Die Kiebitze werden immer weniger

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Glaser

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Moin zusammen,

in den Jahren zuvor habe ich ja schon mehrfach die Kiebitze aus meiner näheren Umgebung vorgestellt. Auch dieses Jahr möchte ich Euch ----wenn auch etwas verspätet---einige Aufnahmen dieser farbenprächtigen Vögel zeigen.

Leider kommen in unsere Region anscheinend immer weniger Kiebitze und diesmal war es am angestammten Ort im Frühjahr nur ein einziges Paar, wo es früher doch mindestens 3-4 Paare waren. Das macht mich sehr traurig, aber ich hoffe, dass im nächsten Frühjahr wieder einige Vögel mehr den Weg in ihr altes Revier finden.



Hier war ein Männchen gerade dabei eine Nistmulde zu "drücken" . Dabei heben sie den Schwanz in die Höhe, was richtig lustig aussieht aber auch wohl ein Teil des Balzgehabes darstellt.

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Dieser Star war auch recht erstaunt, was der Kiebitz da machte.

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Futter musste natürlich auch gesucht werden, was auf den im Frühjar sehr trockene Wiesen gar nicht so leicht zu finden war.
Aber hier war es doch ein leckeres Abendbrot.


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Dann mal wieder `ne Runde über die Wiese

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Hier ganz knapp über dem Gras

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Ein oder zwei Runden geflogen und schon wird wieder zur Landung angesetzt

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Und dann wird erst mal das Gefieder ordentlich geplustert.

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Hinterher sitzt die Frisur dann wieder

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Ich hoffe, wir können die Kiebitze bald wieder öfters beobachten und ablichten.
Das letzte Frühjahr war hier extrem trocken---vielleicht lags auch daran,
dass so wenige da waren.


Gruß aus Hamburg, Peter



 
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Ich habe mich häufig im Bereich der Biblischer Insel bewegt. Dort gab es noch recht viele Kiebitze. Im Letzten Jahr gab es 2 Mal Hochwasser, die die erste und zweite Brut zerstörten (...und auch Rotschenkel und andere wie Wiesenschafstelze und Feldlerchen). Das hat man in diesem Jahr deutlich gemerkt. Um so erfreulicher, dass sich einige Jungvögel entlang der Wassergrenze zeigten. Als Ersatz gab es dafür Säbelschnäbler (mit Bruterfolgen).
 
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Es gibt sicherich die unterschiedlichsten Gründe für den Rückgang von vielen Tierarten.
Der Klimawandel spielt hier sicherlich auch ein große Rolle.
Und wie erwähnt auch trockengelegte, ehemalige Feuchtwiesen.
Hier bei mir hat sich in dieser Hinsicht aber in den letzten 15 Jahren eigentlich nichts wesentlich verändert. Die Wiesen und Weiden sind eigentlich immer gut feucht, da sie auf einem ehemaligen Moorgürtel liegen. Erstmalig in diesem Frühjahr war es dann doch so trocken, dass einige Bereiche total trocken wurden und die Vögel zu wenig Nahrung fanden.
Ich persönlich sehe den Hauptgrund des Rückganges der Kiebitze---und nicht nur derer---eher im Verhalten der Landwirte, welche ihre Kühe kaum noch auf die Weiden lassen, sondern intensiv Heuwirtschaft betreiben und die Wiesen schon im März / April walzen und düngen. Danach wird schon Ende April // Anfang Mai erstmalig gemäht, genau dann, wenn die Kiebitze teilweise schon Eier in die Bodennester gelegt haben---keine Chance für eine Brut / Aufzucht. Das bemerkt der Kiebitz ein- bis zweimal und sucht sich danach ein anderes Brutgebiet---wenn er noch eins findet.
Mir ist schon klar, das die Landwirte hierzulande auch nicht die alleinige Verantwortung tragen---das ist ein sehr komplexes, weltweites Thema.
Aber solange hier kein Umdenken geschieht, werden wir wohl in Zukunft immer weniger dieser schönen Vögel sehen können.

Hier ein älteres Foto ( 10.05 2016 ), wo ein Landwirt am Düngen ist und ein Kiebitz ---rechts oben neben der Fahrerkabine--seinen Düngetrecker attackiert, um seine in der Nähe befindlich Brut zu schützen. Schon damals habe ich mich sehr geärgert.


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Und so wollen wir sie doch auch in Zukunft sehen, unsere farbenprächtigen Gaukler der Lüfte mit ihrem Nachwuchs!

Auch dies ein Foto aus Mai 2016

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Gruß aus Hamburg, Peter​
 
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Schon vor vielen Jahren habe ich resigniert als Landschaftswart aufgegeben, wo trotz Spritz- und Düngeverbot einfach nach gut Dünken der Landwirte gehandelt wurde. Aufgelegte Programme, wie das Ackerrandschutz Programm wurden noch im ersten Jahr Makulatur. Es wurde gespritzt, geschnitten und untergepflügt, dass noch nicht mal die Hunde im verbleibenden Grün (sorry) kacken konnten.

Wir brauchen viel mehr von den Berichten, wie deiner von den Kiebitzen, damit die Leute begreifen, was uns verloren geht.
Grüße aus Neuss
 
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Die Landwirtschaft ist von Subventionen abhängig, die einen Großteil des Einkommen ausmachen. Wenn wir die Chose sowieso bezahlen, sollten wir auch bestimmen können, wie die Flächen genutzt werden. Stattdessen werden die Erträge maximiert, um Butter nach Kuba und Milchpulver nach China zu liefern. Dafür lassen wir uns das Trinkwasser mit Nitrat verseuchen.
 
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Sehr schöne Fotos! habe schon öfters versucht, aber hier schwer wegen Licht und Entfernung zur Strasse, Weg

Wir haben in der Nähe den letzten Brutplatz für Kiebitze in Kärnten , Österreich.
Dort arbeitet ein Bauer mit den Ornithologen zusammen und umfährt die markierten Brutplätze. Das geht aber auch nur weil der eher so ein Hobbybauer und Vogelfreund ist. Rundherum ist es egal, und meist wird Futterweizen für die Masttiere angebaut.
Laut Insiderinfo ist die Brutpaarzahl dadurch in den letzten Jahren halbwegs stabil geblieben.
Was noch sehr stört: Einge Hunde die zwar auf der Leine entlang eines Weges durchgeführt werden, aber die Leine ist hat 30m lang ode rder Hund sehr lautstark, Jagdinstinkt.

Dass das das letzte Gebiet hier, ist zeigt allerdings wie extrem die Situaltion ist.

ich frage mich aber eines -wo haben die Kiebitze denn früher mal gebrütet bevor die Bauern die Wiesne so niedergemäht hatten? Im hohen Buschgras?
 
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