F2 Wert

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Hallo Zusammen,
melde mich nochmals. Erstmals vielen Dank für die verständnisvollen Antworten.
Natürlich mache ich die F2 nicht mit dem Auto platt.
Wie schon gesagt bedeutet sie mir sehr viel und würde sie auch nicht hergeben für mehr als 1000€.
Kaufe mir jetzt noch eine Batterie, dann ist sie wieder voll einsatzfähig. Benutzen werde ich sie trotzdem nicht, weil meine D200 um Welten besser ist (30 Jahre Entwicklungsfortschritt wirkt sich halt aus). Trotzdem werde ich es mir antun durch den Sucher zu blicken und auszulösen. Auslösegeräusch ist halt nicht vergleichbar mit den Digitalen, ist wie wenn eine Treseortür zugemacht wird, einfach satter Klang.
Ich habe vor 2 Jahren meine 1. SLR, eine Pentax ES2 verkauft. Super Zustand da sie nach 1 Jahr 1978 durch die F2 abgelöst wurde. Würde ich nicht mehr machen.
Ich fotografiere und bin kein Sammler, deshalb auch die Gebrauchsspuren. Der verbeulte Boden kommt von dem Einsatz auf dem Stativ. An der D200 benutze ich deshalb jetzt die Manfrotto-Adapter.
Gruss Rolf
 
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So muss es sein Rolf, ich verstehe dich.

Mal eine andere Frage, mir ist gerade aufgefallen, daß dein Rückwand nicht 100% paralell an die Bodenplattenkante läuft. Sorry, ich kann es auf die schnelle nicht verständlicher erklären.
Sowas habe ich auch an meiner FM3a. Ein leichtes "drücken" bringt Bewegung ins Spiel. Der Rückwand liegt halt nicht plan auf. Sowas habe ich bei der F3 nicht. Sehe ich es richtig, daß bei dir auch ein kleines Spiel, welche vermutlich durch die Dichtungen aufgefangen wird vorhanden ist?
 
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Hallo Penzes,
das mit der Rückwand habe ich zuerst nicht verstanden. Nach mehrmaligen Betrachten meiner eingestellten Bilder glaube ich zu verstehen was Du meinst.
Ja, ich kann die Rückwand etwas Eindrücken.
Nur was soll das Ganze?
Meine F2 funktioniert seit 30 Jahren astrein und liefert beste Bilder.
Sind wir jetzt schon im Automobilbereich wo der Kunde Fugenverläufe diskutiert bzw. beanstandet und in Kauf nimmt das die Elektronik alles lahmlegt?
Dein beanstandeter Mangel an meiner F2 habe ich jetzt erst durch Dich entdeckt. Ist mir wurscht. Die Technik ist seit 30 Jahre i.O. Dass das Fugenbild nicht i.O. ist interessiert mich nicht.
Gruss Rolf
 
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Rolf, verstehe mich nicht falsch! Diese leichte Bewegung ist meine F3 fremd, ich hatte es erst auch nicht gemerkt, da aber ein Film eingelegt war konnte ich nicht controllieren, ob da was schief wäre. Jetzt habe ich mein Rückwand abmontiert und alles ist 100% plan, also wahrscheinlich ist es nur eine Konstruktionsmerkmal!

Die Bilder sind aus meiner FM3a alle gut belichtet, also fehlerhaft ist die Kamera nicht! ;)

Danke für deine Antwort und nochmals, eine Spaltenbeobachter bin ich nicht, dafür liebe meine DS einfach zu sehr!
 
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Hallo Penzes,
danke für die Antwort,
letztendlich zählt das Ergebnis und nicht das Fugenbild.

Gruss Rolf
 
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Ja leider kaufe ich mir lieber noch eine Kamera, welche nicht mehr produziert wird, als eine Scanner, aber die Bilder, die ich mit der Kamera gemacht habe, sind einfach schön geworden!

Jetzt habe ich Diafilm eingelegt, um die etwas kritischeres Material testen zu können, bin schon sehr gespannt!

