Eisländ - die Eins im Winter

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Island Tag 8-1: Höfn​


Im ersten Morgengrauen macht sich Kiboko auf die Socken und sattelt die Pferde.


Bild 253: Die Herberge der letzten Nacht​



Höfn í Hornafirðí​


Am Morgen dreht Kiboko noch eine Runde durch den kleinen Ort.
Der liegt auf einer Halbinsel.
Viel zu sehen gibt es hier nicht.
Höfn bedeutet nicht Hof sondern Hafen.
Die Straße endet im Hafen.
Zwei große Fischerboote werden mit schweren Ketten an die Flucht auf das weite Meer gehindert.


Bild 254: SF-200 Jóna Edvalds



Bild 255: SF-250 Asgrimur Halldorsson​




Diesen kleinen Fischkutter hat man sogar auf das Land verbannt.
Damit ist sämtliche Fluchtgefahr ausgeschlossen.
Als Museumsschiff sitzt die Akurey auf dem Trockenen.
Mit dem Schiff wurden Hummer (Norwegischer Hummer - Kaisergranat) gefangen.
Der lebt am Kontinentalschelf des Nordatlantiks und ist eine Spezialität von Höfn.


Bild 256: Museumsschiff SF-52 Akurey​



Auf der Ringstraße​


Kiboko fährt auf schneeglatter Straße entlang der Südküste nach Westen.
Der starke Wind treibt den Schnee über die Straße.
Tagesziel ist Vík im Mýrdal.
Das sind rund 250km.
Das hört sich nicht viel an.
Aber auf einer kurvenreichen, vereisten Straße bedeutet das fünf Stunden reine Fahrzeit.
Bei sieben Stunden Tageslicht - im Süden gibt es eine Stunde mehr - bleiben nur zwei Stunden für andere Aktivitäten.


Die ersten Kilometer des Tages führen nach Norden.
Die große Bucht Hornafjörð muss noch umrundet werden.
In großer Entfernung grüßt der erste Gletscher.
Der Hoffelsjökull wird vom riesigen Vatnajökull gespeist.


Bild 257: Der Gletscher grüßt die Ringstraße.​



Hinter einen ebenen Küstenstreifen ragen bis zu 1000m hohe Berge in den Himmel.
Frau Holle hat in den letzten Tage Berg und Tal mit Schnee verziert.


Bild 258: Winterwiese



Bild 259: Schwemmsandebene​



Nesjar​


Die Schwemmsandebenen der Küstenstreifen können durch Gletscherflüsse ohne große Vorwarnzeit überschwemmt werden.
Ortschaften und einzelne Höfe wurden daher im Schutz der Berge in sicherer Lage errichtet.
Die Häuser sind so weit vom Berg weg, dass keine Erdrutsche die Häuser beschädigen können.
Aber sie liegen so hoch, dass Hochwasser sie nicht erreichen kann.
Große Bäume um den Häusern bieten etwas Schutz vor starkem Wind.

Bild 260: Häuser im Schutz eines Berges




Bild 261: Bauernhof bei Nesjar​
 
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Island Tag 8-2: Brunnhólt​


Kiboko fährt weiter entlang der Bucht Hornafjörður nach Westen.
Der Wind fegt den Schnee über die Straße.


Hornafjarðarfljót​


Die Warnschilder für eine einspurige Brücke kündigen den Fluss an.


Bild 262: Warnschilder kündigen die nächste Brücke an​



Bei Brunnhólt wird der Hauptzufluss der Bucht überquert.
Eine lange Betonbrücke überquert eine weiter Eisfläche.
Der Hornafjarðarfljót ist vor Ehrfurcht oder Frost erstarrt.
Netterweise haben die Isländer Schilder mit den Flussnamen aufgestellt.
Beim Versuch des lauten Aussprechens des Namens ist die Zunge von Kiboko auch vor Ehrfurcht erstarrt.


Bild 263: Brücke über den Hornafjarðarfljót​



Der Hornafjarðarfljót wird vom Gletscher Hoffellsfjöður gespeist.
Die Gletscherzunge mit dem blauen Eis ragt bis in das Tal.
Der Gletscher kommt aus dem Inland und wird von den Eismassen des Vatnajökull versorgt.


Bild 264: Der Gletscher Hoffellsfjöður endet am Rand der Ebene.​



Holmur​


Bei Holmur steht ein hübscher Bauernhof gleich neben der Straße. Auch dieser Bauernhof steht auf einen kleinen Landrücken in geschützter Lage. Links ist das neue Wohnhaus. Daneben sind die Stallungen, Scheunen und Nebengebäude.

Bild 265: Bauernhof an der Ringstraße​

Smyrlabjörg​


Bei Smyrlabjörg führt die Ringstraße über eine weite Ebene.
Der große Gletscher Vatnajökull ist hinter einer Wolkenschicht eher zu erahnen.
Mehrere Gletscher fließen hier aus dem Hochland ins Tal.
Der Skalafelljökull spaltet sich in mehrere Gletscherzungen auf und endet am Übergang in die Ebene.


Bild 266: Die beiden Gletscherzungen des Skalafelljökull


Bild 267: Skalafelljökull​



Von der selben Position sind drei Gletscher zu sehen.
Leider sind die Namen der Gletscher nicht in der Landkarte verzeichnet.
Blaue Schilder mit gelber Schrift stehen leider auch nicht am Weidezaun.


Bild 268: Gletscher bei Smyrlabjörg​



Kiboko genießt kurz den Anblick.
Dann muss die Fahrt weitergehen, denn der Weg nach Vík ist noch lang.
 
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Island Tag 8-3: Kalfafellsstaður​


Die Schwemmsandebene hat ein Ende.
Zwischen Atlantik und Berge geht die Nationalstraße 1 über die Klippen.
Kiboko schaut zurück auf eine Bergkette an deren Ende Höfn liegt.
Dort klart der Himmel auf.
Am Horizont leuchtet ein Streifen hinter der Bergkette.


Bild 269: Blick zurück nach Höfen entlang der Steilküste​




Kalfafellsstaður​


Auf der schneebedeckten Straße kommt Kiboko nur langsam voran.
Bei Kalfafellsstaður verläuft die Straße wieder dicht am Atlantik.
Da, wo Kiboko gerade herkommt wird das Wetter schön, während es hier immer dunkler wird.


Bild 270: An der Küste bei Kalfafellsstaður​




Noch ein letzter Blick zurück mit dem Tele.
Vor den Bergen liegt Höfn.


Bild 271: Ein imposanter Berg an der Küste

Pferde​


Beim Blick nach vorn ist der Himmel dunkelgrau.
Das riecht nach Schnee.
Ob sich die Islandpferde auf den Schnee freuen?

Bild 272: Islandpferde unter Schneewolken




Bild 273: Das Islandpferd trotzt dem Winter​



Der entgegenkommende Isländer wird sich mit seinem Auto von ein wenig Schnee nicht beeindrucken lassen.
Da wird Kiboko wieder neidisch.
Die Rennsemmel lässt sich auch mit überschaubarer Geschwindigkeit nur mit viel Konzentration auf der Schneepiste halten.


Bild 274: Gegenverkehr​




Kiboko versucht vor dem Schneetreiben noch etwas Strecke zu machen.
Aber weit wird Kiboko nicht kommen.
Der nächste Gletscher nötigt Kiboko für einen ausgiebigen Fotostopp.
 
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Island Tag 8-4: Jökulsárlón​


Kaum ist Kiboko auf der Ringstraße in Schwung gekommen, bremst ihn ein Naturschauspiel aus.
Gleich neben der Straße ist ein großer Parkplatz.
Ein Holzhäuschen mit Vierfachgiebel ist gut besucht.
Darin sind ein Restaurant, Café und ein Souvenirladen.
Obwohl es nicht regnet, sitzt kein Tourist draußen.


Bild 275: Souvenirbude am Jökulsárlón​



Auf dem Parkplatz stehen dann die Touristenbusse, denen Eis und Schnee nix anhaben können.
In diesen Fahrzeugen sind Kleingruppenreisende unterwegs.
Die mehrtägigen Standardreisen haben mit dem Jökulsárlón das östlichste Ziel erreicht.


