Fokusfelder oder AF-On oder was anderes?

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Hallo zusammen,

ich wollte mal wissen, welche Technik ihr benutzt, um möglichst genau zu fokussieren. Mit genau meine ich, wenn ihr eine FB und mit relativ offener Blende arbeitet (auf DX bezogen so f/1.8)

Ganz am Anfang habe ich einfach Einzelfokus gewählt und das Fokusfeld entsprechend des gewünschten Bildaufbaus ausgewählt. Das ist natürlich etwas langsamer und ein schneller Wechsel zwischen AF-S und AF-C ist bei der D5100 meines Wissens nach mit dieser Technik auch nicht möglich. Mit anderen Kameras vielleicht schon?

Dann habe ich ein Video zu AF-On gelesen, womit man den AF vom Auslöser entkoppelt. Dabei wurde gesagt, dass man immer AF-C nutzt und dann entweder die AF-On Taste immer drückt, um den AF nachfokussieren zu lassen. Oder man fokussiert mit der AF-On Taste, lässt diese los und verschwenkt die Kamera um den gewünschten Bildausschnitt zu bekommen.
Ich sehe hier den Vorteil, dass man schnell zwischen AF-C und sozusagen AF-S wechseln kann.
Nur kann ich mir gut vorstellen, dass man dann schneller mal einen Fehlfokus hat, da man verschwenkt und alleine durch eine nicht perfekt ruhige Hand etwas aus dem Fokus kommt (hoffe klar, was ich meine).
Wie sind eure Erfahrungen mit dieser Technik?

Was nutzt ihr lieber? Die einzelnen Fokusfelder oder das Verschwenken? Habt ihr bessere Erfahrungen mit dem einen oder anderen gemacht?

Oder nutzt ihr eine andere Technik? Beispielsweise die AF-L Taste, damit man entweder bei Bedarf Verschwenken kann, aber meistens dann doch wie "normalerweise" den Auslöser zum Scharfstellen nutzen kann.

Ich bin mir selbst aktuell nicht sicher, womit ich besser zu recht komme.
 
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Warum probierst du es nicht einfach aus? Womit du besser zurecht kommst kann dir hier keiner sagen. Ich arbeite nur mit entkoppeltem AF.
 
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Hallo,

klar ich habe es schon ausprobiert und werde es sicherlich noch mehr testen. Nur - da ich einfach noch nicht so viel Erfahrung mit lichtstarken Objektiven und daher mit einer geringen Schärfentiefe habe - habe ich die Befürchtung, dass ich mich am Anfang unnötig viele Fehlfoki einhandel.
Daher wollte ich wissen, was eher den genaueren Fokus liefert. Ich denke, dass man mit der Auswahl des Fokusfeldes erst mal "sicherer" arbeitet. Ist das denn korrekt?
Wie groß ist denn eurer Meinung nach die "Gefahr" eines Fehlfokus bei Entkopplung des Autofokus vom Auslöser und dann Verschwenken. Klar kann man hier keinen richtigen Zahlenwert nennen und es hängt halt auch vom Fotografen ab.

Nur wenn ich jetzt mit Entkopplung und Verschwenken arbeite und dann oft einen Fehlfokus habe, weiß ich nicht genau, ob es an mir oder einer schweren Technik liegt.

Nachtrag:
Insbesondere Nutzer der AF-On Taste haben sich bewusst dafür entschieden und da würde mich interessieren, was für Vor- und ggf. auch Nachteile ihr da seht. Denn in den Videos zu dieser Methode höre ich dann nur von den Vorteilen (schneller Wechsel zwischen AF-C und AF-S und durch Verschwenken genaue Komposition). Aber in einem anderen Video meinte der Fotograf, er würde nie Verschwenken sondern das entsprechende Feld ausnutzen, da er seiner Erfahrung nach mit dem Verschwenken schnell mal aus der Fokusebene heraus kommt und ein anderer Punkt dann scharf ist.
Also kurz gesagt, ist euch - Nutzern der AF-On Taste - so was aufgefallen?
 
