Digitale Fotos mit s/w Nachbearbeitung


vonFlake

Unterstützendes Mitglied
Hallo allerseits,

Ich habe ein grosses Anliegen an alle s/w Fans im Forum. Ich habe bereits einige Erfahrung mit s/w Emulatoren gemacht z.B. AndyPro - ein Bibble Plugin bzw. das Alien Skin s/w bzw. Color Labor Exposure 2 für Fotoshop CS3. Meine Frage ist an euch: bekommt Ihr mit diesen Programen annähernd die Qualität eines analogen s/w Photos oder mit welchen Methoden Programmen / plugins arbeitet Ihr? Ich habe alten Minolta sr (analog) s/w aufgenommen und verglichen. Ich hatte den Eindruck dass die Qualität sich nicht im entferntesten mit meinen s/w nachbearbeiteten Digital Bildern messen kann. Habt Ihr Geheimtipps? Ich habe im Forum bereits einige s/w arbeiten gesehen, die Ihren Charm hatten und ganz schön was hermachten. Wie kommt ihr auf diesen Ergebnisse? Ich will prinzipiell kein analog digital Diskussion lostreten sondern viel eher einen Erfahrungsaustausch in den Techniken der Nachbearbeitung bezüglich s/w.
 
P

PeterKn

Guest
Hallo Flake,

PS CS3 hat doch jetzt selber ein sehr schönes Modul für die Bearbeitung von SW-Bilder, damit sind sogar Fotos à la Ansel Adams möglich :).

Vielleicht ist dieses Buch für Dich interessant:

Digital fotografieren Schwarz-Weiß, Schritt für Schritt zum Superbild! Verlag Markt und Technik. ISBN 3-8272-4059-X.

Bei EDV-Buchversand habe ich dieses Buch für EURO 9,99 bekommen (Sonderangebot).

Herzliche Grüße
Peter
 
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H

Harald

Guest
Hallo,
habe mich einmal mit Nikon NX und der darin enthaltenen SW-Konvertierung befasst, nicht schlecht das Ganze, aber ich bleibe beim Kanalmixer in PS 2, die gängigen Farbfilter für SW kann man sehr gut mit farbigen Ebenen simulieren.

Harald
 
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vonFlake

Unterstützendes Mitglied
danke für eure schnellen Antworten. Eure Tipps klingen sehr spannend. Den Photoshop Kanalmixer habe ich wohl in Punkto s/w unterschätzt.
Werd mich wohl damit nocheinmal genauer befassen. Ich war bisher mit dem Verlauf der Grausufen sehr unzufrieden gwesen. trotzdem meine Display 1900x1200 Auflöst (was jetzt kein primäres Kriterium ist, ich weiss) sehen manche s/w Nachbearbeitungen einfach nur pixelig-synthetisch aus und strahlen überhaupt nichts aus. Ich werds mal mit dem cs3 bw kanalmixer weiterversuchen.

@Harald
danke für diesen Tipp, werde Lightzone mal unter die Lupe (Linse) nehmen :)
 
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nikkor440

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
per PS Kanalmixer
Kanalberechnung und
Lab-Farb-Modus solltst Du doch hinkommen. Auch im
letzten ct-special 01/08 gute Tips mit DVD zum
SW-Thema. Gruss Axel
 
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afx

Unterstützendes Mitglied
bekommt Ihr mit diesen Programen annähernd die Qualität eines analogen s/w Photos oder mit welchen Methoden Programmen / plugins arbeitet Ihr? Ich habe alten Minolta sr (analog) s/w aufgenommen und verglichen. Ich hatte den Eindruck dass die Qualität sich nicht im entferntesten mit meinen s/w nachbearbeiteten Digital Bildern messen kann.
Was konkret ist denn Dein Problem. Qualität in welcher Hinsicht?

Ich hab früher nur Farbdias gemacht und bin jetzt mit AndyPRO sehr glücklich.
Ansel hilft manchmal wenn's sein muß (um eben die Kurven dahin zu bekommen wo ich sie haben will) und natürlich Tony.

cheers
afx
 
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vonFlake

Unterstützendes Mitglied
Was konkret ist denn Dein Problem. Qualität in welcher Hinsicht?

