F80s und Superia - GRUEN!!!


estepan99

Unterstützendes Mitglied
Hallo liebes Forum!

Folgendes Problem ist bei mir aufgetreten: Mein Lieblings-Negativfilm ist der Superia 200, dessen Ergebnisse mich bisher nie enttäuscht haben. Seit dem Neuerwerb der F80s (aktiv immer die Dateneinbelichtung, nicht aber Datumseinbelichtung) hab ich mit dieser mehrere Diafilme geschossen, mit denen ich sehr zufrieden war und 2 mal Superia. Die Fotos haben bei beiden Filmen einen grauenhaften Grünstich und sind zu blass. Die Negative sind zu dicht und der Grund-Farbstich ist statt bräunlich purpur!
Hat von Euch schon jemand dieses Problem beobachten können?
Oder soll ich davon ausgehen, daß die Filme schadhaft waren? Waren wahrscheinlich beide in der gleichen 3er Packung, von meiner Seite her keinen Gefahren ausgesetzt!

Vielen Dank für Eure Hilfe
sagt Stephan
 
R

Robert Hill

Guest
Klingt mir eher danach, dass bei der Entwicklung Mist gebaut wurde. Ich würde die Filme mit der Bitte um Untersuchung und Info ans Labor zurückgeben.

Robert
 
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Michael K.

NF-F Premium Mitglied
Hallo Stephan,

ich tippe auf einen Entwicklungsfehler im Labor. Also anstelle des C-41 Prozess einen anderen oder eine der Chemikalien war völlig im Eimer.

Sprich mal mit denen im Labor. Allerdings bekommst du im besten Fall neue Filme.

Vielleicht kann man mit scannen und anschliessender PS Bearbeitung noch etwas retten. Wenn es wichtige Motive sind, wärs ein Versuch wert.

Gruss

Michael
 
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W

Wolle

Guest
Moin Stephan,

wie lange hattest Du die Filme gelagert?
Ich hatte so etwas mal bei Diafilmen, die ein paar Jahre über das Verfallsdatum hinaus waren.
 
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estepan99

Unterstützendes Mitglied
Guten Morgen!

Danke für die raschen Antworten!
Einen Laborfehler kann ich zu 99 Prozent ausschliessen, da ich die beiden Filme in verschiedenen Drogeriemärkten, nicht einmal gleiche Kette, zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgegeben habe.
Filme waren noch so gut wie neu, höchstens 2 bis 3 Monate!
Was mich wundert ist, daß es eine Dreierpackung war und der dritte Film anscheinend in Ordnung ist, ich hab nämlich keinen dritten versauten Film gefunden.

Am besten wird es wohl sein, ich kauf mir einen billigen, nicht-Superia Testfilm und schau, was passiert!

Kann dann gerne wieder berichten, oder gegebenenfalls um Hilfe schreien, wenn ich die Ergebnisse habe.

Danke nochmal an alle,
Stephan
 
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Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Re: RE: F80s und Superia - GRUEN!!!

Hallo Stephan,

also Deine Kamera hat mit den von Dir beschriebenen Ergebnissen wahrscheinlich am allerwenigsten zu tuen. Egal, ob F55, F80 oder F6, im Prinzip ist jede Kamera ja schließlich nur eine Kiste, die eine genau bestimmte Zeit Licht an Deinen Film lässt. Okay, sie kann Deinen Film über- oder unterbelichten, aber Farbstiche? Nee, wenn überhaupt dann kann nur das Licht selbst oder Dein Objektiv für Farbstiche verantwortlich sein.

estepan99";p="10506 schrieb:
Einen Laborfehler kann ich zu 99 Prozent ausschliessen, da ich die beiden Filme in verschiedenen Drogeriemärkten, nicht einmal gleiche Kette, zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgegeben habe.
Das bedeutet leider zunächst mal garnichts. Es ist durchaus möglich, dass unterschiedliche Drogerieketten ihre Filmentwicklungen ins gleiche Grosslabor geben. Bei mir sind die Ergebnisse aus dem DM (verschiedene Filialen) seit ca. einem halben Jahr gleichbleibend grottenschlecht. Vorher war die Qualität gar nicht so übel und ich habe Schnappschüsse auf CN-Film z.B. von Familienfeiern etc. teilweise dort entwickeln und abziehen lassen. Auf Nachfrage habe ich erfahren, dass die vor ca. einem halben Jahr das Labor gewechselt haben.

estepan99";p="10506 schrieb:
Filme waren noch so gut wie neu, höchstens 2 bis 3 Monate!
Und wie lange haben sie vorher im Laden gelegen? Ich hatte letztes Jahr einmal ein paar Fuji Superia 800er für Innenraum-Kunstlichtaufnahmen eingekauft. Ich bin dafür extra ins Fachgeschäft gegangen. Zuhause habe ich dann gemerkt, dass ein Film schon über ein halbes Jahr abgelaufen war!

