Es gibt sicherich die unterschiedlichsten Gründe für den Rückgang von vielen Tierarten.
Der Klimawandel spielt hier sicherlich auch ein große Rolle.
Und wie erwähnt auch trockengelegte, ehemalige Feuchtwiesen.
Hier bei mir hat sich in dieser Hinsicht aber in den letzten 15 Jahren eigentlich nichts wesentlich verändert. Die Wiesen und Weiden sind eigentlich immer gut feucht, da sie auf einem ehemaligen Moorgürtel liegen. Erstmalig in diesem Frühjahr war es dann doch so trocken, dass einige Bereiche total trocken wurden und die Vögel zu wenig Nahrung fanden.
Ich persönlich sehe den Hauptgrund des Rückganges der Kiebitze---und nicht nur derer---eher im Verhalten der Landwirte, welche ihre Kühe kaum noch auf die Weiden lassen, sondern intensiv Heuwirtschaft betreiben und die Wiesen schon im März / April walzen und düngen. Danach wird schon Ende April // Anfang Mai erstmalig gemäht, genau dann, wenn die Kiebitze teilweise schon Eier in die Bodennester gelegt haben---keine Chance für eine Brut / Aufzucht. Das bemerkt der Kiebitz ein- bis zweimal und sucht sich danach ein anderes Brutgebiet---wenn er noch eins findet.
Mir ist schon klar, das die Landwirte hierzulande auch nicht die alleinige Verantwortung tragen---das ist ein sehr komplexes, weltweites Thema.
Aber solange hier kein Umdenken geschieht, werden wir wohl in Zukunft immer weniger dieser schönen Vögel sehen können.
Hier ein älteres Foto ( 10.05 2016 ), wo ein Landwirt am Düngen ist und ein Kiebitz ---rechts oben neben der Fahrerkabine--seinen Düngetrecker attackiert, um seine in der Nähe befindlich Brut zu schützen. Schon damals habe ich mich sehr geärgert.
Und so wollen wir sie doch auch in Zukunft sehen, unsere farbenprächtigen Gaukler der Lüfte mit ihrem Nachwuchs!
Auch dies ein Foto aus Mai 2016
Gruß aus Hamburg, Peter