Bild 276: Isländischer Kleinbus - mit Spikes​




Vögel​


Wo viele Menschen sind, bleibt auch mal etwas liegen.
Die Piraten der Lüfte sind schon da, um sich ihre Tagesration abzuholen.
Eine junge Sturmmöwe sucht im Tiefflug den Parkplatz nach Speiseresten ab.


Bild 277: Jung Sturmmöwe bei Aufklärungsflug​




Der Kolkrabe geht vom Boden aus auf die Suche.


Bild 278: Der Kolkrabe hat einen rabenschwarzen Tag​

Jökulsárlón​


Kiboko ist nicht wegen den Vögeln hier.
Ein kleiner Hügel ermöglicht einen Überblick.
Hier breitet sich der Jökulsárlón aus.
Es ist ein Gletschersee.
Der Gletscher Breiðamerkujökull bringt das Eis vom Vatnajökull an die Küste.
Hier verendet der Gletscher.
Hausgroße Eisbrocken brechen von der Gletscherzunge ab und stürzen in den Jökulsárlón.


Bild 279: Der Gletschersee Jökulsárlón mit festgefrorenen Eisschollen​



Im Winter ist der Gletschersee gefroren.
Eisschollen halten die Eisberge fest.
Der frische Schnee hat das Blaue Gletschereis überdeckt.
Bewegung gibt es nicht.
Das trübe Wetter macht die Szene nicht viel spannender.


Bild 280: Eisschollen und Eisberge im Jökulsárlón​



Rohdiamanten​


Mit dem Teleobjektiv kann Kiboko die Szenerie etwas verdichten und ein paar blaue Eisberge herauspicken.
Diese Eisberge sind die Isländischen Rohdiamanten.
Sie können später in geschliffener und veredelter Form am Strand gefunden werden.


Diamantenherstellung​


Kiboko hat eine Theorie über die Herstellung der Rohdiamanten.
Unter hohem Druck wird Schnee zu Eis gepresst bis die darin enthaltenen Luftbläschen herausgedrückt sind.
Das ist die Aufgabe der Isländischen Trolle.
Auf dem Vatnajökull machen die Trolle sehr oft Party.
Beim Tanz auf dem Vulkan trampeln sie im Takt der Musik den Schnee fest.
Der Schnee wird zu Eis komprimiert.
Dabei wird auch viel gebechert.
Bevorzugtes Getränk ist Blue Curaçao.
Der war schon in den 1970er Jahren als Blauer Bols sehr beliebt.
Der Schnaps enthält die Farbstoffe e131 (Patentblau) und e133 (Brilliantblau).
Bei einer feucht fröhlichen Party, geht auch mal der eine oder andere Tropfen daneben.
Stark verdünnt, bekommt das Gletschereis so zu seiner blauen Farbe.
Je nach Verdünnung entstehen unterschiedliche blau Farbnuancen.
Falls ein Troll sich vorher die Füße nicht gewaschen hat, tauchen im Gletschereis schwarze Einschlüsse auf.


Was von der Party übrig bleibt, landet als Touristenattraktion im Jökulsárlón.

Bild 281: Verschneiter Eisblock im Gletschersee




Bild 282: Eisblock auf Eisscholle




Bild 283: Dreckiger Eisblock, weil der Troll dreckige Füße hatte​




Der Gletscher Breiðamerkujökull mündet noch in zwei weitere Gletscherseen, den Breiðárlón und dem Fjallsárlón.
Diese sind weniger bekannt und von Touristen weniger bevölkert.
Leider hatte Kiboko nicht genügend Zeit, um die anderen beiden Gletscherseen zu besuchen.
 
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Island Tag 8-5: Jökulsárlón​


Kiboko steht auf einem Hügel der Endmoräne des Breiðamerkujökull.
Im Jahr 1890 reichte er noch bis hierher.
Der Gletscher hatte nur 250m Abstand vom Atlantik.


Abfluss Jökulsá​


Wenn die Eisberge auf einer Seite in den Jökulsárlón reinfallen, müssen sie auf der anderen Seite wieder rausfallen.
Dafür ist der Gletscherfluss Jökulsá zuständig.
Es ist der kürzeste Fluss Islands.
Im Sommer treiben die Rohdiamanten in Form von Eisberge langsam zur Diamantenschleiferei, dem Atlantik entgegen.
Im Winter sind sie festgekeilt und festgefroren im Fluss verankert.


Bild 284: Jökulsá - der kürzeste Fluss Islands​



Festgesetzte Eisberge verstopfen den Jökulsá.
Der Fluss hat sie zusammengeschoben und komprimiert.
Dann sind sie zusammengefroren.
Hier schiebt sich nix.
Der Jökulsá benötigt dringend Abführmittel, damit die Eisberge abfließen und der See entleert wird.


Bild 285: Der Abfluss ist verstopft​




Der dunkle Himmel droht mit Schneemassen.
Ob aus dunkelgrauen Wolken auch dunkelgrauer Schnee fällt?
Die dunkelgrauen Kleinbusse mit den Touristenkleingruppen streben dem nächsten Ziel entgegen.
Kiboko geht zur Diamantenschleiferei an den Diamantenstrand, bevor Frau Holle das Schüttelfieber packt.


Diamantenschleiferei​


Der Gletscherfluss Jökulsá befördert die Rohdiamanten als Eisberge in den Atlantik.
Der Atlantik verweigert die Annahme.
Große Wellen spülen die Eisberge zurück an den Strand.
In der Brandung befindet sich die Diamantenschleiferei.
Die Eisberge werden von den Wellen bearbeitet.
Mit brachialer Gewalt wird schwarzer Lavasand gegen die Eisblöcke geschleudert.
Die Wellen schieben die Eisblöcke über den Sand.
Dabei werden sie gedreht, abgerundet und poliert.


Kiboko beobachtet die Arbeit der Wellen in der Diamantenschleiferei.
Mit hoher Geschwindigkeit sausen die Wellen heran.
Dann knallt die Welle auf einen Eisblock.
Das Wasser spritzt in alle Himmelsrichtungen.
Unvorsichtige Fotografen bekommen hier schnell nasse Füße, nasse Knie, nasse Beine und eine nasse Mütze.
Auch die Knipskiste bekommt eine Dusche.


Die Bilder sprechen für sich.

Bild 286: Diamantenschleiferei


Bild 287: Eisblöcke in der Schleiferei


Bild 288: Eisblock im Vollwaschgang



Bild 289: Schnell weg! Die Welle kommt an den Strand gesaust



Bild 290: Die nächste Welle kommt



Bild 291: Ein Eisblock wird geschliffen



Bild 292: Es spritzt. Gleich ist Kiboko nass.​
 
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Island Tag 8-6: Jökulsárlón​


Das Arbeitsergebnis der fleißigen Diamantenschleifer liegt dann am Strand herum.
Weiße und hellblaue Diamanten in unterschiedlichen Formen und Größen werden auf schwarzem Sand präsentiert.
Bei der Vielfalt kann sich Kiboko einfach nicht entscheiden.
Zu groß und zu unübersichtlich ist das Angebot an Diamanten.
Preisschilder sind nicht dran.
Vermutlich sind sie unbezahlbar.

Bild 293: Strand der Diamanten




Bild 294: Hellblaue Diamanten am schwarzen Strand




Bild 295: Reichhaltiges Angebot




Bild 296: Kleiner Diamant ganz groß



Bild 297: Dieser Diamant sieht wie ein eingegrabenes Schwein aus, dessen Schnauze in den Himmel zeigt.


Bild 298: Minieisberg auf schwarzem Sand​



Fernab der Touristenströme stolpert Kiboko über ein ganz besonderes Objekt.
Auf dem ersten Blick sieht es wie das abgebrochene Horn eines Einhorns aus.
Kiboko hat nachgeforscht und ist auf eine sagenhafte Geschichte gestoßen.


