Ein Jahr nur 28mm

Schattenmann

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Habe mir vorgenommen dieses Jahr nur mit der Festbrennweite 28mm (oder auch 14mm bei MFT) zu fotografieren.
Ich merke, dass ich immer wieder zu 28mm zurückkehre, das wird wohl seinen Grund haben.
Während dessen versuche ich mal herauszufinden, wie sich das auf meine Fotografie auswirkt, wenn ich das längerfristig betreibe.

Zur Verfügung stehen:

- Z 28mm f2.8
- Thypoch Simera 28mm f1.4
- MFT Lumix 14mm f2.5



Z
 
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coole Idee und tolles Bild :) das 28er Thypoch habe ich auch und seit neuestem auch 35er davon, sind beides tolle Linsen.
Mein Favorit ist die 40er Brennweite
 
Kommentar
Ein Jahr ist sehr lang... da gehen dann auch viele Motive verloren - ich würde zunächst meine Limitierung auf einen Monat beschränken und dann ggfs. verlängern.

Die Q3 ist auch auf 28mm beschränkt, aber durch ihre 61MP, kann man 40-50-60mm durch Croppen simulieren. An einer 24MP-Z ist man dann quasi auf 28mm beschränkt.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Er macht ja nichts anderes, sondern nutzt bewusst die schiere Pixelmenge, um dann nicht gewolltes Drumherum abzuschneiden. Nichts anderes mache ich mit dem 500er, wenn ich auf DX umschalte und dann noch hinterher gezielt beschneide. Nur ist das eben so gar nicht das, was der TE im Sinn hatte, nämlich mit einem Bildwinkel wirklich auszukommen und nicht in der Post Production das "in loco" beabsichtigte Bild final zu erzeugen.
 
Lees
Lees kommentierte

Ok ok, mag sein so bei dir mit dem Tele .
Ich schneide ja auch bissl was ab in den von dir geschilderten Situationen.
Mir käme aber niemals in die Tüte schon so los zu ziehen, nach dem Motto - ist ja eh egal, biege ich hinterher alles am Rechner zurecht.
 
Christoph Blümer
Christoph Blümer kommentierte
Letztlich ist es in machen Fällen aber genau das, wenn man sich nicht wie der TE bewusst eine Aufgabe stellt und tatsächlich bewusst die Brennweitenlimitierungen auch fotografisch nutzt:

lö_DSK_2180_nff.JPG ==>> lö_DSK_2180_1_nff.JPG

Da ist von vornherein klar, dass es bei der Aufnahme nicht enger gefasst werden kann, also hält man mit maximaler Brennweite drauf und croppt, was der Sensor noch sinnvoll hergibt - der Zweck heiligt dann da eben die Mittel.
 
1
1bildermacher1 kommentierte
Ich werde im Sommer vsl. alte Armeestrassen in den Alpen befahren bis 3000m hoch. Fotogepäck nur eine Kamera und ein Objektiv. Alles sehr staubig aber trotzdem sollte es gut dokumentiert werden. Meine Ausrüstung ist die Fuji GFX 100II mit dem 30er (FX = 24mm). Da kann ich bestens croppen und die Z9 mit zwei Zooms bleibt zuhause.
 
Lees
Lees kommentierte


Wenn ich in unwegsamen Gelände unterwegs bin , nicht weiß ob ich den passenden Abstand zum Gestalten einhalten kann würde ich ein Zoom verwenden.
In deinem Fall sieht es wohl eher nach Dokumentieren aus, oder ?
Da sehe ich kein Problem ( hatte ich ja schon irgendwo geschrieben)
 
Ein Jahr ist sehr lang... da gehen dann auch viele Motive verloren
Wie sollten die Motive verloren gehen?
Das Motiv ist immer vor mir ob ich ein 50er oder 28er auf der Kamera habe.

Die Q3 ist auch auf 28mm beschränkt, aber durch ihre 61MP, kann man 40-50-60mm durch Croppen simulieren.
An einer 24MP-Z ist man dann quasi auf 28mm beschränkt.

Ich croppe so gut wie nie, ich versuche immer so zu fotografieren, dass ich eben nicht croppen muss.
So lernt man das Bild zu komponieren und bewusst zu sehen.