Meine Begeisterung wird übrigens immer größer, je mehr ich die Kamera in der Hand habe. Meine D200 habe ich seit 2 Wochen nicht mehr berührt.... :rolleyes:
 
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936baby schrieb:
Hallo Zusammen,
melde mich nochmals abschliesend. Danke auch für die Kommentare.
  1. Ich beabsichtige nicht die F2 zu verkaufen.
  2. Sie ist mir mehr wert als irgendjemand bieten kann (schon gar nicht für 150€, da fahr ich lieber mit dem Auto drüber). Es war meine 1. Nikon, mit der ich das Fotografieren vor 30 Jahren erlernt habe. Ein mechanisches Meisterwerk, voll funktionsfähig. Kauf mir jetzt ne neue Batterie.
  3. Das Originalverpackung, Bedienungsanleitung etc. nicht vorhanden ist, habe ich nicht gesagt. Ist alles da, nebst weiterem Zubehör.
  4. Was erwartet den ein Sammler von heute der 300€ für eine 30 Jahre alte Kamera ausgeben will. Das ich vor 30 Jahren eine Kamera für 1500DM kaufe, sie in den Tresor lege damit ich sie jetzt, unbenutzt für 300 € verscherbeln kann. Da legt man sein Geld besser an.
Hoffe Ihr nehmt mir meinen Kommentar nicht übel.
Gruss Rolf

Hallo Rolf,

ich habe lediglich Deine Frage nach dem materiellen "Wert" Deiner Kamera beantwortet - nach gängigen Bewertungen.

Das ein Gerät einen wesentlich höheren persönlichen Wert hat, ist sicherlich unstrittig ... aber den kann ich leider nicht bestimmen und den wird ggf. auch niemand bezahlen - Deine Argumentation zum Thema Sammeln kann ich auch gut nachvollziehen.

Ich finde, Klaus Brechbilder hat das ganze wunderbar in Worte gefasst - der kleine, aber feine Unterschied zwischen "Wert" und "Wert" ... dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen.

LG Sven
 
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Hallo,
melde mich nochmals
An alle Danke für die Antworten und auch das Verständnis für meine Argumente.
Die alte Dame F2 hat eine neue Batterie bekommen und ist somit voll einsatzfähig für einen finalen Vergleich analog zu digital, F2 zu D200.
Da die alten AI-Objektive auch an der D200 passen werde ich mit den Oldie-Objektiven den Vergleich machen.
Mein Problem: wo bekomme ich noch professionelle Farbfilme her bzw. wo kann ich diese entwickeln. Filme bei Aldi, Saturn etc. taugen wohl nichts. Hat da jemand einen Tip?
Gruss Rolf
 
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Gönn der "alten Dame" für den Vergleich den NEUEN Kodak Portra 160 VC oder den Fuji Professional 160S. Beide sind extrem fein, schaffen rund 140 Linien pro mm bei 50% der ursprünglichen Kontrastes (MTF 50).

Ach ja: Wie willst du vergleichen? Mit 'nem 20x30cm Abzug wirst du kaum 'nen Unterschied sehnm, was die Schärfe betrifft....

Grüsse,
Sebastian
 
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oder hier:

http://www.phototec.de/catalog/index.php

und wenn es mehr S/W seien darf:

http://www.sw-magazin.com/

Viel Spaß beim Fotografieren!

BTW, ich habe allerdings mit dem elektronische Einstellhilfe der D200 meine Problemen, ein Schnittbildindikator fehlt mir, sicherlich wenn man die F2 & Co. gewöhnt ist! (Ja ich weiss, es ist zu kriegen für die D200, hbe aber mich noch nicht drumm gekümmert! :fahne: )
 
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936baby schrieb:
.....
Mein Problem: wo bekomme ich noch professionelle Farbfilme her bzw. wo kann ich diese entwickeln. Filme bei Aldi, Saturn etc. taugen wohl nichts. Hat da jemand einen Tip?
Gruss Rolf

Hallo Rolf,

in diesem Thread findest Du die günstigsten Bezugsmöglichkeiten für Professional-Filmmaterial:

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=33745

Entwicklung:
bei Dia: Photostudio 13, Fuji Eurocolor Gera, Farbglanz, Strube oder ein gutes Fachlabor in Deiner Nähe. Rossmann und einige andere Drogerieketten sowie viele Fotohändler lassen bei Fuji Eurocolor entwickeln. Einwandfreie Qualität.
Farbnegativ: Photostudio 13, Farbglanz oder ein Fachlabor bzw. Minilab Deines Vertrauens, wo Du mit den Leuten reden und sagen kannst, wie Du es haben möchtest.

