Es handelt sich um einen riesigen, gut bürgerlichen Laden names Fischerhaus. Ich hatte den Laden nicht gesehen und hatte kein wirklich gutes Gefühl.
Für mich hat sich das bewahrheitet. Ich bestellte Dorsch mit Salzkartoffeln und einer Senfsoße, die die Jungs wohl direkt aus der Tube pressen. Man konnte die Konservierungsmittel geradezu schmecken.
Madame hingegen war mit ihren 3 riesigen Matjesfilets überglücklich und die Spezi war ausgezeichnet. Und es ist ohnehin das Wichtigste, wenn die Damen zufrieden sind :-***
Das Fischerhaus ist wie das Fischereihafenrestaurant alter Bestand in Hamburg. Renoviert wird, aber ich zweifele immer, ob die Küche konstant ist, oder bleibt.
Dafür kannst Du auch Deine Freunde mitnehmen, erst mit mehreren Busladungen gibt es Sorgen.
Diese Lokale werden gern genommen, um Geschäftsfreunde von auswärts zu bewirten.
Viele der auswärtigen Gäste denken noch immer, dass Hamburg an der offenen See liegt und die Kutter den Fisch fangfrisch beim Küchenchef angeben. Und dann sind sie zufrieden.
Da, in der Gegend zwischen beiden Restaurants, ist das Rive direkt am Wasser. Wenn man hinten rechts am Fenster sitzt, kann man den Schleppern beim Einparken zusehen.
http://www.rive.de/
Aber Restaurants sind in Hamburg oft im Wandel.
Im Lipperland dagegen geht man viel weniger aus und bevor man für eine Familienfeier bucht, braucht es mindestens fünf Bürgen.
In Hamburg ist das anders : Da kommt ein neues Lokal in die Presse, oder wird sonstwie bekannt - und alles rennt hin.
Nach einer Weile verkauft dann der Chef an den Geschäftsführer; der macht dann pleite, der Nächste freut sich, aber spart am Koch - kommt leider ab und zu vor - auch oft in meiner Gegend ...
Entgegen dem Betreff war das Wetter ein Traum, an beiden Tagen strahlender Sonnenschein mit Temperaturen für Ruderleiberl.
Hafenrundfahrt hat sich auf die Fähre 62 vom Dockland beschränkt, das hat genügt.
Franzbrötchen und Bismarkhering waren wie erhofft einsame Klasse, das lokale Publikum dagegen so lala.
Das Quartier war in einem ExBordell beim HBF und dort lungerten nur Dachinierer, Owezara, Sandler und Schmarotzer herum.
Nach Hugo habe ich auch Ausschau gehalten. Wo war er nur?
Ich bin dann weiter nach Köln für mehr Kultur, habe dort jedoch auch ähnliches Publikum vorgefunden. Abends alles in Cannabis-Wolken, morgens dann überall leere Flaschen und sonstiger Müll. Frankfurt ein ähnliches Bild.
Nürnberg und Regensburg danach das komplette Gegenteil. Da werden bei Dämmerung die Straßen hochgeklappt und es wird zum Museumsdorf.