Bis auf die Kälte und den Duft von Stollen, der per Skype von Deutschland herüber zieht, erinnert nichts an die bevorstehenden Weihnachtstage. Eine Fähre bringt uns auf eine entlegene Insel der Cai Tu Long-Bucht. Mit ihren verstreut aus dem Meer ragenden, schroffen Kalksteinformationen bezaubert sie ähnlich wie ihre berühmte Schwester Halong. Sie blieb jedoch von Massentourismus und Kommerz bislang verschont. Es gibt ein einzelnes, verschlafenes Betonkaff, eine Handvoll Unterkünfte und Strom zwischen 17 und 22 Uhr.
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#14 Von der Halong-Bucht hatte ich mir viel erhofft, dieses Fleckchen Erde bietet Motive bis zum Abwinken. Doch leider ist das Licht so schlecht, dass ich fast keine Bilder mitbringe...
#15 Viele Vietnamesen können nicht schwimmen, umso erstaunlicher die Seetauglichkeit manches Untersatzes.
Am Ende des weitläufigen Strandes kann man das Ende der Welt sehen, ich schwörs‘. Und so schweifen unsere Gedanken sehnsüchtig ins ferne Thüringen, wo man sich gerade in der heimeligen Stube am reichlich gedeckten Tisch versammelt, die Geschenke unterm Weihnachtsbaum, Glühweinduft und Kerzenschein. Ein ganzes Jahr reisen kommt uns in diesem Moment doch furchtbar lange vor...
#16 Am Heiligen Abend.
Schon bald sind wir des süßen Nichtstuns überdrüssig, setzen wieder über auf das Festland und schlagen uns mühsame zwei Tage im „local bus“ bis an die nordöstliche Grenze zu China durch. Die pittoreske Landschaft setzt sich hier nahtlos fort, zwischen den steil aufragenden Felsen stürzen tosende Wildbäche durch die Schluchten. Der Ban Gioc-Wasserfall liegt am Grenzfluss zum roten Riesenreich und sieht aus wie das Vorbild für all die kitschigen Wandgemälde in Chinarestaurants.
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Mit dem Moped und weiter zu Fuß über matschige Reisfelder gelangen wir in entlegene Bergdörfchen. Erschrockene Kinder verstecken sich oder weinen gar bei unserem Anblick, steinalte Bäuerinnen zeigen ihre schroffen Hände und bitten um Medizin, Väter präsentieren stolz ihre Sippe.
#19 Die Zähne schwarz von Betelnuss. Die Färbung soll übrigens, anders als man vermuten könnte, Schutz vor Karies gewähren...
#20 Die Leute lutschen Unmengen süßes Zeug, kennen aber (noch?) keine Zahnbürsten, die Zeiten ändern sich eben schneller, als man sich darauf einstellen kann.
#21 Und auch das ist Asien, immer wieder (hier noch in Myanmar): die Toilette eines piekfeinen und entsprechend teuren Restaurants.
#23 Aber es ist ja nicht so, dass wir nicht gewarnt worden wären...
#24 Und wohin mit dem ganzen Abfall? Manche Hunde haben die Plastiktüten am Stück verschlungen, genauso taten es die Kühe in Indien und Ziegen in Laos.
#25 Die Köter waren nicht umsonst gut genährt, werden sie doch gefüttert, gehegt und gepflegt. In manchen Restaurants liegen sie gehäutet in der Auslage, Hundewurst schmeckt ein bisschen nach Leber... oder Plastik?
Das darf jetzt Häuschen nicht lesen.