Elfenðilðó​


Das edle Fundstück gehört der Elfenkönigin Borghilður.


Bild 299: Der Elfenðilðó​



Am 20. März 2010 fand eine heiße Party auf dem Vulkan statt.
Dabei hat die Elfenkönigin Borghilður diesen persönlichen Gegenstand verloren.
Im Blue-Curaçao-Rausch ist er ihr während der Benutzung aus der königlichen Hand geflutscht.
Er rutschte abwärts über das frisch festgetrampelte hellblaue Eis.
Dann verschwand er in einer Gletscherspalte.
Beim Aufprall am Boden der Spalte wurde leichte seismische Aktivitäten gemessen.
Das hat isländische Geologen beunruhigt.
Die Umgebung wurde evakuiert.


Borghilður fluchte laut über ihr Missgeschick.
Durch den Lärm wurde der schlafende Riese Eyjafjallajökull geweckt.
Der Riese war sauer und ließ erst einmal Dampf ab.
Borghilður fluchte und zeterte weiter.
Da wurde es Eyjafjallajökull zu viel.
Er spuckte Feuer und Asche.
Das legte den Luftverkehr über den Nordatlantik und sogar in Europa lahm.
Der Gletscher schmolz. Wassermassen schossen schlagartig in den Atlantik.
Sie haben Straßen und Brücken mitgerissen.
Erst im Juni 2010 beruhigte sich die Elfenkönigin und der Riese wieder.
Der Elfenðilðó blieb verschollen.


Durch das Hochwasser im Gletscherfluss wurde der Elfenðilðó in den eiskalten Atlantik befördert.
Der Atlantik hat die Annahme verweigert.
Das edle Stück wurde postwendend an den Strand gespült.


Nun liegt der Elfenðilðó Kiboko zu Füßen.
Ehrführchtig macht Kiboko ein Beweisfoto und zieht sich diskret zurück.
Niemand weiß, welche Krankheitserreger und kälteliebenden Vieren an einem gebrauchten Fundstück haften können.


Das Ende vom Elfenðilðó​


Ein besoffener Troll hat Kiboko folgende Sage im Traum erzählt.

Dreieinhalb Jahre später passierte das Unglück.
Im Herbst 2019 soll eine Chinesische Reisegruppe aus Wuhan dieses Fundstück entwendet haben.
Sie hielten den Elfenðilðó für magisches Horn vom Einhorn.
In Wuhan wurde das Teil zerstückelt und pulverisiert.
Anschließend soll es als magisches Potenzmittel in einer Garküche auf dem Wildtiermarkt in Wuhan verkauft worden sein.
Die Elfenkönigin Borghilður erzürnte über den endgültigen Verlust Ihres Lieblingsðilðós.
Ihre Rache war grenzenlos.
 
1 Kommentar
E
Emc2 kommentierte
Herzlichen Glückwunsch, ganz wunderbare Bilder!
Gruß Emc2
 
Schöne Geschichte über den Elfenðilðó, die hat Kiboko gut erzählt
 
4 Kommentare
Kiboko kommentierte
Danke Erhard, erzählt hat sie ein besoffener Troll.
Kiboko hat das aus dubioser Quelle nur weitererzählt.
In diesen Zeit muss man vorsichtig sein.
Man könnte am Ende Feyk Niuhs verteilen.
Das soll nicht sein.
 
bewi2 kommentierte
Ja, ja die Trolle, sind schon geheimnisvolle Wesen, es gibt ja sogar eine Elfenbeauftrage in Island, die sich um das verborgene Volk kümmert.
 
Kiboko kommentierte
Davon habe ich auch schon gehört.
Bei Bauvorhaben muss erst geprüft werden, ob sich auf der Baustelle Herbergen von Trollen befinden.
Falls ja, darf dort nicht gebaut werden.

Ob die Elfenbeauftragte von der Elfenbeinküste stammt?
 
junction64 kommentierte
Interessante Geschichte. Und ja, die Rache ist tatsächlich grenzenlos.
Bei uns in der Schweiz kommt das Elfenbeauftragt:in seit dem frühen Mittelalter aus Elfingen im Kanton Aarau.
 

Island Tag 8-7: Jökulsárlón - Vík​


Der Diamantenstrand bietet eine Fülle von Fotomotiven.
Hier könnte Kiboko noch viele Stunden verbringen.
Aber die Zeit drängt. Kiboko muss weiterfahren.


Jökulsá Brücke​


Die Hängebrücke über den Jökulsá ist auch einspurig.
Mehr als dreißig Autos dürfen nicht gleichzeitig über die Brücke fahren.
Die Temperaturanzeige ist eingefroren.

Bild 300: Brücke über den Jökulá​




Hinter der Brücke hat der Schnee die Straße freigeweht.
Der starke Seitenwind drückt an der Rennsemmel.
Aber Kiboko stemmt sich tapfer dagegen und schlingert über die Ringstraße.


Bild 301: Seitenwind auf der Eispiste



Stigá​


Große und kleine Gletscherflüsse streben den Atlantik entgegen.
Die Stigá plätschert gemächlich aus den Bergen durch den Schnee.

Bild 302: Der Gletscherfluss ist fast vollständig erstarrt​




Litlahof​


Während Kiboko über die vereiste Fahrbahn schlittert, fährt der Isländer ungerührt mit maximaler Geschwindigkeit.
Die Spikes beißen sich auf der Eispiste fest.
Kiboko beißt ins Lenkrad.


Bild 303: Gegenverkehr auf der Eispiste​




Bei ungemütlichen Wetter kämpft sich Kiboko durch den Schnee.
Eis und Windböen erfordern höchste Konzentration am Lenkrad.
Trotzdem kommt Kiboko nur langsam voran.

Bild 304: Fahrt im Schneesturm



Bild 305: Schwarz-weiß Landschaft​



Skaftafell Nationalpark​


Eine Eispiste führt zum nahen Skaftafell Nationalpark.
Der Parkplatz ist verweist.
Es schneit unter dunklen Wolken.
Kiboko tastet sich bis zu einer Infotafel vor.
Bis zum Svartifoss ist es nicht wirklich weit.
Bei den aktuellen Wetterbedingungen sind keine guten Aufnahmen zu erwarten.
Der Weg zum Wasserfall ist im Schneetreiben nicht zu erkennen.
Kiboko hat keine recht Lust.
Der Svartifoss und die anderen Naturschönheiten im Nationalpark müssen auf den nächsten Besuch von Kiboko warten.


Schnee​


Kiboko klemmt sich wieder hinter das Lenkrad.
Die Rennsemmel kriecht über die Nationalstraße 1.
Es schneit.
Alles ist weiß.
Die Verkehrsschilder haben jetzt eine Tarnkappe angelegt.
Es wird dunkel in Island.
Im Schneesturm ist die Straße kaum noch zu sehen.


Bild 306: Alles weiß​




Vík í Mýrdal​


Dann tauchen ein paar Häuser an der Straße auf.
Kiboko ist heile in Vík í Mýrdal angekommen.
Auch die Rennsemmel hat sich eine Tarnkappe zugelegt.


Bild 307: Rennsemmel mit Tarnkappe​



Während draußen der Schneesturm tobt, kann sich Kiboko im Zimmer ausruhen.
Bei Schneesturm sind keine grünen Lichter am Himmel zu erwarten.


Bild 308: Trübe Aussichten​
 
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Island Tag 9-1: Vík í Mýrdal​


Am nächsten Morgen hat sich das Wetter geändert.
Es ist klar.
Pünktlich zum Sonnenaufgang um 10:00 Uhr ist Kiboko am Strand.
Die Dünen aus weißem Sand sind Schneewehen.


Bild 309: Ein neuer Tag am Meer​

Sturm​


Der Sturm hat die Wolken weggeblasen.
Es ist mehr als nur ein Sturm im Wasserglas.
Das Wasserglas ist der Atlantik.
Mächtige Wellen werden vom Sturm aufgetürmt.
Der Sturm zerstäubt das Wasser an den Wellenkämmen.
Kiboko kann sich kaum auf den Beinen halten.


