Filmen von Landschaft und LowLight


freeman303

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

ich fotografiere gerne Landschaften und Tiere auch in Räumen (Youtube Videos mit Katze).

Nun würde ich gerne diese auch filmen.

Frage ist: Besser einen 4K Camcorder von Panasonic oder Sony für ca. 800 - 1400 EUR kaufen oder mit einer DSLR filmen?

Ich habe jetzt schon in Camcorder-Foren gefragt und bin nicht schlüssig, da auch ein Mal die Empfehlung kam, mit einer DSLR zu filmen, weil die angeblich besser bei LowLight wären.

Stimmt das so?

Ich habe die folgenden Camcorder ausgewählt die in Frage kämen:

Sony HDR-CX900E (HD, 1" CMOS, 20.9MP, 29-348mm, 1:2.8-1:4.5) (700-900 NP:1200)
Sony FDR-AX100E (4K, 1" CMOS, 14.2MP, 29-348mm, 1:2.8-1:4.5) (725-1100 NP:1300)
Sony FDR-AX700 (4K, 1" CMOS, 14.2MP, 29-348mm, 1:2.8-1:4.5) (NP:2000)

Panasonic HC-X900M (HD, 1/4" 3xCMOS, 3x3.05MP, 29.8-368.8mm, 1:1.5-1:2.8)
Panasonic HC-X909M (HD, 1/4" 3xCMOS, 3x3.05MP, 29.8-368.8mm, 1:1.5-1:2.8)
Panasonic HC-X929 (HD, 1/2.3 3xCMOS, 12.76MP, 29.8-399.2mm, 1:1.5-1:2.8)

Panasonic HC-VXF999 (4K, 1/2.3" CMOS, 18.9MP, 30.8-626mm, 1:1.8-1:3.6) (NP:728)

Aber wäre eine DSLR nicht besser geeignet, vielleicht eine mit Vollformat Sensor. Da hätte ich dann auch die Wechselobjektive.

Allerdings muss man bei DSLR beim Filmen doch immer den Focus manuell nachführen. Ist das immer noch so?

Kann bitte Jemand ein paar Worte dazu sagen, damit ich wenigstens weiß in welche Richtung es gehen soll?

Ich kann auch schlecht die oben genannten Camcorder einschätzen, was die Lichtstärke anbelangt.

Gruss
freeman

P.S.
Habe DSLRs von Nikon, die D90 und D300s. Vielleicht sollte eine Vollformat folgen?
 

gugu

Sehr aktives Mitglied
Ja, größere Sensoren sind natürlich bei Low-Light besser als die Minisensoren der Videocams. Mit einer Lichtstärke von 1.4 bei 1/30 Sek und 3200 ASA in FHD kommt man ziemlich weit. Damit habe ich schon sehr dunkle Szenen nachts gefilmt. Da die FHD Auflösung ja (verglichen mit Fotos) relativ gering ist, fällt das Rauschen auch kaum ins Gewicht. Das wäre bei 4K natürlich höher und auch Bewegungsunschärfen bei einer dreißigstel Sekunde würde man in 4K eher wahrnehmen. Die hohe Auflösung ist da eher Kontraproduktiv, genauso wie hohe Frameraten.

Fokussieren ist naturgemäß schwierig, weil man das in der Regel von Hand macht (der AF Pumpt zu oft). Allerdings sind sich schnell bewegende Objekte im dunkelen (Katzen) auch für einen AF schon schwer zu fokussieren. Ideal wäre vermutlich eine Sony A7S II die zu der guten Empfindlichkeitsausnutzung auch noch einen Sensorstabi (falls man nicht vom Stativ filmt) und eventuell brauchbaren AF hat. Auch eine Panasonic GH5 würde ich mir mal näher anschauen. Andere Lösungen sind dann wohl eher teurer, oder eben weniger Lichtstark.

Ganz generell sind DSLRs/DSLMs (ohne professionelles Zubehör) aber eher für's szenische Arbeiten geeignet. Dokumentationen (viel Handgehalten) gehen natürgemäß mit einer Videokamera besser, die allerdings in dem Preissegment meist ein schlechteres Rauschverhalten haben.

