Ich habe gelesen, dass dies hier ein altes Thema ist. Ich möchte trotzdem etwas dazu beisteuern, da ich glaube, dass es jedem selbst eine Möglichkeit eröffnet zu testen, der diese Kamera (oder eine andere) hat.
Um die Dynamik in etwa zu ermitteln, braucht man nur ein Stück weiße Pappe oder weißes Papier. Dies befestigt man an einer gleichmäßig ausgeleuchteten Stelle und parkt die Kamera auf einem Stativ davor. Nun nur noch auf die Objektgröße einstellen und los geht es. Man stellt ISO 100 ein (nicht ISO 50) und sucht sich bei Offenblende (z.B. f/1.4) die Belichtungszeit heraus, bei der gerade so das Zentrum des Bildes in die Sättigung läuft (Histogramm und später im Programm prüfen). Nun macht man sein erstes Foto. Danach wird die Belichtungszeit jeweils immer halbiert und man ist damit immer "ein Bit weiter" in der Dynamik. Ist man an's Ende der Belichtungsskala gestoßen, bedient man sich noch der Blende und macht diese jeweils eine Stufe weiter zu. Am Ende erhält man eine ganze Reihe Fotos, die jeweils ein Bit Dynamikabstand zueinander haben. Man prüft, bis zu welchem Bild sich noch Helligkeitsunterschiede ergeben (klappt nur zuverlässig in Entwicklungsprogrammen) und zählt so die möglichen Blendenstufen von strahlend weiß bis Nachtschwarz durch. Die Anzahl der Bilder minus Eins ergibt die Dynamik des Sensors. Ich bin so auf 14 Bit Dynamik gekommen bei der D750 und auch der D7200. Man muss natürlich RAW einstellen. Auch ist es sinnvoll, nicht die Picture-Control-Einstellung Standard zu verwenden, sondern "Ausgewogen". Die verschiedenen Profile haben zwar den gleichen Dynamikumfang, aber Standard läuft erstmal schneller runter zum Schwarz und ändert sich unten dann langsamer.
Viel Spaß beim Ausprobieren - und vorher die Bitbreite von 12Bit auf 14Bit stellen.