Digital vs. Analog

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Werner Gilliam

Guest
Digital vs. Analog
:steine: Richtig gelesen! Möchte mal eine Disskusion anstoßen, die hier im Forum wie ein „heißes Eisen“ vermieden wird, weil sie angeblich schon bis zum Umfallen geführt wurde. „Fruchtlos“!, versteht sich!

Sorry Leute, ich bin da ganz anderer Meinung. Ich glaube absolut nicht, das dieses Thema tatsächlich einmal „ausdiskutiert“ wurde. Verteidigungsschlachten aus eingegrabenen Stellungen, ja! Aber Wertfreie, Ergebnisoffene gemeinsame Recherche?

Wenn es möglich wäre, einmal über dieses Thema zu Reden, OHNE aus der Defensive zu argumentieren, könnten nach meinem Dafürhalten noch etliche interessante Aspekte ans Tageslicht kommen, die im Laufe der bisherigen „Hitzigen“ Diskussionen kaum eine Chance hatten, und genau diese könnten höchst interessant sein.

Fragen, die für mich nie richtig geklärt wurden sind z.B.

Welche fotografischen Bereiche sind besser mit der einen oder anderen Technik zu bewältigen?
Gibt es Fotofreunde, die permanenten Frust erleben, weil sie u.U. mit dem für sie falschen Medium hantieren?
Sind Unterschiede wahrnehmbar, die sich a) nur auf dem Bildschirm, oder b) nur auf Prints feststellen lassen?

Sicher hat hier der Eine oder Andere noch Fragen im Gepäck, deren Beantwortung wahrscheinlich mehr Forumsteilnehmer interessieren, als man sich vorzustellen vermag.
 
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Hallo

als Hobbyknipser, der hauptsächlich Dias macht und nur ein begrenztes Budget hat, sehe ich nicht dass Digital mir da auf absehbare Zeit einen für mich finanzierbaren Ersatz bieten kann.
Trotzdem stehe ich der digitalen Entwicklung aufgeschlossen gegenüber und verfolge sie mit Interesse.

Gruß

TG
 
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Hallo,

nachdem ich seit rund 5 Jahren Digitalfotografiere (coolpix 775 später D50)
habe ich seit 2 Wochen auch eine F65.
Mittlerweile stelle ich fest das auch Analog durchaus seine Vorteile in der Praxis hat. So gehen meine Frau und ich heute Abend auf eine Feier und die Gastgeberin hat keinen PC hier werde ich sehr wahrscheinlich mit Film arbeiten.
Für die Zukunft werden die D50 und die F65 sich sehr gut ergänzen da man so immer von Fall zu Fall entscheiden kann ob Digital oder Analog.
Meine Ausrüstung passt fast komplett (nur ein DX-Objektiv nicht) auf beide Bodys besonders gefreut hat mich das der Blitz (Sigma 500 Super) einfach von TTl BL (iTTL) auf TTL umstellbar ist und auch mein Nikon AF-S 70-300mm VR gut auf der F65 funktioniert. Der Winkelsucher klappt sowieso und beim Nikon 50mm 1.8 und Sigma Makro 105mm 2,8 war sowieso klar das es geht.

Ich habe nun schon einen Batteriegriff an die F65 geschraubt und warte nur noch auf ein ersteigertes Nikon 28-70mm 3,5-4,5 als Standardobjektiv für meine F65.

Von Grabenkriegen halte ich eh nichts weder Marke N... gegen Marke C... noch Analog gegen Digital, denn ich glaube niemand hat sich je durch solche fruchtlosen auseinandersetzungen auch nur 1mm nach vorne bewegt geschweige denn bessere Bilder gemacht.

In diesem Sinne,

Gruss

Patrick
 
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Ich kann selbstredend nur für meinen Part reden.

dongil schrieb:
Welche fotografischen Bereiche sind besser mit der einen oder anderen Technik zu bewältigen?