Und selbst wenn der Film nicht abgelaufen war, können die von Dir beschriebenen Effekte auch auf eine falsche Lagerung zurückzuführen sein. Lass Deine Filme nur mal 'ne Weile, z.B. im Auto, in der prallen Sonne liegen. Du wirst Dich wundern, was da bei den Abzügen herauskommt!

Gruß
Ralf
 
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eldvatn

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
äh könntest du etwas präzisieren bei welchem Film die Probleme aufgetreten sind, beim Dia Film der dan Sensia heist oder dem Negativfilm der dann Susperia heist. Beim Negativfilm liegt immer viel an der Filterung im Labor.
Tja und beim Diafilm?!
Anfang 2004 hat Fuji die Emulsion der Sensia Filme umgestellt seit dem gibt es einige Berichte das die neue Emulsion stark zu grünstichen neigt. Auch wenn Fuji selber sagt kann gar nicht sein, der Film ist besser robuster, was weis ich alles.
Meine Erfahrung, ich habe jahrelang mit dem Sensia fotografiert war sehr zufrieden, habe deshalb für den letzten Urlaub natürlich die neue Emulsion eingesetzt.
Tja, großer Fehler, alle Bilder haben einen mehr oder minder Grünstich, von leicht bis stark je nach Lichtsituation, Landschaft. Der Film verarbeitet einen deutlich geringeren Kontrastumfang Schatten klatschen schneller zu Lichter fressen sehr schnell aus, selbst in Situationen in denen der alte Film keine Probleme hatte.
Für micht ist der Film tot, leider hatte ich ob günstigen Preises ziemlich viele eingekauft. Die restlichten 30 Filme sind ein Fall für den Mülleimer benutzen werde ich sie nicht mehr.
Ich bin mir nicht sicher ob auch beim Negativmaterial eine neue verbesserte :-D Emulsion auf den Markt gekommen ist. Dann würden micht deine Ergebnisse zumindest nicht wundern.
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Hallo eldvatn,

Du bist mit Deinen Urteilen etwas voreilig. Hast Du dazu mal den Artikel in der Naturfoto gelesen, wo dieser Frage (New Sensia 100) intensiv nachgegangen wurde? Herauskam, was man grundsätzlich auch schon vorher wußte, daß unterschiedliche Labore auch Diafilme unterschiedlich belichten. Im neuesten Heft von Naturfoto wurde das anhand der verschiedenen Velvia-Emulsionen nochmal bestätigt.

Meine Erfahrung ist, daß die Großlabore - offensichtlich aufgrund geringerer Stückzahlen und höheren Kostendrucks - immer schlechter geworden sind. Ich empfehle Dir: Belichte nochmal einen Test-Sensia und schick den zum Photo Studio 13 nach Stuttgart: Du wirst sehr (!) zufrieden sein. Und Du brauchst keineswegs 30 sehr gute Diafilme wegwerfen.

Es ist nur leider so, daß man im Bereich der analogen Fotografie künftig mehr wird ausgeben müssen, wenn man auf Qualität Wert legt.

Dasselbe vermute ich auch mit den Filmen von estepan99. Den Fehler deshalb nicht beim Labor suchen zu wollen, weil 2 unterschiedliche Drogerieketten beteiligt waren, ist ebenfalls etwas voreilig. Meine Erfahrung: Nahezu alle Großlabore, und daher auch nahezu alle Drogerieketten jedenfalls hier in Kiel bauen nur Mist. Die Abzüge sind grundsätzlich grau/flau/grünstichig und zu hell. Das, obwohl doch die Negativfilme eher eine reichliche Belichtung vertragen. Reklamiert man und trifft - selten genug - auf einen verständigen Mitarbeiter, werden die Bilder 1A.

Das ist mir sogar bei einem so renommierten Labor wie Farbglanz passiert. Die erste Lieferung zu grün und zu hell. Die zweite Lieferung tiptop, nachdem wir dunklere und wärmere Abzüge erbeten hatten.