Die Tourismusinformation hat einen Truppe Trolle losgeschickt.
Die haben den Horizont in der einzigen verfügbaren Farbe frisch in Orange gepinselt.
Dann schieben sie die Sonne mit der Stange über den Horizont.

Bild 310: Stürmische Wellen bei Sonnenaufgang


Bild 311: Der Sturm lässt die Gischt fliegen​



Hätten die Trolle gleich noch ein paar Palmen aufgestellt, würde sich Kiboko wie in der Karibik fühlen.


Bild 312: Ein wenig Karibikflair am Strand von Vík í Mýrdal​



Die orange Farbe hat aber nicht für den ganzen Horizont gereicht.
Drei Trolle wurden von der aufgehenden Sonne überrascht.
Die Sonne hat sie versteinert.
Als drei spitze bis zu 66m hohe Felsnadeln Skessudrangar, Landdrangar und Langhamar stehen sie noch im Meer.
Sie konnten diesen Horizontabschnitt nicht mehr mit oranger Farbe streichen.
Der Hintergrund bleibt hier trist und grau.


Kiboko will nach Garðár fahren.
Das liegt hinter dem Kap Reynísdrangar.
Dann sollten die Felsen vor dem orangegefärbten Horizont liegen.


Bild 313: Die Horizontmaler sind versteinert.​




Vík í Mýrdal​


Die tiefstehende Sonne beleuchtet das frisch verschneite Vík í Mýrdal.
Der große Kasten, indem sich die Sonne spiegelt, ist die Herberge von Kiboko für zwei Nächte.
Der Hauptteil des Ortes ist links außerhalb des Bildes.


Bild 314: Morgens in Vík í Mýrdal mit Edda Hotel.​



Das Kirchlein thront auf einem Hügel über dem Ort vor einer verschneiten Bergkulisse.
Frau Holle hat für diesen Anblick am gestrigen Tag geschuftet.

Bild 315: Die Kirche von Vík í Mýrdal

Jetzt gibt es eine kleine Pause.
Ihr könnt aus der Rennsemmel aussteigen, die Beine strecken und den Sonnenaufgang am Meer genießen.
Montag geht es weiter.
Dann fahren wir zum Skogafoss.
 
3 Kommentare
M. Höhne kommentierte
Du arbeitest Dich langsam zur Hochform des Kommentierens auf. Ganz mein Geschmack!
 
Kiboko kommentierte
Danke für das große Lob. Kiboko ist schon ganz orange im Gesicht.
Womöglich haben ihn die Trolle gleich mit angemalt.

Es gibt Tage, da kann ich locker runterschreiben und die Kreativität ausleben.
An anderen Tagen quäle ich mich durch einen Reisebericht.
Dann leidet die Kreativität.
 
Lydian kommentierte
Wunderbar Bernd! Insbesondere die Fotos vom Diamantstrand sind großartig. Nebenbei: Gerade haben wir auf Netflix die Serie Katla zu Ende geschaut (bisher nur 1 Staffel mit 8 Folgen). Sie spielt in Vik und wurde auch dort gedreht. Trolle kommen da zwar nicht vor, aber sehr viel mystisches.
 

Island Tag 9-2: Reynir​


Kiboko möchte gerne die Steinsäulen vor der aufgehenden Sonne fotografieren.
Dazwischen steht noch eine Hügelkette, die mit dem Kap Reynísdrangar im Atlantik endet.
Die Ringstraße führt über die Hügelkette.
Der Schnee von Gestern haben andere Autos bereits festgewalzt.
Kiboko schaut zurück, nachdem er erfolgreich mit der Rennsemmel gerodelt ist.


Bild 316: Ringstraße bei Sonnenaufgang​


Reynisfjara​


Kiboko biegt in eine kleine Seitenstraße ab, die zum schwarzen Strand von Reynisfjara geht.
Die Sonne ist schon erstaunlich hoch gestiegen.
Kiboko muss noch dichter an die Steinsäulen ran.


Bild 317: Schwarzer Strand Reynisfjara unter orangen Himmel​




Die Sonne steigt immer höher.
Die frische Orange Farbe am Horizont ist bereits schon ausgeblichen.
Da haben die Isländer den Trollen ein lichtempfindliches Billigprodukt angedreht.
Die versteinerten Trolle blicken auf einen inzwischen blassgelben Horizont.


Schneewehe​


Kiboko wird es nicht mehr bis zum Strand Reynisfjara schaffen.
Das Auto im Bild steckt in einer Schneewehe fest.
Anscheinend gibt es in Island noch unbrauchbarere Mietwagen als die Rennsemmel von Kiboko.
Vier junge Leute sind mit ihren Kleinwagen mit Miniräderchen in der Wehe steckengeblieben.
Der Unterboden sitzt auf dem Schnee.
Die Räder hängen in der Luft.
Kein anderes Auto weit und breit.
Kiboko versucht zu helfen.
Denn auch Kiboko war auf dieser Reise schon auf fremde Hilfe angewiesen.
Ohne Grundausstattung, wie Schaufel oder Abschleppseil ist es ein mühseliges Unterfangen.
Mit Wagenheber und bloßen Händen wird das Auto freigebuddelt.
Es dauert eine Dreiviertelstunde, bis der Kleinwagen aus der Schneewehe befreit ist.


Inzwischen ist die Sonne am Horizont weitergewandert.
Die Steinsäulen passen nicht mehr für die Position der Sonne.
Kiboko probiert erst gar nicht durch die Schneewehe zu fahren oder zum Strand zu laufen.


Bild 318: Reynísdrangar und der festsitzende Kleinwagen​



Götur​


Mit der Sonne im Rücken fährt Kiboko bei Götur zurück zur Ringstraße.

Bild 319: Rückweg zur Ringstraße​




Die Gehöfte liegen vereinzelt an den Berghängen.
Auch dieses leerstehende Gehöft steckt in einer Schneewehe fest.
Kiboko hat nicht versucht es auszubuddeln.

Bild 320: Das Gehöft steckt in einer Schneewehe fest



Bild 321: Winter in Island​




Eisvögel​


Durch den Kälteeinbruch sind die Seen zugefroren.
Eisvögel (Kormorane) warten auf den Frühling oder einen Eisbrecher.

Bild 322: Wann kommt der Eisbrecher?



Bild 323: Eisvogel​
 
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Island Tag 9-3: Skogafoss​


Nachdem die Strandparty im Schnee steckengeblieben ist, versucht Kiboko weiter nach Westen vorzudringen.
Die Trolle vom Wetterdienst haben die große Windmaschine angeworfen und seitlich neben der Ringstraße aufgestellt.
Der Wind pfeift.
Der Schnee fliegt.
Die Straße verschwindet unter den Schneekristallen.
Die Böen rütteln an der Rennsemmel.
Ein paar Trolle wollen Kiboko unbedingt in den Graben schieben.
Aber die Rennsemmel hält sich tapfer.
Die Schneedecke auf der Ringstraße ist hartgefroren.
Die Profilstrukturen im Eis bieten etwas Halt.
Langsam kommt Kiboko voran.
Das Ziel ist der kleine Ort Skógar.

Bild 324: Flugschnee auf der Eispiste



Bild 325: Auf der Ringstraße nach Westen​



Skógar war früher mal Häuptlingsitz.
Daher gibt man sich in Skógar nicht mit so einen kleinen Wasserfall zufrieden, den auch anderen Orte haben.
Da musst schon ein prächtiger Wasserfall her.


Skógafoss​


Gleich neben dem Ort und verkehrsgünstig an der Ringstraße wurde ein beeindruckender Wasserfall erschaffen.
Die Skógá stürzt sich hier über eine 60m hohe Klippe in das Tal.
Bei einer Breite von 25m kommt da schon reichlich Wasser runter.
Die Einwohner von Skógar waren mit ihrem Werk so zufrieden, dass sie den Wasserfall nach ihrem Ort Skógafoss getauft haben.
Heute hat sich der der Skógafoss zum Touristenmagnet entwickelt.


