DSLR Fehlkonstruktion? Welches Objektiv funzt wirklich?


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Anonymous

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Hallo Nikon-Fans und -Fachleute,

bin seit kurzem sehr (!) stolzer Besitzer einer D 70. Möchte hauptsächlich Macro-Aufnahmen (kleiner technischer Produkte) machen. Habe neben dem Body hierzu das neue SIGMA EX 105mm F2,8 DG Makro angeschafft. Ich bin (außer ein paar Erfahrungen mit einer Casio Digi-Cam) ein absoluter Anfänger. Hier meine Fragen:

1. Was haltete ihr von dem SIGMA EX 105mm F2,8 DG Makro - Objektiv? Hat jemand schon Erfahrungen gemacht?

2. Welches weitere Objektiv sollte ich mir anschaffen, um auch mal Aufnahmen von größeren Gegenständen und eventuell Personen aus kürzeren Entfernungen (in Räumen) machen zu können. (Weitwinkel?) (Preis-Leistung) Was haltet ihr dabei von den neuen SIGMA Objektiven 24-60mm F2.8 EX DG und EX 18-50mm F2.8 DC (Kennt man die schon?). Welches hat welche Vorteile. Habe sehr unterschiedliche Dinge über das Kit-Objektiv AF-S DX Zoom-Nikkor 18-70mm/3.5-4.5G IF-ED gelesen. Wollte dieses für alle anderen Fälle - außer Macro - kaufen. Ist scheinbar sogar günstiger als die neuen SIGMA's.

3. Hat mich der Artikel in der Color-Foto über Die AF-Probleme bei DSLR's derartig verunsichert. Besser doch ein Objektiv vom Hersteller der Kamera? Dann weiß man wenigstens an wen man sich wenden kann, wenn der Auto-Fokus daneben liegt.

4. Steckt die digitale Fotografie noch derartig in den Kinderschuhen, dass man (ein Fach-Journalist) solche Probleme erst jetzt bemerkt? (Obwohl er oder ein Kollege eine Ausgabe zuvor noch 35 Objektive an der D 70 ausgiebig getestet hat - und Kaufempfehlungen veröffentlich hat - sind diese davon nicht betroffen?) Ist DSLR wegen der technisch bedingten Eigenarten möglicherweise eine Fehlkonstruktion? Peinlich für die Hersteller! Oder nimmt man solche "Kleinigkeiten" billigend in Kauf - solange es sich verkaufen läßt?

Ich, jedenfalls, bin extrem verunsichert und auch ein bisschen sauer. Hätte ich lieber die Canon Pro1 mit den Lila-Rändern, der laaaangen Auuuuuslööööööse-Verzögerung und den Krümeln im Objektiv (die ich mal zum Testen hatte) nehmen sollen oder doch lieber noch ein paar Jahre mit dem Thema gewartet?

Vielleicht bin ich der einzige, den so ein komisches Gefühl beschleicht. Was sagen die anderen, die auch min. 1500 Euro sauer verdientest Geld investiert haben?

Bin auf eine angeregte Diskussion gespannt. Bitte vergesst dabei nicht meine Fragen 1 + 2.

Vielen lieben Dank
 
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A

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Hallo basic,

wenn man die CF liest, dann muß man sich einfach veräppelt fühlen. Allerdings von der CF, nicht von den Kameraherstellern. Erst die Dinger empfehlen, und dann den Käufern erzählen daß sie nicht funktionieren, das gehört sich einfach nicht.

Meine D70 fokussiert mit meinen vorhandenen AF-Nikkoren (2,8/24, 2/35, 1,8/85, 2,8/80-200) einwandfrei. Mit meinen Sigmas (18-50, 55-200, 100-300, 70-300 APO, 7,1/500 APO) fokussiert das Gerät ebenfalls genau. Lediglich beim Sigma 12-24 gibt es ein Problem mit dem AF bei Einstellung auf 12mm. Das Objektiv ist bei Sigma, und die werden den Fehler beseitigen.

Meine Erfahrungen bestätigen also den CF-Artikel nur insofern, daß es mal ein defektes Objektiv geben kann das ein AF-Problem verursacht. Daß es mal ein defektes Teil geben kann ist doch aber eine Binsenweisheit für die es den effekthaschenden Artikel nicht gebraucht hätte.

Also laß Dich einfach nicht verunsichern. Die DSLR aller Hersteller haben doch den gleichen AF wie die letzte Generation der analogen SLR. Warum soll das denn plötzlich nicht mehr funktionieren?