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Ich bin hin- und hergerissen zwischen AF-S und AF-C.
Traditionell benutze ich eher AF-S, stelle aber fest, dass ich manchmal mit AF-C bessere Ergebnisse bekomme.

Ich werde die Methode mit dem AF-On Knopf mal probieren.

Edit: das Verschwenken ist für mich die "normale" Methode. Die Genauigkeit bzw. Trefferquote ist besonders im Nahbereich natürlich begrenzt. Klaro, wenn ich nur 1cm Tiefenschärfe habe, dann kann man sich kaum bewegen, schon ist es unscharf.
 
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Wie groß ist denn eurer Meinung nach die "Gefahr" eines Fehlfokus bei Entkopplung des Autofokus vom Auslöser und dann Verschwenken.

Ich arbeite mit entkoppeltem AF und verschwenke nur wenn sich kein passendes AF Feld findet. Nach Möglichkeit verschiebe ich immer das AF Feld an den Punkt den ich scharf haben will.
 
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entkoppeln und verschwenken sind doch zwei ganz verschiedene paar schuhe. das eine ist doch unabhängig vom anderen. :nixweiss:
 
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[MENTION=1954]Thomas[/MENTION]:

Ich glaube so werde ich es auch mal versuchen. Also Entkoppeln, dann möglichst passendes Fokusfeld wählen und dann wenn möglich nur noch minimal den Bildausschnitt anpassen.
Dann haben ich hoffentlich eine gute Kombination aus AF Genauigkeit, Flexibilität der Lage des Fokuspunktes im Bild und schneller Wechsel zwischen AF-C und AF-S.

@ Hanner:
Das stimmt, ich wollte nur zwei von X-Varianten wie man fokussiert kann, nennen.
Man kann Verschwenken ohne zu Entkoppeln oder Verschwenken mit Entkoppeln, immer den mittleren Fokuspunkt nutzen und viel Verschwenken, einen möglichst passenden Fokuspunkt nutzen und wenig Verschwenken, einen möglichst passenden Fokuspunkt nutzen und gar nicht Verschwenken und ganz vieles andere auch.

Mich interessiert halt einfach, wie ihr alles Kombiniert und warum? Also warum euch gerade diese Technik am besten gefällt. Oder ob ihr je nach Situation auch komplett unterschiedliche Arbeitet.

Beispielsweise hatte ein Bekannter von mir am Anfang Probleme bei Portraits, die Augen scharf zu stellen, da er mit wenig Tiefenschärfe gearbeitet hat und dann zu viel geschwenkt hat.
Gerade solche Aspekte finde ich informativ, denn diese bewahren mich - und vielleicht auch andere die hier lesen - davor einige Bilder wegschmeißen zu müssen, nur weil die falsche Technik verwendet wurde, bzw. die Technik falsch genutzt wurde.
 
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Ich denke DIE richtige Methode gibt es da nicht, sondern hängt stark von den Gegebenheiten ab. Grundsätzlich nutze ich "AF ON" und das mittlere Fokusfeld und verschwenken. Bei statischen Motiven ist das für mich perfekt. Wenn sich das Motiv geringfügig bewegt, klappt das auch sehr gut mit einem anderen Fokusfeld. Für Sport oder Wildlife kann dann auch mal 3D Tracking auf dem Auslöser das passende sein.

Deine Sorge mit der Verlagerung der Fokusebene beim Verschwenken solltest du auch relativieren. Nimm dir mal einen Schärfentiefen Rechner und spiel etwas mit den Daten rum. Ich hab's gerade mal probiert: 50mm Brennweite, F1.8 und 10 m Motivabstand geben 1,7 m Schärfebereich. Da mache ich mir beim Verschwenken keine Sorgen. Bei anderen Situationen mag das dann anders sein - relativ halt.