Bei Negativen ist es wirklich ganz eindeutig: Der größte Mist geschieht nicht beim Fotografieren oder Entwickeln (natürlich kann bei beidem auch was schief gehen), sondern beim Fertigen der Abzüge in automatischen Maschinen, die darauf geeicht sind, aus jedem Bild eine neutral graue Fläche zu machen. Bei Sonnenuntergang wird ein Rotstich erkannt und feste gegengefiltert, außerdem wird Unterbelichtung diagnostiziert und feste aufgehellt. Oma denkt dann: "So ein Ärger, meine Kamera macht keine guten Bilder." oder "Ich kann halt nicht gut fotografieren." Dabei ist beides falsch.

Häufig kommt dann auch die Aussage des Verkäufers: "Ach, Fuji nehmen Sie? Naja, Fujifilme sind immer grünstichig." Stimmt auch nicht.

Ich habe einmal folgenden Test gemacht: 3 Negativfilme mit 200 ASA, je ein Kodak, Fuji, Agfa. Damit bei bedecktem, nicht wechselnden Licht eine Graukarte fotografiert, und zwar mit einer Belichtungsreihe von +/- 2 Blenden in ganzen Blendenabstufungen. Das ganze habe ich mit mehreren Objektiven gemacht um verschiedene Farbcharakteristika zu testen/auszuschließen.

Ergebnis fatal: Die Abzüge waren nahezu alle gleich zu hell abgezogen, z.T. die unterbelichteten Fotos heller als die überbelichteten, ohne daß irgendeine Systematik erkennbar gewesen wäre. Farbstiche waren in jedem Foto, und zwar ganz unterschiedliche, von zu gelb über zu rot bis hin zu meistens zu grün. Keineswegs waren die Fujibilder in irgendeiner Weise besonders vom Grünstich betroffen. Kein einziges Foto jedenfalls zeigte einen Farbton, der dem der verwendeten Graukarte auch nur ansatzweise entsprochen hätte. Vielleicht waren die Bilder vom Fujifilm noch am besten, aber auch das wird reiner Zufall gewesen sein.

Die größte Frechheit waren dann noch die vielfältigen Kratzer auf Negativen und Filmen.

Und es handelte sich nicht um ein Billiglabor, sondern um das etatmäßige Labor eines echten, guten Foto-Fachgeschäftes. Die Mitarbeiter dort waren auch entsetzt und hatten mir ein Gespräch mit der Geschäftsführung des Labors (Kiel Color) vermitteln wollen - das wurde dann allerdings nie etwas.

Daher: In der Regel liegt der Fehler beim Labor! Reklamieren, wärmeren und dunkleren Abzug verlangen! An der Kamera kann ein Farbstich NIE liegen (wie auch?), lediglich eine Fehlbelichtung, und die sieht man auf dem Negativ. Farbstich kann nur vom Film, vom Objektiv, von der Entwicklung und vom Abzug her kommen und beim letzten ist die Fehlerquelle am größten.

Gruß
Christian
 
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estepan99

Unterstützendes Mitglied
Hallo nochmal alle zusammen!

Bezüglich Laborfehler und Belichtungsautomaten wollte ich nur nochmal folgendes kurz anmerken:

Die Belichtungsautomaten können nicht schuld am Grünstich sein, da ja schon die Negative versaut sind. Ich befürchte, daß das, was ich an Positiven erhalten habe (hätte eigentlich, weil ich das Ganze ohnehin wieder zurück ins Labor geschickt hab, um zu sehen, was sich bei händischer Ausarbeitung noch retten lässt!) schon das Optimum war, was sich mit diesen Negs noch erreichen lässt!
Wie schon beschrieben ist ja die gesamte Negativbreite, also einschließlich Rändern purpur statt, wie sonst blassbräunlich! Und ich denke mal, da ja der C-41 Prozess standartisiert abläuft, sollte das Labor auf Negativebene als Schuldiger auszuschliessen sein, sofern nicht ein Laborant beim Einfüllen der einzelnen Flüssigkeiten groben Mist baut, und ich denke, das sollte nicht so häufig vorkommen, daß jedesmal meine Filme davon betroffen sind, da wäre ich ja schon ein seltener Pechvogel!

Wie gesagt, sobald es die Zeit zulässt, werde ich das austesten und berichten.

