Fliegende Meisen - ein Annäherung an ein Thema.

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Wolle

Guest
Moin,

der Versuch, Meisen im Flug zu erwischen, braucht schon eine Portion Optimismus. Ich bin unheilbarer Optimist.
Wie ich hier schon einmal berichtete, hatte ein Kohlmeisenpäärchen sich endlich mal unseren Meisenkasten zum Brüten ausgesucht.
Die Hauptschwierigkeit liegt darin, dass die Tierchen mit unglaublicher Geschwindigkeit ein- und ausfliegen.

1/200 sec. ist definitiv zu lang.



(Fortsetzung im nächsten Beitrag)
 
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Moin,

alle Bider sind mit der D70 und dem 4,0/300 IF-ED entstanden. Ich hatte von Anfang an die Kamera auf dem Stativ im Arbeitszimmer meiner Frau und habe durch das geschlossene Fenster fotografiert, weil ich beobachtet hatte, dass die Meisen häfig im Anflug wieder abdrehten, wenn jemand in der Nähe des Kastens stand. Ich wollte nichts riskieren.
Das Problem der Belichtungszeit ließ sich schnell lösen, da der Kasten Vormittags für ein paar Stunden in der prallen Sonne hing.

Hier schon besser:


Hier auch:


Blieben nur noch die "Problemchen" Schärfenebene, Bildausschnitt und der richtige Zeitpunkt zum Auslösen.

Fortsetzung folgt.
 
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Moin,

das Problem des richtigen Auslösezeitpunktes ließ sich erstaunlich gut lösen. Dabei waren die Meisen auch sehr behilflich. Sie kommen fast immer den gleichen Weg geflogen und machen 2 - 3 Meter vom Nest entfernt eine Sicherungspause, um dann mit Höchstgeschwindigkeit im Nest zu verschwinden. Dann, etwa eine Minute später, zeigt sich ganz kurz die Schnabelspitze in der Einflugöffnung, bevor sie abfliegen. Dann ist wieder ca. 5 Minuten Pause. Ich habe also die Kamera fest ausgerichtet, mich daneben gestellt und die Gegend beobachtet. Mit dem Auge am Sucher hat man keine Chance.

mit der Zeit wurde es besser:





Fortsetzung folgt.
 
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Moin,

der unterschiedlich helle Hintergrund ist eine weiße Wand, die mal im Schatten liegt und mal sonnenbeschienen ist.
Das Problem der Schärfenebene und des Auschnittes waren schon schwieriger zu lösen, da die Tiere nicht immer aus exakt der gleichen Richtung angeflogen sind.
Schließlich habe ich die Scharfenebene genau auf das Loch gelegt.







Ganz zufrieden bin ich noch nicht, zumal mir das Wichtigste, der Ausflug der Jungen, entgangen ist. Aber vielleicht kommen sie ja wieder...

Ach ja, alle Bilder mit Zeiten zwischen 1/1000 und 1/2000 sec und Blende 4.
 
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Moin,
alle Bider sind mit der D70 und dem 4,0/300 IF-ED entstanden...
Fliegende Vögel im Allgemeinen und kleine flinke Meisen im Besonderen sind "aus der Hand" nur sehr schwer zu fotografieren. M.E. ist es reiner Zufall, mit dem eingebauten Verschluß ein scharfes Bild zu bekommen, meistens funktioniert es eh nicht.
Hier eine Lichtschranken-Aufnahme einer fliegenden Meise, die ein Bekannter mit ca. sechs SB-28, eingestellt auf P/16, und einem PQS-Objektiv an der D200 "erwischt" hat. Der Hintergrund ist ein farbiger Karton.

http://www.eltima-electronic.de/Bilder/Vornehm/blaumeise.jpg

Gruß
Christian
 
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@Wolle: schöne bildliche Entwicklung der Problematik! Wenn das an den Nestern schon nicht einfach ist, was erwartet uns denn im Freiflug? (Du Meisen, ich Schwalben...)