Also, es gibt für mich keine richtige Antwort, gut wenn man die verschiedenen Methoden kennt und anwenden kann.
 
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Ich mach's wie Martin vor mir: AF-ON mit AF-C, die für mich optimale Kombi in 95% der Fälle. Je nach Situation Verschwenken oder manuelle Auswahl des Fokuspunktes.

Blöd ist das eigentlich immer nur dann, wenn man mal die Kamera aus der Hand gibt, um ein Foto von sich selbst zu bekommen. :rolleyes: AF-ON haben die meisten noch nie gesehen, daher muss ich ins Menü wegen der Individualfunktion (wie Fn-Taste hab ich mir das im individuellen Menü ganz gut eingerichtet) und von AF-C auf AF-S umschalten.

Dann klappt das auch mit dem richtigen Fokus zumeist. ;)
 
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Hi,

ich wollte mal wissen, welche Technik ihr benutzt, um möglichst genau zu fokussieren.
wenn es wirklich drauf ankommt (z. B. um ein Schärfeproblem einzugrenzen), dann weder mit AF-S noch mit AF-C, sondern mit dem Kontrast-AF vom Stativ aus. Entweder er liegt komplett daneben (das sieht man dann aber deutlich) oder er sitzt zuverlässig da wo er soll. Beim Phasen-AF gibts da schon mal kleine aber feine Unterschiede.

Ich vermute aber fast, dass Du das nicht hören wolltest :cool:

Ciao
HaPe
 
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Sparks hat es auf den Punkt gebracht!

Bei mir auch zu 100% AF-ON; entsprechendes Messfeld wählen, wenn es sich vom Motiv und von der Zeit her ausgeht, sonst verschwenken.
Negatives gibt es dabei nix, außer eben, wenn man die Kamera aus der Hand gibt. Daher die Individualfunktion ins Benutzermenü gelegt für schnelles umschalten.
Und auf den Auslöser habe ich dafür die Belichtungsspeicherung gelegt - perfekte Sache für mich!

Umlernphase auf AF-ON: bei mir zumindest ca. 1000 Auslösungen; hätte damals öfters gerne die Kamera im Sand vergraben (war damals in Libyen unterwegs...). Man muss das einige Zeit konsequent durchziehen, dann will man nichts anderes mehr!

LG, Gerhard
 
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Bei mir liegt der AF auf dem Auslöser und es wird verschwenkt, bei Porträt mit lichtschwächeren Gläsern (24-120/4,0 + 70-210/2,8) wird der AF-Punkt gesetzt und bei hochlichtstarken Gläsern (85/1,8 + 50/1,4) bei Porträt fokussiere ich manuell. Achja und die alten Scherben 200/4,0 + 135/2,8 + 58/1,2 werden sowieso manuell fokussiert und da ignoriere ich die Fokushilfe und verlasse mich auf mein Auge! ;)
 
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Hallo,

Danke für die Antworten, das hilft mir schon viel weiter.

Ich habe den Eindruck, dass viele AF-On und Verschwenken nutzen. Ich denke, ich werde das auch mal deutlich mehr Versuchen, ggf. mit der Kombination aus einem möglichst passenden AF Feld (sind halt bei der D5100 nur 11 Stück) und dann leicht Verschwenken.

Bei wirklich kritischen Aufnahmen, sich bewegenden Objekten werde ich auch AF-On verwenden und diese Taste einfach durchgehend drücken. Dabei werde ich mich wahrscheinlich erst mal aufs mittlere Fokusfeld konzentrieren und danach ggf. das Bild passend beschneiden.

Bei kritischen Aufnahmen in Bezug auf die Schärfentiefe (sagen wir mal im cm Bereich), werde ich versuchen ohne Verschwenken auszukommen.
Denn ich habe die Befürchtung, dass ich beim Verschwenken die Kamera einfach mal ein bischen vor oder zurück bewege und dann stimmt der Fokus nicht mehr so recht.