Samtene Hauttonwiedergabe war von jeher das analoge Markenkennzeichen schlichtweg. Digitalerseits erfordert dies eine verstärkte EBV im Nachgang. Die eigentliche Herausforderung ist IMO nur noch MF und größer. Etwas anders gestaltet sich die Sache allerdings bei Schwarzweiss und gekonnter analoger Aufbereitung.

dongil schrieb:
Gibt es Fotofreunde, die permanenten Frust erleben, weil sie u.U. mit dem für sie falschen Medium hantieren?

Ich für meinen Part nicht. Duka usw. existieren zwar noch, aber ...


dongil schrieb:
Sind Unterschiede wahrnehmbar, die sich a) nur auf dem Bildschirm, oder b) nur auf Prints feststellen lassen?

Kommt natürlich a. auf das Filmformat bzw. dessen Digitalisierung und b. die verwendete Digi an. Eine pauschale Aussage hängt von vielen Faktoren ab, die von Fall zu Fall deutlich variieren können.



Egal wie, es war schon immer eine Kunst Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen. Objektiv dürfte dies jedenfalls kaum möglich sein, da die jeweiligen Ineressen bzw. Fertigkeiten recht unterschiedlich gelagert sein dürften.
 
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Beruflich kommt es auf Geschwindigkeit und Preis bei mir an - da ist DIGITAL nicht zu schlagen.

Der Kunde will Daten und keine Dias oder Vergrößerungen.
Daten - und zwar sofort.

Ich komme vom Termin und kann die Rechnung schreiben - die Ware hat der Kunde schon.


Vor Jahren gab es Grabenkriege zwischen den unterschiedlichen Filmfreunden.
Agfa, Kodak, Fuji usw.

Der gefeierte KODACHROME, es gab Fotografen, die haben große Mengen "Ihres" Filmes noch schnell gekauft.


Frage der Technik? - Die großen Digis sind selbst dem MF schon überlegen.
Von der Ersparnis bei Film und Chemie bei großen Produktionen ganz zu schweigen. Ergebnis steht - ich kann weiter, oder im Studio umbauen.

Frage des Gefühls? - Aber ja!!!!!!
Meine Rollei 6x6 - dieses satte Auslösen, mit meinem Agfapan 100, meinem Entwickler, meinem Papier.

Was für Tonwerte!!!! Was für eine Gefühlswelt in so einem Bild - auch für den fremden Betrachter.


Das ist der Unterschied.

Macht ein paar hübsche Fotos. - Holgi
 
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Hi,

nach gut 25 Jahren analogen Fotografierens, dann 5 Jahren Foto-Pause, bin ich vor einem Jahr mit der D200 wieder ins fotografische Berufsleben zurückgekommen.
Ich sehe für mich keinen Grund mehr, analog zu fotografieren.

Pro Digital:
- geringere Materialkosten
- schnellere Verfügbarkeit
- kein Gehampel mit Farbtemperaturen
- Weißabgleich als Gestaltungsmittel (statt einer Ladung Filter)
- technische Bildqualität
- redundante Archivierung (zwei Festplatten im Büro, eine zuhause)
- wenn man die passende Software gefunden hat, ist es saubequem.

Pro Analog:
- geringere Gerätekosten
- Schwarzweiß ist eine eigene Sprache und nicht eine Option für "danach".
- Filmcharakteristiken
- irgendwie war mir ein Leuchkasten voll Dias lieber...

Bei den Vergleichen stelle ich plausible Paare zusammen. Z.B. ein 100ASA KB-Dia oder Negativ und eine gängige DSLR, z.B. D200.

Wenn ich meine mit 1000 ASA mit der D200 gemachten Konzertbilder anschaue und mit einem 1000er Colornegativfilm vergleiche, dann ist die D200 vorne.

Das man mit einem 8x10 inches Dia auf Fujichrome Velvia, gescannt in einem HighEnd-Scanner jedes Digitalrückteil versägen kann, ist klar, aber zu welchen Kosten und welchem Zweck?