Skóga kann von Tagestouren aus Reykjavík erreicht werden.
Damit steigt die Beliebtheit des Wasserfalls weiter.
Vor Kiboko fahren gleich drei große, weiße Reisebusse auf den Parkplatz.
Kiboko glaub seinen Augen nicht.
Mit einem gewagten Fahrmanöver pflügt Kiboko mit der Rennsemmel über den verschneiten Parkplatz.
Dann muss alles ganz schnell gehen.
Kiboko greift zur Knipskiste und springt aus der Rennsemmel.
Vom Parkplatz aus macht Kiboko noch ganz schnell ein Bild, während die Touristen noch aus den Reisebussen quellen.


Bild 326: Die Ruhe vor dem großen Ansturm​



Kiboko sprintet zum Wasserfall.
Der Inhalt von drei Reisebussen sprintet hinterher.
Bevor die Menschenmassen Kiboko einholen gelingt noch ein Foto vom Wasserfall.
Der Regenbogen zeigt sich noch in voller Schönheit.
Zwei einsame Fotografen bilden einen netten roten Kontrastpunkt und dienen als willkommener Größenvergleich.

Bild 327: Zwei einsame Fotografen am Wasserfall​



Doch dann wird Kiboko von hinten einfach überrannt.
Die Menschenmassen aus den Reisebussen überfluten den Platz vor dem Wasserfall.
Rücksichtslos stellen sich einige Touristen vor Kibokos Nase und Fotoapparat.
Daher zieht sich Kiboko zurück.
Der Regenbogen zieht sich auch zurück.


Bild 328: Touristen strömen zum Skógarfoss​



Skógar​


Kiboko entflieht den Trubel.
Ganz in der Nähe vom Wasserfall ist ein Freilichtmuseum mit alten Gebäuden.
Die alten Häuschen sonnen sich im frischen Schnee.
Niemand drängelt sich hier ins Bild, da das Museum im Winter geschlossen ist.


Bild 329: Freilichtmuseum in Skógar​
 
4 Kommentare
M. Höhne kommentierte
Mit zwei Fotografen kann man ja leben aber mit den ganzen Knipsern ..... (Sorry haben natürlich auch eine Berechtigung für ein Bidl) Uaaaaarg.
 
Kiboko kommentierte

Das war im Januar. Das ist nicht gerade die Hochsaison für Island.
Wir muss es dort im Sommer aussehen?

Als alleinreisender Fotograf kann man auf exotische Tageszeiten ausweichen.
Viele der Touristen kommen als Tagestour von Rejkavik oder starten nach dem Hotelfrühstück.
Wenn dann der Fotograf sein Tagwerk abgeschlossen hat, ist alles im Grünen Bereich.

Ist man als Fotogruppe unterwegs, ist man an das Programm gebunden.
Da hilft aber die Gruppe als Masse, die dann den Bereich versperrt. (Siehe nächster Beitrag).

Im Beitrag 10-1 gibt es den Skogarfoss ohne Leute.
Den hatte ich dann ganz für mich alleine.
 
dembi64 kommentierte
wie wohl sieht der Wasserfall im Sommer erst aus wenn er im Winter schon so überlaufen ist
Als ich 2005 im Sommer bei bestem Wetter dort war waren gerade mal eine Hand voll Touristen da.
 
Kiboko kommentierte

Vielleicht ist es dieses Jahr auch etwas ruhiger.
Die Elfenkönigin Borghildur hatte wohl genug von den Rummel.
 

Island Tag 9-4: Skógafoss​


Nachdem die Reisebusse samt Inhalt wieder abgezogen sind, startet Kiboko einen zweiten Versuch, um den Skógafoss auf den Sensor zu bannen.


Skógafoss​


Während Kiboko am Freilichtmuseum herumgehangen hat, hat sich am Wasserfall eine Fotogruppe in einer langen Reihe aufgebaut.
Deren Anführer hat die Parole Ultra-Weeeeeeeeeit-Winkel herausgegeben.
Jetzt steht eine Reihe Fotografen, Schulter an Schulter, vom rechten Felshang bis links auf dünnstem Eis.
Das ist kein schönes Fotomotiv.
Kiboko möchte die Fotografen nicht mit im Bild haben.


Die Fotogruppe scheint niemals fertig zu werden.
Sie machen von ihrer Position ein Bild nach dem anderen.
Irgendwann muss doch mal der Wasserfall im Kasten sein.
Kiboko schraubt jetzt auch sein weitestes Weitwinkel an die Kamera.
Dann lauert Kiboko im Hinterhalt auf die Gelegenheit.
Ein Fotograf scheint die Position wechseln zu wollen.
Während dieser noch nach seinem Stativ greift und aus der Fotoreihe ausschert, besetzt Kiboko die Position.
Für den Fotoreiseleiter ist das eine Gemeinheit.
Der Fotoreiseleiter schaut Kiboko grimmig an, als hätte er viel Geld dafür bezahlt,
damit der Regenbogen exklusiv für seine Fotogruppe am Wasserfall leuchtet.


Bild 330: Menschenleerer Skógarfoss​


Kiboko verteidigt tapfer die mühsam erkämpfte Fotoposition.
Statt noch und noch und noch ein Weitwinkelbild zu machen, greift Kiboko zum Teleobjektiv und knipst ein paar Eiszapfen.


Bild 331: Eiszapfen am Skógafoss​



Ein paar Eiszapfen versuchen sich hinter dem Regenbogen zu verstecken.
Aber Kiboko kriegt sie doch.

Bild 332: Eiszapfen hinterm Regenbogen​




Es folgen noch ein paar Aufnahmen, die einen Teil des Wasserfalls zeigen.

Bild 333: Skógafoss mit Regenbogen quer



Bild 334: Skógafoss mit Regenbogen diagonal​



Dann hat Kiboko alles fotografiert, was aus dieser Position zu fotografieren ist.
Kiboko wagt sich dann auf dünnes Eis vor, um mit einer leicht geänderten Perspektive zu fotografieren.
Das Eis knirscht schon.
Reinfallen mächte Kiboko hier nicht.
Die Skógá ist eiskalt und nicht so angenehm wie Wellness im Sambesi, Luangwa oder Shire.

Bild 335: Skógafoss mit abfließender Skógá​



Die Fotogruppe kann sich nicht losreißen.
Noch immer hängen sie in der Ultra-Weit-Winkel-Fotolinie.
Kiboko hat genug von Wasserfall und Fotografen.
Kiboko will am nächsten Morgen einen dritten Versuch wagen.
 
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Island Tag 9-5: Vík​


Kiboko fährt zurück nach Vík í Mýrdal.
Die Trolle mit der Windmaschine halten gerade Mittagsschlaf.
So kann Kiboko ohne Flugschnee und Seitenwind über die Nationalstraße eins zurückfahren.


Bild 336: Zurück auf der Ringstraße​



Hier hat ein Isländer sich den Traum vom Häuschen im Grünen - oder besser Weißen - realisiert.


Bild 337: Doppelhaus in der Winterlandschaft​



Schroffe Felsen zeigen den Weg nach Vík í Mýrdal.


Bild 338: Die Hausberge von Vík​



Vík í Mýrdal​


Kiboko ist zurück am Strand von Vík.
Sie Sonne steht hoch über den Felsnadeln.
Bis zum Sonnenuntergang wird die Sonne noch um das Kap Reynisdrangar wandern.
Sonnenuntergangaufnahmen mit den Felsen im Meer wird von hier nix werden.

Bild 339: Am Strand von Vík



Bild 340: Die versteinerten Trolle von Vík​



Dyrhóley​


Nächste Option ist das berühmte Felsentor am Kap Dyrhóley.
Kiboko fährt wieder über die schon bekannte Eispiste nach Westen und biegt dann zum Kap ab.
Die Auffahrt zum Kap scheitert wieder am Fahrbahnbelag aus blankem Eis.
Die Räder der Rennsemmel drehen durch.
Ohne Spikes kommt Kiboko hier nicht hoch.
Somit muss sich Kiboko mit ein paar Bildern von der Lagune aus zufriedengeben.


