Die Letzte?

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Klaus Harms

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Nein, sicherlich nicht die Letzte, aber schaut man in diesen Zeiten in und auf Kornfelder, muss man schon viel Glück haben, um eine der Mohnblumen zu entdecken, die es zu früheren Zeiten in Masse zu sehen gab.

Nun, dies ist kein Wunder, wird doch seit geraumer Zeit alles ein- und abgesprüht, was nicht von allein verrecken will.

Diese Blume konnte sich durchsetzen und war ein Fang für die Augen und die Kamera am heutigen Abend!

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Ich war fast sich, dass hier irgendwer die letzte Kippe rauchen wird. Falsch gedacht.
 
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Sicher nicht aber es kommt darauf an, wo das Feld liegt.
Hier, direkt am Main, der hinter der rechten Baumreihe fließt, hat der Landwirt wohl nicht die "große Keule" einsetzen dürfen:

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Mai 2014
(D800 24-120//4,0)​

Aber es ist schon erschreckend, wie steril die Felder, weiter weg von fliesenden Gewässer oder Wasserschutzgebieten heute sind, mehr noch, wie effektiv diese Gifte heute wirken.

Auch solch ein Bild aus 2002 wird wohl in Zukunft eher die seltene Ausnahme bleiben, zumindest habe ich eine solche Fülle von Kornblumen in einem Getreidefeld schon viele Jahre nicht mehr gesehen.
Aber vielleicht war es schon damals durch die direkte Ortsrandlage davor geschützt, von der Chemiekeule getroffen zu werden...?

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Juni 2002
(Coolpix E995)​
 
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schönes Bild.
Vor etwa 10 Jahren war ich auf einer Griechenland-Tour begeistert, dort viele dieser (zu der Zeit bei uns fast ausgestorbenen) Blüten zu sehen und hab ein paar Fotos gemacht - um dann beim Einscannen der Negative festzustellen, daß die SEHR anspruchsvoll an den Farbraum sind: überall leuchtete die "out of gammut"-Warnung.

In den letzten Jahren hab ich den Eindruck, daß auch hier wieder mehr von ihnen auftauchen.
 
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Hier in Wien und Umgebung habe ich in den letzten Tagen öfter welche entdeckt: neben einer Bundesstraße in einer Regelmäßigkeit, dass sie wie angepflanzt wirkten (aber gut möglich, dass die Chemiekeule genau diesen Bereich nicht mehr erreichte) und auf einem zum Baugebiet umgewidmeten Feld, auf dem ein Abraumhügel dicht an dicht mit Mohnblumen bewachsen war) - beide Male leider aus dem Auto gesehen - daher kein Foto.

Auch hier sind Mohnblumen eher am Rand, das aber sehr oft zu sehen.

Aus dem Westen Deutschlands kann ich deine Beobachtungen bestätigen. Bei meinem ersten Besuch auf Rügen vor ca. 25 Jahren staunten wir auch, wie viel Mohn- und Kornblumen dort noch auf den Feldern wuchsen.
 
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Nun, dies ist kein Wunder, wird doch seit geraumer Zeit alles ein- und abgesprüht, was nicht von allein verrecken will.

..."große Keule" ...

Wenn ich so etwas lese wird mir schlecht! :mad:
Wir Landwirte sind gezwungen auf immer weniger Fläche immer mehr Nahrung für immer mehr Menschen anzubauen und sollen dann noch in kauf nehmen, dass ander Pflanzen die nicht als Nahrung dienen (können) mit der Nutzpflanze um Licht, Platz, Nährstoffe und Wasser konkurieren und so den Ertrag deutlich schmälern?

Die obigen älteren Bildbeispiele sind Außnahmen die es heute eher häufiger zu sehen gibt als in früheren Tagen! Vor 20 Jahren und eher ist "Brühe" ausgebracht worden, die wirklich giftig war und das ganze wurde wenig kontrolliert. Heute müssen wir über jeden Tropfen den wir ausbringen Buch führen, und wenn da irgendetwas nicht zu der genutzten Flächengröße passt gibt es harte Strafen (und das ist gut so!).
Die heutigen Mittel sind alle in jahrelangen Versuchen geprüft und zugelassen, und dürfen oftmals nur zu bestimmten Tages-/Nachtzeiten ausgebracht werden um z.B. Bienen nicht zu gefährden, es gibt Wartezeiten durch die sichergestellt ist, dass bei der Ernte keine Rückstände mehr auf den Pflanzen zu finden sind.
Jeder der mit einer Spritze los fährt muss "sachkundig" sein, entweder durch eine spezielle Schulung oder durch die Ausbildung als Landwirt, auch hier gibt es bei Missachtung hohe Strafen, die Schulung muss alle drei Jahre aufgefrischt werden, verpasst amn einen Termin ist die Sachkunde erloschen und man muss den Sachkundenachweis komplett neu erwerben.
Für Pflanzenschutzspritzen gibt es einen TÜV genau wie für Autos, da wird haargenau nachgemessen wieviel hinetn raus kommt und darauf geachtet, dass nichts nachtropft, falls doch durchgefallen.
Noch dazu gibt es strenge Abstandsauflagen zu sog. Saumstrukturen (Büsche etc.), Gewässern, es gibt Bühstreifen, Ackerrandstreifen, usw. die nicht gespritzt werden dürfen um die Umwelt zu schonen.
Ich will nichts gegen die Maßnahmen sagen, im Gegenteil ich befürworte so etwas, aber Pflanzenschutzmaßnahmen in ein solches Licht zu rücken ist unter aller Kanone, Nahrung wollen wir alle haben!

Ich verkneife mir jetzt eine Aussage zu Roundup und ähnlichem welches man in Baumärkten u.ä. kaufen kann und jedermann ohne Sachkunde und ohne Ausbringungsnachweis mit machen kann was er will.
 
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Ja, Nahrung wollen wir alle haben und brauchen wir auch zum Leben. Und Landwirte und die Landwirtschaft spielen eine sehr grosse und wichtige Rolle in diesem Kreislauf, die ich sicherlich auch nicht verunglimpfen wollte.

Aber auch der Job unserer Landwirte wäre einfacher und sicherlich auch ohne "V i a g r a" für Pflanzen und Tiere machbar, wenn wir nicht unzählige Tonnen an Lebensmitteln vernichten würden!

Ich würde gern weiter den Fokus auf Bilder in diesem Bilderthread legen wollen.

Danke!

Nahrung wollen wir alle haben!
 
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Ein schönes Bild Klaus: bei uns sehe ich die kleinen roten fast den ganzen Sommer über, wenn auch nicht mehr so üppig wie früher ... :):up:
 
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Ich mag den Mohn und die Kornblumen. Ich sehe diese Blumen zur Zeit täglich, wenn ich meine Hunde ausführe. Wie ich heute feststellte, gibt es viele Bienen, die die Kornblumen außerordentlich gern haben.
 
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war mir nicht sicher, ob das ein Mitmach-Thema wird, aber nun möchte ich
hab ein paar Fotos gemacht - um dann beim Einscannen der Negative festzustellen, daß die SEHR anspruchsvoll an den Farbraum sind: überall leuchtete die "out of gammut"-Warnung.
doch auch noch zeigen - technisch ok, aber eher was für's "Bestimmungs-Buch":

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