Archivierung: Klar, meine Dias und Negative, gelagert in museumsgetesteten Mylar-Hüllen und Kartonboxen werden in 20 Jahren noch immer da sein. Wenn nicht der Keller vollläuft oder das Büro ausbrennt...

Um meine JPEGs und NEF- Dateiein in 20 Jahren noch zu nutzen, muss ich am Ball bleiben, und umkopieren und ggf. umrechnen. Dafür gibt es Tools oder es wird sie geben.

Bisweilen nerven mich die Rechenzeiten- dann stelle ich mir, dass ich in der gleichen Zeit noch nicht mal auf dem halben Web zum Fachlabor gewesen bin.

Und die lieben Kunden: Früher hat man Overtime im Fachlabor bezahlt und den Kurier zum Kunden gejagt, um eine Woche später die Dias mit einer Kaffeetasse darauf auf dem Tisch des Art Directors liegen zu sehen.
Heute lädt man über Nacht den Kram per FTP auf den Server des Kunden, um die Deadline zu halten. Der Kunde ruft dann vier Tage später an, um zu fragen wo die Bilder bleiben. Nee, auf den FTP-Server schaue er nicht täglich...

Heute kann einem die CF-Card abkacken, früher hat der Laborant die E6-Filme in die C41-Maschine gehängt...

Auch klar: eine Leica M7, eine Nikon F3 HP, eine Sinar p2 und ein fetter Durst Laborator sind haptisch und technisch sexier als ein fetter Rechner und ein Tintenpisser auf dem Schreibtisch.

Fazit: Wenn ich nach der rationellsten Möglichkeit suche, möglichst gute Fotos zu machen: Digital.

Grüße
Christian
 
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Hallo Werner,

ich denke mal, dass es auch sehr darauf ankommt, "aus welcher Fotografie-Vergangenheit" man stammt. Jemand, der lange Jahre, vielleicht sogar auch noch intensiv, Dias fotografiert hat und tolle Projektionsmöglichkeiten sein eigen nennt, wird sich erstmal schwer für (jetzt verfügbare und preislich interessante) Beamer begeistern können.
Jemand, der "sein/ihr" Vergnügen aus der Dunkelkammer- Laborarbeit ziehen kann, mag sich vielleicht nicht mit der Photoshop-Schiene anfreunden.

Manch einer hat sich sicher mit seinen Gewohnheiten einen "Workflow" mit vorhersehbaren Ergebnissen zugelegt, den er nun nicht schon wieder mit neuen Umgebungen ersetzen will. Dazu gab es vor einigen Wochen/Monaten hier im Forum einen interessanten Artikel, ich finde ihn jetzt allerdings nicht ad hoc. Darin ging es um das Thema selbst drucken versus Fachlabor.

Eine ganze Reihe "heutiger" digital hantierender, oft auch junger Fotografen, ich beschränke es allerdings auf diejenigen mit DSLR, kommen aber eher schon aus der technisch interessierten und vor allen Dingen technisch versierten Ecke. ich brauche bloss meinen jüngeren Sohn angucken, der mit seinen 18 Jahren mittlerweile in der EDV so firm ist, wie ich es wahrscheinlich gar nicht mehr werde, obwohl sie eins meiner beruflichen Aufgabengebiete ist.
Hierbei beobachte ich manchmal etwas befremdlich, wie sich das Hobby darstellt. Siehe einige Beiträge im Forum: "Habe mir jetzt endlich die DXXX zugelebt! Wahnsinnsteil! Welches Objektiv empfehlt Ihr?" "Wie geht man eigentlich mit der Blende um?" - Soll jetzt natürlich nicht heißen, dass man sich irgendwie "hocharbeiten" muss, aber es fehlt mir manchmal der Bezug zur Fotografie (OK, auch zur Knipserei...) an sich. Über die Technik haben wir vor 30-35 jahren auch Diskussionen geführt, erst war es Arbeits- gegen Offenblendmessung, dann Blenden- gegen Zeitautomatik usw. Aber das waren kleine, wenige Punkte, die Wahl war lange nicht so groß wie heute, das Zeigen der Ergebnisse hatte absoluten Vorrang.
Und irgendwie fehlt mir das bei den "Digitalen" heute etwas, die technischen Aspekte werden bis zum kleinsten Pixel ausdiskutiert, und das zu Geräten, die noch nicht lieferbar sind. Irgendwie fühle ich mich eher zu den "Analogen" hingezogen, es geht öfter und ausführlicher um das Foto als um die Technik.
Auch hier möchte ich einen Beitrag hier im Forum verweisen: http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=43220 .