Viele Grüße,
Balou
 
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Hallo,
vielen Dank für die Tips,
werde der F2 natürlich nur bestes Filmmaterial füttern.
Wie will ich vergleichen? Max. Vergrößerung bei der F2 war mal 1984 mit dem 2/50 ca 60x40 von einem Ektachrom 25. Mit der D200 60x90 mit dem 1,4/85. Die F2 wird da wohl nicht rankommen.
Als Objektiv werde ich das 2/50 und das 2,8/24 nehmen, die passen auch auf die D200.
Den Schnittbildindikator habe ich bei der D200 bis jetzt nicht vermisst. Der AF der D200 funktioniert bei mir einwandfrei und schnell.
Fotos werde ich wahrscheinlich bei dem Oldtimer-Meeting in Baden-Baden machen, sofern das Wetter stimmt.
M.f.G.
Rolf
 
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Rolf, sorry, ich habe gedacht, du würdest MF Objektive nutzen wollen..... :fahne: :fahne:
 
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Hallo,
habe mich wohl falsch ausgedrückt.
AI-2/50 und AI-2,8/24 sind MF's.
An der D200 kann ich die beiden natürlich nur manuell fokusieren. Den Vorteil des D200 AF kann ich nicht nutzen. Ich habe die Objektive an der D200 gehabt, das Fokusieren klappt auch einigermasen, ein Schnittbildindikator wäre für die MF's sicherlich von Vorteil. Ursprünglich wollte ich 2005 ja die D70 kaufen. Als die D200 10/2005 vorgestellt wurde, Option Verwendung auch alter MF's, habe ich mich für die D200 entschieden. Mittlerweile betreibe ich jedoch nur noch AF-Objektive da der AF der D200 mich voll überzeugt hat.
Noch eine Frage zum Filmmaterial für die F2.
Habe bei Kodak und Fuji gegoogelt.
Was haltet Ihr von Fuji Reala 100 und Kodak UltraColor 100?
Gruss Rolf
 
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936baby schrieb:
Wie will ich vergleichen? Max. Vergrößerung bei der F2 war mal 1984 mit dem 2/50 ca 60x40 von einem Ektachrom 25. Mit der D200 60x90 mit dem 1,4/85. Die F2 wird da wohl nicht rankommen.

Hi Rolf,

das kann man so pauschal nicht sagen. Es kommt eben darauf an, welchen Film Du verwendest und vor allen Dingen auch, wie Du weiterverarbeitest (analoger Abzug, Projektion, Scannen etc.).
Konkret: Mit Filmen wie z.B. einem Ilford PAN F+, Ilford Delta 100, Fuji Neopan Acros 100, Kodak T-Max 100, Fuji Velvia 100 etc. wirst Du eine bessere Wiedergabe feinster Details erzielen können als mit der D200. Bei der werden die feinsten Details letztendlich durch den Tiefpassfilter gekappt. Sieht man z.B. bei Landschaftsaufnahmen mit fein strukturierten Details im Vergleich.
Nochmal eine Klasse für sich sind dann die Höchstauflösungsfilme vom Schlage eines Spur Orthopan UR (siehe www.spur-photo.com ), Agfa Copex Rapid, Rollei Ortho 25. An die Auflösung kommt kein Sensor auch nur annähernd heran.
Mit den richtigen Filmen/Verarbeitung kannst Du Deine alte Lady F2 hinsichtlich der Bildqualität richtig schön "pimpen" :) .

In diesem Sinne, pimp your lovely old Nikon!
Balou
 
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936baby schrieb:
Was haltet Ihr von Fuji Reala 100 und Kodak UltraColor 100?
Gruss Rolf

Zwei hervorragende Filme. Der Fuji Reala zeichnet sich durch sehr feines Korn, eine sehr natürliche Farbwiedergabe und hervorragende Bewältigung von Mischlichtsituationen aus. Viele Fotografen schwören auf diesen Film. Der Kodak ist ein ein sehr farbintensiver Film mit im Vergleich zum Fuji noch etwas höherer Auflösung und Schärfe.
Welche Farbwiedergabe Dir besser gefällt, kannst nur Du entscheiden. Suche Dir am besten ein Labor, dass den Charakter der Filme bestehen lässt und nicht, wie beim derzeitigen (digitalen) Zeitgeist oftmals üblich, die Farbsättigung beim Abzug übertreibt.
Wenn Du noch feineres Korn möchtest, greife zu den neueren Emulsionen Fuji Pro 160S/C und Kodak Portra 160 VC/NC oder zu einem 100er Diafilm (Velvia, Provia, Astia, Kodak E100G(X)).