Bild 341: Lagune mit unerreichbaren Kap​



Über der mächtigen Steilwand thront ein kleiner Leuchtturm.
Das berühmte Felsentor ist in der nächsten Felsnase mehr zu erahnen als zu sehen.


Bild 342: Kap Dyrhóley



Bild 343: Felsen am Kap Dyrhóley​



So langsam gehen Kiboko die Optionen aus.
Vielleicht sollte Kiboko nochmal versuchen zum schwarzen Strand Reynisfjara zu fahren.
 
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Island Tag 9-6: Reynisfjara​


Kiboko nimmt die bekannte Straße vom Vormittag zum Kap Reynisfjara.
Die Schneewehe, in der am Vormittag die vier jungen Leute mit ihren Kleinwagen steckengeblieben sind,
haben inzwischen anderen Fahrzeuge plattgefahren.


Schneewehe​


Ob Kiboko jetzt mit der tiefergelegten Rennsemmel durch den Schnee kommt?
Kiboko wählt die leichtere Gegenfahrbahn.
Die Rennsemmel wird auf der Schneepiste auf Geschwindigkeit gebracht.
Der Schnee spritzt hoch.
Das Auto schlingert.
Knirschgeräusche vom Unterboden melden Kontakt.
Die Geschwindigkeit nimmt rapide ab.
Die Räder drehen durch.
Aber der Schwung reicht.
Kiboko ist durch!


Bild 344: Hindernis für die Rennsemmel​



Reynisfjara​


Am schwarzen Strand von Reynisfjara tost der Atlantik.
Der Wind treibt die Wellen an den Strand.
Die Gischt überfliegt die Wellenkämme.
Die untergehende Sonne sorgt für die Hintergrundbeleuchtung.


Bild 345: Stürmischer Atlantik​



Auf der linken Seite geht der Strand zum Kap Dyrhóley.
Gerne wäre Kiboko oben am Leuchtturm gewesen.
Das Felsentor erblasst in der Gischt der Wellen.


Bild 346: Kap Dyrhóley mit Felsentor von der anderen Seite​



Auf der rechten Seite ist das Kap Reynisdrangar.
Die Felsnadeln stemmen sich gegen die anrennenden Wellen.
Auch die Basaltsäulen stemmen sich gegen die Wellen.
Aber der Atlantik nimmt immer wieder Anlauf und haut mit Wucht an die Basaltsäulen.
Das Wasser spitzt hoch.


Bild 347: Felsnadeln und Basaltsäulen am Kap Reynisdrangar


Bild 348: Atlantik trifft Basalt​



Sonnenuntergang​


Kiboko ist am Strand nicht alleine.
Viele Touristen haben sich hier zum Sonnenuntergang eingefunden.
Viele Touristen tapsen Kiboko durch das Bild oder stellen sich einfach vor die Kamera.
Aber Kiboko hat dann seinen Spaß, wenn ein paar Touristen die Wellen falsch einschätzen.
Manchmal kommt eine besonders große Welle.
Plötzlich sind dann Schuhe, Füße und die Knie nass.


Bild 349: Sonnenuntergang am schwarzen Strand

Bild 350: Wellen erreichen den Strand



Bild 351: Schön kitschig​



Dyrhóley​


Auch der schönste Sonnenuntergang hat ein Ende.
Ein letzter Blick zum Kap Dyrhóley.
Früher war das mal eine Insel.
Die Bucht ist versandet und hat Lagunen eingeschlossen.
Die Insel wurde in die Küste integriert.


Bild 352: Lagune mit Kap Dyrhóley​



Der Leuchtturm ist auch schon eingeschaltet.


Bild 353: Leuchtturm bei der Arbeit​



Reynis​


Die kleine Kirche von Reynis wird nachts angestrahlt.


Bild 354: Reyniskirkja​



Die Sonne hat am Tag bereits ihre ganze Energie verschenkt.
Nachts hat sie keine Lust auf weitere Aktivitäten.
Obwohl der Himmel klar ist, ist die Aussicht auf Aurora Borealis minimal.
Kiboko verzichtet auf eine nächtliche Exkursion.
Stattdessen soll es am nächsten Morgen ganz früh losgehen.
Kiboko hat die verrückte Idee den Geysir bei Sonnenaufgang zu fotografieren.
 
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Island Tag 10-1: Skógafoss​


Der neue Tag beginnt früh.
Auf leisen Sohlen macht sich Kiboko noch vor dem Aufstehen aus dem Staub.
Am Abend muss das vorgebuchte Hotel in Keflavík erreicht werden.
Des Weiteren sind noch ein paar Zwischenstationen geplant.


Skógafoss​


Der erste Stopp ist in Skógar.
Kiboko erreicht den Skógafoss um 07:30.
Es ist stockdunkel.
Nur der Mann im Mond hat für Kiboko das Licht brennen lassen.
Der abnehmende Halbmond hat nicht mehr viel Kraft.
Das fahle Licht reicht aus, um den Wasserfall auszuleuchten.


Um diese Uhrzeit ist Kiboko alleine.
Niemand läuft ins Bild.


Bild 355: Skógarfoss im Mondschein unter Sternen​



Die Sterne leuchten über dem Wasserfall.
Kiboko sucht vergeblich den Automaten, indem man ein paar Kronen einwerfen muss, um den Regenbogen einzuschalten.
Das Halbmondlicht ist auch zu schwach um einen Regenbogen zu erzeugen.


Bild 356: Das Wasser stürzt sich in die Tiefe​



Kiboko variiert ein wenig die Position und macht noch ein paar Bilder.
Dann stolpert Kiboko zurück zum Auto.
Das nächste Ziel ist der Stokkur Geysir bei Sonnenaufgang.


Bild 357: Menschenleerer Skógarfoss​



Reykholt​


Immer wieder kommt Kiboko an hell beleuchteten Gewächshäusern vorbei.
In der Morgendämmerung bei Reykholt schaut Kiboko sich so ein Gewächshaus etwas näher an.
Auf Metallregalen stehen große Blumentöpfe.
Darin ranken Gurken bis zur Decke.
Der Boden ist wie bei einer modernen Industriehalle.
Zwischen den Reihen mit Gurkentöpfen fahren kleine Fahrzeuge für die Pflege und Ernte.

Bild 358: Isländisches Gurkenfeld​



Island hat viele Vulkan und ein heißes Innenleben.
Energie ist dank Geothermie in Island reichlich vorhanden.
Licht und Wärme können für Gewächshäuser leicht erzeugt werden.
Trotzdem ist der Aufwand für den Gemüseanbau hoch.
Das erklärt die hohen Preise für viele Lebensmittel.


Bild 359: Gemüseproduktion unter Kunstlicht​
 
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Island Tag 10-2: Haukadalur​


Während es gerade hell wird, hat Kiboko Haukadalur - das Tal der Habichte - erreicht.
Das Tal der Habichte ist auch das Tal der Geysire.
Hier ist auch der Stóri Geysir, der Große Geysir.
Nach ihm wurden alle Springquellen Geysire genannt.
Leider stößt der Große Geysir nur noch selten Wasser aus.
Oft ist es dann auch nur noch eine mickrige Dampfwolke.
Es macht keinen Sinn dort auf einen Ausbruch zu warten.


Strokkur​


Im Feld der Geysire ist der Strokkur - das Butterfass - der aktivste Geysir.
Alle paar Minuten schießt das Wasser 10-20m in die Höhe.
Kiboko hatte sich in den Kopf gesetzt diesen Geysir gegen die aufgehende Sonne zu fotografieren.
Das Butterfass ist im Geysirfeld schnell gefunden.
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen.


Leider ist Kiboko nicht alleine am Geysir.
Vor Kiboko ist bereits die bekannte Fotogruppe vom Skógafoss da.
Sie stehen wieder mit weitesten Weitwinkelobjektiven direkt an der Absperrung um den Geysir.
Die wollen auch den Geysir gegen den Sonnenaufgang fotografieren.
Die optimale Position gegen die Sonne ist schon besetzt.


