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TomRohwer

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Okay - das ist jetzt eine nur begrenzt "Foto-Software"-bezogene Frage, aber ich bin recht zuversichtlich, daß es im Nikon-Fotografie-Forum eine Reihe von Leuten gibt, die sich auch damit beschäftigen und kompetente Tips haben... Damit die verstehen können, worum es mir genau geht, wird's jetzt etwas ausführlich.:cool:

Da nun in wenigen Tagen mein innigst geliebter letzter Windows XP-Rechner auf Windows 7 upgegraded wird, und dieser Rechner der innigst geliebte DTP-Rechner ist, stehe ich vor dem Problem, einen Ersatz für den ebenso innigst geliebten Adobe Type Manager (ATM) zu finden.

Der läuft nämlich nicht unter Windows 7.

An dem ATM ist mir, wenn ich es genau besehe, nur eine einzige Funktion wichtig (er hat viele, die man heute und unter Win7 aber gar nicht mehr braucht...) - die aber extrem:

Der ATM kann Schriften-Fonts, einzeln oder zu Gruppen zusammengefasst, mit einem Mausklick aktivieren und wieder deaktivieren.


Ich habe auf dem DTP-Rechner ungefähr 1000 Schriften installiert, die meisten sind PostScript- und OpenType-Schriften. Diese Zahl kommt nicht zuletzt dadurch zustande, daß hochwertige Schriften meistens aufgesplittet daherkommen, also nicht als "XXX Serif", sondern als "XXX Serif Regular, "XXX Serif Italic", "XXX Serif Bold", "XXX Light Regular" ... usw. usf. Und da werden aus "einer Schrift" dann schnell auch mal 10 oder 15 Schriften-Fonts.

1000 Schriften-Fonts machen ein System nicht nur ein bisserl langsamer, vor allem "verstopfen" sie alle Schriften-Pulldown-Menüs in den einzelnen Anwendungsprogrammen.

Da kommt nun der ATM ins Spiel.

Anstatt andauernd Schriften zu installieren (wenn man sie braucht) und wieder zu deinstallieren (wenn man meint, sie nicht mehr zu brauchen - was garantiert in die Hose geht, weil man dann schnell mal eine DTP-Datei von 2012 öffnet, und alle Schriften durch Courier substituiert werden, da man ja die für das seinerzeitige Layout genutzten Schriften längst wieder deinstalliert hat...) ...

... anstatt also die Schriften dauern zu installieren und deinstallieren, aktiviert bzw. deaktiviert man sie einfach mittels Mausklick. Das geht deutlich schneller, und obendrein hat man alles schon greifbar auf dem Rechner, und muß nicht immer das Schriftenmuster-Buch hervorholen, sondern guckt mal schnell im ATM, wie eine bestimmte Schrift aussieht, und ob sie vielleicht für den gerade anstehenden Zweck passt oder nicht.

Nun gibt es eine ganze Menge "Fonts-Manager", kostenpflichtig wie Freeware, wobei das nicht relevant ist. Meine erste Suche brachte mich aber immer irgendwo an den Punkt, wo ich feststellte: nein, genau das kann diese Software nicht.

Typograf zum Beispiel... :confused: Klingt erstmal super, kostet 29 Euro, völlig ok.

"Schriften für bestimmte Projekte/Kunden können Sie zu Schriftgruppen zusammenfassen - Aktivieren und deaktivieren Sie Schriftgruppen einfach nach Bedarf" - ja, genau so was will ich!!! :dizzy:

Aber dann...

"Datei- & Fontmanagement

Kopieren, Verschieben, Löschen und Suchen von Schriftdateien
Aktivieren oder Deaktivieren von Schriften bis zum nächsten Windows-Start
Schnelles Installieren oder Deinstallieren von Schriften"

Nein. :mad: Ich will eine Schrift nicht bis zum nächsten Rechnerstart deaktivieren oder aktivieren... :confused:

Was soll das? Soll ich nach jedem Rechnerstart mich erstmal durch 100 Schriftgruppen klicken, und die aktivieren, die ich zur Zeit aktiv haben möchte. Oder die aktivieren, die zur Zeit nur im Weg sind??

Das ist kein vernünftiges Arbeiten. Die Aktivierung/Deaktivierung muss schon so lange stehen, bis sie wieder von mir geändert wird.

Und da meine Lust und Laune begrenzt ist (Betriebssystemupdates machen aggressiv, das ist keine neue Erkenntnis), jetzt ein Dutzend Font-Manager auszuprobieren, weil die Beschreibungen gern auch in die Irre führen...

Hat jemand in der Runde zufällig einen guten Tip?
 
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blende24

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Habe mich nach ausführlichem Test von Typograf (gute Vergleichsoption, sonst etwas unübersichtlich), Fontexplorer (zu gewaltig und auf die -mir- viel zu teure Layoutsoftware zugeschnitten) für FontExpert entschieden. Bildet für meine Absichten (Scribus, Inkscape) den besten Kompromiss. Ist aber nicht in 20 Minuten erschlossen, etwas Geduld braucht man 😊.
Gruß Micha
 
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shovelhead

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blende24

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Hatte ich ebenfalls im Visier, scheint aber leider nicht mehr weiterentwickelt zu werden.
 