Ich nutze sehr gern meine DSLR sowie die Hemdtaschen-Digi mit allen ihren Vorteilen, ich freue mich aber auch mächtig darüber, wenn ich meine Diafilme abhole und sehe, dass sie nicht nur "was geworden sind" sondern auch darüber, dass sie so geworden sind, wie ich es mir vorgestellt habe. Und dazu schalte ich meist sämtliche Automatiken bis auf den nicht anders verfügbaren Filmtransport aus. Es zwingt mich mehr zur Ruhe, und das ist etwas, was ich durch meine Art der Fotografie/Knipserei für mich haben möchte.

edit, da ich gerade Krischans Beitrag gelesen habe: Alles, was ich geschrieben habe, bezieht sich auf Hobby-/Amateurfotografen, jemand, der einen finanziellen Nutzen aus der Fotografie zieht, kann an der digitalen Schiene eigentlich nur vorbeigehen, wenn es ein Norbert Rosing oder Michael Martin ist. Es gibt eher keinen Grund mehr, Pferde einzuspannen, wenn nebenan der Mercedes Sprinter steht.
 
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Zusaetzlich zu den schon genannten Pros und Kons faellt mir noch folgendes ein:

Pro Digital
- Polaroid Effekt, Bildkontrolle beim Shooting
- Schneller ISO Wechsel
- Weniger Stress bei der Flughafenkontrolle (Ihr muesst mal das Gesicht einen Kontrollierers sehen, wenn man auf die Handkontrolle von 40 Filmdosen bestehst)
- Der digitale "Film" kann vor Ort nicht so schnell ausgehen (wo bekommt man schon seine Lieblingsfilme auf der Welt, mit 20 GB auf CF Card kommt man ganz schoen weit)
- Filmwechsel laesst einen bei Tieraufnahmen nicht mehr die spannenden Szenen verpassen (Ok, Objektivwechsel natuerlich immer noch)
- Man ist nicht auf schlampige Labore angewiesen

Pro Analog
- Schon die einfacheren Modelle haben teilweise gute Sucher (Fuer mich immer noch mit das wichtigste bei einer Kamera)
- Es gibt keine Digitalkamera mit dem Flair und Feeling einer F, F3, M6 etc.pp. (Naja, es gibt die M8, die ist mir aber einfach zu teuer)
- Es gibt keine aktuelle digitale SW-Kamera aber sehr gute SW-Filme (Gut, man kann jedes Digitalbild nach SW umrechnen, aber dieser Workflow gefaellt mir irgendwie nicht, wenn dann stelle ich gleich in der Kamera auf SW)
- Es macht mir mehr Spass Dias auf einem Leuchtpult anzusehen, als Digitalbilder auf einem Rechner

Mein Fazit:
- 99% Digital (Tier-, Gebrauchs- und Staedtefotografie)
- Ab und an mal einen Film einlegen
 
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@ Peter
das mit der "Generationsfrage" ist mir auch schon des öfteren in den Sinn gekommen. DIE wachsen einfach rein ins digitale Wunderland, und ich bin von unbekanntem Umgeben in sumpfiger Moorlandschaft, wo ich erst mal mehr oder weniger Mühselig nach "Wegen" suchen muss. Da ständig "Moor" nachrückt, fehlt mir irgendwann die Lust, denn auf Dauer gegen einen Strom zu schwimmen, ist mühsam.
Auf der anderen Seite habe ich auch eine ganze Zeit das "Sofort" und "nochn Foto kostet nix" genossen, bis ich dann irgendwann dahinter kam, das letztendlich eine ganz ander "Fotografiergewohnheit" dabei rauskommt. Erst die ehrliche Analyse hat für mich die Erkenntnis gebracht, das ich zur vordigitalen Zeit nach meinem Empfinden bessere Fotos gemacht habe.