Im Hintergrund hat ein Troll auch noch ein paar Baukräne aufgestellt.
Das gewünschte Fotomotiv lässt sich so nicht realisieren.
Kiboko sucht sich eine Position in der Fotogruppe und hofft auf ein paar brauchbare Bilder.
Immerhin funktioniert der Geysir und spuckt alle paar Minuten eine Wasserfontäne in den Himmel.

Bild 360: Strokkur bei der Arbeit​



This was Rubbish​


Alle paar Minuten spukt der Geysir.
Aber nur jedes dritte oder vierte Mal schießt auch eine imposante Wasserfontäne in die Höhe.
Manchmal ist es eine Minifontänchen.
Manchmal gibt es nur eine Dampfwolke.
Dazu komm jedes Mal der Kommentar eines Englischen Fotografen:

This was Rubbish.


Kiboko dokumentiert eine Eruption des Geysirs.
Um einen schneefreien Platz ist eine Absperrung mit einem niedrigen Seil montiert.
Zwischen Steinplatten steht Wasser.
In der Mitte ist ein wassergefülltes Loch.
Es dampft vor sich hin.
Der starke Wind bläst den Dampf zur Seite.


Bild 361: Gleich geht es los​



Dann kommt Bewegung in das Wasser.
Die Oberfläche vibriert.
Dann fängt das Wasser an zu pulsieren.
Sekundenbruchteile später bildet das Wasser eine Blase.
Die Blase wird größer und drückt nach oben.


Bild 362: Das Wasser kommt​



Die Blase reißt auf.
Dann schießt eine Fontäne mit kochendem Wasser in den Himmel.
Anfangs ist die Fontäne noch klein.


Bild 363: Heißes Wasser und Wasserdampf schießen nach oben​



Sekundenbruchteile später steigt die Fontäne in den Himmel.
Dieses Mal ist es aber nur eine kleine Fontäne, die in Wasserdampf gehüllt ist.


Bild 364: Eine kleinere Wasserfontäne steigt in den Himmel​



Schnell fällt die Fontäne wieder in sich zusammen.
Der Wasserdampf bleibt noch kurz bestehen, bevor er vom Winde verweht wird.
Schon ertönt der Kommentar:

This was Rubbish.


Bild 365: Vorbei, der Dampf zieht ab. This was Rubbish!​



Aus der Distanz​


Immer mehr Touristen treffen am Strokkur ein.
Die Sonne steigt auch weiter in den Himmel.
Kiboko hat genug von der Fotogruppe und den Rubbish-Man und geht auf Distanz.
Kiboko stellt sich ganz alleine an den großen Geysir und hat das Strokkur Bufferfass im Blick.

Bild 366: Der Strokkur mit seinen Fans



Bild 367: Der Strokkur zeigt was er kann​



Zum Abschluss macht Kiboko noch ein paar Bilder von der Sonnenseite.
Dabei werden die Touristen immer mehr.
Das Butterfass wird umzingelt.

Bild 368: Der Strokkur als Touristenattratkion






Bild 369: Der Strokkur gibt alles


Einige Handyfotografen klettern über die Absperrung um ganz nah dran zu sein.
Die Warnschilder werden ignoriert.
Die Menschen verstehen einfach nicht, dass hier in Sekundenbruchteile große Mengen kochendes Wasser herausschießen können.
Mit so einer Fontäne wird jeder Tourist weichgekocht.
Ein Ranger erklärt Kiboko, dass an manchen Tagen dreimal der Rettungswagen ausrücken muss,
um verbrühte Touristen ins Krankenhaus zu bringen.
Manchmal kann der Rettungswagen auch nicht mehr helfen.
Dann gibt es einen weiteren Anwärter auf den Darwin-Award.
 
4 Kommentare
M. Höhne kommentierte
Manmanmannnn, 1985 gab es keine Absperrungen,v iel weniger Menschen und trotzdem heißes Wasser, vor dem man Respekt zu haben hatte. Erinnerungen kommen hoch nach einem Reiturlaub in der Arnavandsheidi (Adlerheide).
 
Zuletzt bearbeitet:
Kiboko kommentierte

Ich habe in anderen Reiseberichten aus Island gelesen, dass an vielen Orten Absperrungen aufgebaut werden (müssen). Trotzdem übersteigen die Leute die Absperrungen und stürzen von Klippen oder stören die letzten verbliebenen Brutvögel.

Heute reisen immer mehr Menschen. (Fern-)Reisen sind für weite Bevölkerungsschichten erschwinglich geworden.
Dann hat sich der Zeitgeist geändert. Heute muss jeder, jeden alles sofort mitteilen und mit dem Handy in den Geysir kriechen.
Je spektakulärer die Aufnahme ist, desto mehr Anerkennung gibt es in den Sozialen Medien.

Streng genommen gehört Kiboko auch zu dem Klientel - macht ein paar Bilder, schreibt Text dazu, packt alles ins Nikon-Forum und bekommt dafür Kommentare, Likes, Loves, Hugs, Wows, ...
... immerhin lässt es die Nilpferdanatomie nicht zu, über Absperrungen zu klettern.

Aber vielleicht ändert sich momentan vieles in der Welt wieder zum Guten.
Corona legt der Reiselust fesseln an. Greta redet ins Gewissen und die Politiker gehen über Steuererhöhungen an den Geldbeutel.
 
M. Höhne kommentierte


Es war aber schon immer schwierig, etwas ohne Fotografen vom Butterfässchen zu bekommen.
 
dembi64 kommentierte
als ich 2005 dort war, war alles noch viel enspannter. Vom dortigen Campingplatz ist man da mitten in der Nacht (es wurde ja nicht richtig dunkel) einfach mal hingelaufen und stand mutterseelenallein am "Blubberwasser". Man hat sich an die Schilder gehalten und alles war gut. Eine Absperrung war noch nicht notwendig.

Und ich hatte Glück. In dieser Nacht hat sogar der große Geysir eine prächtige Fontäne von sich gegeben.

Leider sind mir die meisten meiner Islandbilder verloren gegangen
 

Island Tag 10-3: Brú - Gullfoss​


Der Gullfoss ist nicht weit von den Geysiren entfernt.
Kiboko sattelt die Rennsemmel für einen kurzen Sprint.
Aber auf halben Wege steht bei Brú eine Herde Pferde auf einer endlosen, verschneiten Wiese.


Islandpferde​


Die Pferde stehen am Zaun.
Die Touristen halten an.
Kiboko hält ebenfalls.
Ob für die Pferde die vorbeikommenden Touristen genauso spannend sind?

Bild 370: Endlose Pferdekoppel mit Islandpferden​



Die Islandpferde sind bei jedem Wetter auf der Weide.
Wind und Frost können ihnen nichts anhaben.
Im Winter werden sie zusätzlich gefüttert.


Bild 371: Die Pferde bleiben im Winter draußen.​



Interessant sind die vielen Farben.
Sie sind weiß, schwarz, hell- dunkel- und rotbraun, einfarbig oder gefleckt.
Dazu tragen einige Pferde eine blonde oder schwarze Mähne.


Bild 372: Islandpferde sind in jeder Fellfarbe schön​



Pferdestärken​


Isländer lieben nicht nur einfache Pferdestärken.
Es dürfen auch ein paar Pferde mehr unter der Haube sein.
Auch diese Pferde strotzen vor Kraft.
Hochbeinig und mit dickem Profil kann der Winter auch diesen Pferden nichts anhaben.
Auch diese Pferde gibt es in schwarz, weiß, ...

Bild 373: Isländischer Kleinbus in schwarz



Bild 374: Isländischer Kleinbus in weiß​



Parkplatz am Gullfoss​


Auf dem Parkplatz am Gullfoss traut Kiboko seinen Augen nicht.
Hier parken die vier- und fünfachsige Reisebusse.
Sie basieren auf geländegängige militärische LKWs.
Sie haben einen Busaufbau mit Panoramafenster bekommen.
Statt Militärgüter werden heute Touristen ins Hochland transportiert.