VG

PS: Geh' doch einfach mal in den Laden und probier die Camcorder bezüglich der Low-Light Eigenschaften aus. Dann weißt Du ob Dir das reicht, oder nicht.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 24311

Guest
Gut, aber um die unflexible Handhabung kommst Du nicht drumrum. Manuelle Schärfeneinstellung, AF kannst vergessen und nur vom Stativ arbeiten... Es gibt zwar zuhauf Anbauhilfen, aber das geht ist Geld. Für 99% Lanschaft sicher auch toll.
Ich habe mir zum filmen die GH5 zugelegt und diese ist zwar von den Möglichkeiten ziemlich lernintensiv aber zb. mit dem 25Leica (lichtstark und stellt gut frei) macht sie eine gute Figur. Und der Wackelausgleich ist auch nicht zu verachten. Auch mit dem Standartobjektiv statt Panasonic lieber Leica ist oft ein spontaneres Arbeiten möglich. Und 4K ist auch super mit Reserven, was ggf. Ausschnitt oder Nachbearbeitung betrifft. GGF. kann man auch manuell mit einem Adapter Nikore verwenden. Verlängerungsfaktor Brennweite mal 2...
Klein handlich und ohne Aufnahmezeitbegrenzung!! Ach ja, ich habe nachts damit auf einem Event in Bremerhaven gefilmt - die Ergebnisse waren gut.
Schau sie Dir mal an und leg mal die Pro und Contra-Karten...
 
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Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Fürs 4K Filmen würde ich auch die bereits genannten Panasonic oder Sony DSLM empfehlen. Der Video-AF ist gleichwertig zu Camcordern, dank integriertem Stabi beim Filmen den D-SLR weit überlegen. Mein Camcorder liegt eigentlich nur noch in der Ecke.
 
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gugu

Sehr aktives Mitglied
Ich habe überlegt meine D300s gegen D800/D810/D850 zu tauschen.

Wie sind denn die LowLight-Fähigkeiten in Videos der Nikon D8xx Kameras?
Die Low-Light Fähigkeiten der D800er Modelle sind sehr gut. Das ist nicht das Problem. Auch für Stills sind die besser als oben empfohlenen DSLMs. Die DSLMs haben vor allem Vorteile beim Filmen. Hängt eben davon ab, wo Dein Schwerpunkt liegt. Wenn Du hauptsächlich fotografierst würde ich eine D850 nehmen, wenn Filmen und Fotografieren sich die Waage halten, vielleicht eine DSLM und wenn damit hauptsächlich gefilmt werden soll, dann würde ich gleich eine richtige Filmkamera kaufen.

Die Stärken der Camcorder sind eben der Stabi und der brauchbare AF, wenn er brauchbar ist. Bei einer DSLR brauchst Du für Kamerafahrten im Prinzip eine Steadycam und fokussieren ohne zusätzlichen Monitor ist auch schwierig, weil das Display eben recht klein ist. Auch ein Follow Focus macht das fokussieren einfacher. Dann steckst Du allerdings fast nochmal soviel in das Zubehör wie die Kamera selbst gekostet hat und brauchst zudem etwas Erfahrung für die Bedienung. So ein Setup ist nicht so ideal, wenn man mal kurz bei seiner Katze draufhalten möchte. Das geht mit einem Camcorder eher. Für Low-Light ist der kleine Sensor zwar ein Nachteil, hat aber wiederum den Vorteil das die Tiefenschärfe größer ist und man das Objekt dadurch auch nicht so schnell aus der Schärfe verliert.

VG
 
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Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Die Stärken der Camcorder sind eben der Stabi und der brauchbare AF, wenn er brauchbar ist.

Eine GH5 oder A7 II (S/R) ist da locker ebenbürtig. Eine Pana FZ2000 ist sogar jedem (bezahlbaren) Camcorder in jeder Beziehung weit überlegen. Das einzige wo ein Camcorder noch leichte Vorteile hat ist die Handhabung, wenn man voll aus der Hand filmt.
 
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soulbrother

Sehr aktives Mitglied
Eine GH5 oder A7 II (S/R) ist da locker ebenbürtig. Eine Pana FZ2000 ist sogar jedem (bezahlbaren) Camcorder in jeder Beziehung weit überlegen. Das einzige wo ein Camcorder noch leichte Vorteile hat ist die Handhabung, wenn man voll aus der Hand filmt.
Ist es tatsächlich schon so weit, dass (besonders) der AF und ruckelfreier (sehr langsamer!) Motorzoom vergleichbar gut sind mit einer vernüftigen Videokamera?
Falls ja, kannst Du es aus eigener Erfahrung schildern, falls ja, mit welcher Kamera?
Danke Dir, ist sehr interessant für mich.
 
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freeman303

Unterstützendes Mitglied
Ist es tatsächlich schon so weit, dass (besonders) der AF und ruckelfreier (sehr langsamer!) Motorzoom vergleichbar gut sind mit einer vernüftigen Videokamera?
Ja, eigentlich habe ich das auch so bisher gesehen.

Meine Filmergebnisse mit Nikon D300s darf man vor Scham Niemanden zeigen.