@ Roland
die schwarz/Weiss Argumente kommen öfter. War für mich auch ein ständiger Grund zur Unzufriedenheit, denn auch wenn ich gleich in der Kamera auf S/W gestellt hatte, gefiel mir das, was da hinten rauskam nie!
Muss vielleicht dazu sagen, das ich zu 99% S/W fotografiere.
 
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dongil schrieb:
die schwarz/Weiss Argumente kommen öfter. War für mich auch ein ständiger Grund zur Unzufriedenheit, denn auch wenn ich gleich in der Kamera auf S/W gestellt hatte, gefiel mir das, was da hinten rauskam nie!

Ebenso wie analoges BW möchte die digitale Seite aufbereitet werden und somit wird es auch hier eine Frage der angeeigneten Duka- bzw. EBV-Fertigkeiten. Allerdings gleicht digitales BW eher der kornlosen MF-Seite. Die Nachbildung von analogem KB-Korn ist eine Wissenschaft für sich und in abgewedelten bzw. nachbelichteten Bereichen allemal.
 
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ich mach beides... digital und analog
analog bewusster als digital
digital experimentierfreudiger als analog

gäbe es die digitaltechnik nicht, hätte ich wohl nicht vor einigen jahren wieder angefangen zu fotografieren...
 
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Ich mache es mir da ziemlich einfach. Ich möchte nämlich gar nicht abwägen welche Vorteile welches System hat. Da ich mein Geld nicht mit Photographie verdiene, kann ich frei entscheiden wie ich photographisch arbeite. Und da es sich um meine Freizeit handelt, ist diese Entscheidung sehr einfach, ich mache nämlich das was mir am meisten Spass macht. Das ist die traditionelle Photographie auf Film und zwar von der Belichtung, über die Entwicklung des Films bis hin zur Vergrößerung. Welche Vorteile da analog vor digital hat oder umgekehrt, ist für mich völlig unerheblich. Ich kann analog zu schönen Bildern kommen und auch digital, aber in der Freizeit ist bei mir eben auch ein wenig der Weg das Ziel.

Grüße
-- Rüdiger
 
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Die Entscheidung zur digitalen Fotografie ergab sich aus dem beruflichen Zwang, sehr schnell gute Ergebnisse zu erzielen, die über den analogen Weg zu Stress und Zeitverlust geführt hätten. Die digitale Fotografie ist mittlerweile ein Teil des DTP-Workflows. Dass ich über diese Schiene auch wieder privat fotografiere, ist quasi ein Nebeneffekt. Dass ich momentan, immer mal wieder und immer häufiger diese fixe Idee im Kopf habe, wieder analog schwarzweiß zu fotografieren, also "back to the roots", treibt mir allerdings etwas Schweiß auf die Stirn...
 
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Neben den bekannten und bereits angeführten Aspekten zum Vergleich chemischer und digitaler Film, möchte ich noch eine Reihe weiterer (persönlicher) Argumente ins Spiel bringen.

Wenn ich mir eine zeitgenössische F6 ansehe, dann umfasst der chemische Prozess schon einen erheblichen digitalen Anteil. Angefangen von der kompletten Kamerasteuerung, die digital abläuft wird mittlerweile das Labor überwiegend digital gesteuert. Das reduziert den Unterschied eigentlich nur mehr auf die Wahl des Trägermaterials für die Bildinformation.

