Erdbeben in Nepal - in Gedanken bei Freunden

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

digital_eye

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Seitdem ich heute morgen die ersten Nachrichten zu dem heftigen Erdbeben in Nepal bekommen habe, kann ich mich nicht vom Rechner losreisen. Einige von uns haben in den letzten Jahren dieses wunderschöne und doch arme Land an den Südhängen des Himalaya bereist und die wunderschönen Tempelanlagen in den Altstäten besucht.

Ich habe in den letzten Jahren dort viele Freunde gefunden. Von einigen weiß ich mittlerweile zum Glück, dass sie wohlauf sind. Bei anderen, unter anderem den Kindern und Verantwortlichen eines kleinen Waisenhauses, warte und hoffe ich noch, dass dort auch gute Nachrichten kommen.

Und dennoch schockieren mich die Bilder, die vor allen Dingen aus dem Kathmandu-Tal langsam rein kommen. Offenbar viele Tote und zahlreiche zerstörte Gebäude, darunter viele alte Tempel.



Den Durbar Square in Patan gibt es so nicht mehr. Einer der Tempel am rechten Bildrand ist eingestürzt. Für mich ist dieses friedliche Bild der Abendstimmung ein Symbol dafür, wie nah verbunden ich mich diesem Land und seinen Menschen fühle. Und wie hilflos gerade im Moment.
 
Anzeigen
Dann lassen wir unsere guten Gedanken allen vom Erdbeben betroffen Menschen zukommen, Christoph.

Die Bilder sind schrecklich, und in Gedanken bin ich vor allem aber auch bei den Kindern ...
 
Kommentar
Die Kinder im Waisenhaus sind wohlauf, habe ich eben erfahren. Aber die Zahl der Toten in Nepal steigt, die Bausubstanz vieler alter Häuser gerade im dicht besiedelten Kathmandu-Tal hat einem so heftigen Beben leider nicht standgehalten.
 
Kommentar
Die Kinder im Waisenhaus sind wohlauf, habe ich eben erfahren. Aber die Zahl der Toten in Nepal steigt, die Bausubstanz vieler alter Häuser gerade im dicht besiedelten Kathmandu-Tal hat einem so heftigen Beben leider nicht standgehalten.

Ich danke Dir und ich lasse in stillen Gedanken Beethoven erklingen für alle anderen betroffenen Menschen ...
 
Kommentar
Bin gerade von der Arbeit zurück gekommen und habe diese schlimme News gelesen.
Viele Male war ich bereits in diesem wunderbaren Land, und meine Mutter sollte eigentlich Morgen dorthin fliegen, um ihr Kindergartenprojekt zu besuchen.

Schockiert denke ich an die vielen vielen netten Freunde dort
 
Kommentar
Angesichts solcher Ereignisse fragt man sich erneut, warum die Menschheit nichts lernt und sich immer noch in größeren und kleineren Scharmützeln selbst zerfleischt.

Alle Resourcen, von Menschen über Material, bis hin zu den Unmengen an Geld die dafür verbrannt werden, wären für Menschen, die von solch schweren Schicksalschlägen getroffen werden, wesentlich sinnvoller zu verwenden.

Aber die Zeiten werden wir wohl nicht mehr erleben.....

Ich hoffe, das unsere Regierung alles, vom THW, dem DRK bis hin zu den Rettungshundestaffeln alles in Marsch setzt, was möglich ist. Und ich hoffe, das bald ein Spendenkonto bekannt gegeben wird, denn wie immer, trifft es die Ärmsten am härtesten.

Gruß

Jürgen
 
Kommentar
Ich habe mal einen Bericht, den ich heute aus dem Waisenhaus in Pokhara bekommen habe, übersetzt. Die Verantwortlichen dort kenne ich persönlich und weiß, dass die mit viel Herzblut bei der Sache sind.


Holzpagodendächer am Durbar Square in Bakthapur

Eigentlich war geplant, das Haus im Herbst zu besuchen. Aber da muss man erstmal schauen, wie groß die Zerstörungen im Land sind.