@Christian: was ist ein PQS-Objektiv?

Gruß,
Thomas
 
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Hallo Wolle,

sehr schöne Serie - die Bilder werden doch immer besser - freue mich schon auf weitere Bilder
  • stell mal Bitte die Exif Daten mit ein
PS: Was hast Du für einen Kopf auf dem Stativ ?
 
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PQS sind Rollei Mittelformat Linsen des 6000 und Hy6 Systems und bedeutet "Professional Quality hi Speed". Der Zentralverschluß schafft 1/1000 s (Blitzsynchron) was allerdings für viele Vogelaufnahmen auch schon viel zu lang ist. Mich würde die Adaptierung auf Nikon sehr interessieren.

Grüße - Bernhard
 
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kenn ich... hab ich auch schon versucht... und meine ergebnisse waren vergleichbar mit den deinen... einigermassen scharf sind sie nur geworden, wenn das fogi am eingang gesessen hat... der rest war auch für die tonne
 
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Das Problem der Schärfenebene und des Auschnittes waren schon schwieriger zu lösen, da die Tiere nicht immer aus exakt der gleichen Richtung angeflogen sind.
Schließlich habe ich die Scharfenebene genau auf das Loch gelegt.


Schwere Aufgabe. Allerdings verstehe ich Deine Wahl nicht so ganz. Bei allen Bildern, die Du zeigst, ist die Meise doch vor dem Loch abgebildet. Warum paßt Du die Wahl der Schärfeebene nicht entsprechend an?

Allerdings wird ein Rest Bewegungsunschärfe bleiben, auch wenn der Fokus exakt sitzt. Nun kenne ich die Lichtverhältnisse nicht. Wenn die es hergeben, würde ich es mal im manuellen Modus probieren und die kürzestmögliche Zeit einstellen, gegebenenfalls etwas Unterbelichtung in Kauf nehmen und das später durch EBV zu korrigieren versuchen.

Aber, wie gesagt, schwere Aufgabe. Viel Glück!

Gruß
Suermel
 
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Moin,

vielen Dank für die errmunternden Kommentare.

sehr schöne Serie - die Bilder werden doch immer besser - freue mich schon auf weitere Bilder
  • stell mal Bitte die Exif Daten mit ein

Welche Daten möchtest Du haben? Genügen die Verschlusszeiten und die Isos?

PS: Was hast Du für einen Kopf auf dem Stativ ?


Manfrotto 390NC auf Manfrotto Carboneone 441
(jetzt die Carbonvariante des 055) mit ausgebauter Mittelsäule.
 
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Moin,

Die Aufnahme gefällt mir doch schon mal ausnehmend gut.

Danke. Ist auch so ziemlich die Beste der Serie.
Die Ausschussrate war übrigens erstaunlich gering, etwas über 90 %, was daran lag, dass ich sehr genau wusste, wann ich auslösen muss.
 
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Moin,

Fliegende Vögel im Allgemeinen und kleine flinke Meisen im Besonderen sind "aus der Hand" nur sehr schwer zu fotografieren.

Mir ist nicht ganz klar, wie Du das meinst, da ich die Kamera auf den Stativ hatte. oder meinst Du das Auslösen mit der Hand?
War hier nicht ganz so ein Lotteriespiel, da ich meistens gesehen habe, wann sie kommen und weil ich sehr reaktionsschnell bin.
 
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Moin,

Schwere Aufgabe. Allerdings verstehe ich Deine Wahl nicht so ganz. Bei allen Bildern, die Du zeigst, ist die Meise doch vor dem Loch abgebildet. Warum paßt Du die Wahl der Schärfeebene nicht entsprechend an?

???
Willst Du mich jetzt veräppeln?
 
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Moin,

Wann kommen denn Bilder von den gelungenen 10%?

Gelungen ist relativ, siehe Schlusssatz von Posting 5.
Was hier zu sehen ist, ist das Beste aus über 150 Bildern, von denen es die meisten nicht einmal auf die Festplatte meines Computers geschafft haben.
 
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