Ich hab früher nur Farbdias gemacht und bin jetzt mit AndyPRO sehr glücklich.
Ansel hilft manchmal wenn's sein muß (um eben die Kurven dahin zu bekommen wo ich sie haben will) und natürlich Tony.

cheers
afx
AndyPro liefert gute Ergebnisse daran gibts nichts zu auszusetzen - ein tolles Plugin. Ich vermisse nur diese weichen übergänge der der Graustufen und die stimmigen warmen inanderfliessenden Kontraste. Mit den Plugins wie AndyPro kann ich zwar gute Effekte erzielen, aber ich komme nicht auf diesen weichen hervorhebungen und gleichzeitig schattigen und lichten übergänge die sich tausend feinen samtigen Grautönen über die Haut eines Motivs legen. Diesen Tein hab ich nur bei analogen Fotos, mit so richtigen fliessenden übergängen geraden bei Haaren Licht Reflexionen. Haare z.B. finde ich nach der s/w emulation viel zu hart abgestuft, egal mit welchem Kontrast oder Belichtung. Technisch ist es vielleicht perfekt aber so vollkommen leblos. Ich bin aber auch noch kein Meister im Nachbearbeiten. Übrigens: mit den Ergebnissen der Farbfotos bin absolut zufrieden mit diesen Tools.
 
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afx

Unterstützendes Mitglied
Hmm, ok ich bin mehr auf hartes SW aus, da is es einfacher....
Was bei AndyPRO sehr subtile Änderungen erlaubt sind die Latitude Regler für Film/Papier. Sind die Filme die Du in der Minolta hattest in der Emulationsliste mit drin?
Hast Du schon mal probiert initial ohne Papieremulation, sondern nur mit Filmemulation zu arbeiten?

cheers
afx
 
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vonFlake

Unterstützendes Mitglied
Hmm, ok ich bin mehr auf hartes SW aus, da is es einfacher....
Was bei AndyPRO sehr subtile Änderungen erlaubt sind die Latitude Regler für Film/Papier. Sind die Filme die Du in der Minolta hattest in der Emulationsliste mit drin?
Hast Du schon mal probiert initial ohne Papieremulation, sondern nur mit Filmemulation zu arbeiten?

cheers
afx
yep, das hab ich schon ausprobiert. Ich glaube es ist einfach ein anderes Arbeiten mit s/w im digitalen bereich. Ich glaube man kann einiges machen was die Grenzen der analoge Frotografie um Welten sprengt, aber man kann glaube nicht alles was diese Technik geboten hat herüberholen, kommt mir zumindest so vor.
 
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pbhq

Unterstützendes Mitglied
Ich habe ein grosses Anliegen an alle s/w Fans im Forum. ...mit welchen Methoden Programmen / plugins arbeitet Ihr?
Das VirtualPhotographer-Plugin (Freeware) von OptikVerse Labs (.com). bietet zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten, die ich schon ab und zu genutzt habe, allerdings eher um Bilder im Uralt- bzw. braun/gelblichem Look zu erzeugen.

Bei den Color Efex Pro Filtern für CNX ist ebenfalls der ein oder andere Filter an Bord, aber da habe ich noch nicht allzuviel mit gespielt. Interessant ist hierbei nur, die Filter gleich an den 12/14bit-RAWs anwenden zu können. Allerdings geht das auch ohne Probleme über den internen TIFF-Export und dem automatischen Starten von PS aus CNX heraus.
 
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vonFlake

Unterstützendes Mitglied
Ich möchte mich nochmal herzlich für euro Antworten bedanken.

@G.Laymann
Lightzone hat für mich alles was ein EBV Tool braucht. Es ist Handhabung wie auf mich zugeschnitten. Ich intuitiv damit sofort super Ergebnisse bekommen und das Handling der Software ist ein Traum. Ich werde warscheinlich kaum mehr mit einer anderen Software arbeiten, da ich durch diese Software wieder den Spass am Nachbearbeiten für mich neu entdeckt habe. Tausend Dank für diesen super Tipp

@pbhq
super Sache für Spezialeffekte. Kann sich durchaus mit den Plugins die ich bis jetzt probiert habe messen. Darauf werde sicher noch eine Stunden auf verwenden um alle Möglichkeiten zu erschliessen. Danke auch für diesen Tip!
 
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Overland

Unterstützendes Mitglied
Also ich arbeite ausschliesslich s/w und zwar mit Capture NX. Komme damit zwischenzeitlich gut klar. Ich denke, dass die EBV-Software heute nicht mehr der springendste Punkt ist (eine gute RAW-Entwicklungs vorausgesetzt). Ganz entscheidend sind neben gut belicheten RAW-Aufnahmen nicht nur ein kalibrierter Monitor und ein guter s/w-Workflow auf EBV-Ebene, sondern vor allem auch das ganze Printmanagement: Ohne gescheiten Drucker, gutes Papier und korrekte Einstellungen läuft gar nichts. Tonalität und Schärfe entsprechen bei mir bis zu einer Grösse von A3+ zwischenzeitlich fast schon den Ergebnissen, die ich früher mit der Grossformat-Kamera realisierte. Nur das alte Barytfeeling will sich nicht recht einstellen. Alles andere stimmt für mich aber bestens.
 