Bild 375: Geländebus für das Hochland



Bild 376: MAN Militär-LKW für Touristen statt Munition​



Der Gullfoss ist ein beliebtes Ausflugsziel für Tagestouren von Reykjavík.
Auf dem großen Parkplatz am Gullfoss stehen 21 große Reisebusse.
Wird Kiboko bei so vielen Besuchern überhaupt zu den Wasserfällen vordringen können?


Bild 377: Busparkplatz für die Touristeninvasion​
 
Kommentar
oh man, ich bin wirklich entsetzt Eigentlich wollten meine Frau und ich mal wieder nach Island. Aber wenn ich Deinen und auch andere aktuelle Berichte lese vergeht es mir. Tourismus OK, aber wenn im Winter die Parkplätze schon voll sind, wie sieht es dann erst im Sommer aus. Dann müssen Platzkarten für die Landschaft vergeben werden. Ich halte eine solche Entwicklung für äußerst bedenklich und glaube nicht das damit den meisten Isländern etwas gutes getan wird.
 
3 Kommentare
Kiboko kommentierte
Da wo es schön ist, wollen viele Menschen hin.
Aus viele wird schnell zu viele.

Irgendwann wird es mit dem Preisschild geregelt.
Dann muss man für jeden Wasserfall Eintritt bezahlen.
Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, wird an der Preisschraube gedreht.
So wie es Ruanda mit den Gorillas macht.

Momentan sind nicht so viele Touristen in Island unterwegs.
In Namibia Forum habe ich einen Reisebericht vorm vorigen Jahr gelesen. Da war man zwar nicht alleine, aber es war deutlich leerer.
Man muss dann auf eher selten besuchte Regionen ausweichen und die "Top" Sehenswürdigkeiten meiden.
 
Lydian kommentierte
Und Sehenswürdigkeiten besuchen, die nur nach einem langen und beschwerlichen Marsch zu Fuß erreichbar sind.
 
Kiboko kommentierte

Damit ist man die großen Gruppen in den Bussen und die Tageskurzbesucher los.

Leider sind diese Ziele im Winter bei wenigen Stunden Helligkeit noch viel schwieriger zu erreichen.
Für mich waren sie auf dieser Erstlingstour im Winter unerreichbar.
 

Island Tag 10-4: Gullfoss​


Vom Parkplatz ist der Weg nicht weit zum Wasserfall.
Aber für viele Businsassen ist der Weg schon viel zu weit.
Die haben es nur bis zur Kantine und den Souvenirshop geschafft.
Auf der Aussichtsplattform herrscht etwas Gedränge.
Aber für 21 Busladungen ist hier wenig los.

Bild 378: Andrang auf der Plattform​



Hvítá​


Viele Wege sind wegen Glätte gesperrt.
Kiboko geht oben an der Kante entlang.
Der Fluss Hvítá - der Weiße Fluss - kommt forsch um die Ecke geflossen.
Gleich wird es rasant in die Tiefe gehen.


Bild 379: Hvítá oberhalb des Gullfoss​



Gullfoss zum Ersten​


Der Gullfoss - der Goldene Wasserfall - hat zwei Stufen.
In der oberen Stufe stürzt sich das Wasser 11m in die Tiefe.
Die Wassertropfen, die beim Sturz nicht kaputtgegangen sind, fallen dann über die untere Stufe weitere 21m in die Tiefe.


Am Anfang wird über ein paar Stromschnellen Geschwindigkeit aufgenommen.
Das Wasser schäumt.
Teilweise stellen sich noch kleine Stufen dem Fluss in den Weg.
Eisplatten, Eiszapfen und gefrorene Wasserfälle erschweren das Durchkommen für den Fluss.
Die obere Stufe ist aus dieser Perspektive nur zum Teil sichtbar.


Bild 380: An der oberen Stufe vom Gullfoss



Bild 381: Erfrorene Stromschnellen​



Von der Aussichtsplattform zeigt sich die obere Stufe in voller Schönheit.
Die Plattform am linken Rand des Wasserfalls darf bei dem Wetter leider nicht betreten werden.
Die Gischt gefriert zu Eis.
Zu groß ist die Gefahr, dass die Händyfotografen, die den Geysir überlebt haben, hier in den Wasserfall stürzen und die Hvítá kontaminieren.


Bild 382: Die obere Stufe vom Gullfoss​



Gullfoss im Ganzen​


Die zweite Stufe des Gullfoss ist 90° zur ersten Stufe gedreht.
Das Wasser stürzt in der zweiten Stufe in eine enge Schlucht.
Leider lässt sich von der Besucherplattform die zweite Stufe nicht in voller Größe einsehen.
Trotzdem ist dieser Standpunkt einer der Hauptattraktionen Islands.
Ein Bild davon gibt es in jedem Reiseführer.


Die Trolle haben wieder auf dem Eis eine Party gefeiert.
Blue Curacao ist reichlich geflossen.
Daher ist heute der Weiße Fluss in Blautönen eingefärbt.


Bild 383: Der Gullfoss in voller Schönheit​



Von einer anderen Aussichtsplattform ist die Perspektive etwas anders.
Deutlich ist der Weg zu sehen, der dicht an den Wasserfall führt.
Leider darf er heute nicht betreten werden.
Daher sind aber jetzt auch keine 21 Busladungen Fototrolle im Bild.


Bild 384: Der Gullfoss von der Aussichtsplattform​



Gullfoss zum Zweiten​


Der Hvítá stürzt in der zweiten Stufe in eine schmale Spalte.
Die folgende Schlucht ist 2,5km lang und bis zu 70m tief.


Bild 385: Die untere Stufe fällt in einer Schlucht​




Bild 386: Nach dem Wasserfall verschwindet die Hvítá in einer engen Schlucht​




Der Gullfoss ist ein sehr schöner Wasserfall.
Im Winter ist der Wasserfall mit dem gefrorenen Eis und dem blauen Wasser besonders schön.
Leider liegt der Gullfoss bei dem Besuch von Kiboko im Schatten.
Kiboko kann leider nicht warten, bis die Sonne an Nachmittag den ganzen Wasserfall ausleuchtet.
Vielleicht würde es auch schon reichen etwas drei Wochen später, wenn die Sonne etwas höher steht, nach Island zu reisen.
Bei Vollmond und mit viel Glück auch Polarlichtern sollten hier auch interessante Nachtaufnahmen möglich sein.
 
Kommentar

Island Tag 10-5: Reyjanes​


Der Weg vom Gullfoss bis Keflavík ist weit.
Die Straßen sind gut.
Kiboko kommt gut voran.
Erst kurz vor dem Ziel nimmt Kiboko sich noch etwas Zeit ein paar Bilder zu machen.
Mental ist Kiboko aber schon auf dem Rückweg.
Eher lieblos drück Kiboko den Auslöser.


Kálfatjörn​


Die Kirche von Kálfatjörn steht einsam am Ufer des Stakksfjorðura.


Bild 387: Kirche am Meer​




Grindavík​


Kiboko macht noch einen kurzen Abstecher nach Süden und landet im Hafen von Grindavík.
Hier dümpeln ein paar rostige Fischkutter im Hafen.

Bild 388: Schwimmender Rost​



Passen zu den rostigen Schiffen steht am Hafen ein rostiges Lagerhaus.


Bild 389: Lagerschuppen in Grindavík​



Das Geothermiekraftwerk hat noch keinen Rost angesetzt.
Das Kraftwerk steht in der Nähe der berühmten Blauen Lagune.

Bild 390: Geothermiekraftwerk nahe der Blauen Lagune



Bild 391: Heißes Wasser wird zu Elektrizität​



Der letzte Tag in Island neigt sich dem Ende.
Kiboko tankt die Rennsemmel für die Abgabe nochmal auf.
Dann geht es in die vorgebuchte Herberge.
Die Nacht wird extrem kurz, da der Rückflug bereits in den frühen Morgenstunden ist.
 
Kommentar
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