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TomRohwer

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"Finally here’s an installer for Windows! It’s still not a font manager but yet a funny piece of software if you like to play with fonts."

hätte mich jetzt abgeschreckt, aber wenn Du meinst, es wäre ein Ausprobieren wert, werde ich das mal machen.

Immer her mit den praktischen Erfahrungen, ich werde auch - versprochen - nicht meckern, wenn's die empfohlene Software am Ende doch nicht bringt.:)
 
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pbhq

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Da nun in wenigen Tagen mein innigst geliebter letzter Windows XP-Rechner auf Windows 7 upgegraded wird, und dieser Rechner der innigst geliebte DTP-Rechner ist, stehe ich vor dem Problem, einen Ersatz für den ebenso innigst geliebten Adobe Type Manager (ATM) zu finden.

Der läuft nämlich nicht unter Windows 7.

Bösen, und undokumentierten, Gerüchten nach läuft der ATM sehr wohl unter Windows 7, wenn man ihn einfach von der alten Installation auf den neuen Rechner kopiert :rolleyes:.

Die CNX v2.4.7 Meldung für XP ist an dieser Stelle genauso zu betrachten ...
 
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jazzmasterphoto

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Als Mac-User bin ich bei Windows 7 außen vor, aber:

NexusFont scheint für lau empfehlenswert.

Dann fand ich das hier lesenswert für Dich.

Hier gibt's einen Vergleich von 25 Font Management Tools in Englisch,
hier einen ähnlichen Vergleich auf Deutsch mit Übersichts-Tabelle.


Sieht so aus, als wäre entweder Suitcase (kenne ich vom Mac)
oder Linotype FontExplorer die beste Wahl für Dich.


 
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TomRohwer

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Bösen, und undokumentierten, Gerüchten nach läuft der ATM sehr wohl unter Windows 7, wenn man ihn einfach von der alten Installation auf den neuen Rechner kopiert :rolleyes:.
Aha... :eek:

Könnte man ausprobieren. Mir scheint es einleuchtend, daß es nicht gehen soll, wenn ich bedenke, wie tief der ATM auf Betriebssystemsebene werkelt. Er hat immerhin auch DDLs im Windows-Verzeichnis.

Aber das wäre einen Versuch wert. Irgendwo las ich, daß der Versuch einer ATM-Installation ein Windows 7 so massiv "korrumpieren" kann, daß eine Neuinstallation nötig wird. Ihn einfach rüberzukopieren und ggf. die PostScript-Schriften-Datei-Typen händisch im Explorer zu verknüpfen hätte den Vorteil, daß man ihn notfalls über ein BartPE o.ä. auch wieder rausschmeißen kann, ohne das Windows anfassen zu müssen.

Verlockend...:winkgrin:
 
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TomRohwer

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Als Mac-User bin ich bei Windows 7 außen vor, aber:

NexusFont scheint für lau empfehlenswert.

Dann fand ich das hier lesenswert für Dich.

Hier gibt's einen Vergleich von 25 Font Management Tools in Englisch,
hier einen ähnlichen Vergleich auf Deutsch mit Übersichts-Tabelle.​

Danke, das werde ich mir am WE mal in Ruhe reinziehen.
Sieht so aus, als wäre entweder Suitcase (kenne ich vom Mac)
oder Linotype FontExplorer die beste Wahl für Dich.
Den Font Explorer hab ich auch schon ins Auge gefasst, zumal man da eine recht aktuelle Vorversion sogar kostenlos bekommt. Und Linotype hab ich als Hersteller von solidem Zeugs kennengelernt.

Das ist ja alles schon mal recht hilfreich. :up:​
 
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shovelhead

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... wie tief der ATM auf Betriebssystemsebene werkelt. Er hat immerhin auch DLLs im Windows-Verzeichnis.

Das lässt allerdings hoffen. Laufzeit Bibliotheken, die von einem Programm mitgebracht werden, sind im Grossen und Ganzen Versionsgebunden. Das machen sie zu 99% bereits am Namen fest. 123ABC04.dll ist die Runtime Library zur Version 4 des betreffenden Programms und auf IHR VORHANDENSEIN wird zwingend geprüft. Eine inhaltsgleiche Version 3 würde zu einer Fehlermeldung führen (... konnte 123ABC04 nicht finden ... ).

Kinder: Ihr müsst jetzt mal den Raum verlassen!

Alle Kinder weg? OK. libs (in Windows: dlls) unterliegen nicht zwanghaft grossen Veränderungen, denn sie sind an die Programmiersprache geknüpft, nicht an die Programmfunktion. Bei verschiedenen Versionen des gleichen Programms für verwandte Betriebsysteme (zB. für alle 64-Bit Windows) KÖNNTE man versuchen, die vorhandenen DLL einfach "nach aktuell" umzubenennen (also ABC12303.dll in 123ABC04.dll) um zu sehen, was so passiert. Wenn das NICHT klappt, gibt es allerdings einen Absturz, daher einfach mal in einer VM ausprobieren.
 
