Eigentlich wollten wir letzten Oktober zu unserem 10. Hochzeitstag nochmal auf unsere Hochzeits-Insel Møn fahren, haben uns dann doch für eine ordentliche Siebträgermaschine entschieden .
Dafür waren wir heuer ab Ende August für etwa 2 Wochen im Königreich Dänemark mit unserem Dicken unterwegs, und kamen uns doch recht exotisch vor.
Nach einer stürmischen Nacht ging´s weiter zu der umstrittenen neun Meter hohen Skulpturengruppe in Esbjerg im Hafen.
Davor habe ich die Morgenstunde genutzt, und mich auf die Heide gestürzt.
Die Mageritenroute führte uns über den Henne Strand, am Ringkøbing Fjord vorbei nach Holstebro. Da es aber sehr stürmisch und regnerisch war, konnten wir uns da nur einen Campingplatz suchen und auf besseres Wetter hoffen. Der nächste Tag sollte eine Wetterbesserung bringen, und unser nächstes Ziel war der Bovbjerg Leuchtturm, leider fing es da auch wieder zu regnen an...
Die Mageritenroute war unser Wegweiser, auf ihr fuhren wir hoch Richtung Norden durch den National Park Thy, mit einem kurzen Abstecher zu Dänemarks einzigem Vogelfelsen, bis zum bekannten, von einer Düne verdeckten Leuchtturm Rubjerg Knude. Wir haben uns beide sehr auf diesen Leuchtturm gefreut, hörten wir doch es sei ein magischer Ort. Wir waren dann doch etwas enttäuscht, zwar konnte man den Leuchtturm jetzt wieder besteigen, was aber zu Folge hat, dass er nicht mehr zu Hälfte in der Düne steckt. Die Verantwortlichen versuchen mit Blechschildern, und Baumspitzen den Sand daran zu hindern, den Turm wieder verschwinden zu lassen...
Von der Steilküste weiter Richtung Skagen, wo sich Nord- und Ostsee treffen. Mit einen Zwischenstopp bei der grössten Wanderdüne Dänemarks Rabjerg Mile, die seit 1900 unter Naturschutz steht, und am Strand von Gammel Skagen, wo man am „Solnedgangskiosken“ sehr leckeres Softeis bekommt
Mein Mann kämpft sich über die Düne (Zweitverwertung)
Endlich an der Ostsee angekommen, haben wir uns bis Aalborg durchgeschlagen. Ich wollte mir unbedingt den Zoo anschauen, wurde aber auch hier enttäuscht. Nach 2 Stunden haben wir fast fluchtartig den Zoo wieder verlassen.
Mein war mit seinem 400er 2.8 unterwegs, er wurde gezielt von einem Schimpansen mit Grasbüschel beworfen. Da haben wir uns schon gefragt, was da wohl voraus gegangen ist...
Nächstes Ziel auf unserer Route war Rebild Bakker, ein Naturschutzpark, gründet von einem Dänen, der nach Amerika ausgewandert ist. In diesem Park gibt es einen Wald, der nennt sich „Troldskoven“ - Trollwald oder Märchenwald, hier stehen die ältesten Buchen des Waldgebietes Rold Skov.
Rund 20km von Rebild Bakker liegt Dänemarks grösstes FFH-Schutzgebiet - Lille Vildmose (kleines Wildmoor). Dieses Hochmoor ist Teil des Natura 2000-Schutzgebiets Nr. 17, und sicherlich zur richtigen Jahreszeit auf jeden Fall einen Besuch wert.
Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, und wir fuhren über den National Park Mols Bjerge/Djursland, Fünen, über die Große-Belt-Brücke nach Seeland.
Für die kommende Nacht hatten wir uns eine Hütte gebucht, die auf fast jeden Campingplatz vorhanden sind. Nächste und letzte Station war die Insel Møn. Møn hauptsächlich bekannt durch die Kreidefelsen, die wir natürlich auch aufsuchten:
Eine von ca. 60 Gedankenbänke. Alle Bänke erhielten ein Messingschild mit einem kleinen Bonmot als Inspiration zum eigenen Philosophieren, und alle Bänke stehen an ausgesuchten Aussichtspunkten über die Natur- und Kultur Highlights auf Møn & Südseeland.
Unser Fazit: Dänemark ist ein Land mit sehr netten Menschen, vielen Campingplätzen, und den dazu gehörigen Wohnwägen, und einer Natur, die vielleicht nicht spektakulär ist, aber dafür zum Entspannen und Verweilen einlädt.
Noch ein paar Eckdaten:
Fotografiert wurde meistens mit einer D7100 und dem 24-120 4.0. Lee-Filter und Stativ waren auch mit an Bord, sowie das 10-24, 200-500er und das 180er Makro von Tamron.
Meine neuere D7100 hat im Urlaub ihren Dienst versagt , dafür hat die von Michael (Beuteltier) reparierte super gut alles mitgemacht. Danke dir nochmal dafür. :up:
Ich möchte mich schon mal für´s vorbeischauen bedanken, für die „Likes“ und Kommentare.