Hingegen waren meine Filmergebnisse mit einer alten 80er/90er Jahre Hi8 Video-Cassettenrecorder perfekt. Gut, die kostete damals auch 8k DM. Trotzdem denke ich nicht, dass sie besser war, als jetzigen Sony Prosumer-Modelle.

Allerdings war die Sony, wie alle Sonys bei LowLight echt kacke.

Ich habe noch weiter gesucht und verglichen. Kam irgendwann auf diese Camcorder hier:

Canon Legria HF G30 oder G40.

Die hat viele Knöpfe - sogar frei belegbare! Teilweise haben die Sonys kaum noch Bedienelemente - sonst alles über den Touchscreen. Ich filme aber ausschließlich über den Sucher. Brauche das Display in einer Kamera gar nicht.

Die LowLight Bilder auf sind Top! Die LowLight Bilder von ähnlichen Sony oder Panasonic sind dort deutlich dunkler.

Und die Canons sehen sogar nach richtigen Videocameras aus.

Allerdings habe ich gelesen, dass die genannten Canons richtig schlecht bei Details oder bei Auflösung sein sollen. Das stand oft in Foren drin. Das wäre ein K.O.-Kriterium, falls das denn stimmen sollte, denn Details und Auflösung sind bei Landschaftsaufnahmen schon wichtig. Es macht einen großen Unterschied, ob man die Maserung auf den Blättern eines Baumes sehen kann oder ob die Blätter wie ausgemalte grüne Förmchen aussehen.

Wie oben geschrieben. Die Kamera soll für Tieraufnahmen in Räumen und Landschaft Draußen genutzt werden.
 
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Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Ist es tatsächlich schon so weit, dass (besonders) der AF und ruckelfreier (sehr langsamer!) Motorzoom vergleichbar gut sind mit einer vernüftigen Videokamera?
Falls ja, kannst Du es aus eigener Erfahrung schildern, falls ja, mit welcher Kamera?

Eigene Erfahrungen, überwiegend durch Paralleleinsatz mit:

Panasonic SD HC 909 (War mal der FHD Top-Consumer Camcorder)
Panasonic G6 mit 45-175 Powerzoom, sowie manuell zu zoomenden Linsen
Diverse Sony in APS-C und VF
Panasonic FZ1000

Ein wenig rumgespielt mit Sony FDR AX100

Beim AF sind die alle mehr oder weniger ebenbürtig. Bei den neueren Sonies kann man sogar die Reaktionsgeschwindigkeit des Video-AF verstellen. Macht man also per Touch eine Fokusverlagerung kann man einstellen wie schnell die gefahren werden soll. Auch das Focustracking ist bei allen meinen neueren Kameras viel besser als bei den Camcordern.

Die Wechseloptik-Power-Zooms (das Pana 45-175 und das Sony 16-50) zoomen für eine Zoomfahrt etwas zu schnell, auch wenn man mit sehr zartem Finger arbeitet. Die FZ1000 läßt sich butterweich und in verschiedenen Tempi zoomen.

Die In-Body-Stabis der Sony A6500 und der A7 R II sind denen der Camcorder etwa ebenbürtig. Die FZ1000 (wenn man sie nur mit FHD nutzt) sogar weit überlegen, die kombiniert dann den optischen Stabi mit einem Sensorbasierten und man kann sich -fast- die Steadicam sparen. Ich setze sie mit einem Primitiv-Cage ein und mit dem locker am Arm hängend wird man sich schwer tun Steadicam-Aufnahmen mit den handgeführten zu unterscheiden (selber schon mit dem Schwebi probiert)

Das Einzige, was der FZ1000 (ist meine Hauptvideo-Cam) fehlt ist ein Touchscreen für Schärfezüge und eingebaute ND-Filter. Beides hat die FZ2000 deswegen habe ich auch den FDR AX100 nicht gekauft, denn für meine Nutzung ist die FZ2000 jedem Camcorder in dem Preis-Segment weit überlegen.

Ich hatte auch immer mal mit der GH5 geliebäugelt, aber fürs Szenische habe ich ja die Sonies, kann also mit der FZ2000 "Geld sparen" Ich warte nur noch bis sie etwas günstiger geworden ist, dann kommt sie als Ersatz für die 1000er.

Beim Freihand-Handling ist ein kleiner Camcorder etwas im Vorteil, ich habe die FZ meist auf besagtem Mini-Cage, aus dem man auch schnell ein Schulterstativ macht, dann läßt sie sich genauso einfach führen.

Einziger echter, dafür massiver Kritikpunkt: Die Gyros des Stabis laufen auch, wenn man ihn abschaltet und die sind sehr laut, man hört sie im Ton immer. Bei mir nicht weiter wild, da ich Ton eh extern aufzeichne.
 
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