Der Lernaspekt:
Ich möchte bewußt die Qualitätsunterschiede analog/digital ausklammern, aber meine persönliche Lerngeschwindigkeit, in neue Bereiche des Hobbies Fotografieren vorzustoßen, ist bei digitalem Ansatz wesentlich schneller. Erstens ist die Turn-around time zwischen Aufnahme und Betrachtung, mit dem damit verbundenen Verstehen, was bestimmte Einstellungen bewirkt haben, bei digital von relativ kurz (outdoor) bis unmittelbar (im Studio). Zusätzlich erleichtern die EXIF Daten das Verstehen von bestimmten Aufnahmesituationen und den damit einhergehenden Ergebnissen. Klar könnte ich das auch mit meinen analogen Kameras durchführen, nur ich bin nicht bereit diesen erheblich größeren Aufwand der manuellen Tätigkeit zu treiben. Fazit: Wenn ich etwas Fotografisches lernen will, dann mache ich das Digital.

Die Community:
Die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft hat natürlich auch soziale Auswirkungen. Communities die in der Vergangenheit am lokalen Stammtisch in der Kneipe gebildet wurden, werden durch virtuelle Communities ergänzt. Diese ermöglichen eine einfache Plattform des Gedanken- und Erfahrungsaustausches mit Gleichgesinnten, die nicht geografisch beschränkt ist. Da diese Plattformen digital betrieben werden, liegt natürlich eine hohe Affinität zu digital erstellten Bilder vor. Diese ohne Medienbruch in der Community schnell und einfach anderen Mitgliedern zu zeigen, erlaubt Allen ihr entsprechendes Wissen zu erweitern, bzw. zu vertiefen.

Wenn mich jemand einmal fragen sollte, wo ich persönlich mehr über das fotografieren gelernt habe: Im lokalen Fotoclub, oder in Communities wie diesen hier - dann ist die Antwort sehr einfach. Hier. Denn das fundierte Wissen von vielen Mitgliedern hier würde mir in Wien nicht zur Verfügung stehen. Der Rythmus mit dem geholfen wird, wenn die Eindrücke des Fotografen noch frisch sind, ist überwiegend digital schneller. NB: Statt die Zeit beim Scannen der Dias zu verbringen, bin ich lieber hier im NFF

Von den ca. 1100 Bildern, die auf meiner www.pbase.com/andrease homepage lagern, sind vielleicht eine Handvoll chemisch entstanden, der Rest digital.

Verwende ich noch Analog?
Heißt das, daß ich nicht mehr analog fotografiere? Mitnichten. Aber der Gemütszustand ist ein anderer. Einer der auf mich bezogen ist, in die Materie einzutauchen, der den Reiz des Unsicheren hat, ob das Bild tatsächlich so geworden ist, wie beabsichtigt. Wenn ich analog unterwegs bin, kommt der Gedanke "Community" viel seltener vor.

Das Histogramm
Wenn ich ein "Feature" beschreiben sollte, daß mir beim "analogen" fotografieren am meisten abgeht, dann ist das ohne Zweifel, das Histogramm. Über die Jahre hat sich das Lesen und Interpretieren dieser Kurven als unverzichtbarer Teil des Fotografierens dargestellt. Wie früher das Beherrschen des externen Belichtungsmessers.


Zusammenfassend läßt sich für mich sagen: Auch nach 25 Jahren bin ich noch am Anfang des Weges für ein besseres fotografisches Verständnis. Diesen Weg weiterzugehen, vom Wissen anderer ebenso leicht zu lernen wie durch eigene Bemühungen, das läßt sich (für mich) leichter durch die Vermeidung des Medienbruches bewerkstelligen.

LG,
Andy
 
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.....Zusammenfassend läßt sich für mich sagen: Auch nach 25 Jahren bin ich noch am Anfang des Weges für ein besseres fotografisches Verständnis. Diesen Weg weiterzugehen, vom Wissen anderer ebenso leicht zu lernen wie durch eigene Bemühungen, .......

Amen

 
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Hallo,
für meine Begriffe verwechseln viele (Hobby-)Fotografen bei der Diskussion "Digital <=> Analog" den eigentlichen Zweck der Fotografie:

Das Fotografieren!