Einfach die Kamera in die Richtung des Motivs zu halten und sich dann den schönsten Ausschnitt
auszuschneiden ist für mich Knipserei und keine Fotografie.
 
2 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Anyhow, nur 28mm und dann für ein ganzes Jahr würde ich nicht durchhalten (wäre mir auch zu einschränkend und langweilig), bin gespannt, ob es bei Dir klappt.
 
dhm
dhm kommentierte
Wir sind mittlerweile Zoomversaut. Lichtschwäche und bequem. Vor der Zoomschwemme konnte ich in Festbrennweiten das aufzunehmende Bild zuordnen. Das waren idR. 20mm, 28mm 55mm Micro, 85mm und 200mm und klappte hervorragend.
Es entging auch kein Motiv.
Heute habe ich zwar auch Festbrennweiten aber sicher erst einmal Schwierigkeiten mit Motiv sehen und Brennweite zuordnen. Fähigkeiten verkümmen, wenn nicht genutzt.
Ich finde die Idee super und bin begleitend gerne mit dabei und gespannt auf die Ergebnisse.
 
Schönes Projekt mit schön ausgedehntem Zeitraum. Das abonniere ich doch gerne, vor allem wegen des Eingangsbildes. Und auch, weil ich mit 28mm mir nicht so richtig passen. Habe, alle 28mm, oder adäquat, hatte ich nie lange drauf gehabt. Es waren dann immer 35mm oder 40mm. Schon seit jeher. und vor mehr als 40 Jahren war ich sofort dabei, als Voigtländer ein 25mm Objektiv für das Rollei 135er Format herausgebracht hat.
 
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Lees
Lees kommentierte
Mir ist es auch so ähnlich wie du es beschreibst gegangen.
Wenn ich von der Brennweite 50 mm + komme, dann auf 28mm oder weniger wechsle hab ich schon mal Schwierigkeiten Szenen mit eben dieser Brennweite zu gestalten.
Es fordert die Wahrnehmung anders heraus , mehr im Sucher oder Monitor zu erfassen, mehr Dinge zu zuordnen um aus dem Gesehenen etwas ansprechendes zu machen.

Gruß, Stefan
 
Das erinnert mich an die Zeit wo sogar der Negativrand auf dem Bild sein musste. Das mit dem knipsen, das ist sehr überheblich denn dann sind
fast alle hier und auch bekannte Fotografen in deinen Augen nur Knipser ....
Ich wünsche Dir aber viel Spass damit und auch ich bin gespannt auf deine Bilder
Gruss Wolfgang

Dazu ein Lieblingsbuch von mir

 
1 Kommentar
Schattenmann
Schattenmann kommentierte
Das mit dem knipsen, das ist sehr überheblich
Das soll nicht überheblich sein, ist nur meine persönliche Meinung.
Ich persönlich empfinde das als Knipsen, weil ich mir vorher keine Gedanken machen muss über die Komposition.

Allerdings: wenn ich mal zufällig dem totgeglaubten Elvis Presley begegnen würde und er wäre ganz am Bildrand
weil ich zu aufgeregt war den richtigen Bildausschnitt zu wählen, würde ich natürlich auch croppen. ;)

PS: danke für den Buchtipp, kannte ich noch nicht.
 
Deine ersten drei Fotos gefallen mir schon mal sehr gut – und das ganze Projekt auch. Bin gespannt und hab's abonniert. (y)
Eine Frage noch: Bleibst du bei Schwarzweiß oder wechselst du da?
 
1 Kommentar
Schattenmann
Schattenmann kommentierte
Bevorzugt Schwarzweiß, aber es gibt auch manchmal Motive, die nach Farbe verlangen.
 
1 Jahr 28mm finde ich spannend und gar nicht limitierend.

1 Jahr 600mm wäre limitierend.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Nicht für den Wildlifer....
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Doch, auch (1) ist limitierend. Aber daher spannend!
 
Timotheos
Timotheos kommentierte

Du musst schon wieder hartnäckig eine Gegenposition einnehmen.
Ich finde den Gedanken, sich zu beschränken oder sonst welche Regeln einzuführen, nach denen man ein Jahr lang fotografiert, spannend und herausfordernd. Das ist sportlich. Viel Spaß!
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Eine Woche nur mit einer Festbrennweite habe ich schon häufiger gemacht und es schult ganz sicher den "fotografischen Blick". Einen ganzen Monat habe ich noch nie probiert, ein ganzes Jahr würde ich mir nicht antun und auch nicht durchhalten.