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TomRohwer

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Zitat von TomRohwer
... wie tief der ATM auf Betriebssystemsebene werkelt. Er hat immerhin auch DLLs im Windows-Verzeichnis.
Das lässt allerdings hoffen. Laufzeit Bibliotheken, die von einem Programm mitgebracht werden, sind im Grossen und Ganzen Versionsgebunden. Das machen sie zu 99% bereits am Namen fest. 123ABC04.dll ist die Runtime Library zur Version 4 des betreffenden Programms und auf IHR VORHANDENSEIN wird zwingend geprüft. Eine inhaltsgleiche Version 3 würde zu einer Fehlermeldung führen (... konnte 123ABC04 nicht finden ... ).
Na ja. Ich hab mal neugierhalber geguckt, die Installation legt auch noch exe-Dateien im Windows-Verzeichnis ab. Und ich weiß nicht, ob nicht in Windows-Unterverzeichnissen auch noch was liegt.

In C:\Windows kann man das ja noch suchen und finden, die Datei-Eigenschaften verraten, was an mit ATM... beginnenden Dateien von Adobe kommt. Aber alle Windows-Unterverzeichnisse abzusuchen... :mad:

Zum Glück wird's ein 32-bit-Windows 7, weil die Hardware nun mal 32-bit ist. Das könnte ein Vorteil sein.

Kinder: Ihr müsst jetzt mal den Raum verlassen! Alle Kinder weg? OK. libs (in Windows: dlls) unterliegen nicht zwanghaft grossen Veränderungen, denn sie sind an die Programmiersprache geknüpft, nicht an die Programmfunktion. Bei verschiedenen Versionen des gleichen Programms für verwandte Betriebsysteme (zB. für alle 64-Bit Windows) KÖNNTE man versuchen, die vorhandenen DLL einfach "nach aktuell" umzubenennen (also ABC12303.dll in 123ABC04.dll) um zu sehen, was so passiert. Wenn das NICHT klappt, gibt es allerdings einen Absturz, daher einfach mal in einer VM ausprobieren.
Mein Plan - ich bin jetzt einfach mal neugierig geworden - sieht noch etwas anders aus:

Win7 installieren, und dann als erstes - vor der Online-Aktivierung - den ATM komplett von der XP-Installation rüberkopieren, inkl. den Adobe zuordbaren Dateien (dll, exe) im Windows-Verzeichnis. Das ganze dokumentiert.

Und dann mal gucken, was bei einem Neustart passiert. Rummst es, mittels Bart PE einfach den ganzen Kram wieder löschen, da bei einer "Installation" auf diese Weise ja nichts in die Registry geschrieben wird, sollte das eigentlich klappen. Falls doch nicht, einmal plattmachen und Win7 neu installieren.

Sollte es nach dieser "Installation" laufen: mal die Schriften rüberschieben und den ATM nutzen, Schriften deaktivieren, aktivieren, ein paar Muster ausdrucken usw.

Gucken, ob's dabei rummst oder nicht. Wenn nicht, kriegt's als nächstes ein MS Office und/oder den PageMaker. Spielt das dann immer noch ohne großen Knall zusammen, dürften die Chancen gut stehen, daß es stabil ist.

Das nervigste, das dann noch passieren könnte wären nicht reproduzierbare Abstürze im nachfolgenden täglichen Betrieb. Aber da hätte man dann den Hauptverdächtigen sofort zur Hand, und wüsste, was zu tun ist. Allles, das sich nicht in der Registry verewigt, lässt sich ja einfach wieder ohne Reste zu hinterlassen wieder entfernen. Im allerschlimmsten Fall über ein OS von CD.

Auch wenn's exotisch ist, werde ich beizeiten berichten, wie die Sache ausgegangen ist.

Ich nehme aber parallel auch weiterhin dankbar alle Praxistips für Fontmanager entgegen. Danke schon mal für die bisherigen. Ich bin zuversichtlich, daß es nötigenfalls auch eine lebenswerte Welt ohne ATM gibt.
 
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TomRohwer

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Also - der derzeitige Zwischenstand ist:

Adobe TypeManager Pro 4.1 lässt sich unter Windows 7-32 Bit ohne Probleme installieren, das Programm läuft, es druckt Schriftproben aus und verhält sich auch sonst so, wie es soll, und führte bis jetzt noch nicht zu Abstürzen oder irgendwelchen anderen Anomalien.

Ich gucke mir das im Laufe der nächsten Zeit aufmerksam an, vor allem, wenn ich dann mal wieder die Schriftensätze sortiere.

Die bisherige Erfahrung deutet m.E. an, daß die Idee, einfach den Installationsordner von einem XP-System zu kopieren, nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein scheint.

An alle in der Runde besten Dank für die freundliche Mitarbeit!:up:
 
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