Zu Deiner Frage 2: Du solltest ein echtes Weitwinkel in Erwägung ziehen. Vergiß den Cropfaktor nicht. 24 oder 18mm sind mir für Innenräume nicht weitwinkelig genug. Denk mal über 12-24mm nach. Das Sigma ist recht gut (wenn's denn richtig funktioniert, aber das läßt sich ja austesten), aber es ist ein Riesenklotz. Das Nikon hat den Ruf noch ein wenig besser zu sein, aber leider drückt sich das auch im Preis aus.

Grüße
Andreas
 
F

Firelighter

Unterstützendes Mitglied
Hiho!

1. Hab das Sigma-Objektiv auch vor kurzem erstanden und bin von der Qualität sehr beeindruck: scharfe, knackige Bilder, gerade im Macro-Bereich ein echtes Preis-/Leistungsschnäppchen (Oehling € 299.-)

2. Wenn du es gut und billig haben willst, besorg dir das Nikon 50/1,8 oder 50/1,4 - damit sind schon ziemlich gute Portraitfotos möglich. Die Sigmas kenn ich leider nicht.

3. Kenn ich den Artikel von Color-Foto nicht, aber ich persönlich lasse mich auf keinem Fall von einer Zeitung verunsichern, vor allem wenn ich selber diese Erfahrung nicht machen konnte. Wichtig ist die Praxis, nicht was passiert, wenn man zufällig an einem Donnerstag um 14.30 Uhr einen Zug fotografiert, der vor einer Wand fährt. (Beispiel).

4. Hatte früher eine analoge SLR und bin von DSLR nicht enttäuscht. Die D70 ist schnell, speichert in annehmbarem Tempo in guter Qualität. Gute Fotos musst du natürlich selber machen...
 
A

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Hallo AndreasH,

freue mich, dass du den Widerspruch auch erkennst. Aber ich glaube nicht, dass da von defekten Objektiven gesprochen wird, sondern von einem allgemeinen systembedingten Problem, das je nach Kamera-Objektiv-Kombination unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Und das macht die Objektiv-Suche ja zum reinen Glückspiel.

Besonders interessant ist noch eine Auszug aus der Stellungnahme von Nikon in dem Artikel - der übrigens unter Digitalkamera.de kostenlos als PDF unter der Headline Hokus Fokus zur Verfügung steht. Nachdem das Problem erstmal auf die Fremdhersteller geschoben wird kommt man dann zu folgender Erkenntnis (Zitat)

“Die Einstellgenauigkeit der modernen Nikon D-SLR-Kameras und Nikkor-Objektiven ist keineswegs schlechter als bei den analogen SLR-Kameras. Jedoch verfügt der Kunde in der Digitalfotografie durch die leichten und extremen Vergrößerungsmöglichkeiten natürlich über andere Kontrolloptionen als in der Vergangenheit und mit den Internetforen über andere Plattformen des Erfahrungsaustauschs.”

Heisst das denn: Das war schon immer so - aber keiner konnte es bisher sehen. Geschweige denn sich darüber austauschen. Dank der modernen Technik inkl. des Internets ist das gottseidank möglich. Warum aber benutzen die Hersteller nicht selbst die modernen Techniken und bauen etwas das zusammenpasst. Statt einer SLR (deren Präzision ja bisher nicht so zu kontrollieren war) einfach nur einen Chip einzubauen und ein D vor den Namen zu stellen? Wenn das Labor der CF so etwas festellen kann, sollte doch der Kamera-Hersteller (und auch der böse Fremdhersteller) erst recht schon lange so etwas messen können und sollen. Oder nicht? Mal sehen, wie das weitergeht.

Danke für deine Objektivtipps. (Weiss leider nicht, (bin, wie gesagt noch Laie) was der Cropfaktor ist - aber das kann man ja heutzutage herausfinden.) ;-) Werde vielleicht noch die Photokina abwarten.

Lieben Gruß
 
A

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Hallo Firelighter,

vielen Dank für deine Tipps. Offenbar haben wir aber nicht das gleiche Objektiv. Meines hat den Zusatz DG und ist laut Sigma eine Neuentwicklung die an die speziellen Belange für DSL's (ist wohl das Nachfolgemodel) angelehnt ist Man kann das an der durchgängigen Riffelung erkennen). Aber auch deins wurde schon in der vorletzten CF als Kauftipp für DSLR's gehandelt. Was man davon neuerdings halten soll, ist weiterhin unklar. Dieses DG bekommt man nicht unter 400 Euronen. Ich habe 450 in einem Fotofachgeschäft bezahlt. Aber wenn deins schon so gut ist, kann man ja hoffentlich davon ausgehen, das bei SIGMA die Entwicklung eher nach vorne geht. (Wie schon weiter oben erwähnt, findest du den CF-Artikel über die neu entdeckten AF-Probleme unter Digitalfotografie.de als PDF)

Jetzt noch mal an alle:

1. Wer kennt (oder besitzt) das EX 105mm F2,8 DG Makro von Sigma und hat damit schon Erfahrungen?

2. Welches Weitwinkel-Objektiv (eventuell auch speziell für DSLR) gibt es und welche Erfahrungen habt ihr damit)

Vielen Dank nochmal



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UweFlammer

UweFlammer

NF-F Premium Mitglied
Re: RE: DSLR Fehlkonstruktion? Welches Objektiv funzt wirkli

“Die Einstellgenauigkeit der modernen Nikon D-SLR-Kameras und Nikkor-Objektiven ist keineswegs schlechter als bei den analogen SLR-Kameras. Jedoch verfügt der Kunde in der Digitalfotografie durch die leichten und extremen Vergrößerungsmöglichkeiten natürlich über andere Kontrolloptionen als in der Vergangenheit und mit den Internetforen über andere Plattformen des Erfahrungsaustauschs.”
Genau so ist es!

Heisst das denn: Das war schon immer so - aber keiner konnte es bisher sehen. Geschweige denn sich darüber austauschen. Dank der modernen Technik inkl. des Internets ist das gottseidank möglich.
Auch früher hat jeder, der es sehen wollte, die Unterschiede zwischen einem guten und einem schlechten Objektiv gesehen. Nur war die Masse der Anwender so gepolt, dass sie zwar z.B. eine Nikon gekauft hat, denn eine Kamera vom Profiausstatter musste es ja schon sein, dann aber billigste Fremd-Scherben dazu und anschließend die Urlaubsbildchen auf 10 x 15 im DM-Markt entwickeln lassen. Und die Bilder waren ja eigentlich ganz gut, obwohl jeder, der genau hinsah, auch da schon die Mängel der Billigobjektive sehen konnte.

Jetzt haben die Leute D-SLR von Nikon und zuhause einen PC mit großem Bildschirm und nun können sie die Mängel ihrer Fremdscherben nicht mehr übersehen. Und nun sind die bösen Objektivhersteller schuld, denn deren Objektive sind nicht geeignet für Digitalkameras. Irrtum: deren Objektive sind für gar nichts geeignet. Weder für analog noch für digital und zum Fotografieren schon gar nicht. Aber der Objektivhersteller ist gar nicht böse, er ist nur billig. Billig muss er sein, denn Geiz ist geil, wir sind doch nicht blöd, oder?

Warum aber benutzen die Hersteller nicht selbst die modernen Techniken und bauen etwas das zusammenpasst. Statt einer SLR (deren Präzision ja bisher nicht so zu kontrollieren war) einfach nur einen Chip einzubauen und ein D vor den Namen zu stellen? Wenn das Labor der CF so etwas festellen kann, sollte doch der Kamera-Hersteller (und auch der böse Fremdhersteller) erst recht schon lange so etwas messen können und sollen. Oder nicht? Mal sehen, wie das weitergeht.
Die Präzision einer SLR lässt sich in der Fertigung bzw. in der Werkstatt problemlos kontrollieren. Und natürlich kann man Kameras und Objektive so herstellen, daß die Bilder perfekt scharf, verzeichnungs-, reflex- und schleierfrei sind und wunderbare Farben aufweisen. Aber das kostet halt eine Kleinigkeit. Jeder Kamerahersteller hat Kameras und Objektive im Portfolio, die ansprechende Leistungen bringen. Aber das sind nicht die Billigheimer. Merke: You get what you pay for!

Grüßle
Uwe
 
Marv

Marv

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picture it

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Unterstützendes Mitglied
Hallo,

ich habe heute selber ein Tamron 28-75 Di (heißt soviel wie extra für Digital SLR gemacht) eingeschickt, da die Schärfe bei der D1 H und D2 H nie stimmt.
Aussage von Tamron:
1. Wir kennen das Problem.
2. Wir können es beheben.
3. Fehler tritt bei D SLR stärker auf als bei Analog.
4. Nikon ist weniger problematisch als Canon.

Schauen wir mal.

Gruß
p.
 
Dirk-H

Dirk-H

Unterstützendes Mitglied
Ich hatte am Wochenende das Af-Nikkor 1.8/50mm vor der D70 - eine angenehm leichte Kombination!
Wenn die Dame auf den Fotos einverstanden ist, stelle ich vielleicht mal eins der Bilder hier rein...
 
Christopher

Christopher

NF-F Premium Mitglied
Hallo basic,

Meine D70 fokussiert mit meinen vorhandenen AF-Nikkoren (2,8/24, 2/35, 1,8/85, 2,8/80-200) einwandfrei.
Hallo Andreas,

hab eine Frage an dich, ich hab genau diese Objektive zur Zeit an einer F4 und da funz die ja einwandfrei. Sind aber alles non-D Objektive, bei dir auch ?

Gruss Stoffel_Hessen
 
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