Bis dahin liebe Grüße,
Stephan
 
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eldvatn

Unterstützendes Mitglied
Hallo Christian

Christian Becker";p="10559 schrieb:
Hallo eldvatn,

Du bist mit Deinen Urteilen etwas voreilig. Hast Du dazu mal den Artikel in der Naturfoto gelesen, wo dieser Frage (New Sensia 100) intensiv nachgegangen wurde? Herauskam, was man grundsätzlich auch schon vorher wußte, daß unterschiedliche Labore auch Diafilme unterschiedlich belichten. Im neuesten Heft von Naturfoto wurde das anhand der verschiedenen Velvia-Emulsionen nochmal bestätigt.
Nun mag sein das ich das bin, ich kenne allerdings den Bericht in der Naturfoto inclusive der Antwort der Fuji Mitarbeiter das der Film robuster gegen Fehler in der Entwicklung sein soll. Dann sollte es aber kein Problem sein wenn die Filme ins Großlabor wandern.
Ich hatte durchaus Tests gemacht, bevor ich die größere Charge Filme gekauft habe. Da war das Ergebniss uneinheitlich von leichten rotstichen bis leichten grünstichen, die Urlaubsfilme sind aber alle grünstichig bis auf einen Film der anscheinen in einer anderen Maschiene gelandet ist, die Tüte war anders gekenzeichnet. Der war o.k.
Der Kostendruck wird sich aber nicht erst im letzten Jahr aufgebaut haben sondern auch schon 2003, so ich alle sensias -alte Emulsion- wiederbekommen habe ohne einen Grund zur beanstandung zu haben.
Naturlich könnte ich den Film zu 13 schicken, auch wäre ich bereit mehr zu Zahlen. Nur habe ich das Vertrauen in den Film komplett verloren, bin der Meinung das er mimosenhaft auf Entwicklungsschwankungen reagiert. Bitte ist nur meine Persönliche Meinung.
Ich werde lieber etwas Zeit in das Testen von anderen Filmen stecken, schauen ob mir dort einer gefällt.

Zu den Farbstichen bei Abzügen fällt mir noch die Lustige Geschichte ein bei der ich mich im Fotogeschäft beschwert habe das die Jungs auf ihrem Minilab welches ja heute jeder hinten stehen hat lustige Farbsprünge in meinen Abzügen seien.
So nach der Art Bild 26 o.k. Bild 27 grünstichig Bild 28 wieder o.k. Bilder aufgenommen inerhalb 3 Minuten.
Antwort: Kann gar nicht sein, das liegt nicht am bediener der Maschiene sondern an der Kamere die Fotos seien anders Belichtet, er hatte mal den Fehler bei einer F100 das der Verschuß sporadisch nicht richtig die Zeit einhielt. Daran läge das.
Ich habe den Fehelr gleich eingesehen, habe mir die Reperaturkosten ausgemalt. Da ich diese Farbsprünge scho bei mehren Filmen hatte die mit 3 Verschiedenen Kameras aufgenommen worden waren.
Und es natürlich so ist das alle 3 Kameras den selben Fehler haben :-D
Soviel zu dem Thema wie toll die Minilabs in kleinen Fotogeschäften sind. Ich bringe meine Negativfilme wieder nach Saturn, billige line. Da hatte ich noch nie solche Farbsprünge.
:evil:
 
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WolframO

Aktives NF Mitglied
Hallo zusammen,
ihr macht mir wirklich Mut, meine Filme weiterhin in C41 selbst zu entwickeln und für die Abzüge die ACP 300 samt RA4-Prozess anzuwerfen.
Danke!
WolframO
 
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estepan99

Unterstützendes Mitglied
Nachtrag!

Habe den zurückgeschickten Film wieder erhalten, wurde nichts daran verändert, nur ein Zettel beigelegt, mit dem Hinweis, daß der Film einen Lagerungsfehler hatte, entweder Wärme oder Feuchtigkeit! In meiner Wohnung war es zwar zwischendurch etwas feucht, aber da der Film immer in seiner Filmdose war, gehe ich mal davon aus, daß er schon kaputt war, als ich ihn gekauft hatte.

Jedenfalls hab ich einen Testfilm (Konica 200er) geschossen und die Farben waren wunderschön, halt so, wie sie sein sollten.

Bei extra guter Laune werd ich wohl auch wieder einmal einen Superia in die Kamera stecken, können ja nicht alle schadhaft sein.

Danke fürs rege Mitdiskutieren,
liebe Grüße,
Stephan
 
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