Sollte es dann noch nicht passen, kann ich immer noch auf den langsamen aber genauen Kontrast-AF ausweichen.

Mal schauen, ob ich in der entsprechenden Situation auch die "richtige" Technik verwende.
 
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Denn ich habe die Befürchtung, dass ich beim Verschwenken die Kamera einfach mal ein bischen vor oder zurück bewege und dann stimmt der Fokus nicht mehr so recht.

das ist das geringste problem. selbst mit einem stativ bewegst du dich durch das verschwenken aus der schärfeebene, schon rein geometrisch!
 
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Bei kritischen Aufnahmen in Bezug auf die Schärfentiefe (sagen wir mal im cm Bereich), werde ich versuchen ohne Verschwenken auszukommen.
. . .
Mal schauen, ob ich in der entsprechenden Situation auch die "richtige" Technik verwende.

Gewöhne dir am besten an, immer dieselbe "Technik" zu verwenden, dann musst du gar nicht erst überlegen.

AF-On (in Verbindung mit AF-C) ist eine feine Sache, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Je nachdem, ob man nur kurz oder dauernd auf den AF-On-Knopf drückt, hat man einmalige oder dauerhafte (nachführende) Fokussierung.

Verschwenken oder nicht verschwenken ist, wie schon gesagt wurde, von AF-On völlig unabhängig. Am besten ist es, nicht zu verschwenken, sondern das passende AF-Feld zu benutzen - möglichst immer. Dann besteht auch nicht die Gefahr, dass das Motiv durch das Verschwenken aus der Schärfeebene rutscht. Falls keines der AF-Felder an genau der richtigen Stelle liegt, so kann es besser sein, einen etwas größeren Ausschnitt zu wählen (kleinere Brennweite einstellen oder einen Schritt zurück gehen), bis eines der AF-Felder passt, und das Bild später bei der Bearbeitung geeignet zu beschneiden.
 
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das ist das geringste problem. selbst mit einem stativ bewegst du dich durch das verschwenken aus der schärfeebene, schon rein geometrisch!

Hallo Hanner,

ich bin mir bewusst, dass es diesen Effekt gibt. Nun habe ich mir das mal genauer durch den Kopf gehen lassen und wenn meiner Überlegung soweit richtig ist - dass es eine Kosinusabhängigkeit gibt - dann sollte dieser Effekt bei normalen Anwendungen gar nicht so relevant sein.

Aber vielleicht kannst du mich diesbezüglich auch aufklären, denn das wüsste ich dann doch recht gerne.
[MENTION=21504]JohnnyB[/MENTION]:
Ich glaube du hast recht, ich fange erst mal mit einer Technik an und versuche diese soweit zu beherrschen, dass ich sie automatisch "richtig" anwenden kann. Ansonsten verwirre ich mich zum Schluss noch selbst, wann ich wie was machen muss...
 
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. . . . sollte dieser Effekt bei normalen Anwendungen gar nicht so relevant sein.

Der Effekt ist umso relevanter, je größer die Blendenöffnung, d. h. je kleiner der Schärfebereich ist und je stärker man verschwenkt. Bei Porträtaufnahmen mit großer Blendenöffnung beispielsweise wird man durch Verschwenken leicht eine Unschärfe erhalten.

Also möglichst nur dann verschwenken, wenn es gar nicht anders geht, und dann nicht mehr als nötig und darauf achten, dass die Blende nicht weit offen ist.

Wenn es dich interessiert, mach doch einfach mal ein paar Testaufnahmen (am besten vom Stativ) - mit unterschiedlichen Blenden und unterschiedlichem Verschwenkungswinkel - um herauszufinden, wie stark es sich auf die Schärfe des Motivs auswirkt.
 
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@ Hanner:
Danke für den Link. Genau diese Berechnung hatte ich so angestellt. Beruhigend, dass mein Hirn auch bei der Hitze noch funktioniert :)
 
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