kommen. Wenn man CA im Nachhinein per EBV korrigiert, kann man das feinfühliger steuern.
Hasselblad macht sowas (und noch etwas mehr) kameraintern bei den digitalen H-Modellen übrigens auch.