Viel Spaß,
Balou
 
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Hallo Balou,
danke für Deine professionellen Ratschläge.
Der Vergleich F2 vs. D200 wird eine Vergrößerung ca. 40x60 sein.
Digital bei http://www.digitaloriginal.de/.
Analog bei Photostudio 13. Kenn die zwar noch nicht, wurde hier mir empfohlen und liegt ca. 40 km von mir. Das wärs mir für den Vergleich wert.
Welchen Film nehme ich jetzt für die Vergrößerung, Dia oder Negativ.
Früher habe ich grundsätzlich Dia genommen. Wenn ich Vergrößerungen vorhatte den Ektachrome 25.
Ich will der F2 die max. Chance geben auch hinsichtlich der beiden verfügbaren Objektive die sicher nicht die absolut besten Nikon MF's sind.
Gruss Rolf
 
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936baby schrieb:
Welchen Film nehme ich jetzt für die Vergrößerung, Dia oder Negativ.

Gruss Rolf

Hallo Rolf,

ich würde an Deiner Stelle beides nehmen, Dia und Negativ. Dann kannst Du für die Zukunft das Material nehmen, welches Dir besser gefällt als Grundlage für Prints.
Diafilm: Fuji Velvia 100 oder 100F und Fuji Astia 100F.
Farbnegativfilm: Fuji PRO 160 S/C und Kodak Portra 160 NC/VC.
SW-Negativfilm: Fuji Neopan Acros 100 (entwickelt in Spur HRX-2 oder CG-512) und Spur Orthopan UR (entwickelt in Spur Nanospeed UR).
Bei den Negativfilmen sollte eine durchgehende analoge Verarbeitungskette gewählt werden. Also kein Scan, sondern Vergrößerung mit apochromatisch korrigiertem Vergrößerungsobjektiv. Der Diascan sollte mit Trommelscanner erfolgen, um möglichst viel aus dem Dia herausholen zu können.

Du solltest auf folgende Punkte achten:
- absolut gleiche Bedingungen für jede Testreihe
- Stativ + sehr kurze Verschlusszeiten, falls nötig Blitz, um Verwacklungsunschärfen auszuschließen
- ganz wichtig: Schärfereihen machen, denn weder die AF-Module moderner Kameras, noch unsereiner mit seinem Auge hat eine 100%tige Trefferquote und Wiederholgenauigkeit. Konkret: Wenn Du hintereinander zehn Aufnahmen auf ein statisches Motiv mit AF machst, und zwischendurch die Schärfe wieder verstellst, damit der AF erneut auf das gleiche Motiv scharfstellen kann, wirst Du entgegen der Erwartung nicht zehn mal die gleiche Schärfe bekommen, sonder vielleicht vier, fünf oder sechs unterschiedliche Schärfeniveaus, je nach Kamera und Objektiv. Bei manueller Fokussierung mit Auge desgleichen, Unterschiede natürlich auch in Abhängigkeit von der Sehstärke.
Quintessenz: Schärfereihen mit vielen Aufnahmen machen, bei denen jeweils neu fokussiert wird. Die schärfste Aufnahme wird jeweils ausgewählt.

Weiterhin musst du Dir im Klaren sein, welche Kriterien Dir bei der Bildqualität wichtig sind (und dann, wie Du sie vernünftig testen willst):
Schärfe, Auflösung (ist nicht das gleiche), Körnigkeit, Helligkeitsrauschen und Farbrauschen (digital), Farbwiedergabe: Natürlichkeit, Neutralität/Graubalance/Farbkippen, Farbsättigung.
Natürlichkeit des Bildeindrucks (unregelmäßige Verteilung des Filmkorns vs. streng geometrische Verteilung der Pixel).
Bildstörungen wie Moirés, Aliasing, Pixelartefakte, "Collage-Effekt" etc.
Objektumfang/Dynamikumfang.

