Ich hoffe "meine" Story passt dazu... . Na ja, nicht wirklich, aber evtl. gibts ja doch ein Lächeln

Ist aber eine wahre Geschichte!
Ich arbeitete (lange ist es her...) in meiner Heimatstadt beim Sozialamt. Damals gab es noch keine Computer und die Berechnung der Ansprüche erfolgte manuell und die Auszahlung an Sprechtagen per Scheck. Die Aushändigung der Schecks und weitere Vermerke, wie z.B. Fragen, Probleme, individiuelle Bemerkungen und Prüfungsbedarfe wurden per Bleistift auf der so genannten "Leistungskarte" vermerkt. Also, z.B. ein Vermerk wie "1. Lohnabrechnung muss vorgelegt werden" oder "geht arbeiten", "fährt PkW" etc..
Der neue Kollege war mit diesen Vermerken noch nicht so vertraut und war auch "Auswärtiger" (ich glaube aus Nordeutschland). Als eine nicht mehr ganz so junge Dame, schnittig gekleidet und, mit bei anderen Gelegenheiten überzeugenden Argumenten, die Tür hereintrat fragte er nach dem Namen und zog die Leistungskarte.
Darauf war der Vermerk "geht knipsen" eingetragen.
Der neue Kollege fragte, drängte und verzweifelte weil die Dame standhaft seine Frage, ob sie als Fotomodel arbeitet (der Kollege war aber insgeheim der Auffassung, dass dies sehr wohl möglich und anzunehmen sei) verneinte. Er fragte nochmals und nochmals. Die Dame verneinte dies beharrlich und überzeugend. "Nein, als Fotomodel arbeite ich nicht".
Da der vertretene, eigentlich zuständige Sachbearbeiter nicht anwesend war, wurde der Scheck für die nächsten 5 Wochen ausgestellt.
Nach dem Sprechtag wurde der neue Kollege aufgeklärt was die interne Sozialamtsdefinition des Vermerkes "geht knipsen" bedeutet: Geht "anschaffen".
Meddi