Es ist nur eine Frage der Technik, die für die Aufnahme verwendet wird., mehr erst mal nicht. Außerdem hat sich die Fotografie in den letzten 150 Jahren kontinuierlich weiter entwickelt, dabei wurde die Technik immer weiter verfeinert.

Als ich mit der Fotografie Anfang der 1980er Jahren angefangen habe war bis auf den Autofokus bei der Fototechnik die analoge Fotografie von den Kameras sowie Optiken und den angebotenen Filmmaterialien schon auf einem sehr hohen Niveau angekommen. Allerdings warfen die Einsteigerkameras deutlich schlechter ausgestattet, als heute heute die heutigen Modelle sind.

Über die Jahre hin war festzustellen, dass die Fotoindustrie immer weitere Features in die Kameramodelle gesteckt hat, dabei aber vergessen hat, sich den benutzenden Kunden entsprechend zu dressieren. Soll heißen: Die heutigen Möglichkeiten überfordern eine großen Teil der Kundschaft, wie man beim Blick in diverse Foren schnell feststellt.

Kritisch darf man aber auch anmerken, dass die heutigen Bedienungsanleitungen sich teilweise an der Grenze der Unlesbarkeit bewegen andererseits ein Teil der Kundschaft sich nicht mehr die Mühe macht, diese überhaupt zu lesen. Ein Teil der Ergebnisse sind dann entsprechend, die dann frustiert gezeigt werden.

Festzustellen wäre auch der Punkt, dass sich die Technologieschraube immer schneller dreht und ich den Eindruck habe, dass ein Teil der Kundschaft nicht mehr in der Lage ist, den (Schein(?))-Inovationen der Fotoindustrie zu folgen. Die Digitalfotografie ist da ein schönes Beispiel mit ihrem immer schneller drehenden Megapixel-Wahn. Liest man in diesem Forum manche Beiträge zu neuen Digitalkameras, so muss man den Eindruck haben, dass nur mehr Megapixel bessere Bilder bringen ...
Diesen Unsinn will ich jetzt mal nicht weiter kommentieren, es finden sich in diesem Forum genügend fachlich versierte Kommentare / Beiträge dazu, die genau das Gegenteil beweisen.

Nun aber zurück zu der Ursprungsfrage Analog <-> Digital

Analoge Fototechnik

Die Analogie werde ich für die dauerhafte, archivfeste, Dokumentationen solange benutzen, wie ich die entsprechenden Filmmaterialien (bevorzugt s/w-Film) bekommen kann.

Digitale Fotografie

Die digitale Fotografie benutzte für die schnelle Verfügbarkeit von Ergebnisse und parallel zur Analogie um so schnell Bildwirkungen etc. zu überprüfen (früher nahm man dafür ein Polaroid-Rückteil ...)

Einen großen Vorteil der Digitalfotografie (neben der sofortigen Kontrolle) würde mir noch einfallen:

Die Anfertigung von Dämmerungs- und Nachtaufnahmen sind mit den Digitalkameras deutlich einfacher geworden, die digitalen Sensoren viel besser mit den geringen Lichtmengen umgehen können als klassischer Film.

So genug geschrieben,
viel Spaß beim Fotografieren, egal ob digital oder analog!
 
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@Hans,

zitieren ist schwer, ich bezog mich auf:

.....Zusammenfassend läßt sich für mich sagen: Auch nach 25 Jahren bin ich noch am Anfang des Weges für ein besseres fotografisches Verständnis. Diesen Weg weiterzugehen, vom Wissen anderer ebenso leicht zu lernen wie durch eigene Bemühungen, .......

da lach ich doch mal gerne, ob der schwere der Worte und dem restlichen Brei, den ich nicht wiederholen will.

 
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JohnnyW schrieb:
@Hans,

da lach ich doch mal gerne, ob der schwere der Worte und dem restlichen Brei, den ich nicht wiederholen will.


Ich/wir habe(-n) Dich schon richtig verstanden. Danke, dass Du es noch deutlicher gemacht hast !.

Hans
 
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