Je nachdem, welche Prioritäten Du hier setzt, dürfte bei einigen Kriterien Film, bei anderen digital die Nase vorn haben.
Wichtig ist, dass man weiß, was man will, bzw. was für das Motiv und die Aufnahmesituation das Geeignete ist.

Bei mir persönlich sieht das z.B. folgendermaßen aus (in den vergangenen Jahren habe ich viel ausprobiert und verglichen, um für mich das Beste herauszufinden):
Ich fotografiere sehr häufig Menschen. Dafür bevorzuge ich Film, weil mir die Hauttonwiedergabe bei Film deutlich besser gefällt als digital aufgenommen. Ich empfinde sie als natürlicher und mehr meinem Augeneindruck entsprechend. Digital wirken Hauttöne oft etwas wachsartig.
Bei Hochzeitsaufnahmen (kommt bei mir öfter vor) bevorzuge ich darüber hinaus Negativfilm wegen seines höheren Dynamikumfangs. Bei kontrastreicher Beleuchtung bekomme ich mit Film sowohl Zeichnung in den Spitzlichtern im weißen Brautkleid, als auch im dunklen Anzug des Bräutigams. Digital habe ich laufend das Problem insbesondere ausgefressener Spitzlichter. Da auf Hochzeiten häufig kontrastreiche Lichtsituationen vorherrschen, fotografiere ich da nur analog. Die bessere Hauttonwiedergabe ist natürlich auch ein entscheidender Grund. Und bei der Widergabe der Stoffe habe ich keine Probleme mit Moirés.
Bei SW bevorzuge ich ebenfalls Film. Die Grauwertwiedergabe gefällt mir besser. Digital sieht mir immer etwas nach "entfärbter Farbe" aus, liegt mir nicht so. Außerdem kann ich mit SW-Filmen deutlich höhere Auflösungswerte erzielen als selbst mit den besten und teuersten Sensoren. Dass mir die Arbeit in der Duka mehr Spaß macht als die Arbeit am Rechner kommt noch hinzu.
Auch bin ich ein großer Fan der Projektion. Und da ist das klassische Dia einfach unerreicht. Ich habe bisher keine Beamer-Projektion gesehen, die wirklich überzeugend war. Außerdem genieße ich die Betrachtung meiner Dias durch meine Schneider Dia-Lupen (KB und MF): Die dabei erzielte Dreidimensionalität ist mit anderen Mitteln nicht zu erreichen. Die Bildbetrachtung auf Computermonitoren gefällt mir im Vergleich dazu gar nicht, da flach, sehr viel schlechtere Auflösung, mangelhafte Tonwertübergänge.

Mit meiner digitalen hat mir auch schon manches Mal der Collage-Effekt, sowie Moirés und Aliasing Bilder versaut. Bei Film habe ich solche Probleme grundsätzlich nicht.
Insgesamt empfinde die analoge Bildanmutung als etwas natürlicher und mehr meinem persönlichen Augeneindruck entsprechend, digital dagegen tendenziell als etwas steriler und künstlicher. In der fotografischen Fachliteratur wird dieses Phänomen damit erklärt, dass das Filmkorn unregelmäßig und chaotisch verteilt ist, während die Pixel auf den Sensoren streng geometrisch verteilt sind. Da in der Natur nur unregelmäßige, aber keinerlei streng geometrische Struturen bestehen, empfinden wir die unregelmäßigen Strukturen als etwas natürlicher. Soweit die Theorie. Ob das der Grund für meine Wahrnehmung ist weiß ich nicht, ist mir auch egal. Entscheidend ist für mich nur, dass mir im Vergleich die analoge Bildanmutung besser gefällt.

Das sind einige der Gründe, warum ich persönlich die Bildqualität, die mir Film liefert, in den allermeisten Fällen bevorzuge. Es macht bei meinen Anwendungen mehr Sinn. Aber das ist meine subjektive Sicht.
Das muss eben jeder für sich selbst herausfinden. Jeder Fotograf hat seine eigenen Anforderungen und Schwerpunkte.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Lösung der für Dich wichtigen Fragestellungen.

Beste Grüße,
Balou
 
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