Hier mal eine Übersetzung des englischen Textes:
"Das Waisenhaus ist sicher. Aaditya, der Manager, war auf der Dachterrasse, als das Beben am Samstag gegen Mittag Ortszeit passierte. Die Gebäude in Pokhara schwankten heftig und Menschen haben vor Angst geschrieen. Das Haus hat keine Schäden. Ein Haus in der Nachbarschaft hat Schäden an einer Wand. Alle Kinder waren zum Zeitpunkt des Bebens draußen und sind unverletzt.


In einigen Bereichen des Landes funktioniert zumindest das Mobiltelefon wieder, Festnetz und Strom sind ausgefallen. Wir konnten einige Freunde und Familienangehörige kontaktieren, die wir über unsere Arbeit im Waisenhaus kennengelernt haben.
Aadityas Heimatdorf in den Bergen nahe Kathmandu ist zerstört, aber es scheint derzeit, dass alle Mitglieder seiner Familie unverletzt sind. Zwei Elternhäuser der bei uns im Haus lebenden Kinder sind zerstört worden, aber die Familienmitglieder haben überlebt, soweit wir bislang wissen. Die Familie der Jungs mit Muskelschwund, die an der Straße nach Kathmandu lebt, scheint in Ordnung zu sein wie auch andere, die wir kontaktiert haben. Ein nepalischer Freund aus Pokhara macht sich ernste Sorgen um seinen Neffen und dessen Familie, die in Kathmandu leben. Offenbar sind diese unter den Trümmern ihres eingestürzten Hauses begraben. Die Nacht von Samstag auf Sonntag haben viele Freunde unter freiem Himmel geschlafen, insgesamt gab es bislang 60 Nachbeben, am Sonntagmorgen gegen 5 Uhr ein starkes. Einige beim Hauptbeben beschädigte Gebäude haben die Nachbeben nicht überstanden.
Obwohl Pokhara in gleicher Entfernung zum Epizentrum des Bebens liegt, gab es in der Stadt relativ wenige Schäden. Einige alte Häuser sind eingestürzt und leider dabei auch Menschen getötet worden. Aber in Pokhara gab es nicht die fürchterlichen Zerstörungen wie in Kathmandu, Bakthapur und etlichen Bergdörfern.
Es sieht derzeit so aus, dass große Teile der Altstadt von Kathmandu, Patan und Bakthapur zerstört worden. Im Kathmandutal gibt es auch an Wohnhäusern viele Schäden, Straßen sind aufgerissen und unpassierbar. Gott sei Dank ist das Beben tagsüber passiert, wo viele Menschen sich nicht in den Gebäuden aufgehalten haben. Die Zahl der Toten wird vermutlich in die Tausende gehen mit noch einmal mehr Menschen, die verletzt oder obdachlos geworden sind.
Dem Kathmandutal droht eine weitere Gefahr, der Ausbruch von Krankheiten und Seuchen bedingt durch fehlendes sauberes Wasser und die allmählich beginnende Monsumzeit mit starken Regenfällen. Wir arbeiten mit anderen Waisenhäusern in Pokhara zusammen, um in dieser Katastrophensituation Schlafplätze für Kinder aus dem Kathmandutal oder zerstörten Bergdörfern anzubieten, die nun obdachlos sind. Es wird zahlreiche Kinder geben, die durch das Beben ihre Eltern verloren haben, bei anderen werden die Eltern verletzt sein bzw. die Familie wird ihr Dach über dem Kopf verloren haben. Obwohl unser Waisenhaus voll belegt ist, werden wir dort noch für Kinder Platz machen, so dass sie in dieser Katastrophe so lange ein sicheres Dach über dem Kopf haben, bis deren Familien oder Bekannte eine sichere Bleibe gefunden haben werden. Das kann einige Monate oder gar Jahre dauern. Darüber hinaus werden wir die Menschen unterstützen, die wir kennen und die durch das Beben ihre Bleibe verloren haben."


Da ich nicht weiß, ob ich hier die Daten für das Spendenkonto für das Waisenhaus einfach online stellen kann, kann man mich gerne kontaktieren.


Ich habe gestern aber auch schon gesehen, dass es die Spendenaktion Deutschland hilft (Caritas, Brot für die Welt ...) mit einem Sonderkonto für Nepal gibt.
 
Kommentar
-Anzeige-