Das ist keine Gegenposition, sondern eine realistische Einschätzung meines Verhaltens - umso mehr bin ich gespannt, ob @Schattenmann das Jahr durchhält.
 
Haltestelle Köln Chorweiler

 
Schattenmann
Schattenmann kommentierte

Richtig aber als erstes entscheide ich als Fotograf mich dafür, weil ich es gut finde.
Bei den Betrachtern wird es immer welche geben, die dir sagen, dass sie es anders gemacht hätten.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Wer entscheidet denn ob 85mm besser passen als 28mm?

Das Bild - ein Portrait mit dem 85er ist meist "schmeichelnder" für den Portraitierten. Mit 28mm verschieben sich häufig Proportionen im Gesicht und meist ist das nicht besonders vorteilhaft, dafür bekommt man mehr Umgebung aufs Bild, wodurch eine zusätzliche Bildaussage entstehen kann. Wenn da aber keine Umgebung ist, nur eine weiße Wand, dann wäre ein 85er sinnvoller gewesen.
 
Lees
Lees kommentierte
Und wem versuchst du dies gerade zu erklären? 😬
 
Schattenmann
Schattenmann kommentierte

Das ist halt deine Meinung, ich sehe das anders.

Beispiel: kennst du den Portraitfotografen Platon?
Der fotografiert Portraits meist extrem weitwinklig vor weißer Wand, ist das deswegen falsch?

 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte

Kann man machen, da gibt es Fotos, die ich sehr gut finde
und andere, meist nur die Gesichter frontal, wo die Proportionen ungünstig sind.
 
Wie schon weiter oben geschrieben habe, beschränke ich mich auch schon mal für eine Woche auf eine Festbrennweite, meist ist es dann auch noch ein manuelles Objektiv.... aber einen Monat, oder gar ein Jahr habe ich das noch nicht geschafft und auch nicht gewollt.

Wer von den Kollegen hier, der den Schrank voller Objektive hat und mehrere Kameras besitzt, hat sich denn schon mal in den letzten Jahren auf nur eine Festbrennweite für einen Monat beschränkt und in dieser Phase keine andere Brennweite angerührt? - Ich vermute niemand hier.
 
1 Kommentar
Jürgen Kuprat
Jürgen Kuprat kommentierte
Doch, ich. Ich croppe dann aber auch nicht, sonst ist ja der Lerneffekt nicht gegeben. Wenn ich von vorneherein mit einer FB und dem Cropgedanken im Hinterkopf losziehe, kann ich genausogut ein Zoom verwenden. Das ist dann sogar noch besser, weil ich nachher keine Pixel wegschmeißen muss.
 
Warum nicht, viel Spaß und Erfolg mit Deinem vorhaben.

Im ersten oder zweiten Semester war das Fotografieren mit nur eine Brennweite als Aufgabe für ein Projekt durchaus üblich, allerdings nicht das ganze Jahr.
 
Kommentar
Es gab Zeiten da ersparte man sich als Jungspund eine Kamera mit einem 50er und überbrückte eine gewisse Zeit.
Heute entsteht bei einigen Panik und bei anderen eine bewußte Motivgestaltung und Erweiterung des Sehens. Bildaufbau, Perspektive, Dramatik.
Zeitreise. Ansporn an sich selbst etwas daraus zu machen.
Ein Jahr erscheint mir auch sehr lang.
Aber wenn ich mir die Motive und Themen von Schattenmann betrachte, könnte das mit dem 28er klappen.
 
Kommentar
Weiteres aus der Köln-Chorweiler Serie:





Bevor ein falscher Verdacht aufkommt:
Fotos wie dieses sind immer mit dem Wissen des Fotografierten gemacht.
Die meisten bekommen von mir entweder eine Spende, etwas zu Essen oder manchmal (je nach Wunsch) ein Fläschchen mit Prozenten.

.
 
2 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Das also ist dieses wunderschöne Köln von dem immer gesprochen wird
 
Schattenmann
Schattenmann kommentierte

Köln ist nicht die schönste Stadt, aber es ist meine Stadt.

Oder wie der Kölner sagt:
Et es wie et es.
 
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