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PeMax

Nikon-Clubmitglied - NF-F "proofed"
... Ich vermisse nur diese weichen übergänge der der Graustufen und die stimmigen warmen inanderfliessenden Kontraste. Mit den Plugins wie AndyPro kann ich zwar gute Effekte erzielen, aber ich komme nicht auf diesen weichen hervorhebungen und gleichzeitig schattigen und lichten übergänge die sich tausend feinen samtigen Grautönen über die Haut eines Motivs legen. .....
Ich denke, dass hier die Digitalfotografie ihre Grenzen hat - mittlerweile hat man zwar schon viele relativ feine Abstufungen, aber es sind halt doch Abstufungen, während die Analogfotografie im Vergleich stufenlose Helligkeitswerte liefert.... (ein Film kann ja auch an jeder beliebigen Stelle jeden beliebigen hell/dunkel-Wert abbilden, beim Digitalbild liegt eine feste Punktmatrix zu Grunde).
 
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rstobbe

Sehr aktives Mitglied
.... (ein Film kann ja auch an jeder beliebigen Stelle jeden beliebigen hell/dunkel-Wert abbilden, beim Digitalbild liegt eine feste Punktmatrix zu Grunde).
Das stimmt so nicht, ab einem bestimmten Vergrößerungsmaßstab reißen Dir die Tonwerte auf und Du siehst Deine Punktmatrix sehr deutlich, nur dass es im Falle von Film eben dann keine feinen Abstufungen mehr sind, sondern genau zwei Werte, Silber und nicht Silber.

Das Problem ist doch das folgende, auch wenn wir aus beidem Bilder machen, so handelt es sich doch bei einem Sensor und bei Film um verschiedene Medien. Wir sollten aufhören mit dem einen Medium das andere nachzustellen und lieber eines jeden Mediums Stärke entsprechend nutzen. Damit will ich sagen, schau nicht zurück sondern nach vorne. Man kann auch mit einem digitalen Workflow SW-Bilder produzieren die Tiefe haben und lebendig sind. Aber dabei sollte man sich weniger an dem orientieren was vorher war, sondern herausfinden, wie man die Stärken des Sensorbildes gewinnbringend für sich einsetzt. Das hat früher in der traditionellen Photographie Erfahrung benötigt und entgegen allen Bekundungen, dass digitale Photographie alles leichter macht, erfordert EBV eben auch ein hohes Maß an Erfahrung. Für jedes Bild neu.

Grüße
-- Rüdiger
 
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PaddyG

Unterstützendes Mitglied
Kurze Frage,
sind die Bilder die Du sw bearbeitest .jpg oder RAW dateien? ich hab gehört das es einen großen unterschied in den möglichkeiten bei der sw bearbeitung geben soll. bei RAW gibt es da wie sonst auch mehr möglichkeiten...

Falls ich müll rede.....bremst mich.....bin noch einsteiger/anfänger!
 
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afx

Unterstützendes Mitglied
Kurze Frage,
sind die Bilder die Du sw bearbeitest .jpg oder RAW dateien? ich hab gehört das es einen großen unterschied in den möglichkeiten bei der sw bearbeitung geben soll. bei RAW gibt es da wie sonst auch mehr möglichkeiten...
AndyPRO ist ein Bibble Plugin und arbeitet damit üblicherweise auf den raw Files, ich hab aber keine Ahnung wo in der Pipeline.
AlienSkin ist ein Photoshop Plugin und kommt in PS nach ACR.

Wenn Du bei beiden ein NEF als Input hast, dann arbeiten die Plugins auch auf 16Bit Daten, was oft zu besseren Resultaten führen kann als auf 8bit Daten wie in 'nem JPG rum zu wurschteln.

cheers
afx
 
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PaddyG

Unterstützendes Mitglied
dann lag ich ja mit meiner oberflächlichen bemerkung gar nicht so verkehrt oder?
 
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afx

Unterstützendes Mitglied
dann lag ich ja mit meiner oberflächlichen bemerkung gar nicht so verkehrt oder?
Das liegt in dem Fall nicht an raw oder nicht raw sondern an 16 bit/Kanal vs. 8Bit Kanal. Wenn Du erst im Konverter ein 16Bit tiff erzeugst und das dann mit den Plugins weiter bearbeitest dürfte das auf das gleiche raus kommen.

cheers
afx
 
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V

volkerm

Guest
dann lag ich ja mit meiner oberflächlichen bemerkung gar nicht so verkehrt oder?
Ich denke, daß das "Problem" woanders zu suchen ist. Ein Bild vom S/W Negativ sieht von den Tonwertverläufen anders aus als ein Digitalbild, egal ob RAW oder JPG.
Wenn man die S-förmigen Dichtekurven von Film mit dem sehr perfekten, linearen Verhalten der Sensoren vergleicht ..... wenn man berücksichtigt, daß man bei Analog-SW mit Negativen arbeitet und digital mit Positiven .... dann erklärt das vielleicht einen Teil davon.
 
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